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Bisher war halt keine vom Kaliber Dan Abnett (OK, Nik Vincent ist mit ihm verheiratet und hat mit ihm zusammen ein paar Sachen geschrieben), ADB, Guy Haley und so dabei.
Erstmal danke für die Liste. Ne, da gibt es wohl keine Frau die da vom "Namen" in einer Liga mit den bekannten Männern spielt.
Und auch vom Umfang her bleiben für "die" eher die Kurzgeschichten übrig.
Bei manchen (Künstler-)Namen weiß ich nicht, wozu der gehört (Avalon, Pat, Boman, Aron, J C, Nik, C.L, R.S., usw. ) und vielleiht ist da ja auch das ein oder andere "genderbending" Pseudonym dabei... Könnte ich mir gut vorstellen.
Es ist schon etwas auffällig, daß in verschiedenen Büchern zu verschiedenen Settings immer wieder die gleichen Dinge auftauchen. Gerade der weibliche Nebencharakter, der dem CSM den Allerwertesten rettet - das hab ich jetzt schon drei Mal mit CSM gelesen, dazu in den HH - Stories über die White Scars.
Gibt es sowas eigentlich auch in Sisters - Romanen? Also daß die Sororitas, sagen wir mal von einem normalen Fußsoldaten gerettet wird? Oder haben die andere Must - Have - Elemente?
Dann brauche ich nämlich nur ein Buch zu lesen anstatt 4 oder 5, in denen nur ein Palettentausch vorgenommen wird. Wäre schade. Man sollte gerade den 'kleineren' Autoren doch mal etwas mehr kreative Freiheit lassen, anstatt ihnen per Inquisition... äh, meine natürlich Lektorat irgendwas aufzuzwingen.
Ist es denn wirklich auffällig? Insgesamt sehe ich nur vier Möglichkeiten:
1. Der Protagonist muss nicht gerettet werden - eher langweilig für ein Buch
2. Der Protagonist rettet sich selber, dürfte letzlich der überwiegende Standard sein.
3. Der Protagonist wird von jemandem "gleichen Geschlechts" (nach 40k Masstäben) gerettet. Auch das düfte der Großteil der Bücher sein. Schlichtweg weil es in HH hauptsächlich Marines mit Marines gegen CSM mit CSM ist.
4. Er wird eben vom anderen Geschlecht gerettet.
Soros habe ich nicht gelesen. Aber Shadowsun. Jep wird von "Männern" gerettet.
Es ging mir eher darum, daß es mehrmals im Grunde die gleiche Story mit unterschiedlicher Tapete ist. DAS fand ich auffällig. Nicht wer was ist. Und darüber hinaus die Frage, wie eng die Vorgaben sind, die die Autoren vom Lektorat bekommen.
Stören würde es mich nicht - lieber eine gut geklaute Idee als eine schlechte eigene. In Märchen passieren Prinzen, Prinzessinen und bösen Hexen ja auch immer wieder die gleichen Sachen. 😉
Würde mich in dem Zusammenhang aber wirklich mal interessieren, wie das bei BL mit der kreativen Freiheit der Autoren gehandhabt wird. Ob das vielleicht sowas ist wie "OK, der Etablierte hier hat das so gemacht. Lass mal sehen, ob du das auch hinkriegst." Oder "Die Art von Story hat sich gut verkauft. Schreib uns was ähnliches." Oder was auch immer.
Also dann muss ich mal ein paar Sororitas - Stories lesen. Jemand ne Empfehlung?
Talon of Horus / Black Legion: Der Protagonist Khayon hat zwei weibliche Dienerinnen und Leibwächterinnen (natürlich keine Beziehung auf Augenhöhe). Fabius-Bile-Reihe: Fabius hat eine äußerst devote Dienerin und Leibwächterin. Genefather: Fabius Bile hat eine neue, äußerst devote Dienerin und Leibwächterin. Fall of Cadia: Abaddon hat eine äußerst devote Dienerin, die Ihm auch praktisch auf gedeih und verderb ausgesetzt ist, aber ihn trotzdem anhimmelt..
