TTM? MSU? Ich habe mit der zweiten Edition angefangen und hatte zuletzt ganz am Anfang der sechsten Edition ein Spiel. Ich bin wohl zulange draußen.
TTM = Tabletopmasters - eine Art Regelwerk oder so wie ich das verstanden habe nachdem sich viele Turniere richten um national einheitliche Regeln bieten zu können -
http://www.tabletopmasters.de/
MSU ist eine Abkürzung und steht für "Multiple Small Units" - wie der Name schon sagt, ist es also eine Armee die versucht viele kleine Einheiten zu haben, zumeist genutzt um halt Zielüberlastung zu bieten sowie um schwere sowie Spezialwaffen häufiger in die Armeeliste zu bekommen. Als Beispiel, anstatt 2 x 10 Devatoren mit je 4 schweren Waffen, spielt man 4 x 5 Devastoren mit je 4 schweren Waffen.
Gleiche Modellanzahl, doppelte Feuerkraft. Klar, die schweren Waffen gehen schneller, leichter da es der Ablativ-Modelle fehlt aber zum Beispiel bei Einheiten in Transportern, der ihnen somit den mangelnden Schutz bietet, ist dies zumeist zu vernachlässigen.
Eine Art der Armeekomposition die man zum Beispiel mit Sororitas perfekt anwenden kann. Man nimmt lauter 5er Dominion Squads mit je 4 Spezialwaffen und packt diese in Immolatoren oder Repressoren. Würde man sie zum Beispiel in ein Rhino packen, wären da heutzutage 2 x 5 Dominions mit je 4 Spezialwaffen drin anstatt 1 x 10 mit 4.
Ok, jetzt kann man zwar das Feuer bei Einheiten aufteilen aber selbst dann, sind die Spezialwaffen ja das was man will, die Träger(innen in diesem Fall) sind eigentlich egal. In Zeiten wo man das Feuer nicht aufteilen konnte, war dies sogar noch viel wichtiger. Die 6 Bolterfrauen bringen halt nix wenn die 4 Melter auf nen Panzer schießen, also nimmt man eben nur die minimale Truppgröße und volle Anzahl Spezialwaffen.
Achja, dieses Prinzip der kleinsten Einheiten kombiniert mit der maximalen schwere /Spezialwaffen Anzahl wird MinMax genannt. Minimale Truppgröße, Maximale Waffenanzahl. Allerdings verwendet man in der "Fachsprache" zumeist einfach den Begriff MSU da MinMax dabei einfach nur die logische Schlussfolgerung ist, genau deshalb spielt man ja MSU.
Wir spielen genau nach Regelbuch und wer zuerst aufgestellt hat, der beginnt. Initiative kann gestohlen werden.
Ok privat zuhause. Dennoch beträgt die Iniklau-Chance ja 33% da man ja den Wurf wiederholen darf durch Stratagem.
Ganz wichtige Frage ist aber natürlich für eure Spiele, ob und wieviele LOS-Blocker ihr zuhause bzw. auf dem Spieltisch hat. LOS = Line Of Sight = Sichtlinie. Mit LOS-Blocker sind also Geländestücke gemeint, die die Sichtlinie blockieren, hinter dem man Einheiten/Fahrzeuge also verstecken kann vor dem direkten Beschuss des Gegners.
Damals inner 3ten Edition, wie es in er 4ten war weiß ich gerade garnich mehr, haben ja Wälder und an sich auch die meisten Ruinen/Gebäude die Sichtlinie verdeckt, da waren die Tische voll davon. Man konnte manchmal in Runde 1 kaum etwas beschießen, nicht so wie seit der TLOS (true line of sight = reale Sichtlinie), wo man erst aufgrund Mangels von LOS-Blockern nahezu alles beschießen konnte, was dem Spiel extrem geschadet hat und immer noch tut.
Wie auch immer, ich schweife ab. Sorgt einfach dafür genügend LOS-Blocker auf eurem Spieltisch zu haben, damit man eben Einheiten verstecken kann. Somit wird die Beschussphase nicht so übermächtig bzw. die Bewegungsphase und somit Taktik ausschlaggebender als eine auf pure Feuerkraft ausgelegte Armeeliste. Die Gewichtung geht wieder mehr hin zum guten Spieler, weg von der knallharten Armeeliste.
Edit:
Habe schon so lange keine 2te Edition mehr gespielt, weiß garnich mehr wie da die Sichtlinien-Regeln waren.
😀