Eine Selbsterfahrung: Kreationismus und Verschwörung

Gott pfuscht nicht nur, sondern ist auch ein Arschloch? Herje, dann lieber Atheist...
btw. OK, damit wir demütig bleiben sindwir nicht perfekt, kann man azeptieren - aber warum macht "er" bei Pflanzen&Tieren den selben Stuß? Das die hochmütig werden is eherunwahrscheinlich.....

Ist doch alles ganz einfach - das ist Teil eines höheren Plans und wir unwürdigen Kreaturen sind einfach zu beschränkt, um den Plan zu verstehen.
"Fehler" bei Pflanzen und Tieren? - It´s not a bug, it´s a feature
"Fehler" bei Menschen? Die Weißheitszähne sind da um uns zu prüfen und das irdische Leben ist ja sowieso nur ein Jammertal auf dem Weg ins Jenseits.

😉

Eine kleine Episode am Rande, weil sie so schön in diesen Thread passt:

Ich hab gestern den dummen Fehler gemacht, mich ohne Mp3-Player und Kopfhörer in die S-Bahn zu trauen und hatte daher die unbeschreibliche Freude, dem Gespräch zweier Esoterik-Ladies zu lauschen, die offenbar gerade von einem Seminar über Übersinnliche Erfahrungen kamen. Soweit, so gut, ich hab halt einfach auf Durchzug geschaltet, bin dann aber doch kurz hellhörig geworden, als das Gespräch anfing, sich darum zu drehen, dass ja auch vieles, wie zum Beispiel das "Poltergeist-Phänomen"...Achtung Zitat.."physikalisch belegt ist".

Hab ein bißchen nachrecherchiert, es hat mich dann doch ein wenig interessiert, wie sich sowas denn physikalisch belegen lassen soll und abstruse Theorien dazu gefunden, dass es sich um einen Austausch von Energie handelt, der dann auftritt, wenn derjenige, der diese Phänomene wahrnimmt, mit starken inneren Konflikten belastet ist und sozusagen diese Energie, die in ihm selbst steckt nach außen frei setzt, was dann wiederum in Spukerscheinungen resultiert.

Warum schreibe ich das hier? Weil es ganz einfach unterhalb eines gewissen Wissens-/Bildungsstandes ziemlich einfach ist, der Aussage "das ist wissenschaftlich belegt" glauben zu schenken. Tut mir leid, wenn das jetzt etwas arrogant klingt, aber das ist doch tatsächlich der Punkt, warum Esoterik, Kreationismus etc. überhaupt einen solchen Zulauf bekommen können. Wenn jemand absolut keinen Plan von wissenschaftlichem Arbeiten hat, kann man dem eben problemlos die Geschichte vom Pferd erzählen.
 
Wenn jemand absolut keinen Plan von wissenschaftlichem Arbeiten hat, kann man dem eben problemlos die Geschichte vom Pferd erzählen.

dem kann ich nur zustimmen Voralllem wenn man in dieser Person noch ein gewisses Maß an Vertrauen entgegen bringt.
hin und wieder erzähl ich meinen Letern was ich denn so in der Uni lerne und was ich in meinen Praktikas so mache. Da ist es an mir das in eine verständliche Sprache zu übertragen und anhand Beispielen zu veranschaulichen... wie einfach wäre es, dass ich einfach irgendeinen Stuss von mir gebe und man würde es mir abnehmen.

Wenn ein "Mann der Wissenschaft" am besten noch mit Doktortitel, ganz gleich woher der stammt oder auf welcher Basis der verliehen wurde... so einer muss nur falsche oder umgedrehte Fakten im großen Stile streuen und schon ist man mit der Aufklärung hinterher.
 
Warum schreibe ich das hier? Weil es ganz einfach unterhalb eines gewissen Wissens-/Bildungsstandes ziemlich einfach ist, der Aussage "das ist wissenschaftlich belegt" glauben zu schenken. Tut mir leid, wenn das jetzt etwas arrogant klingt, aber das ist doch tatsächlich der Punkt, warum Esoterik, Kreationismus etc. überhaupt einen solchen Zulauf bekommen können. Wenn jemand absolut keinen Plan von wissenschaftlichem Arbeiten hat, kann man dem eben problemlos die Geschichte vom Pferd erzählen.

Was ich, in diesem Zusammenhang, sehr interessant finde, ist etwas was ich einfach mal "Quantenphänomen" nenne. Erzähle mal ganz normalen Menschen (müssen nicht zwangsläufig esoterisch angehaucht sein) in deiner Umgebung die keine Naturwissenschaftliche Ausbildung besitzten irgendeinen Stuss und versuche dabei Wörter mit dem Präfix "Quanten" zu verbinden... du wirst erstaunt sein wie sehr man dir auf einmal glaubt.

