Du willst eine Regelmechanik der 5.? Warte, Wundgruppen!
Wer sagt sowas?
Weder behaupte ich "früher war alles besser" noch sage ich "heute ist alles scheiße". Allerdings ist kein Fortschritt zu beobachten. Für jeden Punkt der heute besser gemacht wird, gibt es einen der mieser läuft. Wenn man gleichzeitig einfach nur die Kompliziertheit (ungleich Komplexität) erhöht läuft was komplett falsch.
z.B. Wenn ich beim spielen 8-10 Seiten CPs aus 2 oder mehr verschiedenen Büchern vor mir liegen haben muss um zu wissen welche spielerischen Optionen meine Einheit jetzt hat, von denen aber 90% gar nicht auf die Einheit anwendbar sind, läuft was grundlegend falsch.
CPs sind an sich ne gute Sache, aber eben sollten das strategisch/taktische Entscheidungen darstellen und auf alle Truppen oder zumindest Truppentypen (Infanterie, Bike usw) anwendbar sein. Alles was ein spezifisches Unit-Keyword hat ist einfach ne Sonderregel und hat bei CPs nichts verloren. Man hat stellenweise den Eindruck den Schreiberlingen fällt nix ein aber jedes Volk "braucht" seine individuellen CPs, also packt man einfach Sonderregeln dahin. Schlechtes Spieldesign.
Oder RMWs. Ich war zu "DS-Zeiten" ein lautstarker Verfechter das sowas wiederkommt, einfach weil dieses "alles oder nichts" absurd war, gerade bei DS3 Waffen wie Rakwerfern: gegen Servo tödlich wie sau, gegen 2+ Anklopfgeräte. Hab mich also ehrlich gefreut als das wiederkam.
Und dann verpassen die jedem fucking Bolter, der Standardwaffe schlechthin, gleich mal RMW-1 -_-. So doof kann an doch gar nicht sein sowas bei nem System zu machen das faktisch nur 5 Werte kennt. RMW-1 für schwere Bolter, für MaschKas -2, für Rakwerfer -3 für Plasma/Laser -4 und Melter -5 und alle wären happy. könnte so einfach sein. Aber die nehmen schwere Rüstungen quasi aus dem Spiel, machen Kleinkaliber zum nonplusultra und erhöhen auch noch durch die Bank die Kadenz. Und als das Problem offensichtlich wird, rudert man nicht zurück, nö man verteilt fleißig mehr LP und exotische Schutzwürfe.
Ich verstehe, wenn dir die Abstraktion nicht passt und du mehr Simulation zurück möchtest.
Nicht mal, nein. Es ist nur so, dass GW in manchen Bereichen ein unötiges Klein-Klein betreibt und andererseits an stellen vereinfacht wo da Spiel drunter leidet.
Beispiel: es gibt mittlerweile bestimmt an die 10 verschiedene Bolter, alle mit minimal anderen Regeln. Jede f***ing Primaris-Einheit hat einen anderen Bolter. Allein die "schweren Intercessoren" (für diesen Namen allein gehört jemand gefeuert
😛) haben 3 verschiedene und das ganze nochmal in 3 schweren Versionen für jeden fünften. Aber ne Rüstkammer gibts nicht. keine Chance auf ne Plasmapistole oder Ewaffe für den Sarge.
Gleichzeitig gibt es aber an die 10 Profile für Ewaffen, je nachdem ob es als Schwert, Keule, Axt oder wasauchimmer kommt.
Vollkommen widersinnig und sogar "hobbyschädigend": Individualisierung der Charaktere ist, da wird mir ja wohl jeder zustimmen, mit eines der coolsten Aspekte. Will GW nimmer Chars, gibts nur noch von der Stange mit den Optionen mit denen sie verkauft werden. Aber zwischen EStreitkolben und EAxt unterscheiden.
Oder die festen Würfe im NK: es macht keinen Unterschied mehr ob man sich mit den Nahkampfelite anlegt oder Gretchins. Trefferchance identisch.
Aber so nen Krampf wie Kampfdoktrinen "in Runde eins haben schwere Waffen einen besseren Durchschlag, ab Runde zwei die Bolter" einführen.
Man nimmt Komplexität (hier: die Wahl passender Nahkampfgegner, relative Würfe) raus um gleichzeitig Kompliziertheit ohne taktischen Mehrwert fürs Spiel (Marines ballern halt einfach härter und der Merk- bzw. Buchführungsaufwand ist höher "der Bolter hat RMW1, ach ne RMW2 weil zweite Runde, nein der schwere Bolter aber nicht weil schwere Waffe")zu erhöhen.
Und ja, ich argumentiere hier anhand des Codex SM, nicht der Grundregeln. Aber dieses Schema zieht sich durch alle Codices, ist also ein grundlegendes Design und so angelegt.