Kampagne Ferrus Magna (Makropolfunk)

Wer kommt zum Abschlussspiel am 27.06.26 nach Jena?


  • Umfrageteilnehmer
    33
Grüße ringsum,
Das Rudel wächst....
IMG_20260125_111731.webp


Hoffentlich fertig zum Ende des Monats.
Soweit mal.
 
Ich habe mal ein wenig ausprobiert.
1000134231.webp

Mit und ohne colorshift. Ich denke es wird mit werden. Auf dem Bild schwer zu erkennen, aber ich versuche bis ende nächster woche da mwhr Farbe rauf zu bekommen.

Hab mit Silber und Gold rumprobieren , Silber bei den Ironkyn-brüdern passt super. Gold glänzt von sich aus zu sehr, da ist der Effekt kaum zu sehen.
1000133693.webp
 
So nun gehts auch bei mir richtig los...

Update Post Armeehintergrund #1

Die Verseuchte Ernte von Pyrrhatis: Die Saga der Bruderschaft der Fäulnisbringer

Die Saat des Verderbens keimte, als Sol Mortis, die Dritte Sonne, am Himmel erschien. Kein Stern aus Fleisch und Blut, sondern ein warpgeborenes Geschwür, ein pulsierendes Auge des Chaos, das nicht die Menschen, sondern die Maschinen selbst fraß. Sein kränkliches rotes Licht drang in die Schaltkreise ein, infizierte Cogitatoren mit dämonischem Code und ließ Noosphären mit Flüsterstimmen des Verfalls erfüllen. Die Seuche, die Nurgle sandte, war keine gewöhnliche Pest des Fleisches – sie war der Scrapcode der Verdammnis, eine mechanische Plage, die Stahl korrodieren, Servitoren in wahnsinnige Kreaturen verwandeln und ganze Produktionsketten in chaotische, selbstzerstörende Orgien verwandeln ließ.
Förderbänder krochen wie wurmstichige Eingeweide, Servoschädel platzten auf und entließen Schwärme von Nurglings, die aus Schaltkreisen schlüpften. Kathedralen des Omnissiah hallten von gurgelndem Maschinengesang, während Titanen in den Hangars vor Rost und Eiter zusammenbrachen. Die Menschen von Ferrus Magna litten nur indirekt: Sie starben an Hunger, als die Fabriken keine Nahrung mehr produzierten, oder wurden von ihren eigenen, besessenen Maschinen zermalmt. Die Stadt zerfiel nicht durch Krankheit des Blutes, sondern durch die Fäulnis des Metalls – ein langsamer, qualvoller Tod des Mechanicus selbst.
Diese gezielte Plage war kein Zufall. Mortarion, der Primarch der Death Guard, der bleiche Lord des Todes und treuester Sohn Nurgles, hatte persönlich die Vorhut für diese Eroberung auserwählt. Er sah Pyrrhatis – eine Welt, deren Maschinenkult eine Beleidigung für den natürlichen Kreislauf des Verfalls darstellte – und wählte seinen treuesten Diener: Lord Malarrus, einen uralten Lord of Poxes, dessen Körper ein wandelnder Kessel aus Seuchen und Scrapcode war.
So marschiert Lord Malarrus an der Spitze der Bruderschaft der Fäulnisbringer – einer uralten Streitmacht aus Plague Marines, Daemon Engines und wandelnden Poxwalkern. Ihr Banner zeigt ein zerfressenes Zahnrad, aus dessen Mitte ein tropfendes Auge Nurgles hervorlugt. Wo die Bruderschaft eintrifft, verstummen die Maschinen nicht einfach – sie beginnen zu leben, zu atmen und in ewiger, qualvoller Fäulnis zu dienen.
 
Update Post Armeeaufbau #1 und Bastelei und Farbkleckse #1

Im ersten Post hierzu fasse ich mal den Armeeaufbau und die ersten Grundlagen für das Basteln und Bemalen zusammen. Später trenne ich es dann auf.

Kurzzusammenfassung (Stand 01/26):
  • Pkte Modelle gebaut: 2215
  • Pkte Modelle grundiert: 2215
  • Pkte Modelle "battle-ready (3 Farben + Base)": 0
  • Pkte Modelle final: 0

Ich wollte mir erst einmal einen Grundstock an spielbaren Modellen inkl. Grundierung zusammenstellen. Grundiert habe ich alle Modelle, die in irgendeiner Weise eine Rüstung tragen, in Alien Purple (Vallejo). Modelle, die ich später mit Contrast Farben / Speedpaints bemale, habe ich in Wraithbone grundiert. Ich muss sagen, ich bin sehr begeistert von der Qualität des Vallejo Sprays.