Als Wenn bei dem bloßen hören von Wörtern wie Quantenmedizin; Quanteninformation; Quantenenergie; Quantenklospülung etc. die Leute auf einmal mehr Angst davor haben selber nachzudenken.
 
Was ich, in diesem Zusammenhang, sehr interessant finde, ist etwas was ich einfach mal "Quantenphänomen" nenne. Erzähle mal ganz normalen Menschen (müssen nicht zwangsläufig esoterisch angehaucht sein) in deiner Umgebung die keine Naturwissenschaftliche Ausbildung besitzten irgendeinen Stuss und versuche dabei Wörter mit dem Präfix "Quanten" zu verbinden... du wirst erstaunt sein wie sehr man dir auf einmal glaubt.

Das funktioniert in allen Bereichen, nicht nur der Physik :happy:
Man kann problemlos mit inflationärer Verwendung von Fachwörtern über einen Mangel an eigener Fachkenntnis hinwegtäuschen. Ich hatte zum Beispiel einen Professor, der ein wahrer Meister auf dem Gebiet ist. Auch sehr gerne verwendet wird die Taktik von Vertrieblern, um jemandem etwas aufzuschwatzen was er gar nicht braucht.
Letzten Endes braucht es eben einen echten Profi, um komplizierte Sachverhalte in einfachen Worten zu erklären - denn dazu muss man sie ja wirklich verstanden haben.

In meinem beruflichen Fachbereich (Online Marketing) lese ich tagtäglich "Fachtexte", die vor Dummschwätzerei nur so strotzen und versuchen, das mit möglichst vielen Anglizismen und Buzzwords zu kaschieren. Die wirklich guten Publikationen hingegen sind in der Regel in allgemein verständlicher Sprache geschrieben.
 
Eine kleine Episode am Rande, weil sie so schön in diesen Thread passt:

Ich hab gestern den dummen Fehler gemacht, mich ohne Mp3-Player und Kopfhörer in die S-Bahn zu trauen und hatte daher die unbeschreibliche Freude, dem Gespräch zweier Esoterik-Ladies zu lauschen, die offenbar gerade von einem Seminar über Übersinnliche Erfahrungen kamen. Soweit, so gut, ich hab halt einfach auf Durchzug geschaltet, bin dann aber doch kurz hellhörig geworden, als das Gespräch anfing, sich darum zu drehen, dass ja auch vieles, wie zum Beispiel das "Poltergeist-Phänomen"...Achtung Zitat.."physikalisch belegt ist".

Also, ich "kenne" ein Poltergeistphänomen, dass physikalisch belegt ist. Und zwar handelt es sich um eines, dass den Esoterik-Ladies gegen den Strick geht....Im großen und ganzen sind dabei im Haus (unnverständliche) Stimmen hörbar, die auch aufgezeichnet werden können, ohne eine erkenbare Quelle zu haben. Ein Expertenteam hat dann ermittelt, dass es möglich ist bei einem geschickt oder dumm verbauten Waschbecken Rundfunk zu empfangen, das Rohr gerät in Schwingung und erzeugt Schall, spielt also Radio. Wurde dann mMn. als Poltergeistphänomen beschrieben.
 
Also, ich "kenne" ein Poltergeistphänomen, dass physikalisch belegt ist. Und zwar handelt es sich um eines, dass den Esoterik-Ladies gegen den Strick geht....Im großen und ganzen sind dabei im Haus (unnverständliche) Stimmen hörbar, die auch aufgezeichnet werden können, ohne eine erkenbare Quelle zu haben. Ein Expertenteam hat dann ermittelt, dass es möglich ist bei einem geschickt oder dumm verbauten Waschbecken Rundfunk zu empfangen, das Rohr gerät in Schwingung und erzeugt Schall, spielt also Radio. Wurde dann mMn. als Poltergeistphänomen beschrieben.

Stimmt, davon habe ich auch schon gehört - kann ich mir sogar vorstellen.
Aber eine solche Erklärung wäre für den Esoteriker von Welt natürlich viiiiieeeel zu einfach und erklärt nicht, wo all die verschwundenen Kugelschreiber und Feuerzeuge hin sind, warum immer, wenn man eine Flasche Jägermeister leer gekippt hat, ein mysteriöser Poltergeist das Klo vollkotzt und wieso die Glühbirne, die schon beim Einzug eingeschraubt war, so merkwürdig flackert.

Muss ich dafür eigentlich GEZ Gebühren zahlen :lol:?