In all diesen Büchern pflegen die Protagonisten zu diesen Frauen einzigartige Beziehungen, die ihnen eine deutliche Sonderstellung innerhalb des Gefolges geben. Zudem scheinen sie oft eine merkwürdige, fast väterliche Beziehung zu pflegen – oder die Frauen sind den Protagonisten schlicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Fairerweise muss ich sagen, dass ich noch nicht sonderlich viele CSM-Romane gelesen habe (es gibt ja auch nicht so wahnsinnig viele außerhalb der HH). Aber dieser Trope ist mir eigenartigerweise eben schon öfter über den Weg gelaufen. ¯\(ツ)/¯
Fairerweise muss ich sagen, dass ich noch nicht sonderlich viele CSM-Romane gelesen habe (es gibt ja auch nicht so wahnsinnig viele außerhalb der HH). Aber dieser Trope ist mir eigenartigerweise eben schon öfter über den Weg gelaufen. ¯\(ツ)/¯
Das gilt für mich auch. Kenne vorallem die Souldrinker Romane und Ahriman. Und da fällt mir eigentlich nur eine Frau mit größerer Rolle ein. Spoiler zu Ahriman
die Sonderstellung hat sie da auch nicht weil es persönlich so toll läuft, sondern weil sie halt das Flagschiff steuert.
Beschreibt wie einige Catachaner sich auf einer Todeswelt mit Orks (& mehr) rumschlagen. Der Kommissar wird das Los der meisten Kommissare, die mit Catachaner losgehen, teilen, wie verrate ich nicht.
Schulnotentechnisch ist er eine 3-, weil ich Catachaner mag. Denn wenn Todeswelten so sind, wie beschrieben, gäbe es keine Veteranen, die mehr als zwei Todeswelten überleben. Etwas zu übertriebene, selbst für 40k Verhältnisse, Darstellung einer Todeswelt, zumindest in dem Zeitrahmen, in dem die Handlung spielt.
Es passiert auch nicht sehr viel, da eine Kommandomission zum Töten eines Waaaghbosses durchgeführt wird und insbesondere die Todeswelt und ihre Eigenschaften hervorstechen, wie auch die generelle catachanische Kultur.
Eine Inhaltsangabe kann man sicherlich in 4-5 Sätzen machen, wobei ich dies aufgrund von Spoilern nicht gemacht habe.
Wer von euch hat das Buch "Orkboss" gelesen? In dem Buch geht es um den Kampf der drei Generäle um die Vorherrschaft im Waagh sowie Snaggi Kleinzahn, ganz am Rande kommt immer wieder Ufthak Schwarzzahn vor, bei dem auch Snaggi am Ende landet. Nur frage ich mich, wie kommt Snaggi am Ende in Ufthaks Gefangenschaft und wo ist Ufthak die ganze Zeit?
Die Antworten kommen mehr oder weniger in "Die Macht der Orks": Die beiden laufen sich zufällig über den Weg. Snaggi ist aus nem Netzportal gestolpert, auf einer Welt, auf der Ufthak gerade ein paar Spargelz vermöbelt.
Das ist im Prinzip alles. Reiner Zufall.
Moinsein miteinander,
da ich gestern schon wieder nicht zum pinseln kam mal ne kurze Buchkritik.
Ich hör ja gerade Dropsite Massacre und ich muss sagen es ich echt zäh...
Es startet eigentlich gut, man erfährt mehr über Kharn nach Istwaan III, die Entstehung/Weiterentwicklung der Noise Marines, interessante Insights von Angron und welche Auswirkungen der Verrat von Fulgrim auf Ferrus hat und warum der so übereifrig die Landung vorantreibt.
Part 2 ist reiner Bolterporn. Außer geballert und gestorben wird da echt kaum. Und auch wenn die Salamander oder so Vorrücken und ihre Heldenhaften Momente haben weiß man eh was kommt. Lichtblick sind da noch die Alpha Legionäre die aber schon wieder Mary Sues sind weil sie einfach alles können...