Modelle gebaut und grundiert:
  • 1x Biologus Putrifier
  • 1x Daemon Prince of Nurgle
  • 1x Lord of Poxes
  • 1x Lord of Virulence
  • 1x Tallyman
  • 7x Plague Marines
  • 7x Plague Marines
  • 1x Chaos Rhino
  • 10x Blightlord Terminators
  • 3x Deathshroud Terminators
  • 2x Foetid Bloat-Drone with Heavy Blight Launcher
  • 2x Myphitic Blight-haulers
  • 3x Nurglings
  • 1x Plagueburst Crawler
  • 10 x Poxwalkers
  • 1x Death Guard Killteam aus der Grundbox (u.a. um an das Plaguecaster Modell heranzukommen)

Einreichen für die Monatsonderaufgabe möchte ich:
- 10x Poxwalker, 3x Nurglinge, Death Guard Killteam: Diese kleine Gang bildet die Vorhut und soll zum Einen den Landeplatz der Truppen vorbereiten und zum Anderen erste Geschenke von Väterchen Nurgle überbringen. Die Maschinen von heute verfallen ja schließlich nicht von allein. 🙂
 

Anhänge

  • IMG_0917.webp
    IMG_0917.webp
    221,1 KB · Aufrufe: 61
  • IMG_0918.webp
    IMG_0918.webp
    215,6 KB · Aufrufe: 55
  • IMG_0919.webp
    IMG_0919.webp
    219,9 KB · Aufrufe: 57
  • IMG_0920.webp
    IMG_0920.webp
    161,9 KB · Aufrufe: 33
  • IMG_0921.webp
    IMG_0921.webp
    173,7 KB · Aufrufe: 50
  • IMG_0922.webp
    IMG_0922.webp
    202,4 KB · Aufrufe: 50
  • IMG_0923.webp
    IMG_0923.webp
    219,3 KB · Aufrufe: 50
  • IMG_0924.webp
    IMG_0924.webp
    250,3 KB · Aufrufe: 62
Update Post Spielbericht #1

Der erste Widersacher - der Löwe persönlich...

Die Schlacht entbrannte im Zeichen der Mission Lynchpin: Die heimische Landezone musste um jeden Preis gesichert werden, während zugleich die anrückende Ordnung des Feindes gebrochen werden sollte. Kontrolle und Zersetzung waren der Schlüssel zum Sieg. Beide Seiten wählten die Aufstellung Tipping Point, im festen Glauben, daraus einen entscheidenden Vorteil zu ziehen – ein fataler Irrtum, wie sich bald zeigen sollte, denn das Schlachtfeld verlangte mehr als nur taktische Zuversicht: Es verlangte Opfer.

Im fauligen Morgengrauen des 41. Jahrtausends erhob sich die Death Guard – und gleich ihr erster Widersacher war niemand Geringeres als ein Dark Angels-Kontingent unter Führung des Primarchen Lion El’Jonson persönlich. Die Söhne des Löwen übersäten das Schlachtfeld mit Scouts und Infiltratoren, doch Nurgles Wille war stärker: Poxwalker wankten unaufhaltsam ins Niemandsland, verseuchten jeden Schritt und sicherten die entscheidenden Zonen für die Ausbreitung der Seuche. Über allem lag der Nebel des Lord of Poxes, der seine Plague Marines verschlang und sie dem tödlichen Blick der beiden Gladiator Lancer entzog – Geschosse schnitten durch Dunst und Leere, doch fanden kein Ziel.

In der heimischen Landezone berechnete der Tallyman kühn das weitere Vorgehen, jede Zahl ein Versprechen des Verfalls, während Dämonenmaschinen mit donnerndem Beschuss ganze Einheiten der Dark Angels dezimierten. Dann der Moment, der Legenden gebiert: Ein Rhino öffnete seine verrosteten Pforten, und Plague Marines, geführt von Plagecaster und Biologus Putrifier, entfesselten eine Wolke aus Seuchen und Verderben – der Löwe fiel. In der darauffolgenden Runde folgten Azrael und seine Companions, ausgelöscht durch Nurgles gnadenlose Alchemie.

Am Rande des Schlachtfeldes tobte währenddessen ein erbittertes Duell von Titanen: Blightlord-Terminatoren trafen auf einen Trupp Deathwing Knights. Runde um Runde prallten verfluchte Klingen auf gesegnete Schilde, Fäulnis gegen unbeugsamen Glauben. Kein Schritt wurde kampflos aufgegeben, kein Bruder ohne Gegenwehr gefällt. Am Ende triumphierten die Blightlords, ihre Rüstungen zerschunden, doch standhaft – ein Sieg, teuer erkauft.

Auch die Deathshroud-Terminatoren hatten ihr Martyrium: Kurzzeitig in einen zähen Nahkampf mit Outridern verstrickt, lösten sie sich schließlich aus der Umklammerung und zerstörten einen der Gladiator Lancer, der brennend zu Boden ging.

Und doch: Trotz der völligen Vernichtung aller Dark-Angels-Modelle auf dem Schlachtfeld, trotz des Todes von Primarch und Ordensmeister, blieb der endgültige Triumph aus. Die Dark Angels hatten strategisch meisterhaft gespielt – Missionsziele gesichert, Punkte gehalten, Zeit erkauft. So endete die Schlacht nicht mit einem klaren Sieg, sondern mit einem bitteren Unentschieden.

Die Death Guard stand allein auf einem verseuchten Feld aus Wracks und Leichen.
Der Sieg der Fäulnis war vollkommen –
doch der Krieg, wie immer, blieb unentschieden.
 

Anhänge

  • IMG_0883.webp
    IMG_0883.webp
    237,7 KB · Aufrufe: 78
  • IMG_0882.webp
    IMG_0882.webp
    332,1 KB · Aufrufe: 71
  • IMG_0880.webp
    IMG_0880.webp
    127,9 KB · Aufrufe: 62
  • IMG_0876.webp
    IMG_0876.webp
    433,2 KB · Aufrufe: 81
  • IMG_0881.webp
    IMG_0881.webp
    214,1 KB · Aufrufe: 68
  • Like
Reaktionen: sejason und WeWa
Aloha,

am Samstag gab es ein Spiel 2vs2 mit je 1k pro Fraktion. Eine gemeinsame Xenos-Fraktion aus Druhkari und Tau gegen Chaos mit Renegades und meinen EC!

