40k Diskussion - Div. Gerüchte für W40K

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Seh´ ich genauso...mittlerweile hat jeder Autor was sinnvolles abgeliefert und an anderer Stelle ordentlich ins Fettnäpfchen gegriffen.

Hi zusammen,

ihr wollt doch nicht sagen, dass ein Autor für alles verantwortlich ist, was im Dex steht, oder?

Ich kenne nicht den genauen Prozess, wie ein Codex erstellt wird aber es müsste doch erstmal zwischen Desing/Flufftext und Regeln unterschieden werden. Die Regeln fallen doch bestimmt nicht einfach aus dem Himmel oder der Kreativität des Autors, oder? Ich stelle mir das so vor, dass es ein Team gibt, dass vorgibt, in welche Richtung es regeltechnisch gehen soll. Dann gibt es Testspiele mit welchen, die sich generell in den Regeln gut auskenne.

So stelle ich es mir jedenfalls vor. Ich persönlich glaube, dass man Regeln nicht einem einzelnen Autor zuschreiben kann. Klar, einer trägt die Verantwortung, aber es wird normalerweise eine Teamleistung sein.

Oder weiß jemand, wie die Erstellung eines Codexes wirklich abläuft?
 
ihr wollt doch nicht sagen, dass ein Autor für alles verantwortlich ist, was im Dex steht, oder?

Ja, ist er. Er ist der Autor. Wenn er zuliefern lässt, dann liegt es an ihm zu sagen: "Das ist Mist, setz dich noch mal hin und mach es besser." Wenn er es durchgehen lässt und an den Drucker gibt, dann ist er dafür verantwortlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Druckerzeugnis

Für jede Veröffentlichung in Druckform muss es daher einen Verantwortlichen geben; dies ist bei Zeitschriften und Zeitungen üblicherweise der Chefredakteur, bei Plakaten und Flugblättern (sog. Flyer) haftet derjenige, der als verantwortlich im Sinne des Presserechts (V. i. S. d. P.) gezeichnet ist. Sowohl Chefredakteure als auch Verantwortliche im Sinne des Presserechts haften zivilrechtlich mit ihrem Privatvermögen und persönlich strafrechtlich, falls durch die Veröffentlichung eine Straftat begangen wird, und/oder die Schutzrechte anderer Personen verletzt werden.
 
Als ich den Namen der Kampagne gelesen habe, musste ich schmunzeln:

http://natfka.blogspot.de/2014/01/games-workshop-campaign-conquest-of.html

von den "Roten Teufeln" zu "Scharlachroten Schlächtern" ist der Weg nicht allzu weit; und die Chaoten sind ja auch nicht in der gleichen Liga...
😛

Da bin ich als geborener Lautrer auch mal gespannt. Da ist nur die Frage, was kommt als nächstes. "The exempion of Mainz V"?
 
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...Ich stelle mir das so vor, dass es ein Team gibt, dass vorgibt, in welche Richtung es regeltechnisch gehen soll. Dann gibt es Testspiele mit welchen, die sich generell in den Regeln gut auskenne...

Das erscheint sinnvoll und ich persönlich würde das auch so handhaben...aber bei einigen Sachen bezweifle ich ernsthaft, dass die ausgiebig getestet worden sind.
Einiges ist so offensichtlich nutzlos/total übertrieben, dass einige ernsthafte Tests diese Mankos schnell ans Tageslicht gebracht hätten.

Und dabei geht´s nicht um Sachen, die nur in ausgemaxten Turnierlisten für Unbehagen sorgen, sondern auch um Zeug, was bemerkt, wenn man´s in B&B-Spielen mit Augenmaß einsetzt, bzw. gerne einsetzen würde, aber von vorner herein weiß, das es nix bringt.
Ich denke auch nicht, dass (mittlerweile) ein Autor für den Großteil eines Codex´ verantwortlich ist, aber wie man sieht, schaffen sie´s auch im Team nicht, grobe Schnitzer auszumerzen...daher ist´s eigentlich völlig egal, wer für welchen Codex verantwortlich ist.

***

Bzgl. des Regelschreibens mit dem Ziel, Verkaufszahlen zu manipulieren gibt´s viele Beispiele, die dagegen sprechen.
Einige neue Sachen sind offensichtlich recht stark, aber z.B. die Regeln (explizit die Punkkosten) des Nephilim-Jägers drücken die Verkaufszahlen sicher ordentlich nach unten (wobei das Teil optisch das Potenzial gehabt hätte ein Verkaufsschlager zu werden).
Während so Dinge wie die uralten Eldar-Jetbikes nochmal dermaßen gepusht wurden, dass kaum ein Eldar-Spieler daran vorbeikommt die Teile einzusetzen...mit entsprechendem neuen Design, hätte man da ordentlich Kasse machen können.
 
