Gegen sich selbst spielen?

unerde

Grundboxvertreter
20. Juni 2010
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Moin!

Ich würde gerne mal wissen, ob schon mal jemand von euch gegen sich selbst gespielt hat?
Habe heute das erste mal 1000p gegen mich selbst gespielt und muss sagen, ich bin echt positiv überrascht!
Ich spielte so, dass ich aus jeder Sicht immer versuchte das sinnvollste zu machen. Das klappt, wenn man das durchzieht echt super gut.
Kann mir vorstellen dass man sich sagt "ach der soll aber noch leben mit dem will ich noch was kloppen" und lässt dann mal was fallen. Das muss man unbedingt unterbinden 😀
So kann man vor allem auch einfach mal Dinge spielen und probieren, wenn man grad keinen Partner hat.
Ich spiele leider nur 1-2 mal im Monat, hab aber einfach öfter Bock, und vor der Spätschicht vormittags wenn man eh nix groß macht kann man auch gegen sich selber spielen 😛

Das Negative daran ist natürlich, dass man "einsam" dabei ist. Aber als Abwechslung und zwischendurch find ich das widererwarten doch echt super.

Wie findet ihr das? Total bescheuert? Habt ihr da schon Erfahrungen mit?

Das Spiel war Dark Eldar gegen Space Wolves und die Wölfe gewannen 10:5. (Die Jungs schnetzeln sich echt relativ easy durch alles durch. Unglaublich!)

mfg!
 
Das ist total bescheuert! Und mache ich auch ab und zu mal :-D

Grund ist der gleiche: viel zu wenig Zeit um mit Freunden zu zocken und viel mehr Lust auf mehr Spiele. Außerdem kann man so mal neue Listen oder neue Völker testen.

Aber wie du schon sagst, man muss darauf achten, dass man zu sich selber ehrlich ist und immer versucht das Maximum aus der jeweiligen Seite raus zu holen.
 
Naja, ich finde es persönlich nicht so prall, da das Spiel doch eher von den (un-)vorhergesehenen Vorgehensweisen des Gegenüber lebt, als vom "Ich kämpfe mich systematisch durch meine Figurensammlung durch."


Aber wenn ich mal ein neues Brettspiel habe, versuche ich mich da erst mal durchzulesen und um es besser nachvollziehen zu können, auch mal aufzubauen und ein-zwei Runden zu spielen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es denn so ist, damit man nicht ganz unvorbereitet das Spiel mit Kollegen bestreitet.
 
Hab ich vor ner Woche sogar auch das erste Mal gemacht! (Toll, dass nach 1h leider Stromausfall war... aber wozu gibts Handyleuchten 😀 )
Waren 1500p Eldar gegen Blood Angels. Ich muss sagen, es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Aber bei weitem nich so, wie mit nem richtigen Gegner.
Aber mir gehts wie dir, ich habe selber leider kaum Leute, mit denen ich spielen kann und um nich aus der Übung zu kommen oder einfach um Spaß zu haben, funktioniert das allemal!

Und das Gute: Wenn man mal was falsch macht, kann man nich bescheißen, weil man es für die andere Seite genauso falsch macht 😀
Und es gibt keine unendlichen Regeldiskussionen.
 
Richtig, mir sind für beide Seiten Fehler aufgefallen die ich gemacht hab. Aber das gleicht sich dann aus. Ohne Regeldiskussionen spielen ist echt gut. Mein Spiel ging keine Stunde.

Natürlich ists nicht wie mit einem richtigen Gegner, ganz klar. Hilft aber ein Gefühl zu kriegen was Einheit X kann.

Hab nicht zu wenig Spieler, eher zu wenig Zeit meist. Aber vor Spätschichten hab ich oft wenig zutun. Warum also nicht so die Zeit nutzen? 😀
 
Vorteil ist das man immer gewinnt...

Eigentlich verliert man auch immer...

...und nie gegen unangenehme Personen spielt.

...und das kann man auch nicht ohne Einschränkungen behaupten... 🙂

Genug des Unfugs!

