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Old World„Meine Güte, das dauert Tage, bis wir mit denen fertig sind!“ – Eine bretonische Armee wird ausgehoben
Leider wird mein Bretonnia-Projekt maltechnisch nun bald eine Pause einlegen. (12 teilgebaute Ritter des Königs oder fahrende Ritter, 1 Gralsritter-Musikant, 8 Knappen zu Fuß und 40 Landsknechte sind es noch) und mich voll auf ein Cathay-Projekt zu konzentrieren.
Ja, ich fühle mich auch richtig schlecht. Vielleicht hau' ich zum Ausgleich einige der alten 40k-Boxen, die mir seit Jahren herumlungern und sowieso nie gebaut werden, weg - dann wird der Pile of Shame wenigstens nicht größer 😉. Wenn ich mit Cathay "fertig" bin, will ich aber auf jeden Fall wieder zurück zu den Bretonen. Und natürlich, wenn ich für einen Event mehr Zeug brauche 😀.
Rechtzeitig vor meiner Abfahrt nach Mannheim habe ich noch die beiden Standarten für meine Bogenschützen fertiggestellt:
Wie so oft habe ich beim Bauen nicht nachgedacht. Es wird sehr schwer werden, hinter denen weitere Modelle zu formieren. Allerdings wollten die sich auch partout nicht so platzieren lassen, wie in der Aufbauanleitung gezeigt. Deshalb mache ich vielleicht kurzfristig noch zwei Unit Filler mit geringer Höhe, die ich dahinter aufstellen kann. Die Grußrahmen enthalten ja allerlei Kram, der sich dafür gut eignen würde. Dann muss ich mach aber wirklich mal auf Cathay konzentrieren 😉.
So, ich bin zurück vom Turnier Rise of the Old World 3 in Mannheim. Es war ein heißer Tag mit 36 Grad, ich musste eine neue Fraktion lernen und deshalb habe ich dieses Mal leider nicht genügend Bilder für detaillierte Berichte gemacht - sorry! Ein paar Bilder gibt's aber doch und ich habe auch etwas für mich mitgenommen.
Der Plan
376 - Baron, Lance, Shield, The Exile's Vow, Virtue of Heroism, General, Hippogryph, Barding, Gromil Great Helm, Charmed Shield, Gauntlet of the Duel, Lucky Heirloom
292 - Baron, Shield, The Exile's Vow, Virtue of Knightly Temper, Royal Pegasus, Frontier Axe, Charmed Shield, Sirienne's Locket
177 - Outcast Wizard, Warhorse, Wizard Level 3, Battle Magic, Lore Familiar, Ruby Ring of Ruin
125 - Paladin, Lance, The Exile's Vow, Battle Standard Bearer, Bretonnian Warhorse, Charmed Shield, Falcon-horn of Fredemund
134 - 5 Mounted Knights of the Realm, The Exile's Vow, First Knight, Standard Bearer
134 - 5 Mounted Knights of the Realm, The Exile's Vow, First Knight, Standard Bearer
141 - 7 Mounted Yeomen, Feigned Flight, Shield, Light Armour, Warden, Standard Bearer, Musician
50 - 10 Peasant Bowmen, Skirmishers
50 - 10 Peasant Bowmen, Skirmishers
321 - 5 Pegasus Knights, The Exile's Vow, First Knight, Standard Bearer, Banner Of The Zealous Knight, Musician
100 - Border Princes Bombard
100 - Border Princes Bombard
Mein erstes Turnier mit Exilanten.
Der Baron auf Hippogreif (Gromrilbaron) rüstet auf die 2+ und kann 1er wiederholen. Weil er ein Monster reitet, bekommt er vom Stomps von Behemoth keine AP. Mit Gauntlet of the Duel kann er sich feindlichen Einheiten in den Weg stellen, bei denen man sich in Sicherheit fordern kann und mit dem Lucky Heirloom kann er pro Runde in der Regel einen Verwundungswurf wiederholen Er braucht nämlich 6en für Monster Slayer und Killing Blow. So dachte ich, feindlichen Drachen etwas entgegensetzen zu können.
Der Baron auf Hippogreif (Axtbaron) ist im Grunde ein Budgetversion des Duke™. Er macht das gleiche, nur billiger und schlechter. Er reitet mit 5 Pegasusritter mit dem Banner für den Vanguard Move. So wollte ich früh Druck aufbauen.
Mein Paladin-Armeestandartenträger dient eigentlich nur zum Hornblasen, er hat zwar nur Moralwert 8, darf aber dank Veteran den Wurf wiederholen.
Der Outcast-Wizard ist ist als Blaster aufgebaut und kommt in die Mounted Yeamen, die im Reserve Move geben.
Mit den zwei Bombarden wollte ich Druck auf feindliche große Monster ausüben. Die haben eine sehr günstige Fehlfunktionstabelle und sind deshalb recht verlässlich.
Die Bogenschützen sollen so viel Sichtlinie wie möglich blockieren.
Die Ritter des Königs dienen eher als Backup-Einheit.
Wie es lief
278 - Goblin Oddnob, Goblin Wolf Chariot, 2x Giant Wolf, Wizard Level 4, Waaagh! Magic, Idol of Mork, Ruby Ring of Ruin
105 - Night Goblin Bigboss, Cavalry Spear, Light Armour, Giant Cave Squig, Charmed Shield, Trollhide Trousers
228 - Orc Bigboss, Great Weapon, Light Armour, Battle Standard Bearer, Orc Boar Chariot, Frenzy, Warpaint, Dead ’Ard Armour, Charmed Shield
339 - Orc Warboss, Great Weapon, Light Armour, General, Wyvern, Armour of Silvered Steel, Paymaster's Coin, Talisman Of Protection
262 - 15 Goblin Spider Rider Mobs, Shortbow, Light Armour, Boss, Standard Bearer, Da Spider Banner, Musician
55 - 5 Goblin Wolf Rider Mobs, Shortbow, Reserve Move
211 - 31 Night Goblin Mobs
• 31x Night Goblin, Shortbow
• 3x Fanatic, Boss, Standard Bearer
111 - 2 Goblin Wolf Chariots
• 1x Goblin Wolf Chariot, Standard Bearer, 2x Giant Wolf
• 1x Goblin Wolf Chariot, 2x Giant Wolf
91 - 7 Night Goblin Squig Hopper Mobs, Cavalry Spear
35 - Snotling Pump Wagons
95 - Doom Diver Catapults
95 - Doom Diver Catapults
95 - Mangler Squigs
Ein toller Mitspieler mit einer kreativen Liste, die ich so noch nicht gesehen hatte. Weil er sehr aggressiv spielte und ich zu unvorsichtig war, verlor ich viel zu früh meinen Magier und beide Kanonen. Ich startete mit dem Axtbaron, den Pegasusrittern und dem Gromrilbaron eine Aufholjagd, konnte aber das Momentum nicht zurück gewonnen. Tolle Liste, toller Mitspieler. Die Liste war auf dem Turnier ungeschlagen, was heißt, dass man auch bei einem unbegrenztem Turnier wie hier mit einer Liste erfolgreich sein kann, die kein Standard ist. Chapeau!