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Von Projektarbeit hast du wirklich unglaublich viel Ahnung; wenn ich jeden Fussel, den andere fabrizieren selbst nochmal nachprüfen müsste, würden die Projekte dreimal solange in der Planung feststecken (von der praktischen Ausführung ganz zu schweigen) und ich könnte es dann auch gleich selber machen und die Kohle, die ich den Mitarbeitern zahle sparen (bzw. in Aufputschmittel, legale wie illegale investieren, damit der Tag gefühlte 30 Stunden bekommt).

Aber du wirst als Projektleiter doch Leitlinien kommunizieren und nur solche Leute im Team behalten / zuliefern lassen die DEINER Idee der Ausführung am ehesten nahekommen? Die Realität sieht leider so aus das du als PM zwar auf die Glocke kriegst wenns schief läuft aber um jede Resource etc mit dem Management feilschen musst. Siehe 70% Failure rate (Balogun and Hope Hailey, 2008).

Im Sinne des Dexes würde ich behaupten es wäre einfacher das Ding selbst zu schreiben (Zeit genug ist ja) und man tut den ganzen Tag nix anderes als an desem Projekt zu arbeiten.

Vielleicht ist es mein kontrollierendes Wesen aber Stichproben mache ich bei alles und jedem, was allerdings bei entsprechender Selektion und Kommunikation wirklich nicht nötig ist.
 
:lol::lol::lol::lol::lol:
Von Projektarbeit hast du wirklich unglaublich viel Ahnung; wenn ich jeden Fussel, den andere fabrizieren selbst nochmal nachprüfen müsste, würden die Projekte dreimal solange in der Planung feststecken (von der praktischen Ausführung ganz zu schweigen) und ich könnte es dann auch gleich selber machen und die Kohle, die ich den Mitarbeitern zahle sparen (bzw. in Aufputschmittel, legale wie illegale investieren, damit der Tag gefühlte 30 Stunden bekommt).

Falls du Projektleiter bist, dann weißt du sicher auch, dass dann trotzdem dir der Arsch aufgerissen wird, wenn was nicht funktioniert hat. (Du kannst dann zwar nach unten weiter treten, aber das ändert nichts daran, dass man erst mal dich zukackt) Es ist dann dein Problem, dass du die falschen Mitarbeiter genommen hast, die Mist abliefern. Es ist dein Verantwortungsbereich und ein "ich hatte keine Zeit, mir das anzusehen" wird dir nicht helfen.

Genausowenig, wie die Ausrede Cruddace hilft.

Denn dein "Argument" ist nichts mehr als das: Eine Ausrede. Es ändert nichts daran, dass Cruddace in jeglicher Form verantwortlich ist, künstlerisch und juristisch. Punkt und aus. Wenn du (oder Cruddace) nicht damit klar kommst, dass du den Kopf herhalten musst und zur Verantwortung gezogen wirst, wenn die Kacke am Dampfen ist, dann bist du in der Position grundsätzlich der Falsche, unabhängig davon ob es gut läuft oder nicht.

Und jetzt mal ganz ehrlich: Die Probleme des Tyranidencodex sind seit 4 Jahren bekannt und es gab genügend Lösungsvorschläge in der Community, Sachen die man in 2-3 Stunden besser hinbekommt, wenn man sich mal hinsetzt und auch mit der Materie beschäftigt. Du kannst mir nicht sagen, dass Cruddace nicht die Zeit hatte, sich mal ein oder zwei Stunden hinzusetzen, drüber zu lesen und festzustellen, dass 13 Punkte für Ripper absoluter Blödsinn sind und die Pyrovore seit vier Jahren fürn Arsch ist und sie es auch weiterhin sein wird, wenn man Null an den Regeln ändert?
 
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Von Projektarbeit hast du wirklich unglaublich viel Ahnung; wenn ich jeden Fussel, den andere fabrizieren selbst nochmal nachprüfen müsste, würden die Projekte dreimal solange in der Planung feststecken (von der praktischen Ausführung ganz zu schweigen) und ich könnte es dann auch gleich selber machen und die Kohle, die ich den Mitarbeitern zahle sparen (bzw. in Aufputschmittel, legale wie illegale investieren, damit der Tag gefühlte 30 Stunden bekommt).

Genau das ist aber deine Aufgabe in der Projektleitung welche Aufgabe sollte eine Projektleiter denn sonst haben?

Kaffee trinken und heroisch gut dabei aussehen?