Je nach Auslegung könnte es sich dabei um ein "neuartiges Rundfunkgerät" handeln:
http://www.gez.de/gebuehren/gebuehrenpflicht/index_ger.html

😀
 
Schon gemacht und rate mal was die glorreiche Antwort war...
Diese "Fehler" wurden absichtlich eingebaut damit der Mensch seinen Platz unter Gott anerkennt und auch einhält 😀...
nach dem Motto nur Gott ist perfekt und alles andere eben nicht.

Auf die Frage was daran denn intelligent sei kam dann die normale Reaktion auf konstruktive Argumente.
Normale Reaktion ... die da wäre ... ? Abblocken ... Ablehnung ... Vorwürfe a la "du willst es gar nicht verstehen und versuchst es lächerlich zu machen" oder
die Tatsache, daß es einfach so IST, egal ob du daran glaubst oder nicht (in der Art von "auch wenn du nicht paranoid bist können SIE trotzdem hinter dir her sein")...
oder wird einem noch ketzerisches Verhalten und blasphemische Reden nachgesagt ...?

Wenn unsere diversen Mängel und Unzulänglichkeiten Bestandteile unseres Bauplans sind, immer waren, damit wir an unseren Platz UNTER ihm erinnert werden,
obwohl laut der Bibel ja der Mensch nach SEINEM Ebenbild geformt wurde - also wenn das eins zu eins umgesetzt wurde muß es bei ihm ja nicht viel anders aussehen...

Tja, und wenn man anmerkt daß das ganze doch erheblich einfacher wäre wenn ER die Zweifler gar nicht erst zugelassen hätte kommt bestimmt daß Gott uns ja den freien Willen gab...
Aber welcher intelligente Sinn verbirgt sich denn darin, daß man Zweifler zuläßt, quasi von Haus aus Abweichler und Querulanten in die Produktion entläßt ... als Test wer "würdig" für die Nachwelt ist,
wenn der Tag des jüngsten Gerichts naht (ist ja bald soweit) ... hätte er sein Design dahingehend modifiziert wäre sein kleines Soziologie-Experiment vielleicht anders gelaufen,
aber er hätte sich auch die Mühe mit seinen Säuberungmaßnahmen und den himmlischen Interventionen ersparen können.


Stimmt, davon habe ich auch schon gehört - kann ich mir sogar vorstellen.
Aber eine solche Erklärung wäre für den Esoteriker von Welt natürlich viiiiieeeel zu einfach und erklärt nicht, wo all die verschwundenen Kugelschreiber und Feuerzeuge hin sind,
warum immer, wenn man eine Flasche Jägermeister leer gekippt hat, ein mysteriöser Poltergeist das Klo vollkotzt und wieso die Glühbirne, die schon beim Einzug eingeschraubt war,
so merkwürdig flackert.😀
😀 😀 🙂 ... jau, genau so ... ich habe auch schon alles versucht um die Randalierkobolde zu fangen, die meinen Schreibtisch jeden Tag aufs neue durcheinanderbringen ...
Aber vielleicht ist das ja auch Teil des "Großen Plans" und in der ID-Logik wachsen den Kugelschreibern bei jedem Halb - und Vollmond Beine ...
 
Es gibt da noch so ein übernatürliches Phänomen auf das ich in meiner Jugend in diversen Kneipen gestoßen bin. Jedesmal, wenn wir in der Kneipe waren haben wir alle unser Feuerzeug verloren aber gleichzeitig zwei neue in der Tasche und wir waren uns sicher, dass es jedem in der Kneipe so geht. Auf irgendeine mysteriöse Weise scheinen sich Feuerzeuge in in Kneipen besonders wohl zu fühlen und sich zu vermehren. Seitdem gehe ich nicht mehr in Kneipen und mache auch einen Bogen um den Alkohol. Das war mir einfach zu gruselig.

Aber mal back to Topic. Mich würde schon mal interessieren, warum dei Evolutionstheorie sich in Europa durchsetzen konnte und es keine wahrnehmbaren Zweifel daran gibt und in Amerika dies scheinbar nicht so ist. Ja die Kritiker der Evolutionstheorie dort sogar soviel Einfluss entwickeln können, dass ernsthaft darüber diskutiert wird sie aus dem Unterricht zu entfernen.


Ich meine , man kann ja gern daran glauben, dass es einen Schöpfer gibt, der alle Entwicklung in Gang gesetzt hat. Das ist für die wissenschaftliche Theorie eigntlich unerheblich. Aber zu glauben, vor 7000 Jahren hätte sich jemand hingesetzt und in sieben Tagen alles mal so hingeklotzt, wie wir es nun vorfinden, nur weil es in einem Buch steht? Begreife ich nicht.
 