Meine wesentliche Erkenntnis: Wenn ich zwei Kanonen hinstelle, spielen meine Gegner aggressiver. Für mich ist das eigentlich eher schlecht, da ich dadurch weniger Zeit habe, meine Schlüsseleinheiten in gute Positionen zu bringen.
270 - Archmage, Shadow Stalker, Wizard Level 4, Battle Magic, Bow of Avelorn, Silvery Wand, Seed of Rebirth, Ruby Ring of Ruin
535 - Prince, Full Plate Armour, Blood of Caledor, General, Star Dragon, Ogre Blade, Dragon Helm, Charmed Shield, Seed of Rebirth
174 - 7 Silver Helms, Shield, Standard Bearer
174 - 7 Silver Helms, Shield, Standard Bearer
174 - 7 Silver Helms, Shield, Standard Bearer
298 - 7 Dragon Princes, Drakemaster, Ring of Fury, Standard Bearer
298 - 7 Dragon Princes, Drakemaster, Ring of Fury, Standard Bearer
70 - 5 Shadow Warriors
Wahnsinn, eine Hochelfenliste mit deutlich mehr Kavallerie als in meinen Bretonenliste. Ich verwendete den Gromrilbaron als Köder für die Drachenprinzen, was dank verpatzten Impetuous-Würfen auch funktionierte. Er forderte sich in Sicherheit, setzte immer wieder nach und konnte so über Züge 1-5 beide Einheiten Drachenprinzen vernichten.
Der Axtbaron und seine Pegasusritter nahmen sich der Silberhelme an und löschten alle drei Einheiten aus. Zu guter letzt stellten sie den Hochelfenmagier und spießten ihn auf. Dem Drachen konnte ich recht gut entgehen, im fiel nur ein Bombard zum Opfer. Die beiden Bombarden trafen zwar schon häufiger, hatten aber keinen spielentscheidenden Einfluss.
Zum Schluss stand von mir noch sehr viel und von ihm noch der Drache - ein 15-5 für mich. Auch hier wieder ein spannendes Spiel mit einem tollen Mitspieler und einer wunderschönen Armee.
587 - Chaos Lord, Shield, General, Chaos Dragon, Mark of Khorne, Biting Blade, Armour of the Damned, 2x Favour of the Gods
336 - Sorcerer Lord, Chaos Steed, Mark of Chaos Undivided, Wizard Level 4, Battle Magic, Spell Familiar, Infernal Puppet, Ruby Ring of Ruin
173 - 5 Chaos Knights, Lance, Mark of Khorne, Champion, Standard Bearer, Musician
114 - 6 Forsaken, Forsaken by Slaanesh
114 - 6 Forsaken, Forsaken by Slaanesh
114 - 6 Forsaken, Forsaken by Slaanesh
196 - 3 Dragon Ogres, Heavy Armour, Great Weapon, Shartak
196 - 3 Dragon Ogres, Heavy Armour, Great Weapon, Shartak
170 - Gigantic Spawn of Chaos, Gigantic Spawn of Nurgle
Ich entschied den ersten Zug für mich und platzierte mich direkt in seiner Flanke, um die Drachenoger zu bedrohen. Mit den Bogenschützen schoss ich ihm einen seiner Ritter heraus, so dass eine der Kanonen die Möglichkeit hatte, seinen Magier zu beschießen, aber nicht traf. Über das komplette Spiel waren meine Kanonen sehr treffsicher, Boris rüstete und rette so gut, dass es trotzdem spielerisch kaum Bedeutung hatte. In einer Runde traf ich seinen Drachen mit zwei Kanonenkugeln und würftelte bei beiden eine 1 zum Verwunden - Autsch!
Auf meiner linken Flanke spielte ich Katz und Maus mit einer Einheit Drachenoger und zwei Einheiten Forsaken, was mir auch recht lange gelang. Der Axtbaron+Friends zerlegten erst eine Einheit Drachenoger, dann eine Einheit Chaosritter, dann die Reste einer Einheit Forsaken, dann den Chaosspawn, der durch den Gromrilbaron gebunden war, dann eine weitere Einheit Forsaken, dann eine weitere Eineit Drachenoger, dann seinen Level 4 Zauberer und dann noch eine Einheit Forsaken. Streng genommen wurde also jeder einzelne seiner Einheiten (außer der Drache, der am Ende noch stand), durch meine Pegasi vernichtet. Ich verlor währenddessen meinen kompletten Kern. Mein Gromrilduke stellte sich dem Chaosgeneral entgegen, nachdem der Nurglespawn tot war, starb aber in der zweiten Kampfrunde nach katastrophal schlechten Rüstungswürfen:
Er hatte noch vier Leben, bekommt vier Verwundungen mit AP-2, wogegen er mit 4 rüsten (er wiederholen) und 5 Retten darf. Drei kommen durch.
Er bekommt einen Stomp, gegen den er mit 1 wiederholbar rüsten darf, was er verkackt und stirbt. Eigentlich hätte er noch retten dürfen, das habe ich aber vergessen, wie mir gerade auffällt.
Schlussendlich war es ein 11-9 für mich. Ein großes Massaker auf beiden Seiten, aber spannend und ein angenehmes Spiel gegen einen sehr netten und fairen Mitspieler. Was ich für mich in diesem Spiel gelernt habe: Mag ja sein, dass die Exilianten-Kanonen super sind, aber es hängt immer an nur einem W6-Wurf, dabei kann jeweils auch schnell was schiefgehen.
Fazit
Ich habe zwar auch ein paar Fehler gemacht, aber insgesamt haben sich meine Exilanten deutlich schlechter geschlagen, als erhofft. Die Kanonen waren meiner Ansicht nach eher kontraproduktiv für mich, weil sie meine Gegner dazu brachten, aggressiv zu spielen. Sie hatten auch kaum eine spielentscheidende Auswirkung und geben ihre Punkte recht leicht ab.
Spielentscheidend war wie immer meine Einheit Pegasusritter mit einem Charakter. Nur lag das nicht am Vanguard Move, der machte eigentlich keinen Unterschied. Warum nicht einfach Grand Army spielen und den Duke™ reinstellen?
Der Gromrilbaron war in einem Spiel der absolute MVP, in den anderen beiden diente er wenigstens als gute Ablenkung. Der hat Potential, allerdings kann ich ihn fast genauso (nur ohne Lucky Heirloom, das keine Auswirkung hatte) in der Grand Army spielen und dann hat er direkt zu Beginn seinen Retter. Er hatte zwar einige Killing Blows gegen die Drachenprinzen erwürfelt, gegen großes Zeug allerdings nie den Monsterslayer und das in drei Spielen.