WhatsApp Image 2026-01-26 at 07.38.59.webp
01.webp

02.webp

03.webp

04.webp

05.webp

06.webp

07.webp

08.webp
Gespielt wurde Tipping point als Aufstellung und Supply Drop als Mission. Anfangen durften die Xenos.

Runde 1: Diese besetzten alle 3 MZ in No Man's Land, also sehr aggressiv. Ein Crisis Trupp mit Commander schockte die Erste Runde und hatte mit dem nun offenen Schusswinkel die Möglichkeit, 5 Legionäre zu beschießen und löschten sie aus. Ein Geisttrupp und ein Raider der Druhkari zogen einen Lebenspunkt der Forgefiend ab.

Die Antwort des Chaos folgte zugleich. Ein Kroothund wurde von den Chosen in der Mitte erschossen, die Forgefiend zerstörte im Beschuss und Nahkampf den Raider, 2 Wyches starben beim Aussteigen. Mein fliegender Dämonenprinz stürmte auf der anderen Flanke mit 5 Possessed los, erschoss ein Druhkari-Bike. Mein Maulerfiend erschoss mit seinen Meltern die 3 geschockten Crisis. Im Nahkampf erschlug er noch einen Kroot Rampager, die Chosen den Crisis Commander, 6 flawless Blades 5 Geister, die Possessed ein Bike und 2 Geister (nachdem der Solitär 2 Possessed rausnahm dank heroischen Intervention), mein Dämonenprinz erschlug die letzten 4 Bikes und seine Aufpralltreffer nahmen 2 Geister mit.

Runde 2: Die Xenos konzentrierten nun ihre ganze Macht auf die Mitte und unsere kurze Flanke. 3 Melter-Crisis schockten genau wie 5 Verspiden in der Mitte. Im Beschuss starben 4 Chosen durch 10 Breacher, den vespiden und einen berittenen Kroot Helden mit Speer. Die Crisis zerstörten mühelos meinen Maulerfiend.

Im Nahkampf erledigte der Solitär den Rest der Chosen, Rampager töteten nur 2 weitere Chosen und die Wyches samt Lilith erlösten alle 6 flawless Blades. Die Rampager wurden von Chosen und Chaoslord umgenietet.

Das Chaos entschied sich aus zu radieren und schockte 2 Obliterators genau da hin, bewegte die Forgefiend in Position, Lucius und 3 flawless Blades stürmten mit einer 6 im Advance zur Mitte und 5 Infractors und Lord ebenso in die Mitte.

Im Beschuss starben die Hunde durch Chosen, Infractors und den Dämonenprinzen. Die Forgefiend und die Obis löschten Lilith und Trupp aus. Im Nahkampf tötete der Prinz den Solitär, Infractors 2 Crisis, der letzte wurde durch einen totalen Overkill des Chosen Lords weggehauen und die Chosen schafften nur 2 Breacher zu killen. Lucius erledigte mühelos den Kroot Helden und die flawless Blades die vespiden.

Ab Runde 3 wurde dann nur noch aufgeräumt. Beste Leistung war der letzte Geistanzug, dessen melter meinen Lord erledigte 😀 nur um dann von Prinzen erledigt zu werden. Xenos wurde Runde 4 ausgelöscht und Chaos holte den Sieg.

Was auch immer dieses ungleiche Bündnis der Xenos mitten in der Makropole wollte, die Reihen der Chaos Streitkräfte sind wieder sicherer und können ihre Mission erledigen.

For the Emperor! Khihihi

Kurz: Grandioser Sieg für das Chaos
 
Makropole ohne Gangs ist wie Kampagne ohne Abschlussspiel. Und da noch so viel Monat übrig ist und die Jakhals und Goremongers schon fertig sind hab ich noch ein paar Ganger auf den Maltisch geholt, ein paar Details, Haare und Bases sind noch zu tun:
Anhang anzeigen 337012

Gruß
Ranthok

...hat'er Mal so nebenbei gemacht!
 
  • Haha
Reaktionen: Ranthok und WeWa
...wer lesen kann, und es vor allem möchte: hier geht es (endlich) zu weiteren Beiträgen von mir.

Die Story soweit:




Ferrus Magna – Raumhafenbezirk Sigma-V, äußerer Hivetower

Der Raumhafen von Ferrus Magna war ein Orkan aus Lärm und Bewegung. Schwerlastkräne kreischten in ihren Führungsschienen, Servitorenkolonnen schoben sich durch Dampf und Ozonnebel, während Leuchtmarkierungen über das adamantene Landefeld zuckten. Hoch über allem senkte sich der massige Rumpf der Gloria in Tithe, ihre Panzerplatten noch gezeichnet von zwei Monaten Warptransit.
Hafenmeister Portius Krail stand auf der Kontrollplattform, den Mantel gegen die kalten Luftverwirbelungen der Landung geschlossen. Sein Blick ruhte auf den Datenprojektionen, die vor ihm flackerten.