Und wenn das Projekt zu groß ist dann hast du Teilprojektleiter, die dir Rede und Antwort stehen. Ansonsten ist der Projektleiter immer der Dumme wenn was schief geht genauso wie er nie da Lob bekommt wenn es klappt, schließlich wurde er dafür bezahlt das es klappt.
 
eisenlunge, als was arbeitest du denn eigentlich? Worauf stützt sich deine Erfahrung im Bereich Projektarbeit? Ich mache seit über 10 Jahren Projektarbeit in einem großen deutschen Konzern und kriege ganz genau mit, wie mich der Projektleiter zusammenstaucht, wenn ich Müll abliefere, den er nach oben nicht vertreten kann. Dann muss ich nochmal ans Reißbrett und neu anfangen.
 
Ich bin selber in einer Agentur tätig und Leiter eines Ressorts. Bei uns tragen die Projektmanager volle Verantwortung und müssen den Kopf hinhalten. Sicher werden nicht alle Teilprozesse eines Projektes überprüft, spätestens bei den Milestones sollte ein gutes Team samt Projektleitung aber an einem Strang ziehen. Insofern ja, natürlich gibt es ein Design-Team mit Fachkräften für Regeln, Layouting, Hintergrund, Playtesting usw., ABER der Projektleiter hält die Zügel zusammen und muss wochen-, besser noch tagesaktuell (je nach Branche) den Überblick über sein Projekt haben.

Die Fragen, die man sich viel eher stellen muss sind: Liefert GW nicht eigentlich gute Codizes ab, zumindest für das normale Hobbyspiel ohne ausgemaxte Doppel- & Tripplelisten? Und wie schaut die interne Struktur bei GW aus, wie professionell wird dort überhaupt gearbeitet? Sind das reine Hobbyisten? Sind das Professionals ohne großen Bezug zum Hobby? Manchmal wird hier vergessen, dass GW ein ganz normales Unternehmen ist, das Geld verdient. Nicht mehr und nicht weniger.
 
Die Fragen, die man sich viel eher stellen muss sind: Liefert GW nicht eigentlich gute Codizes ab, zumindest für das normale Hobbyspiel ohne ausgemaxte Doppel- & Tripplelisten?

Nein. Ich sage nur Tyranidencodex. Es fehlten absolut elementare Regeln (dürfen Tyraniden mit zwei Nahkampfwaffen gleichzeitig angreifen, gibt es gegen den aus-der-Erde-brechen-Angriff des Morgon Deckungswürfe, etc.) deren Abwesenheit den Codex eigentlich komplett unspielbar machten und es dauerte 6 MONATE bis GW sich zu einer Klarstellung heruntergelassen hat.

Außerdem sind die Antworten in den FAQs absolut willkürliche Ja-Nein-Antworten, die sich nicht ansatzweise mit den zugrundeliegenden Regelmechaniken beschäftigen und sich teilweise zu 100% widersprechen (sprich Fragen zu identischen Regelmechanismen werden in FAQs zu verschiedenen Codices einmal so und einmal andersherum beantwortet).


Es ist keine Schande wenn sich ein paar Fehler oder Unklarheiten einschleichen, sowas passiert immer (ich erinnere mich da an das ominöse "persistent"-trait bei SST, bei dem wir Wochen gebraucht haben um herauszufinden wie es wohl funktionieren soll), aber dann sollten wenigstens die Klarstellungen konsistent und verlässlich - und damit auf identische Regelmechanismen übertragbar - sein.


Und was das Doppel-Tripple-Spielen angeht, das ist ein typisches Phämomen von Warhammer-Systemen (WHFB und 40k). Sowas gibt es in anderen Spielen auch, nur fällt es da weit weniger auf, weil die Balance dort besser ist und Listen die bestimmte Einheiten spamen nicht jedesmal Rosinenpickerlisten sind, die nur das beste vom beste und das overpowertste von overpowertsen beinhalten (tatsächlich sind es meist Spezialistenarmeen, die eine bestimmte Strategie verfolgen und je nach Erfolg dieser erstrahlen oder untergehen).
 
@Galatea

Ja, exakt den Eindruck habe ich allerdings auch. Ich beziehe mich ja u.A. auf den aktuellen bzw. gerade neuen Tyraniden-Codex, der in meinen Augen deutlich durchdachter ist als das Werk von dem du geschrieben hast. Die nächste Frage, die sich mir dann berechtigterweise stellt: Wie sieht eigentlich die Customer Relationship Abteilung bei GW aus? GIBT ES DA ÜBERHAUPT EINE!? Wenn ich mal querbeet schaue wieviele Unternehmen bei denen ich Produkte gekauft und oder registriert habe mir Umfragen oder Kundenzufriedenheits-Checks schicken... warum nicht GW? Warum gibt es keine Kundenbefragungen? Keine offenen Playtesting-Runden? Keine Q&A-Symposien? Anscheinend GIBT es einfach keine Qualitätssicherung. Quo vadis, GW?
 
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