Mich würde schon mal interessieren, warum dei Evolutionstheorie sich in Europa durchsetzen konnte und es keine wahrnehmbaren Zweifel daran gibt und in Amerika dies scheinbar nicht so ist.

Weil die USA von extremreligiösen protestantischen Abeweichlern gegründet wurden, die in Europa keiner haben wollte. Ganz anderes Verhältnis zur Religion.
 
Ich weiß nicht warum sowas grade in den USA so ein Problem ist, aber es ist ja ein wiederkehrendes Probem,
das extreme Haltungen und Ansichten dort oft auf sehr fruchtbaren Boden fallen. (Abtreibung, Rassismus,
Verhütung, die Tea-Party-Bewegung, gleichgeschlechtliche Ehen ...)

In den USA ist unter dem Deckmantel der freien Rede/Meinungsäußerung sehr viel mehr gestattet, als man
sich vorstellen kann, und als in z.B. Deutschland überhaupt zulässig wäre, ohne mit dem Gesetz in Konflikt
zu kommen. Und man hat ja meist das Problem, das nicht derjenige Beachtung findet, der die Mehrheit, das
Recht oder die Wahrheit hinter sich weiß, sondern derjenige, der am lautesten schreit. Und sobald man
Beachtung findet, findet man mehr Anhänger, somit schreit man noch lauter, findet noch mehr Beachtung usw. ...

Das ist ein selbstverstärkendes System.

Und sobald man genug Rückhalt besitzt (aka Lobby) ist man irgendwann in einer Position, in der man Einfluss
auf diejenigen nehmen kann, die einem bisher nicht zugehört haben oder zuhören wollten.

In Deutschlang gab es auch massive Proteste gegen liberale Abtreibungsgesetze und die Anti-Baby-Pille, aber
nur in den USA ist die Sache so massiv hochgeputscht worden, das es zu Attentaten auf Abtreibungskliniken
und deren Personal kam.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Deutschlang gab es auch massive Proteste gegen liberale Abtreibungsgesetze und die Anti-Baby-Pille, aber
nur in den USA ist die Sache so massiv hochgeputscht worden, das es zu Attentaten auf Abtreibungskliniken
und deren Personal kam.

Das Leben muss geschützt werden, selbst wenn man dafür töten muss.:cat:

Aber wie Bloodknight schon sagte, die dreizehn Kolonien sind ursprünglich von religiösen Fanatikern besiedelt worden, die England aufgrund ihrer religiösen Ansichten verlassen mussten
http://de.wikipedia.org/wiki/Pilgerväter
 
Boah, dieser sinnfreie Antiamerikanismus wird langsam lächerlich. Ja, Amerika bot Verfolgten seit je her einen Hafen - das können religiöse Fanatiker sein, aber eben auf der anderen Seite auch politisch Verfolgte. Beispielsweise ist nach der gescheiterten Revolution 1848 ein großer Teil der deutschen Demokraten nach Amerika emigriert. Und noch in den 1930ern und 1940er gab man so "religiösen Hardlinern" wie Albert Einstein gerne Asyl, während hierzulande sehr moderne und "fortschrittliche" Kräfte wirkten, die, nur zu Erinnerung, auch erst abtreten wollten, als u.A. die religiösen Hardliner aus Amerika am 6.6.44 einen größeren Ausflug unternahmen...

Kurz gesagt: wenn man sich mal die 240 Jahre amerikanischer Geschichte anschaut und damit vergleicht was gleichzeitig hier ab ging, dann hat man als Deutscher einfach mal die Fresse zu halten. Himmel, selbst die Demokratie mit der hier so gerne rumgewedelt wird, und welche die meisten nicht begreifen und von der die Amis natürlich keinen Schimmer haben, mussten diese uns erstmal einprügeln, weil wir lieber Kaisern und Führern nachrennen.