Der Part war echt zäh... Part 3 startet mit SPOILER!
4 der 7 Legionen fallen den anderen 3 in den Rücken...
Wobei es vorher keine(!) gemeinsame Strategie gibt. Ferrus rusht einfach mit den ersten 3 Legionen da hin und runter und "weiß" das Verstärkung kommen wird. Es gibt vorher genau 0 Kommunikation...
Moinsein miteinander,
da ich gestern schon wieder nicht zum pinseln kam mal ne kurze Buchkritik.
Ich hör ja gerade Dropsite Massacre und ich muss sagen es ich echt zäh...
Es startet eigentlich gut, man erfährt mehr über Kharn nach Istwaan III, die Entstehung/Weiterentwicklung der Noise Marines, interessante Insights von Angron und welche Auswirkungen der Verrat von Fulgrim auf Ferrus hat und warum der so übereifrig die Landung vorantreibt.
Part 2 ist reiner Bolterporn. Außer geballert und gestorben wird da echt kaum. Und auch wenn die Salamander oder so Vorrücken und ihre Heldenhaften Momente haben weiß man eh was kommt. Lichtblick sind da noch die Alpha Legionäre die aber schon wieder Mary Sues sind weil sie einfach alles können...
Der Part war echt zäh... Part 3 startet mit SPOILER!
4 der 7 Legionen fallen den anderen 3 in den Rücken...
Wobei es vorher keine(!) gemeinsame Strategie gibt. Ferrus rusht einfach mit den ersten 3 Legionen da hin und runter und "weiß" das Verstärkung kommen wird. Es gibt vorher genau 0 Kommunikation...
Uffi, da bin ich leider nicht so ganz bei dir. Ich habe das Buch auch gelesen und natürlich ist so ein Roman immer Geschmacksache. Aber es gibt Punkte denen ich so ein wenig widersprechen würde.
In meiner Wahrnehmung war das kopflose Vorstürmen von Ferrus eher ein Kind der alten Bücher, vor allem aus dem Fulgrim Roman. Hier gibt es ja aber mindestens 2 Gespräche zwischen Ferrus, Corax und Vulkan zu dem Thema und Ferrus erklärt sich da auch recht ausführlich, sagt auch deutlich das es Ihm nicht darum geht einfach seine Wut durch einen Sturmangriff zu kühlen. Er beschreibt ja die Situation sehr treffend und das ihm bewusst ist das Horus Flotte nicht vor Ort ist und sie alle davon ausgehen müssen das es eine Falle gibt und dies vor allem dadurch umgangen werden soll das durch überwältigende Kraft die Schlacht entschieden werden soll, bevor so eine Falle auslösen kann. Ein wenig sagt er sogar durch die Blume das er nicht glaubt mit Horus taktischem Verstand mithalten zu können und er glaubt die beste Strategie ist ihn so massiv zu überwältigen, das er gar nicht erst dazu kommt seine Pläne auszuspielen.
Den Bolterporn an sich finde ich zumindest deutlich besser als das was sonst so BL Standart ist, dadurch das man einige Figuren ja zumindest insoweit kurz kennenlernt, das man wenigstens etwas emotional involviert ist. Mich hat der Salamander Dreadnought schon berührt, der Horus noch als guten Freund kennen gelernt hat und den Rest quasi verschlafen hat.
Auch die AL habe ich hier nicht als Mary Sue´s wahrgenommen. Im Endeffekt haben sie halt geplant das sie dafür sorgen das einige Schiffe entkommen und die eine Situation in der das ausgespielt wird, ist ein einzelner Iron Warrior mit Ingo Pech und nem Trupp AL gemeinsam an Bord eines Schiffes. Das die den IW Delegatus da nun relativ unspektakulär abknallen können ist mMn keine große Kunst.