Obwohl der Outcast Wizard sehr günstig ist, hat er doch am Ende recht wenig ausgerichtet. Ich hatte in der Liste auch nur eine einzige Gelegenheit, bei der Arcane Urgency einen Sinn ergab.
Insgesamt komme ich zum Schluss, dass für meinen Spielstil die Grand Army besser geeignet ist. Die Kanonen sind mir einfach zu würfelglückabhängig und der Outcast Wizard ist zwar billig, man darf aber die Kosten für die Mounted Yeomen nicht vergessen. Wenn man, wie ich, die Mounted Yeomen dadurch finanziert, dass man eine Einheit Ritter weniger stellt, verlockt das den Gegner zu noch aggressiverem Verhalten. Bei bestimmten Turnierbeschränkungen ergeben Exilanten sicher sind, wenn es wie hier aber keine gibt, wäre die Grand Army die bessere Wahl gewesen. Mal sehen, wie es in zwei Wochen mit GermanComp-Regelwerk bei den Isarauen (ein 2-Tages-Turnier mit 5 Spielen in Dachau bei München - schaut gerne vorbei, Anmeldung auf www.tabletopturniere.de) läuft.
In der Folge habe ich mich übrigens dazu entschieden, doch noch eine weitere Einheit für meine Bretonen zu bemalen, bevor es mit Cathay weitergeht...
Ja, gespielt wird nach dem GermanComp-Regelwerk, hier der Link: GermanCompPack.pdf
Da sind zum einen einige Änderungen für die Legends-Fraktionen drin (bin ich kein Fan, aber die sind die Ersteller wohl dem Youtube-Hype aufgesessen - es ist einfach verwirrend, wenn Einheiten auf unterschiedlichen Turnieren unterschiedliche Regeln haben), zum anderen Beschränkungen und spezielle Missionen. Charaktere auf dicken Drachen können z.B. nur noch einen Talisman of Protection als Item bekommen, sonst nichts. Bretonen können nur 7 fliegende Modelle stellen, wenn sie einen Char mit Virtue of Knightly Temper und das Falkenhorn haben, sind es sogar noch fünf.
Eigentlich hatte ich vor, auf die Isarauen mit Exilanten zu gehen (fast die gleiche Liste wie in Mannheim), aber es wird nun ja doch die Grand Army. Da es ein 2-Tagesturnier ist und ich im Hotel übernachte, kann ich tatsächlich am Abend des ersten Tages drei "richtige" Spielberichte veröffentlichen. Das ist sonst wegen dem Zeitaufwand für diese sehr langen Posts nicht so einfach möglich.
So, gestern Abend war es so weit. Nach dem Abschluss meines letzten Projekts vor Cathay habe ich meine verbliebenen Bretonen-Gußrahmen sortiert, die Bitz in Tütchen gesteckt, alles feinsäuberlich in die Bataillonsbox gelegt und sie im Schrank verstaut. Meine nächsten Projekte werden erst mal cathayanischer Natur sein.
Fertig geworden sind noch diese Jungs:
9 Knappen zu Fuß mit komplettem Kommando sowie zwei Einheitenfüller, die bei meinen "normalen" Bogenschützen hinter die Standarte gestellt werden können. Noch einmal wunderbare Klassiker aus der 5. Edition, die mir sehr gut gefallen und die ich unbedingt in meiner Sammlung haben wollte. Ein würdiger hobbytechnischer Abschluss. Ich habe hier die Steine etwas heller bemalt als sonst. Was haltet ihr davon? Es ist zwar weniger realistisch als die alten, dunkleren Steine, aber ich finde, es macht die Base interessanter, weil heller.
Am Samstag geht es mit meinen Bretonen dann auf die Isarauen, ein 2-Tagesturnier in Dachau 🙂.
Steine gehen schwer in Ordnung so. Ich denke, es ist aber nicht so ein krasser Unterschied, dass alle alten Steine umgepinselt werden müssen? 😅
Die Modelle sind wirklich zeitlose Klassiker. Habe die auch noch auf Halde und hoffe sie eines Tages zu bemalen. Deine sind sehr schick geworden!
Aber ein würdiger Abschluss? Mal sehen - sagen wir lieber "ein würdiger Abschluss vor dem Intermezzo" 😊
Viel Erfolg & Spaß beim Isarauen! Hoffentlich ist die Kamera wieder mit am Start.
Wo ich gerade bei "hoffentlich" bin - ich hoffe ebenfalls auf ein "Meine Güte, das dauert, bis wir mit denen fertig sind!" - Eine Armee aus Cathay wird ausgehoben 🥳
Während ich auf die Lieferung meiner Cathayaner warte, war ich nicht ganz untätig. Ich habe beschlossen, ein bisschen was für's Matched Play Buch fertigzumachen:
Hier sind vier Modelle, die ich als taktische Missionsziele für ToW verwenden werde. Sakrileg - das Matched Play Buch empfiehlt hier runde Bases. Das Grün habe ich gewählt, um eine Verbindung zu Cathay herzustellen. Die Fässer und Kisten rechts unten wurden wiederverwendet - die waren als "Bonus" bei einem Set von vorbemalten Gelände dabei (und damit auch schon bemalt), die habe ich nur gebased. Die restlichen drei Modelle sind aus dem Ulterior Motives-Set für Frostgrave. Das hatte ich vor längerer Zeit mal gekauft, aber leider ist dann meine Spielgruppe eingeschlafen. Jetzt finden sie eine neue Verwendung in Warhammer: The Old World.
Ich bin gespannt, wie es morgen läuft - wenn alles klappt, liefere ich am Abend einen Zwischenbericht.