Mich würde schon mal interessieren, warum dei Evolutionstheorie sich in Europa durchsetzen konnte und es keine wahrnehmbaren Zweifel daran gibt und in Amerika dies scheinbar nicht so ist
Ist das so?
Nach einer vom evangelikalen Factum-Magazin und ProGenesis in Auftrag gegebenen Umfrage des Schweizer Meinungsforschungsinstituts IHA-Gfk nimmt die Interpretation der Bibel, wonach das Universum, die Erde und das Leben vor etwa sechstausend Jahren von Gott erschaffen wurden, jeder Fünfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz wörtlich. Etwa genauso viele stimmen der Ansicht zu, dass es zwar die Evolution gebe, dass sie aber von Gott gesteuert werde. Eine Evolution, wie Darwin sie beschrieb, bei der Gott keine Rolle spielt, erkennt in Deutschland mit 46 Prozent fast jeder Zweite an, in Österreich knapp 41 Prozent, in der Schweiz jeder Dritte (33 Prozent).[SUP][21][/SUP] Eine von der atheistisch orientierten Giordano-Bruno-Stiftung in Auftrag gegebene Umfrage spricht in Deutschland von 12,5 Prozent für eine wörtliche Interpretation der Schöpfungsgeschichte und 60,9 Prozent für die reine Evolutionstheorie.[SUP][22][/SUP] Die Studie setzt Theistische Evolution und Intelligent Design gleich und gibt für beides zusammen einen Anteil von 25,2 Prozent an. Eine Umfrage des „Spiegel“ (2005) lieferte Zahlen, die sich recht genau in der Mitte der Angaben der beiden Interessenvertreter befinden.
Man sieht: Bekloppte gibts auch hier genug...

In den USA ist unter dem Deckmantel der freien Rede/Meinungsäußerung sehr viel mehr gestattet, als man
sich vorstellen kann, und als in z.B. Deutschland überhaupt zulässig wäre, ohne mit dem Gesetz in Konflikt
zu kommen. Und man hat ja meist das Problem, das nicht derjenige Beachtung findet, der die Mehrheit, das
Recht oder die Wahrheit hinter sich weiß, sondern derjenige, der am lautesten schreit. Und sobald man
Beachtung findet, findet man mehr Anhänger, somit schreit man noch lauter, findet noch mehr Beachtung usw.
Dir ist klar das du hier im Grunde (Selbst)Zenzur und staatlichen Kontrollen das Wort redest, oder? Genau so rechtfertigen auch die Chinesen ihre umfassende Zensur. woher zum Teufel kommt dieses verdammt hohe Ross das das was wir hier bretreiben irgendwie besser ist?
Redefreiheit ist verdammt noch mal eines der größten und wichtigsten Rechte einer freien Gesellschaft. Was hierzulande abgeht ist schon stellenweise widerlich. Wenn z.B. Innenminister(!) Mohammed-Karikaturen verbieten wollen, weil man das den armen Moslems nicht zumuten kann.

Nein, die Amis fahren diesbezüglich die deutlich bessere Variante: freie Rede für alles und jeden. Das bessere Argument muss den Wettbewerb nicht fürchten.

Ich weiß nicht warum sowas grade in den USA so ein Problem ist, aber es ist ja ein wiederkehrendes Probem,
das extreme Haltungen und Ansichten dort oft auf sehr fruchtbaren Boden fallen. (Abtreibung, Rassismus,
Verhütung, die Tea-Party-Bewegung, gleichgeschlechtliche Ehen ...)
Da kommen verschiedene Faktoren zusammen.
1. Anderes Selbstverständnis. Einige 'Extrempositionen' erklären sich einfach historisch: während wir deutschen traditionell obrigkeitshörig sind (wir wechseln selbst unsere Kanzler nur höchst ungern) und uns vom Staat dieLösung aller möglichen, auch privaten, Probleme erhoffen, läuft as bei den Amis eben anders: die USA sind quasi ein "Anti-Staat"-Staat. Am anfang der u.s.-amerikansichen Geschichte steht ein Volk freier Männer die eine als ungerecht empfundene Regierung einfach rausschmeisen. Dazu zieht eine freiwillige(!) Miliz von Farmern gegen die damals beste Armee der Welt ins Gefecht - und gewinnt. Man mag dies für absurd halten, aber dieser Gründungsmythos wirkt bis heute. Auch wenn man den Präsidenten gerne als "mächtigsten Mann der Welt" bezeichnet, vergisst man das die Zentralregierung bewußt sehr schwach gehalten wurde, das Amt des Präsidenten ist eigentlich sogar erst im 20.Jahrhunder "wichtig" geworden. Vielen Amerikanern erscheint ihre jüngste Geschichte wie ein schleichender Staatsstreich: die eigentlich schwache Zentralreierug zieht immer mehr Kompetenzen auf sich.
Auch das obsessive Verhältnis zu Waffen erklärt sich ein Stück weit daraus: man hat die Knarre im Keller um notfalls die Regierung zum Teufel jagen zu können. In Europa kennen nur de Franzosen dieses Gefühl. Und jeder der einem die Knarren weg nehmen will, macht sich per se verdächtig - denn damals wollten die Briten die Amerikaner entwaffnen, um Aufstände zu unterbinden. Diese intolerable acts waren direkter Auslöser für die Bildung des Kontinentalkongresses bzw. des Unabhängigkeitskrieges.
2. Unbefangenheit.
Auch das verstehen wir nicht, aber die Amerikaner sind "unschuldig". Auch wenn sie teilgenommen haben, so waren sie weitgehend nur Zaungäste in den Urkatastrophen der Moderne. Die haben halt nicht diret erlebt wie sich ne Generation im Fleischwolf der Schützengräben zerlegt haben oder wie im WW2 eben sämtliche zivilisatorischen Standards kolabiert sind. der verlustreichste Krieg der Amis ist bis heute der Bürgerkrieg, und der ist für europäische Maßstäbe Pillepalle.
Das hat den Amis so manchen psychologischen Knacks erspart.