Was ich schade fand, war das dass Ende relativ apprubt kam und hätte mir noch etwas mehr insights gewünscht wie die imperialen Akteure das geschehene verdauen. Ich habe auch fest damit gerechnet das sie Szene aus dem Horus Heresy 3rd Edition launch trailer mit im Buch sein wird, da die betroffenen Personen ja auch am Anfang des Buches interagieren.
Ich war dem Buch bei der Ankündigung sehr skeptisch gegenüber eingestellt und war der Meinung dass das jetzt so wirklich keiner braucht. Am Ende war ich wirklich zufrieden und das als jemand der mit seiner 40K Literatur sehr picky ist und sich nicht schnell begeistern lässt.
edit:
Oder ist dein Problem mit der AL die menschliche Agentin? Die fand ich auch ein klein bisschen out of place.
Gelesen:Morvenn Vahl - Speer des Glaubens von Jude Reid
Worum geht es? Die neue Äbtissin Sanctorum steigt gerade in ihren Paragon - Kampfanzug, um an einer Sitzung des Hohen Senats teilzunehmen, als sie erfährt, dass Ophelia VII von einem Night Lord namens "Tod der Heiligen" angegriffen wird. Seit die Sororitas ihn von seiner Zwillingsschwester getrennt haben, hat er... gewisse Vorurteile gegen die Ladies. Erst mal will er seine Schwester zurück, auch wenn von der nur noch der Schädel übrig ist. Der ist auch noch eine heilige Reliquie, weil sie es zur Heiligen gebracht hat.
Weil sie lieber auf dem Schlachtfeld Häretikern den Schädel einschlägt als Politik zu betreiben, beschließt sie einzugreifen. Die anderen hohen Senatoren außer Trajann Valoris verweigern ihr die Unterstützung. (Auch die neue Kardinalin der Ekklesiarchie.) Also zieht sie auf eigene Faust los.
Auf Ophelia VII (immerhin die zweite Hauptwelt des Adepta Sororitas neben Terra) stecken derweil die Sisters und eine Truppe Black Templars in der Patsche - die Night Lords haben einen extra großen zweiköpfigen Heldrake dabei und sind mit genug Kultisten unterwegs, um den Gläubigen echte Probleme zu bereiten. Der Angriff beginnt während einer öffentlichen Ausstellung des Heiligenschädels, hinter dem der Night Lord her ist. Und eine relativ neue Schwester vom Orden der Heiligen Märtyrerin, die das alles ziemlich durcheinander betrachtet, scheint eine gewichtige Rolle zu spielen. Mit ein paar überlebenden Schwestern und einer Handvoll Pilgern schaffen sie es in einen sicheren Unterschlupf... nachdem die besagte Schwester mit einem Imperatorwunder den Super-Heldrake verjagt.
Naja, Morvenn Vahl trifft im Kampfanzug per Frachtkapsel ein, übernimmt das Kommando trotz Bedenken der anderen ranghohen Äbtissinen der anwesenden Orden (und ihrer eigenen Zweifel, was der Imperator eigentlich von ihr will...). Sie macht den Super-Heldrake platt, der vorher den Kommandanten der Black Templars verspeist hat, und am Ende den Night Lord. Ohne den Konvent Sanctorum in die Luft zu jagen.
Zurück auf Terra ist Robbie G persönlich beeindruckt von ihrer Leistung und bestätigt sie als Hohe Senatorin.
Leseempfehlung? Ja, kann man gut lesen. Hätte zwar gerne etwas mehr Ausgestaltung der einzelnen Orden gehabt. Im Buch kommen die nur sehr oberflächlich vor - außer den Namen und Ordensfarben ist da nur wenig Hintergrund. Aber andererseits geht es hier vor allem um die Gestaltung der Hauptperson. Etwas mehr als die eine Seite im Codex.