Nach einem spaßigen, aber auch anspruchsvollen Turniertag kam ich jetzt im Hotel an. Drei Spiele liegen hinter mir und morgen habe ich noch zwei vor mir. Mein Zwischenbericht:
Liste und grundsätzliche Strategie
# ++ Main Force ++ [1999 pts]
## Named Characters [225 pts]
Lady Élisse Duchaard [225 pts]: Hand Weapon, The Staff Of The Elements, Chalice Of Brionne, Wizard Level 3, Ariandir (Hand Weapon)
## Characters [763 pts]
Baron [366 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Grail Vow, Virtue of Heroism, General, Gromil Great Helm, Gauntlet of the Duel, Hippogryph (Heavy Armour, Serrated Maw, Wicked Claws, Barding)
Duke [397 pts]: Hand Weapon, Heavy Armour, Shield, Virtue of Knightly Temper, Ogre Blade, Sirienne's Locket, Royal Pegasus (Barding, Hand Weapon)
## Core [505 pts]
Mounted Knights of the Realm [134 pts]:
• 5x Mounted Knight of the Realm [24 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Knight's Vow, Bretonnian Warhorse (Hand Weapon, Barding)
• 1x First Knight [7 pts]
• 1x Standard Bearer [7 pts]
Mounted Knights of the Realm [134 pts]:
• 5x Mounted Knight of the Realm [24 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Knight's Vow, Bretonnian Warhorse (Hand Weapon, Barding)
• 1x First Knight [7 pts]
• 1x Standard Bearer [7 pts]
Mounted Knights of the Realm [127 pts]:
• 5x Mounted Knight of the Realm [24 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Knight's Vow, Bretonnian Warhorse (Hand Weapon, Barding)
• 1x Standard Bearer [7 pts]
Peasant Bowmen [55 pts]:
• 10x Peasant Bowman [5 pts]: Hand Weapon, Longbow
• 1x Standard Bearer [5 pts]
Peasant Bowmen [55 pts]:
• 10x Peasant Bowman [5 pts]: Hand Weapon, Longbow
• 1x Standard Bearer [5 pts]
## Special [224 pts]
Pegasus Knights [179 pts]:
• 3x Pegasus Knight [55 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Knight's Vow, Barded Pegasus (Barding, Hand Weapon)
• 1x First Knight [7 pts]
• 1x Standard Bearer [7 pts]
Squires [45 pts]:
• 5x Squire [8 pts]: Hand Weapon, Longbow, Scouts
• 1x Standard Bearer [5 pts]
## Rare [282 pts]
Grail Knights [282 pts]:
• 6x Grail Knight [38 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, Bretonnian Warhorse (Hand Weapon, Barding)
• 1x Grail Guardian [47 pts]: Falcon-horn of Fredemund
• 1x Standard Bearer [7 pts]
Nachdem bereits alle Listen eingereicht warten, als die neue FAQ kam und auch das GemanComp-Regelwerk, nach dem wir spielen (GermanCompPack.pdf) noch nicht an die neue Errata/FAQ angepasst war, spielten wir noch nach alten Regeln.
Die wichtigste Einschränkung für mich: Mit Virtue of Knightly Temper und Falcon Horn of Fredemund waren maximal 5 fliegende Modelle erlaubt. Ich entscheid mich für eine 3er Einheit Pegasusritter, den allseits bekannten und geliebten Duke™ (Virtue of Knightly Temper, Sirienne’s Locket, Ogre Blade) sowie seinen Bruder, den Gromrilbaron (zuletzt gesehen in der Exilantenliste). Es gibt hier eine softe Beschränkung auf 400 Punkte für Charaktermodelle, die dazu führt, dass der Duke™ tatsächlich ganz oben mitspielt. Der Standard waren wie üblich drei Ritterienheiten, allerdings dieses Mal zwei Einheiten Bogenschützen mit Standarte in Closed Order, weil die in GermanComp sehr gut Missionsziele halten können. Dazu eine Einheit Squires (Scouts) auch für Missionszeile. Die übliche Gralsrittereinheit mit dem hornblasenden Champion rundet das Bild ab.
Der Plan ist im Grund wie immer: Der Duke™ soll über das Spielfeld flitzen und so viel killen wie möglich, der Gromrilbaron hälft auf, mit was der Duke nicht fertig werden. Der Rest der Armee versucht vor allem, nicht zu sterben.
Spiel 1: Stefans Exilanten
Kingdom of Bretonnia - Bretonnian Exiles - [Isarauen 2025] Ruad's list - [1999 pts]
# ++ Main Force ++ [1999 pts]
## Characters [878 pts]
Baron [300 pts]: Hand Weapon, Heavy Armour, The Exile's Vow, Virtue of Knightly Temper, General, Frontier Axe, Gauntlet of the Duel, Potion of Speed, Sirienne's Locket, Royal Pegasus (Barding, Hand Weapon)
Damsel [90 pts]: Hand Weapon, Wizard Level 2, Illusion
Outcast Wizard [172 pts]: Hand Weapon, Wizard Level 3, Battle Magic, Prayer Icon of Quenelles, Ruby Ring of Ruin, Warhorse (Hand Weapon)
Outcast Wizard [147 pts]: Hand Weapon, Wizard Level 3, Dark Magic, Lore Familiar, Warhorse (Hand Weapon)
Paladin [102 pts]: Hand Weapon, Heavy Armour, Shield, The Exile's Vow, Battle Standard Bearer, Falcon-horn of Fredemund
Sergeants-At-Arms [67 pts]:
• 1x Sergeant-At-Arms [67 pts]: Hand Weapon, Halberd, Light Armour, Armour of Meteoric Iron
## Core [615 pts]
Mounted Knights of the Realm [120 pts]:
• 5x Mounted Knight of the Realm [24 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Knight's Vow, Bretonnian Warhorse (Hand Weapon, Barding)
• 3x Pegasus Knight [55 pts]: Hand Weapon, Lance, Heavy Armour, Shield, The Knight's Vow, Barded Pegasus (Barding, Hand Weapon)
• 1x First Knight [7 pts]
• 1x Standard Bearer [27 pts]: Banner of Chalons
• 1x Musician [7 pts]
## Rare [300 pts]
Border Princes Bombard [100 pts]:
• 1x Bombard [100 pts]: Bombard
Bombard Crew (Hand Weapon, Light Armour)
Border Princes Bombard [100 pts]:
• 1x Bombard [100 pts]: Bombard
Bombard Crew (Hand Weapon, Light Armour)
Field Trebuchet [100 pts]: Field Trebuchet, Peasant Crew (Hand Weapon)
Mit zwei Bombarden und einem Trebuchet stellte Stefan ein sehr beschlusslastige Armee auf. Normalerweise heißt es immer, die Grand Army von Bretonnia wäre gegen Exilanten deutlich im Nachteil, weil sie dann nicht beten kann, die Exilanten sich den Segen aber im Spiel verdienen. Da meine drei wichtigsten Modelle (der Duke™, der Gromrilbaron und die Gralsritter) dank Gralsgelübde immer den Segen haben, war das für mich nicht so schlimm.
Nachdem ich mir die Liste angesehen hatte, entschied ich mich dazu, aggressiv zu spielen. Sein Baron war meinem Duke stark unterlegen (KG 6 gegen KG 7, Stärke 4 gegen Stärke 5, kein Rettungswurf gegen den Segen) und er hatte eigentlich keine Einheiten, die gegen meinen Gromrilbaron oder die Gralsritter bestehen könnten. Der starke Beschuss und die viele Magie wären allerdings durchaus dazu geeignet, das Spiel zu drehen. Es war Geschwindigkeit angesagt. Zu meinem Glück spielten wir die GermanComp-Version von Meeting Engagement, die Aufstellungszonen waren also nur 12 Zoll voneinander entfernt.
