Was ich mir tatsächlich wünschen würde ist, dass Einheiten wieder witzige Sonderregeln bekommen und die Keywords rausfliegen. Haben für mich wenig Mehrwert. Ob man nun sagt:
"Die Einheit hat Crit-Mortals"
"Die Einheit macht bei nem 6er Trefferwurf Mortal-Wounds"
ist jetzt nicht so wirklich der Mehraufwand. War ein großer Freund, der witzig beschriebenen Regeln unter den Einheiten.
Da bin ich sehr vorsichtig bei dir. Wenn es dir nur um die Beschreibungstexte einer Fähigkeit geht, geh ich voll mit dir mit. Das gibt es auch Heutzutage noch ein wenig. Belga bspw. hat Controlwert 3, warum? Weil sie in der Lore drei Personen zu einer verschmolzen ist. Das hat Charme und wirkt sich nicht grossartig aus. Geht es dir aber um diesen Quatsch von wegen: "Wenn du mit 2W6 eine dreizehn würfelst, hast du gewonnen trollololo" das war einfach Bullshit...
Bei der Armeeaufstellung sollte wohl die "Charaktermodell-Steuer" jetzt ein wenig das Aussehen der Armee bestimmen. So von wegen: Du willst Einheit X spielen, dann musst du eines von diesen Charaktermodellen mitnehmen. Nur scheint GW das System selber nicht mehr so sehr zu mögen, denn bei den neusten Armeen war es gefühlt doch so, dass die meisten Chraktermodelle auch Zugriff auf alle Einheiten hatten und das maximal die billigeren Support-Chars (Zauberer, Priester) hier noch Einschränkungen hatten.
Das zieht sich ja als roter Faden durch den Thread und ich bin da auch bei dir. Bisher hat mich das System entweder nicht gejuckt weil die Helden die man mitnehmen wollte sowieso alles unlocken, oder das System hat abgefuckt weil man eben nicht das machen konnte was man machen wollte. Auch das Auxillary system wird ja zu 99% gar nicht genutzt, weil die Nachteile so hoch sind. Ich habe glaube ich seit bestehen des Systems genau eine Liste gesehen wo eine Auxillary Einheit genutzt wurde die nicht der Marke war: Trololo ich hab 15 mal die gleiche Einheit mitgenommen (Skaven Deathmaster, Spawn of Chotec, etc.)
Regeln werden wir sehen. Mir sind die AoS Regeln mittlerweile zu sperrig und gefühlt hat GW in der 4. Edition die Vereinfachung an der falschen Stelle angebracht. So spielt die Waffenauswahl bei den wenigsten Einheiten noch eine Rolle. Gut für Schönbastler, klar, aber ich hätte doch gerne mal die eine oder andere Option.
in jedem Fall wird es aber noch eine ganze Weile bis zur nächsten Edition / dem vermeintlichen Reboot dauern - ca. ein ganzes Jahr...
Bei sperrigen Regeln geh ich voll mit, bei der Waffenauswahl nicht. Die Waffenauswahl war für mich bisher, vor allem bei 40k, immer so eine Spielerverarschung weil sie meist auf diese dinge rausgegangen ist:
- Ja du kannst X Waffen in die Einheit packen, nein nur 1 bis maximal 2 sind überhaupt gut, der Rest verkackt vollständig. Kann sich ja jeder mal selbst fragen wie oft er einen Champion in 40k mit etwas anderem wie seiner Standardausrüstung ausgestattet hat und wie oft das auch nur ansatzweise zum tragen gekommen ist.
- "Ja wir wissen das Schwerter für den 20er Trupp derzeit eine Top Auswahl ist, aber ja wir konnten es leider nicht übers herz bringen mehr wie 10 in die Box zu packen, also buy more please!"
- Ja du hast jetzt alle 20 mit Schwertern gebaut aber du wir haben jetzt nochmal drüber nachgedacht und befunden das in der neuen Edition jetzt die Äxte voll tufte sind während Schwerter scheisse sind, sucks to be you I guess. Money oder Proxy goes brrrrrrr......
Aha, das also ist ein Beispiel dafür, dass AoS 4 besser ist als AoS 2. Weil man Zusatzregeln braucht, um das Spiel spannend zu halten...
Ja man, einfach weil jedes System, auch wenn es noch so gut ist nach einem Zeitraum von X ohne Neuerungen langweilig oder fade wird. Irgendwann hast du halt alles was du machen wolltest mal gemacht und sehnst dich nach frischem Wind. Ob das wirklich nach jedem Jahr schon passieren sollte kann man aber drüber streiten.
In den letzten 20 Jahren habe ich KEINE EINZIGE SPIELERGRUPPE gesehen, die NICHT NACH TURNIERREGELN spielte. Egal welches System, egal welche Edition.
Zugegebenermaßen ist das nicht das Problem von GW. Der Hinweis, man könne es als (einzelner) Hobbyist ja anders machen, läuft dennoch ins Leere.
Hast du dich halt mal gefragt warum das so ist? Ist nicht böse gemeint, aber meine Vermutung ist weil es zum einen meist neue Regeln sind, sprich frischen Wind reinbringt und zum anderen bringen sie die wenigsten Diskussionen und Spielvorbereitungen mit sich. Die Regeln sind meist gefixt durch FAQs oder Erratas und man muss sich nicht vorher "stunden"lang mit dem Mitspieler verabreden welche Regelversion man jetzt spielt mit welchem Zusatz und welchen Punkten, sondern man sagt einfach: "2k Punkte, aktuellste Regeln, danke fürs Gespräch."