Die Black Templars sind hier wieder mal erstaunlich zivilisiert, höflich und auf Rogal Dorn fixiert. Und ja - der oberste CSM hat tatsächlich wieder einen weiblichen Kultisten - Sidekick, der sich für sein Vorankommen als überaus wichtig erweist. Aber Überraschung: Sie überlebt. Sie verzichtet sogar darauf, den ganzen Konvent hochzujagen und lässt ihren Meister im Stich.
Aber eins muss ich sagen: Für ein Buch, das wohl in erster Linie Miniverkäufe mit ankurbeln sollte, ist das ehrlich nicht schlecht. Ich finde, die Autorin kann was - Charaktere und Story sind ziemlich gut durchdacht und nicht nach dem Motto "So isses halt".
So, jetzt komme ich nochmal dazu eine Review zu "Asche des Imperiums abzugeben".
Das ganze stelle ich unter den Titel "The good, the mediocre and the wasted".
Erst einmal einkurzer non-spoiler Teil: Die Handlung sollte weit bekannt sein. Direkt im Anschluss an die SoT landen die Ultras auf Terra, retten den Tag, die Verräter werden verjagt und es beginnt der langsame Wiederaufbau. Ist das Buch schlecht? Auf keinen Fall! Hat es Schwächen die dafür sorgen, dass es nicht das Prädikat "Meisterwerk" erhält? Auf jeden Fall!
Kommen wir zu den positiven Seiten:
Die Belagerung Terras hat auf allen Seiten Spuren hinterlassen und man spürt sie. Der mentalen Verfassung aller Beteiligten wird viel Spielraum gegeben und das ließt sich sehr spannend. Man bekommt wirklich tiefe Einblicke in die Seele der Verrätermarines und was sie umtreibt. Auch auf Seite der Loyalisten ist die psychische und physische Erschöpfung in jedem Satz zu spüren. Man merkt auch, das viele Protagonisten noch gar nicht richtig realisiert haben, das sie wirklich in letzter Sekunde gerettet wurden.
Teilweise geht es einem wirklich nahe, wenn man ließt wie es einige Akteure mitgenommen hat. Archamus mit Burnout, Jagathai Khan, der als Pflegefall von zwei Marines in den Besprechungsraum getragen wird, Sigismund der völlig in den Zynismus gekippt ist etc. pp. Kyrill Sinderman ist wie immer schwierig. Ich finde es gibt kaum eine Figur die so kaputt geschrieben wurde im Verlauf der Reihe wie er. Der eigentlich recht klare Weg ( vom Verkünder der Imperialen Wahrheit, zum Zweifler, zum Gläubigen, zum Mitbegründer der Inquisition) hat so viele überflüssige hin und hers bekommen, das die Entwicklung der Figur einfach nicht mehr kohärent wirkt. Auch in diesem Buch wechselt er zwischen den Extremen hin und her, am Ende darf er aber bei der Proto-Inquisition mit am Tisch sitzen. Perturabo hat auch einen Auftritt, wirkt aber seltssam Flach. Einige der wenigen Figuren, bei denen ich die Gemütsregungen nicht wirklich nachvollziehen kann
Die Handlung selbst ist eigentlich recht übersichtlich. Luna und Mars sind weiterhin besetzt und es bricht ein Streit darüber aus, wie die Loyalisten kurzfristig verfahren sollen. Konsolidierung oder Verfolgung. Drum herum entbrennen politische Ränkespiele, die Emanzipation des Senats findet statt und ein wenig gekämpft wird auch noch. Leider habe ich das Gefühl, das über viele, wirklich entscheidende Ereignisse hinweg gehetzt wird, während andere Teile des Buches überflüssig viel Raum bekommen.