Ich hatte mehr Drops als er, konnte also meine Charaktere nach ihm aufstellen. Ich entschied mich dazu, den Duke™ ohne die Pegasusritter zu spielen – da es kaum Massenbeschuss gab, waren sie (weil ihm dadurch Stubborn und Immun gegen Psychologie verloren geht) eher eine Belastung. Den Duke™ stellte ich seinen Baron gegenüber, während auch einen beträchtlichen Teil meiner Armee so platzierte, dass ich entweder seinen großen Yeomen-Block angehen oder darüber fliegen könnte – je nachdem, was mehr Sinn ergeben würde.
Er gewann den Wurf um den ersten Zug, rückte aber kaum vor und beschoss mich stattdessen. Die Kanonen trafen nicht, dafür war sein Trebuchet aber extrem zielgenau und traf den Gromrilbaron auf den Kopf. Er verwürfelte Rüster und Retter und nahm zwei Schaden.
Ich rückte aggressiv nach vorne, um ihn zu stellen.
Er entschied sich dafür, den Duke™ mit seinem Axtbaron und einer Einheit Ritter des Königs in die Zange zu nehmen. Die bekamen zwar keinen Bonus für den Angriff in den Rücken (als Skirmisher ist es dem Duke™ egal, aus welcher Richtung seine Opfer angelaufen kommen), geben aber immerhin zwei Kampfergebnis für Closed Order und Standarte. Der Duke™ sage einen Countercharge auf den Baron an.
Mit seiner Yeomen Guard rückte er vor, um meine Ritter möglichst weit entfernt von seinen Schusswaffen aufhalten zu können.
Seine Pegasusritter setzte er auf die Flanke, um mir gefährlich werden zu können. Wie erhofft (und auch entsprechend dem statistischen Mittel) haute der Duke™ den ehrlosen Baron in Stücke. Die ausgestoßenen Ritter suchten das Weite.
Eine Einheit Gralsritter, angeführt von Elisee Duchard persönlich, eine Einheit Ritter des Königs und der Gromrilbaron waren dann doch deutlich zu viel für die Yeomen Guard. Ich schlug ihm den Gralsmönch mit dem Blessed Tryptich raus, damit die Einheit Stubborn verliert und auch seine Armeestandarte mit dem Falkenhorn. Die Einheit wurde dann von den Pegasusrittern aufgerieben, aber die Gralsrittern blieben leider so unglücklich in den Rittern des Königs stecken, dass es mehrere Runden dauern würde, das Knäuel zu entwirren.
Der Duke™ macht mit den verbliebenen Rittern des Königs kurzen Prozess und warf sein Auge auf die ketzerischen Kriegsmaschinen der Exilanten.
Die Ritter und der Duke™ verschrotten die Kanonen. Sind jedoch so motiviert, dass sie durch überrennen das Spielfeld verlassen. In der Zwischenzeit trifft das gesegnete Trebuchet zwei weitere Male den Gromrilbaron direkt, dank dem Segen der Herrin des Sees nimmt er aber keinen Schaden. Mit seinen Pegasusrittern rückt Stefan gegen meine Bogenschützen vor und seine zwei verbliebenen Outcast Wizards spielen dank Skirmish und Reserve Move Katz und Maus mit meinen Lanzen. Elisee Duchard bannt allerdings ausgezeichnet, so dass sie kaum Schaden anrichten.
Endlich fegt der Gromrilbaron auch das Trebuchet, das ihn das komplette Spiel über beschossen und kein einziges Mal verfehlt hat, vom Tisch. Stefans Pegasusritter vernichten eine Einheit meiner Bogenschützen.
Elisee Duchard lenkt den Burning Gaze direkt durch eine Einheit Mounted Yeomen, vier davon gehen schreiend in Flammen auf. Die Bogenschützen treten die Flucht nach vorne an, um sich vor dem sichtblockierenden Hügel in Sicherheit zu bringen.
Die Pegasusritter der Exlanten rücken in Richtung meiner Bogenschützen vor. Elisee Duchard stellt fest, dass die Lanzen aufgrund der eingeschränkten Manövrierbarkeit Schwierigkeiten haben, die feigen Outcast Wizards zu stellen und nimmt sich im Nahkampf selbst der Sache an. Sie fordert den feindlichen Outcast Wizard heraus.
Gegen den heiligen Zorn von Elisee Duchard (und vor allem gegen die Hufe ihres Einhorns Ariandir) hat der Outcast Wizard keine Chance und wird in einer Herausforderung in den Dreck getrampelt. Elisee richtet ihren Blick dann auf den letzten verbliebenen Mounted Yeomen.
…den sie auch abschlachtet, als ob es nichts wäre. Die Exilanten versuchen sich dann so weit wie möglich in Sicherheit zu bringen. Beim Versuch, einen letzten Zauber zu sprechen, sprengt sich der letzte verbliebene und bereits durch Elisee Duchards Bannküste beschädigte Outcast Wizard der Exilanten selbst in die Luft. Damit überleben von Stefans Armee nur seine Pegasusritter und eine Einheit Mounted Yeomen. Beide können aufgrund der GermanComp-Regeln keine Spiefeldviertel halten. Auf Seiten der Grand Army von Bretonnia ist nur eine Einheit Bogenschützen als Verlust zu bezeichnen. Für den Duke™ ist das zu verschmerzen.
Nach Victorypunkten ist das 2143:55 für die Bretonen, in Turnierpunkten ein 19:01.
Fazit
Stefan ist ein unglaublich netter Mitspieler und wir beide hatten, trotz des eindeutigen Ausgangs, ein spaßiges Spiel. Ich fühle mich in meiner Meinung bestätigt, dass Exilanten überschätzt werden. Es heißt immer, sie hätten vor allem im Mirror Match gegen die Grand Army die Nase vorne, aber der Duke™ ist einfach so eklatant besser als der Axtbaron (auch dank des Gralsgelübdes), dass die Exilanten auf verlorenem Posten stehen. Mit der neuen FAQ dürfte das aber besser werden, denn Exilanten können dann verhältnismäßig gefahrlos das Errantry Banner für +1 Starke beim Charge mitnehmen – mit Moralwert 9 und Veteran sollten Impetuous-Tests dann kein großes Hindernis mehr sein.
Die erste Runde beende ich auf einem famosen Turnierplatz 1/14 – ich glaube, das ist mir noch nie passiert.
397 - Chaos Lord, Shield, General, Manticore, Mark of Nurgle, Ogre Blade, Favour of the Gods
316 - Sorcerer Lord, Chaos Steed, Mark of Tzeentch, Wizard Level 4, Battle Magic, Lore Familiar, Favour of the Gods, Ruby Ring of Ruin
235 - 7 Chaos Knights, Mark of Tzeentch, Standard Bearer, Icon of Darkness, Musician
133 - 7 Forsaken, Forsaken by Slaanesh
133 - 7 Forsaken, Forsaken by Slaanesh
95 - Dragon Ogres, Heavy Armour, Great Weapon, Shartak, Scourge of the Burdened
252 - 4 Dragon Ogres, Heavy Armour, Great Weapon
269 - Dragon Ogre Shaggoth, Light Armour, Great Weapon, Full Plate Chaos Armour
170 - Gigantic Spawn of Chaos, Gigantic Spawn of Nurgle
Ah, Christopher – wir hauen uns auf Turnieren immer gerne die Köpfe ein und neigen dazu, ultraknappe und intensive Spiele gegeneinander zu spielen. Ein großes Vergnügen – so war es auch heute wieder.