„Ich sage es ein letztes Mal, Oberst“, knurrte er. „In den Hafen- und Makropol-Registern von Ferrus Magna existiert keine bestätigte Order für die Ausschiffung eines Regiments Eurer Bezeichnung.“
Vor ihm stand Oberst Thadeus Konn, Kommandeur des 44. Halcyon Linieninfanterieregiments. Seine Uniform war schlicht, altgedient, doch makellos. Die Haltung eines Mannes, der den Willen des Imperiums verkörperte, nicht dessen Zweifel.
„Dann“, erwiderte Konn ruhig, „sind Eure Register fehlerhaft.“
Krail verzog das Gesicht.
„Eine gewagte Unterstellung.“
„Eine notwendige“, sagte Konn. „Mein Regiment befand sich fünf Jahre im Einsatz auf den äußeren Monden des Vandis-Clusters. Dauerbeschuss. Mangelversorgung. Hohe Verluste. Der Rückführungsbefehl lautete eindeutig: Ferrus Magna. Die Gloria in Tithe hat ihn befolgt.“
Ein mechanisch kontrolliertes Räuspern erklang.

Logis-Prefect Maltheus Rho vom Adeptus Administratum trat aus dem Schatten eines Datapfeilers. Neben ihm stand die Novizin-Schreiberin Elcia Threnn, die mit gesenktem Kopf und unbeirrbarer Konzentration jedes Wort in ein leuchtendes Administratum-Pergament übertrug.
„Ich habe alle zugänglichen Archivpfade geprüft“, sagte Rho tonlos. „Es existiert kein Umstationierungsdekret für das 44. Halcyon. Keine Versorgungskontingente. Kein administrativer Nachweis für Eure Ankunft.“
Elcia Threnn setzte ein weiteres Sigel, ohne aufzusehen.

Oberst Konn neigte den Kopf minimal – ein Akt formeller Höflichkeit, nicht der Nachgiebigkeit.
„Dann fordere ich eine provisorische Zuweisung. Quartiere für meine Soldaten. Grundversorgung. Zugang zu Exerzier- und Gefechtsflächen. Meine Männer sind erschöpft, aber sie bleiben diszipliniert. Doch Disziplin allein ersetzt keine Rationen.“
Einige Schritte hinter dem Oberst stand Kommissar Jorrek Bale. Seine Augen ruhten auf den Gesichtern der Funktionäre, nicht auf den Landefeldern. Neben ihm wartete der Ogryn Gorvax, reglos wie ein Bollwerk aus Fleisch und Knochen. Bale schwieg. Er hörte die Lücken zwischen den Worten. Er erkannte, wo Verantwortung endete und Schuld begann.

Krail rieb sich die Schläfen.
„Es gibt einen Bezirk“, sagte er schließlich widerwillig. „Im Inneren des Hivetowers. Nahe der Unterstadt-Ebenen. Kürzlich gesäubert nach einem Aufstand. Die Infrastruktur ist beschädigt, aber nutzbar. Mehrere große Hallen – ehemalige Logistik- und Manufakturanlagen. Geeignet für Unterbringung, Exerzieren und Gefechtsübungen.“
Rho nickte langsam.
„Eine vorläufige Zuweisung außerhalb der regulären Verwaltungszonen. Bis zur Klärung.“
Elcia Threnn hielt inne, setzte ein temporäres Archivkennzeichen und schrieb weiter.

Oberst Konn lächelte dünn.
„Das genügt.“
Während die Landeluken der Gloria in Tithe aufglitten und die ersten Soldaten des 44. Halcyon-Regiments den Boden des Raumhafens betraten, richtete Jorrek Bale seinen Blick auf die gewaltigen Schotts, die tief ins Innere des Hivetowers führten.
Er konnte die Unterstadt nicht sehen.
Aber er wusste, was dort unten existierte:
Vergessen. Auslöschung. Stille.
Und Stille war der Anfang jeder Abrechnung.




Ferrus Magna – Innerer Hivetower, Quartierbezirk der 44. Halcyon, sechs Wochen später

So lange lebte das 44. Halcyon Linieninfanterieregiment bereits in den ausgebrannten Hallen nahe der Unterstadt-Ebenen. Sechs Wochen ohne offizielle Versorgung, ohne klare Zuständigkeit, ohne Antwort. Die letzten Kisten der Feldvorräte waren geöffnet, neu versiegelt, wieder geöffnet worden. Rationen waren gestreckt, dann halbiert, dann rationiert bis zur Bedeutungslosigkeit.
Kommissar Jorrek Bale kannte jede Zahl.
Er kannte auch die Namen.
Drei Tote.
Sieben Schwerverletzte.
Alle im Rahmen von Disziplinarmaßnahmen.
Er hatte nicht gezögert. Er hatte handeln müssen. Unruhe war Gift. Zweifel war ansteckend. Ein Regiment, das begann zu murren, war bereits halb verloren. Dennoch spürte er etwas, das ihm fremd war: keinen Zweifel an der Notwendigkeit – sondern an der Richtung.