Klimaktisch steuert in der ersten Hälfte des Buches alles auf einen großen Rat hin, in dem die Vertreter aller imperialen Institutionen entscheiden sollen, wie militärisch verfahren werden soll. Während Guilliman darauf drängt, das erst das Solar System befestigt und gehalten werden soll (mit Hintergedanken die er natürlich niemanden verrät, ohne dass das einen großen Sinn macht) wollen die anderen Primarchen unter der Wortführung von Dorn die Beute erlegen, solange sie verletzt ist. Im Vorfeld versuchen natürlich alle Beteiligten ihre politischen Truppen zu sammeln. Bedauerlicherweise werden aber die Gespräche und Diskussionen im Vorfeld, aber auch der große Rat an sich im Eiltempo abgefertigt. Gespräche verlaufen in der Regel so, das beide Seiten einmal kurz ihre Punkte nennen und danach einer von beiden sagt "Naja gut! Das seh ich aber anders mein Freund". Wer erwartet, das es eine leidenschaftliche Debatte zwischen Dorn und Guilliman gibt, der wird leider enttäuscht. Zwei bis drei gewechselte Sätze und das wars. Auf der anderen Seite haben wir im ersten Viertel des Buches aber bestimmt 15 Seiten in denen uns eine Gruppe von Chaoskultisten näher gebracht werden, die auf Terra gestrandet sind, nur um sie ohne irgendeine Konklusion sterben zu lassen. Diesen Platz hätte man gerne nutzen können um die oben genannten Plotpoints ausführlicher zu beschreiben.
Wer Chris Wright schon länger verfolgt und seine anderen Roma kennt die auf Terra spielen, der weiss das seine Beschreibungen der politischen Verstrickungen meist relativ oberflächlich bleiben. Die einzelnen Akteure haben wenig, bis gar keine Motivation oder Persönlichkeit und manche Entscheidungen wirken etwas willkürlich und so, als wenn die Figuren nur so entscheiden, weil es für den Plot von Nöten ist. Andere Dinge ergeben aus sich selbst heraus kaum Sinn.
Guillimans eigentliche Motivation sich erst um das Sol System zu kümmern hat nämlich eigentlich damit zu tun, das sie die schwarzen Schiffe der Sisters of Silence brauchen, da sich schnell herausstellt, das die Psionikerfütterung für den Imperator schnell anlaufen muss. Warum er dies für sich behält und damit Dorn auf seine Seite zieht, wird leider überhaupt nicht plausibel erklärt. Auf der anderen Seite sind Malcadors Agenten darum bemüht ihren Einfluss zu sichern, allem voran Khalid Hassan. Der stellt sich dabei aber so dämlich an, das er grundsätzlich das genaue Gegenteil davon erreich. Etwas haarsträubend wird es, als er durch den Palast wandert und plötzlich Sigillen im Staub eines stillgelegten Raumes entdeckt, die ihm verraten, das er zu einer ganz bestimmten Ruine gehen soll. Dort findet er den Herrn des Vanus Assasinentempel, der ihm ohne irgendeine plausible Begründung darum bittet der neue Meister der Assasinen zu werden. Diese Stelle ist mMn der absolute Tiefpunkt des Buches.
Die Kampfszenen sind soweit ok, nichts was über den üblichen Bolterporn hinaus geht, aber wer schreibt schon wirklich brilliante Kampfszenen in der BL.
In den Spoilerparts war eine Menge Kritik, trotz allem fand ich das Buch gut und die oben erwähnten Pro-Seiten wiegen genug der Schwächen auf, das wir ein stabiles, gutes Buch haben. Ich tue mich mit Punkteskalen immer schwer, da jeder anders bewertet wann etwas eine 7,8 oder 9 von 10 ist. Wenn ich jetzt mal veranschlage, das eine 10/10 ein one in a thousand Meisterwerk ist und eine 5/10 ein mittelmäßiges, durchschnittliches Buch, dann würde ich "Asche des Imperiums" eine 7 oder 7,5/10 geben. Definitiv über durchschnitt, Teile des Buches sogar kurz vor Meisterwerk, aber leider gibt es eben auch die anderen Teile die die Gesamtwertung wieder runterziehen.
Danke für die ausführliche Kritik!