Zum ersten Mal hatte ich allerdings die charakterliche Übermacht auf meiner Seite – dank Sirienne’s Locket wäre ein Kampf zwischen seinem Chaoslord und dem Duke™ mit überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine gute Idee für die Krieger das Chaos. Der Magier ist natürlich unschön, Christopher hatte aber vergessen, dass er mit dem Lore Familiar keinen Zauber keinen einen Chaosspell tauschen kann, sondern nur gegen den Spell der Lore – das hat ihm durchaus wehgetan, weil es seinen magischen Output starkt beschränkt hat. Wir spielen die GermanComp-Version von Flank Attack.
Wir platzierten uns beide relativ komprimiert auf der rechten Seite des Spielfelds. Elisee Duchard führte wieder persönlich die Gralsritter an, um zum Bannen nah am feindlichen Magier zu sein. Ich betete und Christopher hatte den ersten Zug.
Er rückte auf meiner rechten Seite vor, blieb aber insgesamt recht vorsichtig und vor allem außerhalb der Chargereichweite des Duke™.
Ich rückte vor und platzierte den Gromrilbaron aggressiv für seiner Brut und den Forsaken. Der Duke™ brachte sich in Stellung und auch die Gralsritter rückten vor.
Jetzt wäre es beinahe zum Supergau gekommen, denn die der Chaoslord griff die Bogenschützen an, die den Entsetztenstest verpassten und die Flucht aus dem Spielfeld antraten. Hätte der Lord es geschafft, seinen Angriff auf ein anderes Ziel umzulenken, hätte er den Duke™ angreifen können, ohne dass dieser einen Gegenangriff hätte ansagen dürfen. Gott sei Dank verwürftelte der Chaoslord den Moralwerttest, verfolgte und krachte in eine Einheit Ritter des Königs.
Die Forsaken versemmelten ihren Impetuous-Wurf und griffen den Gromrilbaron an.
Der Gromrilbaron gewann den Kampf gegen die Forsaken, die Stubborn verwendeten, um sich in guter Ordnung zurückzuziehen. Der Champion der Ritter des Königs warf sich dem Chaoslord in den Weg und wurde zerfleischt, während die Chaosbrut dank eines magischen Gegenstands für Reserve Move aggressiv vorrückte. Die Ritter des Königs behielten die nerven und rückten geordnet zurück.
Der Dragon Ogre Shaggoth platzierte sich als Blocker vor den Gralsrittern, während meine Pegasusritter versuchten, die feindlichen Kräfte zu flankieren. Auf meiner linken Seite rückte eine große Einheit Drachenoger vor.
Verblendet von seinem großen Ehrgeiz entschied der Duke™, dass es nun Zeit war, eine Entscheidung herbeizuführen. Mit der Aussicht auf Ruhm und ohne Rücksicht auf das Leben seiner Kameraden bließ er zum Angriff. Er selbst stellte sich dem Chaoslord. Eine Einheit Ritter des Königs und der Gromrilbaron galoppierten auf die Chaosbrut zu. Die Gralsritter, angeführt von Elisee Duchard persönlich, griffen den Dragon Ogre Shaggoth an.
Der Duke™ forderte den Chaoslord heraus und verwundete ihn schwer. Völlig überrascht verlor der feindliche General die Nerven und floh. Auf seiner panischen Flucht wurde er vom Duke™ in Stücke gehackt.
Das war’s dann allerdings mit den positiven Nachrichten. Ich schaffte es weder gegen die Brut noch gegen den Dragon Ogre Shaggoth auch nur einen Schadenspunkt zu verursachen. Die Brut selbst teilte nicht viel aus, doch der Shaggoth tötete 5 von 6 Gralsritter und nahm Elisee Duchard 4 von 5 Lebenspunkten weg. Autsch!
Meine Pegasusritter waren beim Flankieren leider nicht so erfolgreich – der Chaosmagier blastete sie in Fetzen.
Ein Strategiewechsel musste her. Dank Fall Back in Good Order konnte sich der Gromrilbaron wieder den Forsaken stellen, der Duke™ übernahm für ihn.
Besonders erwähnenswert: Hätte ich die Ritter des Königs, die nun gegen den Shaggoth im Nahkampf sind, etwas anders aufgestellt, hätten sie Elisee Duchard vor Beschuss geschützt.
Stattdessen ging sie im Feuerregen des Chaosmagiers unter. Der Duke machte allerdings mit der Nurglebrut kurzen Prozess und der Gromrilbaron verfrühstückte endlich die ersten Forsakeneinheit, um sich anschließend der zweiten zuzuwenden. Dank der geschickten Nutzung von schwierigem Gelände waren die Bogenschützen auf meiner Linken Flanke immer noch am Leben – die Drachenoger verpatzten mehrere Chargewürfe.
Nun ging es schnell: der Gromrilbaron zerlegte erst die zweite Einheit Forsaken und trieb anschließend die Chaosritter über den Spielfeldrand hinaus. Bester Mann! Der Duke™ platzierte sich aggressiv, um den einzelnen Drachenoger auf der rechten Seite (er hatte sich sehr lange versteckt und ein Bound Item benutzt) anzugreifen. Er nahm eine Einheit Ritter des Königs mit, um diese Flanke einnehmen zu können, denn hierfür hätte es nach GermanComp so einige Punkte gegeben. Die Drachenoger entschieden sich jetzt für einen sicheren Ansatz und marschierten direkt vor die Füße meiner Bogenschützen. Der Chaosmagier nutzte das Haus als Versteck – etwas, das in ähnlicher Form bei unseren Spielen sehr gerne vorkommt.
Der einzelne Drachenoger zerlegte die Ritter des Königs komplett, schlug sie in die Flucht und holte sie ein. Mein Gott, gegen alles außer den Duke™ sind diese Drachenoger Maschinen. Der Chaosmagier blieb außerhalb der Angriffsreichweite des Duke™ und vernichtete meinen letzten Gralsritter mit Magie.
Zu guter letzte rettet der Duke™ noch seine Ehre, in dem er den einzelnen Drachenoger vernichtet. Auf meiner Seite lebten nur noch der Duke™, der Gromrilbaron und ihre fünf Knappen zu Fuß, während auf Chaosseite die große Einheit Drachenoger und der Zauberer noch am Leben waren.
