Warum?
Ich habe zuletzt die 9. gespielt und den Affentanz mit der 10. komplett ignoriert, spiele also gar nicht mehr.
40k hat keine Regeln, die Grundregeln sind lächerlich. Es besteht eigentlich nur noch aus aufgeblähten Codizes. Da kann ich also just for fun an eigenen Regeln basteln und nie damit fertig werden 😀
Die Differenzierung ist ein gutes Thema, das merkt man, sobald man selbst versucht Regeln zu verfassen, die sich "richtig" anfühlen.
Ein großes Problem von 40k ist das, was es gleichzeitig so großartig macht:
Die Einheitenvielfalt/-bandbreite.
Ich liebe den Fluff und die Masse an genialen Einheiten und Modellen, sammel, bastel und bemale die auch gerne.
Spielerisch funktioniert das aber nicht wirklich.
40k hat alles vom Grot bis zum Stompa.
Würde man die Regeln so schreiben, daß es sinnvoll ist, müsste der Stompa wahrscheinlich 5.000 Punkte kosten und würde den Tisch leer räumen, weshalb der Gegner ähnlich fette Einheiten stellen würde. Damit wird jedes "normale" Modell wie z.B. Gardisten etc komplett überflüssig.
Weiter oben sagte ich ja bereits, daß man genau deshalb sehr schnell merkt, daß die 2nd Edition nicht für solche Einheiten geschrieben wurde, man kann die nicht integrieren ohne das Spiel zu zerstören.
Die Differenzierung zwischen Fahrzeugen und Lebewesen ist so´n Ding.
Zwischenzeitlich habe ich überlegt, z.B. großen Tyraniden ebenfalls Trefferzonen zu geben, wie Fahrzeugen.
Dann verliert ein Trygon halt nen Arm und damit Attacken, das kann man durchaus machen und ich fände es sehr spaßig.
Aber damit ist man beim nächsten Problem bzw den URSPRÜNGEN von 40k 😉
1st Edition, also Rogue Trader, war ja noch so ein Pseudo RPG/Tabletop Hybrid.
Will ich eine Simulation, ein CoSim, ein RPG?
Oder soll das ganze noch als Tabletop spielbar bleiben?
Ich habe dafür eine simple Lösung gewählt:
Kein einzelnes Modell darf mehr als 10% des Punktwertes der Armee kosten.
Wenn der Executioner 350 Punkte kostet, wird man den nie in einem 2.000 Punkte Spiel haben.
Basta.
Jetzt kommt wahrscheinlich der Aufschrei des Entsetzens 😀
Wofür hab ich den denn dann? Ich will den spielen!
Klar, ich auch. Ich habe aber festgestellt, daß das Spiel wieder mehr Spaß macht, wenn man
a) weniger Modelle auf dem Tisch hat und wieder auf vollen 48x72 spielt, denn dann finden Manöver statt und kein sofortiges kaputtwürfeln.
b) keine riesigen Killermaschinen und Mördercharaktere aufstellt, die alles dominieren, egal wie cool die sind.
Ich habe neben 40k noch zig andere Systeme gespielt. Irgendwann fragt man sich zwangsläufig, warum die meistens viel mehr Spaß machen als 40k, obwohl 40k das geilste Universum und mit Abstand die meisten und schönsten/coolsten Modelle hat.
Weil 40k versucht, ein Large Scale Computerspiel mit Kindergartenregeln auf den Tisch zu bringen und zwar so, daß sie möglichst viel Zeug dafür verkaufen können.
Ich experimentier also einfach weiter an anderen Regeln rum und ignoriere den GW-Firlefanz 🙂
Alleine ist sowas allerdings nicht zu stemmen, Grundregeln ja, aber hunderte von Einheiten anpassen nicht.
Egal, ich verschwende meine Lebenszeit lieber damit als ständig neuen Editionen und Regeln hinterher zu rennen und für hunderte von € Altpapier zu kaufen.
Ich bin seit ca. 2010 aus dem 40k Game raus. Ich habe damals gut 2 Jahre versucht eine totalconversion von 40k für die Regel von Starship Troopers zu schreiben. Bin aber an der Masse an Einheiten gescheitert. Ich bin allerdings immer noch großer Freund der SST Regeln, die laut Urban Legend ein Pitch von Andy Chambers für die 4. Edition von 40k gewesen sein soll. Diese Regeln haben mir gezeigt, dass man alle Einheiten aus einem Guss von Regeln sehr viel eleganter ist als wenn man versucht Modelle durch unterschiedliche Schadensmodelle zu differenzieren.
Und hinsichtlich der Limitierung des W6 empfehle ich immer wieder gerne die universaltabelle aus AT-43. Die zeigt wie man den W6 voll ausreizen kann ohne andere Limitierungen zu unterliegen.