Der Raum, den Oberst Thadeus Konn als Befehlszentrale nutzte, war einst ein Logistikbüro gewesen. Jetzt roch er nach kaltem Metall, Schweiß und altem Öl. Konn stand über einem Holotisch, die Schultern angespannt, als Bale eintrat. Gorvax blieb wie immer an der Tür.
„Bericht“, sagte Bale knapp.
Konn hob den Blick. Die Augen waren gerötet, nicht vom Zorn, sondern von Schlafmangel.
„Ich habe erneut Gesuche eingereicht“, begann er. „An den Makropol-Verwaltungsrat. An die Versorgungslogis. An den Gouverneur selbst. Depechen, codiert und offen. Keine Antwort.“
„Sechs Wochen Schweigen“, sagte Bale. „Sechs Wochen Hunger.“
„Ich tue, was in meiner Macht steht“, entgegnete Konn scharf. „Ich halte das Regiment zusammen, trotz der Verluste, trotz Eurer… Methoden.“
Bales Blick verhärtete sich.
„Meine Maßnahmen haben bislang verhindert, dass dieses Regiment implodiert.“
„Oder sie beschleunigen es“, gab Konn zurück. „Die Männer fürchten Euch inzwischen mehr als den Feind.“

Einen Herzschlag lang war es still. Bale hörte das entfernte Dröhnen der Hive-Maschinen, das endlose Atmen der Stadt.
„Furcht ist ein Werkzeug“, sagte er schließlich. „Aber kein Ersatz für Führung.“
Konn schlug mit der flachen Hand auf den Tisch.
„Und was schlagt Ihr vor, Kommissar? Soll ich die Gesetze des Administratums ignorieren? Soll ich mir Versorgung nehmen?“
Bale trat einen Schritt näher.
„Ich schlage vor, dass Ihr versagt habt.“

Die Worte hingen schwer zwischen ihnen.
„Unfähigkeit in der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft“, fuhr Bale fort. „Unfähigkeit, eine Reaktion der planetaren Autoritäten zu erzwingen. Ich erwäge, Euch des Kommandos zu entheben.“
Konn richtete sich langsam auf. Die Stimme war ruhig – gefährlich ruhig.
„Das verbiete ich mir.“
Bale blinzelte.
„Ihr vergesst Eure Position.“
„Nein“, sagte Konn, „Ihr vergesst sie.“ Er trat ebenfalls näher. „Ich bin der kommandierende Offizier dieses Regiments. Ihr seid hier, um Moral und Loyalität zu sichern – nicht um eigenmächtig die Befehlskette zu zerreißen.“
„Ich stehe außerhalb der Befehlskette“, erwiderte Bale kalt. „Und genau deshalb—“
„—erteile ich Euch jetzt einen Befehl“, unterbrach Konn. „Ihr unterlasst weitere Disziplinarmaßnahmen ohne meine Zustimmung. Keine Exekutionen. Keine Strafaktionen.“

Bale lachte nicht. Er schrie nicht.
Er sah Konn nur an.
„Ihr habt kein Recht—“
„—mir Befehle zu erteilen“, beendete Bale den Satz ruhig. „Das wisst Ihr.“
Beide Männer standen sich gegenüber, zwei Auslegungen des Imperiums, unvereinbar und doch aneinandergekettet. Hinter Bale bewegte sich Gorvax minimal, ein tiefes Knacken aus seiner Kehle.

Schließlich wandte sich Bale ab.
„Ich werde selbst handeln“, sagte er. „Wenn das Imperium schweigt, dann werde ich Antworten erzwingen.“
Konn rief ihm nach:
„Das ist Meuterei, Bale!“
Der Kommissar blieb an der Tür stehen.
„Nein“, sagte er leise. „Das ist Loyalität – nur nicht zu den falschen Stimmen.“
Als sich die Tür schloss, blieb Konn allein zurück.
Und zum ersten Mal fragte sich Jorrek Bale, während er durch die endlosen Korridore der Makropole schritt,
ob Gehorsam ohne Antwort noch Tugend war - oder bereits eine Lüge.




Der Konvoi war schon tot, als Proctor Prime Jarce Ironbite ihn erreichte.
Drei Ridge-Hauler, schwer gepanzert, die Anhänger noch angekoppelt, standen wie gestrandete Bestien in der staubverkrusteten Schneise zwischen den Versorgungstürmen des Makropol-Bezirks Heliarch-Sigma. Die dritte Sonne – Sol Mortis – war seit Tagen aufgegangen, doch hier unten, in der Unterstadt, war davon nichts zu sehen. Kein Licht. Kein Glanz. Nur ein dumpfer, grauer Dämmer, der selbst den Atem schal schmecken ließ.
Ironbites Stiefel crunchten auf zermahlenem Plasteel und getrocknetem Blut.
„Absperrung halten“, knurrte er, ohne sich umzudrehen. Seine Stimme war tief, rau, metallisch – als würde jedes Wort durch einen Schredder gehen, bevor es die Luft erreichte. „Niemand bewegt etwas, bevor ich es gesehen habe.“
Hinter ihm bezogen die Subductoren Stellung. Schwere Schilde, abgewetzte Kanten, tief eingeritzte Aquilae. Ihre Rüstungen waren stumpf vom Staub vergangener Einsätze, die roten Arbites-Markierungen kaum noch leuchtend. Doch ihre Haltung war makellos: Bollwerk, Wand, Urteil.
Zur Linken löste sich ein Trupp Vigilantus, angeführt von Proctor Lysa Varn, aus der Formation. Varn war schlank, ihre Helmoptik mehrfach geflickt, doch ihre Bewegungen waren präzise. Sie war neu im Vergleich zu Ironbite – und klug genug, das zu wissen.