In Siegpunkten trennten wir uns 1582:1341, was in Turnierpunkten einem 12:08 für mich entsprach. Nachdem wir uns sonst immer 10:10 oder 11:9 trennen, war das für unsere Verhältnisse schon ein deutlicher Sieg 😀.
Fazit
Mein Gott, wenn Christopher und ich spielen, wird’s immer intensiv, aber dabei gibt’s viel zu Lachen und gute Laune. Ich liebe das. Eigentlich müsste ich noch viel öfter spielen, denn auch heute noch mache ich Fehler, die ich mir hätte sparen können. Dass ich nicht bedacht habe, dass der Chaosgeneral auch die Bogenschützen angreifen könnte und ich dann keinen Counter Charge hätte, hätte mich beinahe das Spiel gekostet. Und auch den Shaggoth hätte ich niemals mit den Gralsrittern angreifen dürfen, die Chancen dafür standen schlecht, aber ich dachte, ich könnte zumindest nach Kampfergebnis gewinnen. Stattdessen hätte ich Elisee in Sicherheit bringen und auf Zeit spielen müssen. Fortuna sei Dank hat es aber trotzdem für einen knappen Sieg gereicht, in der Turnierwertung stieg ich aber von Platz 1 auf 3/14 ab.
280 - Great Bray-Shaman, General, Wizard Level 4, Elementalism, Full Plate Chaos Armour, Hagtree Fetish, Ruby Ring of Ruin
329 - Wargor, Great Weapon, Slug-skin, Battle Standard Bearer, War Banner, Razorgor Chariot, Armour of Meteoric Iron, Talisman Of Protection
113 - 12 Gor Herds, Additional Hand Weapon, Ambushers, True-horn, Great Weapon, Standard Bearer, Musician
239 - 21 Gor Herds, Additional Hand Weapon, True-horn, Great Weapon, Scourge of the Burdened, Standard Bearer, Magic Standard, Banner of Iron Resolve, Musician
52 - Razorgor Herds
52 - Razorgor Herds
52 - Razorgor Herds
252 - 4 Dragon Ogres, Heavy Armour, Great Weapon
189 - 3 Dragon Ogres, Heavy Armour, Great Weapon
100 - Herdstone
170 - Gigantic Spawn of Chaos, Gigantic Spawn of Nurgle
170 - Gigantic Spawn of Chaos, Gigantic Spawn of Nurgle
Ich sehe mir Tiermenschenlisten immer an und denke mir, dass das doch eigentlich ganz gut machbar sein müsste. Eine Menge verhältnismäßig immobiles Zeug und ich bin doch so schnell. In der Realität ist es aber ganz anders, denn Tiermenschen stellen so viel Multiwound-Zeug auf, dass man am Ende gerne irgendwo hängen bleibt und in die Zange gerät. Und natürlich ist auch noch Viletide dabei und Plague of Rust hat er auch gezogen. Ich würde das Spiel vorsichtig angehen müssen, aber durch den Reichweitenvorteil erwartete ich, dass ich selbst entscheiden könnte, wann und wo ich angreife. Wir spielen die German-Comp-Abwandlung von Command & Control.
Tim stellte seinen Herdenstein auf meiner rechten Seite auf. Da er durch den Herdenstein Vorteile bekommt, platzierte ich mich auf seiner linken Seite, möglichst weit weg von seinem Viletide-Magier. Wie immer betete ich und überließ ihm den ersten Zug.
Tims Tiermenschen rückten langsam vor und er bot seine kleinere Einheit Drachenoger sogar als mögliches Angriffsziel für meine Pegasusritter an.
Ich entschied mich gegen das Risiko eines Angriffs und versuchte, mich für einen späteren Zeitpunkt besser zu positionieren. Dazu rückte ich auf meiner linken Flanke mit meinen Fliegern vor.
Tim korrigierte die Position seiner Einheiten, um mir den Angriff so unangenehm wie möglich zu machen. Seine Chaosbrut rückte im Zentrum weiter vor.
Irgendwann musste ich zuschlagen und jetzt schien der beste Zeitpunkt dafür. Die Gralsritter und die Pegasusritter inklusive des Duke™ (wegen Viletide konnte er nicht allein agieren, das Risiko wäre zu groß) griffen seine kleinere Drachenogereinheit an. Für den Gromrilbaron war leider kein Platz mehr.
Die Knappen stellten sich heldenhaft der Nurglebrut in den Weg. Vielleicht waren sie aber auch einfach nur betrunken.
Wenig überraschend gewann ich den Nahkampf gegen die Drachenoger. Sie verlieren die Nerven und flohen in Panik. Ich dachte irgendwie, das wäre eine Art Fall Back in Good Order und verfolgte sie (es wurde langsam spät). Der Duke™ saß deshalb auf dem Präsentierteller.
Zu meinem Glück machte auch Tim einen Fehler und griff den Duke™ mit einem Razorgor und den Drachenogern an. Der Razorgor war weit genug vom Duke™ entfernt, damit dieser sich mit einem Counter Charge in Sicherheit bringen konnte. Die Drachenoger konnten ihn nicht mehr erreichen und prallten in die Gralsritter.
Die Knappen wurden von der Nurglebrut gefressen. Niemand hörte ihre Schreie.
Ein einziger Gralsritter (der Champion) überlebte die Attacke der Drachenoger und brachte sich dank Stubborn mit Swiftstride in Sicherheit.
Da fehlt doch was, oder? Ganz genau, nämlich der Duke™. Der Gromrilbaron griff die Drachenoger an, während der Duke™ den feindlichen Armeestandartenträger stellen wollte. Trotz aller Wahrscheinlichkeit, trotz Hass und vieler Attacken läuft es aber nicht immer so, wie es zu erwarten wäre. Der Duke™ verursachte vier Schaden (6 hätte er gebraucht) mit 3 Verwundungen oder Ogerklinge. Im Gegenzug wurde er vom Streitwagen-BSB ausgelöscht – und das obwohl er selbst angegriffen hatte. Das würde das weitere Spiel sehr erschweren.
Auf den Gromrilbaron war aber mehr Verlass, er erwürfelte zum ersten Mal einen Killing Blow, tötete einen Drachenoger und zwang die verbliebenen drei zum geordneten Rückzug. Bei der Verfolgung prallte or idie Gor-Einheit mit dem Magier. Der Streitwagen griff die Pegasusritter an, die sich letzte Runde zurückziehen musste und der verbliebene Champion der Gralsritter versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Der Duke™ unten ist leider ein Verlust, der steht da nicht wirklich.
Der Streitwagen-BSB vernichtete die verbliebenen Pegasusritter, während der Gromrilbaron zuerst mit zwei Todesstößen (!) und weiteren Verwundgen die verbliebenen Drachenoger auslöschte. Beim Überrennen traf er auf Ungor-Ambusher, deren Champion er herausforderte und die er auch in die Flucht schlug.