Ohja, das da soviel von rausgeflogen ist empfand ich auch als sehr schade.
Die Magielehre der Bonesplitterz war zur 1ten/2ten Edi einfach sehr toll gemacht. 🤗
Zeigt einem wohl das die System Ausrichtung eben mehr Richtung Turnier Tauglichkeit zu gehen scheint.
Ich hab immer das Gefühl das "Turnier" so als das böseste Buzzword durch den Raum getrieben wird. Dabei sagt Turnier eigentlich in erster Instanz mal nur aus das das Spiel ausgeglichen ist, sprich beide Spieler sollen die gleichen Siegchancen haben basierend auf ihrem Skill und nicht weil sie halt Armee X oder Liste Y spielen oder irgendeinen Random Würfelwurf noch vor Spielbeginn gewonnen haben weil sie die bessere Geländeseite erwischt haben oder beim Random auswürfeln von Geländefertigkeit halt in zwei "+ to Cast" Gelände stehen mit ihrer Tzeentch Armee....
Bleibts hier freundlich? 😉
Ich fremdel auch bisschen mit der Art des Armeeaufbaus. Bisschen mehr oder eben weniger dürfte es dann schon sein. So bin ich gerade bei kleinen Spielen meist auf eine von zwei Geschmacksrichtungen festgelegt. Entweder spiele ich Skinks oder Sauruskrieger o. Ä. oder Dämonen oder Mortals. Das neue Regelbuch mag präzise sein, aber sprachlich macht es mir keinen Spaß das zu lesen: "wenn x dann Heile (3) diese Einheit" ist mir persönlich bisschen zu technisch.
Spass beim lesen ist jetzt auch ein komisches Argument
😀 Ich weiss denke ich was du meinst, aber auch hier verzichte ich lieber auf Spass beim lesen wenn ich dafür klare Strukturen habe, keine Diskussionen mit meinen Mitspielern die am Ende in ein Feel Bad moment reinlaufen.
Sachen wie die festen Verwundungswerte zu kritisieren wäre wohl bisschen "unfair", da AOS das halt einfach von Beginn an macht. Die Veränderungen an den Waffen für die 4. haben aber halt auch bisschen mehr Immersion gekillt, wenn der Ghulhund dann auf einmal genauso mit einem Dolch zuhaut wie der Rest des Trupps. Da wurde aber auch bei jeder Fraktion anders gestreamlined.
Das ist halt diese leidige Immersions vs Spielbarkeit Diskussion. Mittlerweile bin ich zu 100% bei Spielbarkeit einfach weil Immersion jeder anders wahrnimmt und die Armeebücher meist eh als Propaganda geschrieben ist. Wenn man etwas weiter über Immersion nachdenkt dann waren alle Regeln dafür meist kacke, muss ich jetzt mal so in den Raum werfen. Ja 10 Grots können Archaon umklatschen, einfach weils ein Würfelspiel ist. Wäre er Immun gegen sowas wiel super duper Rüstung dann muss der Gegner am Anfang nur den einen gegnerischen Hammer raushauen und schwupps haste das Spiel verloren bevor es richtig fahrt aufgenommen hat. Auch hier wieder, es gibt halt zu viele asynchrone Armeen. Soulblight Gravelords kommen mit haufenweisen Skelleten und Zombies an, können die jetzt einen Son of Behemath überhaupt ankratzen? Nach der Lore wahrscheinlich nicht, würde mir das dann aber aufm Spieltisch Spass machen? Wahrscheinlich auch nicht. Irgendwie kann man hier sagen meine Immersion muss da aufhören wo die Immersion meines Gegners anfängt oder so....
Was ich persönlich aber nicht leiden kann, dass ich nicht das Gefühl habe, dass es konsistent über alle Armeen und Armeebücher umgesetzt wurde.
Bei SBGL kann jeder "normale" Held fast alles mitnehmen.
Grade spiele ich aber Seraphon. Das ist evtl. nicht ganz aussagekräftig, weil sie noch kein eigenes Buch haben, aber ich meine: Seraphon Spieler müssen halt mit sowas klar kommen:
Die Helden schalten nicht konsistent Sachen frei. Die großen Helden wie Slann, Kroak oder OldBloods schalten alles frei. Aber ein Skink der ein Monster reitet, schaltet nicht wirklich mehr Monster frei. Nur 1.
Ein Skink Held kann wieder nur Skinks mitnehmen. Was okay ist.
Ein Saurus auf Reittier nur Saurus.
Aber so eine Underworlds-Bande als Held für 150 Punkte schaltet wieder alles frei?
Bin ich bei dir, und zeigt das Problem mit asynchronen Armeen. Bei den einen Armeen ist es logisch und immersiver Einsetzbar wie bei den anderen. Ich würde es gut finden wenn diese Regel für alle Armeen entfällt und nur bei wenigen Armeen noch zum tragen kommt wo es einen Mehrwert bieten würde oder ein Balancing tool ist ohne die Immersion anderweitig zu killen in dem man Profile bspw. schlechter macht.
Und ich fände es auch okay, wenn man auch "Battleline" Einheiten mitnehmen müsste, wenn diese auch entsprechend sinn- und flavorvoll eingesetzt werden könnten.
Das ist halt schwer. Die eine Armee hat Battleline nur als Lückenfüller, die nächste nur als Screen und wiederum die nächste kann auf ihre Battleline gar nicht verzichten weil sie eine tragende Rolle spiel. Wie willst du das jetzt über alle Armeen verteilt einbringen damit alle damit happy sind?