„Proctor Prime“, meldete sie. „Keine Überlebenden. Vierzehn Fahrer und Begleiter. Drei Servo-Schützen. Alle tot.“
Ironbite blieb vor dem ersten Ridge-Hauler stehen. Die Frontpanzerung war durchschlagen – nicht zerrissen, nicht zerfetzt, sondern sauber perforiert.
„Trefferwinkel?“
„Flach. Niedrig. Präzise“, antwortete Varn. „Kein Streufeuer. Keine Überladung.“
Ironbite kniete sich neben einen der Toten. Der Mann war förmlich in zwei Hälften geschnitten worden – Brustkorb aufgeschmolzen, nicht verbrannt. Kein gewöhnlicher Laser. Kein Autogun-Feuer.

„Kein Abschaum“, murmelte Ironbite. „Ganger hätten geplündert, bevor der letzte Atemzug verhallt.“
Er richtete sich auf, sein Mantel – einst schwarz, nun grau vom Staub – flatterte träge. Sein Helm blieb unter dem Arm, das vernarbte Gesicht offen sichtbar. Kalte Augen. Ein Mund, der Gnade nie gelernt hatte.

„Bericht.“
Ein Arbites trat vor, Vigilant Kord Hallex, Datenplatte in der Hand. „Ladung vollständig entfernt. Ausschließlich Nahrungsmittel: Proteingel, Pilzpresslinge, Getreiderationen. Keine Luxusware. Keine Ersatzteile.“
„Und doch sauber“, sagte Ironbite. „Zu sauber.“
Er ging weiter zum zweiten Fahrzeug. Die Anhängerverriegelung war manuell gelöst, nicht gesprengt. Die Servos abgeschaltet, nicht zerstört.
„Sie wollten keine Aufmerksamkeit“, fuhr er fort. „Und sie wussten, was sie tun.“
Varn nickte langsam. „Vielleicht ein interner Auftrag? Abtrünnige Logistiker?“
Ironbite drehte sich abrupt zu ihr um. Der Blick traf wie ein Hammer.
„Das Gesetz spekuliert nicht, Proctor“, sagte er leise. „Es urteilt, wenn die Beweise sprechen.“

Er trat an die Seite des dritten Haulers. Dort, fast unsichtbar im Staub, erkannte man ein Zeichen – kein Graffito, kein Gang-Symbol. Es war eingeritzt, klein, akkurat. Eine stilisierte Registraturmarke, wie sie in alten Administratum-Archiven verwendet worden war.
Ironbites Finger verharrte darüber.
Einen Herzschlag zu lang.
„Dieses Zeichen“, sagte er schließlich. „Wer kennt es?“
Stille.

Dann meldete sich einer der Vollstrecker, Arbites Jorvan Kree. Zögernd. „Ich… habe etwas Ähnliches in alten Fallakten gesehen, Proctor Prime. Verschwundene Transporte. Präzise Überfälle. Keine Spuren.“
Ironbite richtete sich auf.
„Namen.“
Kree schluckte. „Die Akten wurden geschlossen. Verloren. Umklassifiziert.“
Ein kaltes Lächeln huschte über Ironbites Gesicht – ein Ausdruck, der nichts Gutes verhieß.
„Nichts geht verloren“, sagte er. „Es wird nur verdrängt.“

Er wandte sich an die versammelten Arbites.
„Hört gut zu. Dieser Angriff war kein Raub. Es war eine Operation. Nahrung ist Macht. Kontrolle über Versorgung ist Kontrolle über Gehorsam.“
Sein Blick ging über die Ridge-Hauler, die Leichen, den leeren Staub.
„Jemand testet Ferrus Magna.“

Ironbite setzte den Helm auf. Die Optiken fuhren hoch, rote Runen spiegelten sich im Visor.
„Und ich dulde keine Tests.“
Er aktivierte den Vox-Kanal zur Inquisitorin.
„Greyfax“, knurrte er. „Wir haben es nicht mit Abfall zu tun. Das hier ist geplant. Strukturiert. Und alt.“
Ein kurzer Moment Stille – dann sein letzter Befehl an die Trupps:
„Sichert alles. Versiegelt den Bezirk. Holt mir jede Akte, die je verschwunden ist.“
Er blickte noch einmal auf das eingeritzte Zeichen.

Tief unter Ferrus Magna, jenseits von Licht und Sonnen, hatten sich Register bewegt, die besser begraben geblieben wären.
Und Jarce Ironbite hatte ihre Spur aufgenommen.
Das Gesetz kam.
Und es kam, um zu beißen.




Kein Gesetz. Keine Sonne. Nur Schuld, die schreit.

Der Raum bebte noch vom Echo der Stimmen.
Ein ehemaliger Taktikraum, tief unter Ferrus Magna, jetzt nur noch ein Grab aus Beton, Kabeln und rostigem Imperialem Stolz. Lumen flackerten. Die Luft roch nach kaltem Öl und Ozon. Karten des Makropols hingen schief an der Wand – alt, unaktuell, mit Markierungen, die es offiziell nie gegeben hatte.
Thadeus Konn stand mitten im Raum.