Es gibt z.B. bei den Amis nicht mehr oder weniger Rassisten als in Europa. Nur verstecken es die Menschen hier besser. Weil jeder hier unterschwellig weiß dass das was als "Rassismus" anfängt, irgendwann bei Auschwitz geendet hat. Und dafür schämt man sich und schweigt, aber insgeheim ist man immer froh wenn einer mal "den mut hat was zu sagen". Amis sind da unbelastet. Wenn man da nen rassistischen Spruch macht ist man eben nen rassitisches Arsch, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der ganze Balast historischer Schuld fehlt da..
 
Zuletzt bearbeitet:
Dir ist klar das du hier im Grunde (Selbst)Zenzur und staatkichen Kontrollen das Wort redest, oder? genau so rechtfertigen auch die Chinesen ihre umfassende zensur. woher zum Teufelkommt dieses versammt hohe Ross das das was wir hier bretreiben irgendwie besser ist?
Redefreiheit ist verdammt noch mal eines der größten und wichtigsten Rechte einer freien Gesellschaft. Was hierzulande abgeht ist schon stellenweise widerlich. Wenn z.B. Innenminister(!) Mohammed-Karikaturen verbieten wollen, weil man das den armen Moslems nicht zumuten kann.

Nein, die Amis fahren diesbezüglich die deutlich bessere variante: freie Rede für alles und jeden. Das bessere Argument muss den Wettbewerb nicht fürchten.
Nichts gegen freie Meinungsäußerung, aber es gibt für alles Grenzen, und zwar in dem Moment, in dem man mit seinen
Äußerungen andere beleidigt, verleumdet oder ihr Leben oder ihre Gesundheit bedroht. Und so etwas trifft nun einmal
oft genug Leute, die nicht in einer Position sind, sich zu Wehr zu setzen, auch wenn sie im Recht sind.

Gerade in Amerika gewinnt ja meinst nicht der mit den besseren Argumenten, sondern der mit dem besseren Anwalt.
 
Nichts gegen freie Meinungsäußerung, aber es gibt für alles Grenzen, und zwar in dem Moment, in dem man mit seinen
Äußerungen andere beleidigt, verleumdet oder ihr Leben oder ihre Gesundheit bedroht. Und so etwas trifft nun einmal
oft genug Leute, die nicht in einer Position sind, sich zu Wehr zu setzen, auch wenn sie im Recht sind.

Gerade in Amerika gewinnt ja meinst nicht der mit den besseren Argumenten, sondern der mit dem besseren Anwalt.

Folgendes Problem:
Woher willst du wissen, wann etwas beledigent ist oder du jemanden verleumdest???
Richtig, du kannst es nicht wissen, weil es ansichtssache ist!
Für Moslems ist jede nicht positive Aussage/Handlung gegen ihren Imaginären homosexuellen Freund Mohamet eine Kriegserklärung. Nach deiner Aussage müsste es daher ein Gesetz geben, dass es verbietet schlecht über ALLES zu reden, da JEDER sich von irgentwas/irgentwem IRGENTWIE beleidigt fühlt!!!

Ich persönlich finde jedes Gotteshaus, egal ob Kirche,Synagoge oder Moschee als mentalen Tritt in die Eier und fühle mich von jedem Religiösen Symbol zutiefst beleidigt. Muss jetzt ein Gesetz her, dass die Religion verbietet? Schön wäre es, würde viele Probleme der Menschheit lösen, nur so einfach ist das nicht.

Wenn sich jemand von irgentwas beleidigt fühlt, dann ist das halt so und nur so am Rande:
Du kannst nur was beleidigen, was auch existiert, dh. solange niemand beweisen kann, dass Gott existiert, kannst du diesen, Jesus und Mohamet beleidigen wie du willst und es ist vollkommen EGAL ob sich irgentwer dabei angegriffen/beleidigt fühlt!
 