Eine kleine Sache: Wir haben hier im Forum ja auch bereits nen Extra-thread für die Scouring-Reihe; da hatt ich MEINE Einschätzung vom Buch reingeschrieben. Zur besseren Orientierung sollte man sich für die Zukunft vielleicht einigen, ob man Beiträge dazu grundsätzlich "hier" oder "dort" reinstellt.😉
Ich habe gestern Archmagos, den dritten Band der Cawl-Reihe, fertig gehört.
Kurze Zusammenfassung: Cawl braucht Daten aus einem Necron-Rechner um seine eigenen Pylone starten zu können. Dafür geht er auf eine Gruftwelt, die am Rande eines Schwarzen Loches in der Zeit aus dem "War in the Heavens" festhängt, Es wird viel aus der Sicht einer Techpriesterin im Dienste Guillimans erzählt. Es tauchen noch andere Necrons auf und mit denen muss verhandelt werden. Zur gleichen Zeit ist Tetrach Decimus Felix auf Ulvheim und soll sich dort mit Cawl treffen. Hier sollen die Pylone getestet werden. Ein Space Wolves Nachfolgeorden, die Wolfspear, halten hier die Stellung und kämpfen jede Nacht gegen Dämonen.
Die Beschwörung von Vashtor durch das Dark Mechanicum mit hilfe von Iron Warriors wird beschrieben. Wer wen wie an sich bindet ist ziemlich schick gemacht.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Inzwischen mag ich Cawl und die Figuren um ihn herum wirklich sehr. Das wird wird alles sehr schön ausgeschmückt und die Charaktere bekommen wesentlich mehr Tiefe.
Wer etwas mehr über Cawl und ziemlich aktuelle Geschehnisse im Fluff erfahren möchte, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Es ist aber ratsam, die vorherigen Bände gelesen zu haben. Manche Zusammenhänge könnten sonst etwas schwer nachvollziehbar sein.
Ich hab vor ein paar Tagen die Gesamtausgabe von Elric von Melniboné fertig gehört. Ist jetzt kein wirkliches 40k Buch, aber man hört schon deutlich die Inspirationen raus, die für Warhammer Fantasy und 40k übernommen wurden.
Chaos als alternative Dimension? check.
Chaosgötter, die sich untereinander kabbeln? check.
Chaosgötter, die man anbeten/anrufen kann und die dann nach Gusto Hilfe anbieten oder auch nicht? check.
Chaos verändert die Realität (=warp)? check.
Chaosstern mit acht Zacken? check.
Die Melnibonéer haben mich sehr an Dunkelelfen erinnert, so wie sie ihre Sklaven behandelt haben. Chirurgisch so verändert, daß sie nur einen Ton von sich geben können und dann als Instrument genutzt ... erinnerte mich dann doch an Dark Eldar Haemonculi 😉
Generell is das ein empfehlenswertes Buch für Fantasyliebhaber. Man sollte halt Zeit mitbringen, wenn man die Gesamtausgabe 1-8 hören oder lesen will. Das sind 1178 Seiten (ein schöner 2kg Wälzer als Hardcover 😀) oder 56h Laufzeit als Hörbuch.
Jetzt geht es mit Ciaphas Caine weiter, ganz entgegen meiner Abneigung gegen Menschen in 40k. Fängt aber schon gut an 😉
Ja, ist sie. Aber das ist mittlerweile Standard bei den Büchern aus der BL.
Wenn was Neu rauskommt und du es lesen willst, kauf es.
Sonst ist es in den meisten Fällen so, dass die gesamte Auflage vergriffen ist.
Finde ich auch schade, war damals als die Bücher noch beim Heyne Verlag erschienen einfacher.
Da war die Bücher recht lang verfügbar.
Das ermöglichte es mir beispielsweise die ganze Reihe um Gaunts Geister um das Jahr 2009 herum zu kaufen,
obwohl das erste Buch schon Anfang der 2000er oder so erschien.
Das wäre heute so nicht mehr möglich.
Daher verfolge ich regelmäßig die Neuerscheinungen und bestellte es sofort beim Buchhändler meines Vertrauens vor,
wenn mich was davon interessiert.