Die Adern an seinem Hals pochten. Seine Uniform – "einst" die eines imperialen Obersts des 44. Halcyon-Regiments – hing schief, zerschlissen, mehr Kostüm als Rangabzeichen. Sein Blick war wild, panisch, rasend.
Vor ihm: Jorrek Bale.
Unbeweglich.
Wie ein Denkmal für alles, was Konn verloren hatte.
„Ihr habt was?!“ brüllte Konn, die Stimme überschlug sich. „Ihr habt MIR NICHTS GESAGT!
Bale hob langsam den Kopf. Die Schatten spielten über sein Gesicht, zeichneten die kalten Linien eines Mannes, der Entscheidungen über Leben und Tod nicht mehr zählte.
„Wir haben die Ladung“, sagte Bale ruhig. „Die Männer leben. Die Vorräte reichen für Monate.“
Konn lachte – ein hässliches, hohles Geräusch. „Monate?! Versteht Ihr überhaupt, was Ihr getan habt?! Ihr habt einen Konvoi ausgelöscht! Arbites werden—“
„—suchen“, unterbrach Bale. „Ja.“
Ein Schritt näher.

„Aber sie hätten uns auch ohne den Angriff gefunden.“
Konn schüttelte den Kopf, riss sich den Kragen auf. „Ihr habt das Überleben der Truppe gesichert und dafür alles andere geopfert! Disziplin! Befehlsketten! Wir waren ein Regiment!“
Bale neigte leicht den Kopf.
„Waren“, wiederholte er leise.
Dann wurde seine Stimme hart.
„Wir sind schon lange nicht mehr das 44. Halcyon.“
Er trat näher, bis sie sich fast berührten.
„Wir sind vergessen. Beerdigt. Aus den Archiven gestrichen.“
Ein Finger tippte gegen Konns Brust.
„Vergessene Register – weil Ihr, Oberst…“
Bales Stimme senkte sich zu einem gefährlichen Flüstern.
„…versagt habt.“

Es wurde still.
Dann explodierte Konn.
IHR WAGT—?!
Die Boltpistole war plötzlich in seiner Hand. Der Lauf zitterte, doch sie war entsichert. Ein einziger Schuss hätte gereicht, um alles zu beenden.
Für einen Augenblick glaubte Konn, wieder Kontrolle zu haben.
Das war sein letzter Fehler.
Ein tiefes Aufheulen von Energie durchzog den Raum.
Bales Energiefaust erwachte zum Leben – ein Ungetüm aus Ceramit, Kabeln und blauer Entladung. Kein Zögern. Keine Drohung.
Er war schneller.
Mit einer brutalen Bewegung schlug Bale zu.
Die Pistole explodierte förmlich aus Konns Hand, schleuderte gegen die Wand, Metall zerplatzte, der Rückstoß riss Konn aus dem Gleichgewicht. Ein Schrei – halb Schmerz, halb Unglaube.
Bale trat vor.
Die Faust packte Konn an der Brustplatte, zerdrückte sie wie dünnes Blech. Servos heulten. Knochen knackten.
Konn röchelte. Seine Füße schlugen hilflos über dem Boden.
Bale zog ihn hoch, sah ihm direkt in die Augen.
Kein Hass. Nur Urteil.

„Der unvermeindliche Preis Eures Versagen“, sagte Bale ruhig, fast sachlich.
Die Faust zog sich zusammen.
Ein letzter, erstickter Laut entwich Konns Kehle.
Dann ließ Bale los.
Der ehemalige Oberst sackte zu Boden wie ein leerer Sack Vergangenheit.
Stille.

Die Männer im Raum rührten sich nicht. Keiner sprach. Keiner atmete hörbar.
Bale sah auf den leblosen Körper hinab.
„Merkt euch das“, sagte er schließlich.
„Ränge haben uns verraten. Namen haben uns verraten.“
Er drehte sich um, die Energiefaust summte noch leise.
„Aber wir verraten uns nicht.“
In den flackernden Lumen wirkte das alte Kartenmaterial an der Wand plötzlich wie etwas Neues.
Nicht mehr Imperium. Sondern Vorbereitung.
Und irgendwo, weit oben, begann das Gesetz, nach ihnen zu greifen –
ohne zu ahnen, dass es längst zu spät war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und hier ein weiteres, kleines Geschichtchen. @Loki Langfang , da dir ja solche Lore-Sachen auch gefallen, vieleicht gefallen dir ja auch meine ^^

Kapitel 1 - 02: Die Spur

Diebisch schien das helle Licht des Suchscheinwerfers durch die letzten freien Stellen des verbarrikadierten Fensters. Xhol sah vom Türrahmen des Schlafzimmers aus zum bescheinten Wohnzimmerfenster und nickte Serxus mit seinem Bolter und Furius mit dem Plasmawerfer sich links und rechts beim Fensterrahmen verstecken zu. An der Tür stand derweil Ravis mit seinem Melter Schmiere. Vor Xhol, mittig im Wohnzimmer um ein Hexagramm, saßen auf den Knien die Familie der Wohnung: Vater, Mutter und die drei Kinder. Leise rezitierten sie in synchroner Stimme eine verbotene Formel. Die türkisen Helmlinsen Xhols sahen dann ins Schlafzimmer. Dort auf einen Stuhl gefesselt und geknebelt saß ihr Gefangener. Ein Soldat der Makropole, Patrouille am Rande der Kathedrale der drei Sonnen. Neben ihm stand bereits mit seiner langen Zunge aus dem Helm züngelnd Brax. Er hasste ihn und seine widerwärtige Art. Aber Brax war besonders gut, Wissen aus Gefangenen zu … extrahieren. Xhol nickte ihm zu und flüsterte: “Beginn.”