Ich habe auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, aber leider dafür noch keine Zeit gefunden...mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man einiges lernen, gerade WEIL der Gegner nicht überrumpelt werden kann...so sieht man ggf. einiges aus einer neuen Perspektive.
Wenn man´s hinkriegt zwei etwa gleichstarke Armeen zu basteln kann das ganze auch noch recht unterhaltsam sein.
Aber weil man ja eine Liste zuerst schreiben muss und diese dann beim schreiben der Zweiten im Kopf hat könnte man da (unterbewusst) dazu neigen, eine Seite zu bevorzugen...evtl. sollte man für beide Seite mehrere unterschiedliche Allroundlisten schreiben und dann zufällig zwei auswählen.
 
Naja, ich finde es persönlich nicht so prall, da das Spiel doch eher von den (un-)vorhergesehenen Vorgehensweisen des Gegenüber lebt, als vom "Ich kämpfe mich systematisch durch meine Figurensammlung durch."

finde ich überhaupt nicht. Man lernt schliesslich aus Fehlern. Und gegen sich selbst zu spielen heisst auch zugleich einen Gegner der der genau auf deinem Niveau spielt.

Aber total witzig das alle das " ehrlich sein " ansprechen. Das ist tatsächlich garnicht so einfach - Man will einfach einfach auf der einen Seite die Einheit länger in Aktion sehen^^

obwohl ich das schon seit einigen Jahren nicht mehr gemacht habe so fand ich die Spiele sehr anspruchsvoll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso denn nicht? Wenn ein neuer Codex rauskommt muss man vorbereitet sein, und da bietet es sich ja an die neuen Regeln der alten Figuren auszuprobieren. Ich nenne so etwas "Waffentest". Nur die Werte zu kennen hilft oft nicht weiter um zu wissen ob der neue Schwarmtyrant gegen den neuen Chaosgeneral siegen kann. Da probiert man halt ein paar Szenarien durch und findet dann halbwegs raus was gut funktioniert.
 
Wenn du dich selbst mit unvorhergesehenen Zügen überrumpeln willst, kannst du zwischen jedem Seitenwechsel ja ne Pause machen und dich mit etwas anderem beschäftigen und siehst das Spielfeld dann auf eine ganz neue Weise, wenn du zurückkommst.

Als ich mit 11 angefangen habe zu spielen, habe ich am Anfang auch ein paar mal gegen mich selbst gespielt. Dann kann man auch gleich viel besser seinen Kumpel überzeugen, wie toll das Spiel ist, wenn man schonmal nen Plan hat, was man tut. Später gab es dann immer genug Spieler an denen man das neue Zeug richtig ausprobieren konnte.
 
Ich finde das irgendwie ne gute Idee, die mir noch nie gekommen ist. Gerade auf 1000 Punkte - Niveau kann man so unterschiedliche Listen (ausgewogen gegen spezialisiert usw.) mal kurz zwischendurch testen. Wie bereits angesprochen muss man halt ehrlich zu sich selbst sein. Aber davon gehe ich einfach mal aus, dass man das macht. Sonst kann man es ja gleich sein lassen, wenn man nichts lernen will. Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass es mich bei Armeeaufstellung und Taktik weiterbringt, wenn das nächste Mal meine Devastoren auf der »Gegenseite« stehen. 🙂
 
Das Problem dabei ist dass spezialisierte Listen in der Regel einen Plan haben und wenn der Gegner den vereiteln kann sieht's schlecht aus, weil die Armee halt spezialisiert ist. Sie muss das Spiel so drehen, dass sie zu ihren Bedingungen spielen kann sonst wird sie scheitern. Wenn man sich die Liste ausgedacht hat und ihre Schwächen kennt wird das echt schwer.
 
Ehrlich gesagt ist es wie Schach gegen sich selbst zu spielen, d.h. man weiss eigentlich shocn was der andere plant - somit geht ein großteil des Reizes verloren.
Der Lernfaktor ist dementsprechend gering, es sei denn man ist noch nicht regelsicher und nutzt das Spiel um die Grundregeln zu vertiefen.

Kampfsimulationen bestimmter isolierter Situationen mit EInheit X vs. Y mit Bedingung Z machen dagegen durchaus Sinn um daraus zu lernen.
 
Ich denke, gerade für Szenarien, die keine generischen Missionsziele enthalten und die sich bei der Einheitenauswahl eher an einem Plot als an einer Armeeliste orientieren, geht das ziemlich gut. Ich hab auch schon mal einfach Elementartaktik ausprobiert. Also komplett ohne Gegner, nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie lange es dauert, um eine bestimmte Gefechtsordnung aus mehreren Einheiten zu entfalten. Daz braucht man keinen Gegner.