Es gibt bestimmte Fehler, die mache ich immer wieder. Einer davon ist es, Ork- und Tiermenschenmagier zu unterschätzen, denn die haben Widerstand 5 und da kann alles passieren. Frohen Mutes forderte mein Gromrilbaron den feindlichen Tiermenschenmagier heraus und machte…keinen einzigen Schadenspunkt. Er bekam zwar keinen Schaden, verlor aber nach Kampfergebnis und nutzte Stubborn, um zurückzufallen. So stand er allein auf offenem Feld.
Wer auch allein auf offenem Feld stand, war der Streitwagen-Armeestandartenträger der Tiermenschen. Elisee Duchard legte mit einem Windblast auf ihn und nahm ihm seine verbleibenden zwei Lebenspunkte weg. Endlich.
Auch für den Gromrilbaron wird es irgendwann zuviel und dieser Punkt war erreicht, als er sich einem erfolgreichen Cast von Viletide gegenübersah. 9 Verwundungen konnte sein Rettungswurf nicht verhindern und so platzte er. Meine Ritter des Königs versuchten noch, den Herdenstein zu erreichen, kamen aber nicht nach genug heran um ihn den Tiermenschen streitig zu machen.
Zuletzt hatte ich aber noch Glück im Unglück, denn auch Tim wurde gierig. Er griff mit einem einzigen Razorgor meine Bogenschützen an. Die Bogenschützen wussten, dass sie alleine waren, denn die Gralsbrüder waren verstorben. Mit grimmiger Entschlossenheit verteidigten sie ihr Leben und schlugen den Razorgor in die Flucht. Nicht nur, dass sie holten ihn auch ein und verarbeiteten ihn zu Salami. Dabei bleiben sie cool, schafften ihren Reform-Wurf und gingen in Marschformation. In Marschformation gingen sie dann 12 Zoll auf das zentrale Ziel zu, nahmen es ein, erzielten 300 Punkte und verhinderten das Schlimmste. Leider war auch der Herdenstein 200 Punkte wert und diese Punkte gingen an Tim.
Das Spiel endete mit 1446-1697 Victory Points, in Turnierpunkten war das ein 8:12 zugunsten von Tim. Verdient, denn er hat sehr gut gespielt! Fair, angenehm und gechillt war es auch – gerne wieder, Tim!
Trotz der Niederlage konnte ich Platz 3/14 in der Gesamtplatzierung halten.
Fazit
Es war natürlich unglaubliches Pech, dass ich den Duke™ verloren habe – genauso hatte ich aber an anderen entscheidenden Stellen im Spiel unverschämtes Glück. Insgesamt hat das Würfelglück das Spiel nicht entschieden, aber interessant gemacht. Ich muss mir tatsächlich überlegen, wie mein Rezept gegen Tiermenschen mit Herdstone zukünftig aussehen könnte. Ein erfolgreicher Viletide-Cast mit Hagtree Fetish löscht in aller Regel eine komplette Einheit von mir aus bzw. ein Charaktermodell. Aufgrund der kurzen Reichweite des Zaubers lässt sich das in der Regel umgehe, in dem ich die Tiermenschen dazu zwinge, sich aufzuteilen, ein paar einfache Ziele vernichte und mir so einen Punktevorsprung sichere. Mit dem Herdstone in der eigenen Aufstellungszone und damit 200 gesicherten Siegpunkten brauchen die Tiermenschen aber nicht nach vorne marschieren, die können mich kommen lassen. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass ich Tiermenschen mit Bretonen im Moment etwas anderes als einen möglichst größeren Pegasustodesstern mit Magieresistenz 2 entgegensetzen kann – der ist aber nach GermanComp nicht zulässig. Hat jemand Ideen?
135 - Mortuary Priest, Wizard Level 2, Elementalism, Power Scroll, Lore Familiar
105 - Mortuary Priest, Wizard Level 2, Elementalism, Power Scroll
173 - Royal Herald, Battle Standard Bearer, Skeleton Chariot, Flail, Armour of Meteoric Iron, Talisman Of Protection
132 - Royal Herald, Shield, Skeleton Chariot, Warding Splint
295 - Tomb King, The Language Of The Priest, Skeleton Chariot, Ogre Blade
49 - Skeleton Chariots, Master Charioteer
275 - 40 Skeleton Infantry Cohort
• 1x Royal Host Archer, Master of Arms, Amulet of the Serpent
• 1x Royal Host Archer, Standard Bearer, Banner Of The Desert Winds
• 1x Royal Host Archer, Musician
• 27x Royal Host Archer
• 10x Royal Host Warrior
399 - 6 Tomb Guard Chariots, Tomb Captain, Death Mask of Kharnutt, Standard Bearer, Icon of Rakaph, Musician
162 - 3 Necropolis Knights
75 - Tomb Scorpion, Ambushers
75 - Tomb Scorpion, Ambushers
125 - Screaming Skull Catapult, Skulls of the Foe
Morgen früh darf ich zu meinem vierten Spiel ran und zwar gegen eine Army of Infamy, gegen die ich bisher noch nicht gespielt habe. So, wie das für mich aussieht, hat er maximal Level 2 Magier dabei, die keine Castingboni bekommen können. Es wäre zu hoffen, dass Elisee Duchard bei so einer Liste die Muskeln spielen lassen kann.
Ansonsten scheint, von Kleinzeug mal abgesehen, das zentrale Element seiner Liste eine ziemlich krasse Streitwageneinheitmit angeschlossenen Charakteren zu sein. Dank dem Icon of Racaph ist irgendwann während jeder Bewegung ein kompletter Reform möglich, was die Einheit sehr beweglich macht. Dann hat er eine große Einheit Skelettinfantrie mit Gift - normalerweise sehr gefährlich für große Ziele wie den Gromrilbaron (weil alle auf ihn schießen können), durch die Gromrilrüstung ist er hier aber wenig verletzlich. Ich muss nur aufpassen, dass ich ihn außer Reichweite von Plague of Rust halte.
Junge, Junge...da hast du dir aber echt sehr viel Mühe gegeben uns mitzunehmen 🥰 Vielen Dank! Ich muss aber erstmal meinen Dusel verdauen, dann lese ich das morgen nochmal for real 😁
Spannend zu lesen, Gedanken hinter bestimmten Aktionen, insgesamt sehr lehrreich.
Bezogen auf Deine Frage was gegen Tiermenschen helfen kann? Ich habe leider überhaupt keine Ahnung von kompetitivem Spiel.
Viel Erfolg heute gegen die Khemri. Ich hatte Probleme mit dem Skorpionen, da die beim Auftauchen meine ich so einen ekligen Feartest auf die eigene ini der Einheit verursacht hatten. Hatte mich damals fast einen ganzen Block Nachtgobbos gekostet.
Ich bin auf Dein Gesamtergebnis gespannt und drücke die Daumen!👍