Nichts gegen freie Meinungsäußerung, aber es gibt für alles Grenzen, und zwar in dem Moment, in dem man mit seinen
Äußerungen andere beleidigt, verleumdet oder ihr Leben oder ihre Gesundheit bedroht.

Das Problem ist, dass insbesondere durch den Teil hinter dem letzten Komma die gewalttätigen Spinner den Rest der Welt an den Eiern haben, wenn man Meinungsfreiheit so interpretiert. Sagste was - Autobombe. Das kann's auch nicht sein.


Und noch in den 1930ern und 1940er ab man so "religiösen hardlinern" wie Albert Einstein gerne Asyl

Nun ja, man sollte aber fair sein und zugeben, dass die Amis auch nur die "Hardliner" genommen haben, die ihnen was gebracht haben, entweder Know-how oder Geld. 😉. Ich mag Amerika, habe amerikanische Freunde und die USA wären das erste Land, in das ich auswandern würde, nur das wöchentliche Kirche-Umrennen macht mich skeptisch, was aber eventuell daran liegt, dass ich mit stark religiösen Menschen bisher keine guten Erfahrungen gemacht habe. Scheint viele zu geben, die die Stunde Kirche als Planungsphase für die Schlechtigkeiten der nächsten Woche nutzen ^^.

jeder Fünfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz wörtlich

Aua.
 
Ist eben wieder ein kontroverses Thema. Es ist schwer eine Abwägung zu treffen um einerseits
freie Rede von jedermann zu gestatten und Zensur zu vermeiden, andererseits dadurch aber
auch das Recht des Einzelnen zu schützen und Extremisten keine Lobby zu geben um das Recht
zu unterwandern.

@ Evolution vs. Schöpfung in Deutschland:
Klar gibt es solche Menschen zu Hauf auch in Deutschland, aber dieser Personenkreis hat hier
bei weitem nicht die Lobby und die politische Macht wie in den USA. In den USA ist "but the bible
says xyz
" in gewissen Kreisen ja fast schon ein Totschlagargument.
 
Nach einer vom evangelikalen Factum-Magazin und ProGenesis in Auftrag gegebenen Umfrage des Schweizer Meinungsforschungsinstituts IHA-Gfk nimmt dieInterpretation der Bibel, wonach das Universum, die Erde und das Leben vor etwa sechstausend Jahren von Gott erschaffen wurden, jeder Fünfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz wörtlich. Etwa genauso viele stimmen der Ansicht zu, dass es zwar die Evolution gebe, dass sie aber von Gott gesteuert werde. Eine Evolution, wie Darwin sie beschrieb, bei der Gott keine Rolle spielt, erkennt in Deutschland mit 46 Prozent fast jeder Zweite an, in Österreich knapp 41 Prozent, in der Schweiz jeder Dritte (33 Prozent).[SUP][21][/SUP] Eine von der atheistisch orientierten Giordano-Bruno-Stiftung in Auftrag gegebene Umfrage spricht in Deutschland von 12,5 Prozent für eine wörtliche Interpretation der Schöpfungsgeschichte und 60,9 Prozent für die reine Evolutionstheorie.[SUP][22][/SUP] Die Studie setzt Theistische Evolution und Intelligent Design gleich und gibt für beides zusammen einen Anteil von 25,2 Prozent an. Eine Umfrage des „Spiegel“ (2005) lieferte Zahlen, die sich recht genau in der Mitte der Angaben der beiden Interessenvertreter befinden.

Danke, dass du es komplett zitiert hast. 🙂
Was man hier sehr schön sieht ist, wie weit die Zahlen der einzelnen Umfragen auseinander gehen. Die Vermutung liegt nahe, dass auch für die Umfrageergebnisse in den USA deutlicher Spielraum besteht. Mir fehlt gerade die Zeit, mich detailliert damit zu befassen, wie diese Zahlen zustande kommen, aber ganz offensichtlich ist es nicht besonders leicht zu messen, wer denn bei uns nun so alles an die Evolutionstheorie glaubt und wer doch lieber die Bibel zu Rate zieht.

Ein möglicher Erklärungsansatz: Viele Leute in Deutschland dürften ziemlich erstaunt sein, wenn man sie gezielt nach sowas fragt und aufs Geratewohl antworten. Äußerst interessant wäre auch eine soziodemografische Aufsplittung der Zahlen. Ich könnte mir vorstellen, dass insbesondere die Generation 60+ und vielleicht auch Vertreter von, öhm, bildungsfernen Schichten sich für die Schöpfungsgeschichte stark machen.