Den Anblick gönnte sich Xhol nicht. Stattdessen sah er wieder in das Wohnzimmer. Brax nahm derweil sabbernd voller Vorfreude seinen Helm ab. Der Gefangene atmet schärfer ein und aus. Acht kleine, pechschwarze Augen schauen ihn an. Dort, wo ein Ober- und Unterkiefer hätte sein sollen, waren lediglich breite, vor Schleim triefende Insekten-Mandibeln. Als sich diese mit einem schmatzenden Ton öffneten, offenbarten sich dahinter mehrere Reihen scharfer, dolchartiger Zähne wie der Schlund eines Egels. Brax ging hinter sein armes Opfer, das an den Fesseln zu zerren begann und in das Mundstück panisch schrie. Dann ging alles schnell. Brax biss mit den Mandibeln zu, sodass die Enden von Hinterkopf und Haarwirbelansatz den Unterkiefer des Menschen umfassten. Die Zahnreihen pressten sich an den Schädel, dann drückten sie fester. Der Soldat schrie nun so laut es geht gepresst gegen seine Mundfessel. Dann knackten die Schädelknochen und schlürfend und schmatzend machte sich Brax an den Inhalt des Kopfes zu schaffen. Der Körper des Gefangenen zuckte noch einige Sekunden wild, ehe er erschlaffte.

Noch während sich Brax seinen Helm wieder aufsetzte, konnte Xhol ihn noch schmatzen hören. Er schüttelte sich vor Ekel. Brax stellte sich neben Xhol und flüsterte: “Mehrere Schwachstellen im Mauerwerk der Kathedrale, aber auch den Mauerring davor. Munition ist knapp, Nahrung knapper.” Xhol brummte nur: “Und das Relikt?” Da nickte Brax: “Die Aeldari waren clever. Sie hatten Kontakt mit “Den Kurator”, wer auch immer das genau ist. Wir sind dem Relikt auf der Spur. Das wird uns im Ansehen von Vanithas und Decius hochschnellen.” Xhol sah sich das Opfer von Brax an. Der ganze hintere Schädelteil war weggefressen, als hätte ein Heuschreckenschwarm an einem Baum geknabbert. “Hast du es gesehen?” Ein Kopfschütteln seines Bruders löste Enttäuschung in Xhol aus. Der drückte das Ende des Laufes seiner Plasmapistole in die unnatürliche Kopföffnung und drückte ab. Zerstörung der Beweise.

Dann sah er wieder ins Wohnzimmer und die Wohnungstür an. Ravis machte Handzeichen. Imperiale Soldaten. Hauskontrolle. Verdammt! Wurden sie doch bemerkt? Xhol musste handeln und zwar schnell. Er sah zur Familie und kniete sich runter. Leise hauchte er: “Wollt ihr euch endgültig von den Ketten der Unterwerfung befreien? Wollt ihr endlich belohnt werden, für eure Hingabe und Liebe zu unser aller Meister?” Xhol sah seine Antwort in den voller Freude funkelnden Augen der einfachen Menschen. Er ritzte mit seinem Tentakel, welcher aus seinem Rücken ragte und seinem spitzen Ende das Zeichen Slaanesh in die Stirn aller fünf Gläubigen, die das stumm über sich ergehen ließen. “Und nun beschwört ihn.”

Und wieder rezitierten die fünf die dunkle Gottheit. Soweit, bis es in einer Art Trance und besessenen Zucken der Körper einherging. Die Haut wurde blass wie Asche bis hin zu dunkelviolett. Hörner wuchsen und die Proportionen wurden androgyner. Die Gesichter wurden zu dämonischen Fratzen, unglaublich schön und verzerrt zugleich. Die Hände wandelten sich in Krallen oder Klauen. Das verkümmerte Steißbein wurde länger und formte Schwänze. Die Beine krümmten sich und die Füße veränderten sich in Krallen. Die Kleidung wurde zu unterschiedlich knappen Korsetts und Lendenschurzen. Als die Wandlung abgeschlossen war, lehnten und schmiegten sich die fünf Dämonetten sich lasziv an Xhol heran. Er nickte nur zur Tür und tänzelnd lösten sie Ravis von seiner Wache ab. Die fünf Marines versammelten sich nun im Schlafzimmer und warteten.

Es klopfte stumpf an der Tür. “Imperiale Garde, Leutnant Wulfric der 56. Makropolmiliz. Öffnen sie die Tür im Namen des Gott-Imperators!” Und die Dämonetten taten wie befohlen. Schreie voller Entsetzen und Laser-Gewehrfeuer erklangen in der Nacht. “Dämonenbefall! Brauchen Verstärkung! Ich wiederho~”, schrie jemand panisch, bis es abbrach. Und während die Niegeborenen ein Schlachtfest vollführten, flohen Xhol und sein Team im Schatten der Nacht in die Gassen der Makropole und dann zurück zum Abholpunkt.
 
Ich glaub ich brauche größere Geschütze. Der hier kommt dann doch ein wenig "schmächtig daher.

Anhang anzeigen 337240

Weiter Bilder in meinem Armee-Aufbau.
Gibt genügend schweres Gerät, welches auch zu den Wölfen von Fenris passt.

Gerade Land Raider, Spartan als Relikt Äquivalent und Sturmpanzer generell passen ja sehr gut zu deinen SW - klar, ein Duftbaum gegen den Gestank hilft, aber der ist bestimmt beim Adeptus Mechanicus in der SW Variante schon inklusive. 😛
 
Zuletzt bearbeitet: