Also für die Diskussion zwischen 5. und 6. Edition war der Zündfunke der Eldar Phantomlord. Der wurde als große Kreatur deklariert. Deswegen hatte er dann halt Widerstand und Lebenspunkte. Da dreht sich das Thema dann darum, warum dieser jetzt als Kreatur gilt obwohl er nicht viel anders als ein Cybot ist. Der Cybot galt aber als Fahrzeug obwohl er von der Lore her dem Phantomlord sehr ähnlich ist. Genauso könnte man dann fragen warum Chaos Dämonenmaschinen (wie ein beseelter Land Raider) oder eine Geißel Fahrzeuge sein sollten obwohl sie eigentlich dämonische Kreaturen sind. Und das Thema kannst du beliebig fortsetzen und wirst damit immer jemanden verprellen.
Ja, die Vielfalt der Einheiten macht es teilweise fast unmöglich, "plausible" Lösungen zu finden.
Dein gedankliches Problem ist, dass du die GW Widerstand vs. Stärke Tabelle im Kopf hast wo die Ränder immer noch 6+ oder 2+ sind unabhängig von der Differenz zwischen den beiden Werten. Oder auch die aktuell sehr vereinfachte Tabelle. Mein Rat schmeiß sie weg. Die ist das Problem warum du dich an die Panzerung klammerst, weil Bolter keine Panzer töten sollen (obwohl man Lore technisch drüber streiten kann - und in der Vergangenheit auch wurde). Deswegen auch mein starkes Trommeln für die Universaltabelle weil sie exakt dieses Problem löst. Leichte Infanteriewaffen sind nicht für die Fahrzeugjagd gedacht und der Widerstand/Stärke Vergleich sorgt für einen Autofehlschlag spätestens bei der Verwundung. Und eine Laserkanone ist ein Overkill für ein einzelnes Infanteriemodell weil Stärke so hoch ist, dass sie das Modell instant verdampft.
Die GW Tabelle finde ich tatsächlich falsch. Deswegen habe ich ja genau für den Fall Laserkanone trifft Gardist wieder Autokill drin, beziehungsweise (bei W10 statt W6) umgekehrt niedrige Stärke gegen hohen Widerstand nur noch Verwundung auf die 10. Damit kann man sowas wie kritische Treffer simulieren, was ich ok finde.
Ich finde die Universaltabelle für 40k unpassend, weil der Bereich -1/0/+1 derselbe Wurf ist und man dann noch festlegen muss, woher der Modifikator kommt. Dazu müsste man die Einheiten- und Waffenprofile von 40k komplett ändern.
Ohne die AT-43 Regeln jetzt zu lesen verstehe ich die so:
Trefferwurf: Modell hat BF 0, trifft also auf 4+. Gegner in Deckung, bringt -1. Modell trifft immer noch auf 4+.
Oder: BF ist 4. Womit vergleiche ich das jetzt, um den Modifikator der Tabelle zu ermitteln? Mit der Rüstung? Oder hat der Gegner einen Ausweichenwert?
Verwundung: Waffe hat Stärke 4. In der Tabelle wäre es egal, ob der Gegner Widerstand 3, 4 oder 5 hat. Wurf ist 4+.
Wenn man das Grundprinzip der 40k Regeln/Mechaniken behalten möchte, passt die AT-43 Tabelle leider nicht.
Die 10er Grenze bei den Werten war seitens GW schon seit ihrer Einführung ein Fehler und ein Hemmschuhe. Je breiter das verfügbarer Sprektrum, desto feiner und besser lassen sich Modelle und Waffen differenzieren. Und auch die Strukturpunkte sind Blödsinn. Das kann man auch bei großen Modellen mit vielen Lebenspunkten an die Lebenspunktverluste knüpfen ob sie Nachteile bekommen. Ein vierbeiniges Wesen, dass ich ein Bein wegschieße, wird doch auch langsamer obwohl es nicht mechanisch ist.
Ja, die Grenze ist nicht zwingend. Aber ein guter Startpunkt, wenn man selber an Regeln bastelt. Wenn man merkt, daß es nicht passt, kann man die immer noch erhöhen.
Zu den Wesen: Da finde ich den Ansatz von GW in Ordnung. Ein Absenken der Werte durch LP-Verlust ist ein guter Kompromiss, ohne daß man sich noch Trefferzonen oder Schadenstabellen ausdenken müsste. Irgendwo muss es ja in einem spielbaren Rahmen bleiben.
Die Frage, die sich mir hierbei aufdrängt ist, ob du mit deinem Ansatz nicht an 90% der meisten 40k Spieler komplett vorbei fährst. Die Leute reagieren schnell mit Ablehnung wenn sie das Gefühl haben, dass man ihnen etwas weg nimmt. Du entwertest mit deinem Ansatz sehr schnell ganze Sammlungen, was einer breiteren Akzeptanz schadet. Das hat damals vom M41 Projekt vieles gekillt inkl. meinem eigenen Projekt oder auch Sandnix Inferno Projekt, ist daran auch gestorben, dass man sich zu weit von dem wegbewegt hat, was für die meisten Leute heute 40k ist.
Ja, so reagieren die Leute 🙂
Schlimmer: Bei vielen Leuten reicht es schon, überhaupt irgendwelche Kritik an 40k und damit an ihrem Hobby zu üben.
Dann ist man automatisch der Miesmacher, der ihnen ihr Hobby kaputtreden will usw usf
Habe ich oft genug erlebt. Wenn 10 Leute blöken "boah ist die neue Edition geil!", man selbst aber sagt "naja, nicht wirklich, weil...", dann ist man der Arsch.
Ich sehe das mittlerweile so: Ich kann 40k nicht mehr ernst nehmen und habe keinen Bock auf aktuelle Editionen und erst recht keinen Bock mehr drauf, alle 3 Jahre eine neue Betaversion desselben Spiels zu kaufen.
Damit fahre ich sowieso schon an 90% der Spieler vorbei.
Ich bastel meine Regeln just for fun und für mich, ich erwarte schon lange nicht mehr, jemals Spieler für etwas anderes als die Originalregeln zu finden.
Seltsamerweise erfreut sich OPR relativ großer Beliebtheit, das ist mir aber zu banal/oberflächlich. Nur Quality und Defence mit W6 ist gar nicht mehr differenziert, auch wenn die Einheiten und ihre Waffen dann wieder über unzählige Traits verändert werden. Das ist ein schräger Ansatz, ich spare mir lieber eine ellenlange Liste an Traits indem ich passende Eigenschaften in Form von Zahlen habe. Dann muss ich mir nicht zig Sachen merken und/oder blättern bzw auf dem Phone rumwischen.
"Sich weg bewegen von dem, was für die Leute 40k ist"...
Das ist doch der Sinn der Fanprojekte 😀
Sonst kann man auch einfach 40k spielen.
Allerdings hat es in meinen Augen einen Fehler und ich befürchte fast, dass dein System in die gleiche Falle tappt.
Wie planst du denn die Auflösung von Reaktionskette, wenn eine Aktion von mehreren Einheiten gesehen wird?
Dürfen alle reagieren oder nur eine?
Nur eine Einheit darf reagieren.
Aber, wenn gewünscht, abwechselnd.
Also: A sagt an, B reagiert, darauf kann wieder A reagieren etc.
Ja, ist "unrealistisch", aber da muss man einfach eine Grenze ziehen, um die Sache spielbar zu halten. Ist zumindest 10x besser als IGOYOUGO und die größte Falle, in die man tappen kann, ist zu versuchen ein Spiel wie 40k realistisch zu machen.