Freie Meinungsäußerung

Führt uns ein bißchen vom Thema weg, daher in aller Kürze: Ich bin sehr zufrieden damit, wie die freie Meinungsäußerung in Deutschland gehandhabt wird. In den USA übertreibt man es meiner Meinung nach ein wenig damit. Fest halten lässt sich aber dennoch, dass sie eines der höchsten Güter einer demokratischen Gesellschaft ist. Im Zweifelsfall lieber zu viel als zu wenig, auch wenn man sich dann bisweilen mit recht unerfreulichen Individuen auseinander setzen muss.

Eine Gefahr liegt jedoch in einem Phänomen, dass wir auch alle aus dem Forum kennen. Bisweilen reicht bereits ein einzelner Troll oder eine Handvoll davon, wenn sie nur laut genug schreien, um Unfrieden zu stiften. Ein schönes Beispiel aus den USA wäre die Westboro Babtist Church. Diese "Glaubensgemeinschaft" umfasst nicht einmal 100 Mitglieder und ist trotzdem in den USA landesweit und darüber hinaus bekannt, weil sie einfach extrem laut und provokativ auftritt. Eventuell ist es mit den Kreationisten ein bißchen so ähnlich.
 
Ich bin sehr zufrieden damit, wie die freie Meinungsäußerung in Deutschland gehandhabt wird
Ich nicht. Das z.B. Holocaustleugnung strafbar ist, ist ein versagen demokratischer Standards.
Nicht falsch verstehen: solche Leute sind dumm, und was sie sagen im besten Falle verletzend gegenüber den Überlebenden, und meistens steht da eine politische Agenda dahinter. Aber Dummheit und Ignoranz sind eben keine Verbrechen, wäre dem so wären die miesten Menschen schuldig.

Klar gibt es solche Menschen zu Hauf auch in Deutschland, aber dieser Personenkreis hat hier
bei weitem nicht die Lobby und die politische Macht wie in den USA.
Welche Entscheidung siehst du denn durch die Kreationisten beinflusst?


Ist eben wieder ein kontroverses Thema. Es ist schwer eine Abwägung zu treffen um einerseits
freie Rede von jedermann zu gestatten und Zensur zu vermeiden, andererseits dadurch aber
auch das Recht des Einzelnen zu schützen und Extremisten keine Lobby zu geben um das Recht
zu unterwandern.
1. Warum sollten Extremisten keine Lobby haben? Klar hängt es immer vom Kontext ab, aber es gibt Bereiche da sind extremistische haltungen bisweilen die besten.
Es ist ein grundsätzlichesMissverständnis das man immer den Kompromiss suchen sollte. Grade bei Themen wie Rede- und Versammlungsfreiheit sllte man als Demokrat kein bisschen zurückstecken. "ein bisschen Zensur" ist schon zuviel.

2. Wer entscheidet denn eigentlich was extremistisch ist? Der punkt ist doch der,das mittlerweile Handlungen, die in einer Demokratie als vollkommen legitim gelten müssen als 'Extremismus' gewertet werden und verboten werden sollen. Man nehme den Streit um das Mohammed-video: ein paar Islamgegner halten Mohammedkarrikaturen hoch, worauf hin sie der salafistische Mob verprügeln will. Die Polizei geht dazwischen, und Salafisten prügeln sich mit der Polizeit.
und am nächsten Tag liest man hochgradigen Schwachsinn von wegen "Extremisten von beiden Seiten machen Trouble". Ich mein Hallo? Ein Plakat mit ner Karrikatur hochhalten ist jetzt Extremismus?
Oder der Fall als es ein Student gewagt hat ne Israelflagge aus dem Fenster zu hängen, als der islamistische Mob durch die Straßen zog - und alles was der Polizei einfällt ist dem die Wohnung aufzubrechen(!) um die Flagge ab zu nehmen
Oder wenn ernsthaft überlegt wird dieses komische Mohammed-video zu unterbinden. Sicher ein geschmackloses Machwerk, aber verbieten?

Ganz ehrlich: in der Situation mache ich mir ernsthaft sorgen um das Demokratieverständnis des deutschen Staates und seiner Vertreter. Ich möchte nicht das die einfach darüber entscheiden können was extremistisch ist. Denn zu schnell landet man auf der falschen Seite: grade jetzt, wo das ganze Konstrukt des eklatanten Unsinns(EU) den Machern um die Ohren fliegt, könnte es nämlich schnell passieren das derjenige, der anmerkt das der Kaiser ja nackt ist, ein Extremist und gefährlich ist.

Da ertrage ich eher etwas dummes Gewäsch - viel schlimmer als kreationistisches oder revisionistisches Gelabber ist das Geblubber von "den großen Vorteilen des Euros" und den generellen Segnungen der EU auch nicht, und letzteres muss man sich auch dauernd anhören.
 
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