Hallo
@Haakon ich reagiere auf diesen Post, weil ich von dritten die nur hier im Forum lesen und mich persönlich kennen darauf angesprochen wurde. Die Frage war:" Was ist das mit Haakon und Dir, hast Du den nicht auf ignore? Weiß der nicht das Du seine Beiträge nicht liest?"
Also habe ich mir das angeguckt und nach ner Nacht drüber schlafen, sehe ich mich gezwungen, darauf zu reagiern, weil ich mich von Dir falsch dargestellt fühle.
Ich kann dem nur widersprechen, weil du hier durch eine unscharfe Formulierung ein Strohmannargument aus dem Immersionsgedanken heraus formulierst.
Hast Du den ersten Saatz absichtlich weggelassen? Der ist für den Kontext durchaus wichtig gewesen, denn er macht die Bedingung klar unter dem ich den folgenden Satz als gültig betrachte. Wenn ...
Ich formuliere folgend tatsächlich unscharf und zwar weil ich nicht benennen könnte wann es zu kleinteilig ist. Aber
wenn es dann zu viel ist ( und da wird es dann je nach Betrachter sehr, sehr unterschiedlich in der Wahrnehmung) dann haben wir Bloat (wieder unheimlich abhängig vom Betrachter, aber wer definiert das eigentlich? Ich sicherlich nicht!). Aber das es ein grundsätzliches Problem ist, sich in Kleinteiligkeit zu verlieren zu können, liegt auf der Hand und ist einfach wahr. Darüber wann das dann anfängt könnte man vermutlich wochenlang diskutieren, weshalb ich nichts dazu gesagt habe weil ich halt nicht weiß wann es der Fall ist. Was Du hier als Strohmann siehst, existiert also nicht (in meinem Kopf) weil ich ein allgemeines Problem angesprochen habe (ohne weitere Hintergedanken) vor dem Spieldesigner nunmal stehen.
Die Abbildung eines realen Sachverhalts muss nicht zwingend "Bloat" sein, sondern kann häufig eine Chance für interessante Spielinteraktionen sein. Beispielsweise Granaten und ihre Interaktion mit Deckung. Ginge heute auch sehr gut, Beispiel - man gibt angreifenden Einheiten ohne Granaten "fight last", wenn sie in Deckung angreifen. Die Gegenmechanik, Granaten, hebt diesen Nachteil auf. Wir haben dementsprechend ein Keyword, welches in einer Spielsituation keinen Unterschied macht. Das ist kein Bloat.
Nun wollte man sich "Granaten" allerdings als Option seitens GW erhalten und hat daraus ein Stratagem gemacht, welches wiederum Interaktionen mit der Schussphase hat, ein Timing braucht usw. Das heißt, wir haben hier ein unnötig großes Regelkonstrukt um ein Stratagem herum, welches, ohne dass du einen CP investierst erstmal gar nicht stattfindet.
"Bloat" sind insbesondere Dinge wie:
- Datasheets, welche per Design mindestens eine Sonderregel haben müssen und die teileweise unlogisch zwischen ähnlichen Einheiten varriieren (warum ist der Redemptor stabiler als ein vergleichbarer Cybot mit dem Chassis)
- Mehrere Datasheets ohne Not, wo es auch Ausrüstungsoptionen getan hätten (Infractors, Tormentors?)
- Fraktionssonderregeln, weil alle das haben - Fraktionen unterscheiden sich bereits durch Profile und Regeln auf diesen Profilen, hier braucht es eigentlich keine grundsätzlichen Sonderregeln für alle. Die Spacemarines und ihre Variation der Fraktionssonderregel im Verlauf der Editionen zeigen ganz gut, dass es da eigentlich keine definierende Sonderregel gibt. Bei Necrons sieht das dann beispielsweise anders aus.
Als nächstes haben wir dann Fälle, wo "Vereinfachung und Abstraktion" zu merkwürdigen Regelinteraktionen führt. Die Transporterrregeln und Feuerluken (oder Plattform) sind hier ein schönes Beispiel. Statt der realistischeren Durchführung, dass ein im Transporter sitzendes Modell tatsächlich die Waffe abfeuert und dies einfach "aus der Luke" tut, haben wir eine Regelinteraktion, bei der der Transporter dies tut. Das wiederum braucht Klarstellungen bezüglich überhitzender Waffen oder Ausrüstung des Trägers der Waffe (beispielsweise Enhancements) da diese Ausrüstung ja nicht vom Transporter getragen wird.
Eine der wiederkehrenden nachvollziehbaren Darstellung was Du unter Bloat verstehst und eine Deiner Bewertungen des bestehenden Regelkörpers.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wofür dieser Absatz notwendig war. Du stellst hier Deine Gedankengänge dar und ich sehe keinen Zusammenhang zu dem was ich geschrieben hatte. Zumindest hatte ich keine Gedanken in diese Richtung unternommen (sonst hätte ich es wohl geschrieben), da ich eher allgemeingültig gesprochen habe und nicht auf das konkrete Regelwerk von GW bezogen.
Die falsche Dichotomie die du hier aufbaust, zwischen "abstrakt=spielbar" und "Simulation=kompliziert und unspielbar" besteht also so in der Realität nicht.
Und das hier ist es nun weswegen ich reagiere. Was soll diese Darstellung. Wo kommt das her? Mit keinem Wort habe ich das was Du mir hier unterstellst geschrieben, erwähnt, gemeint oder beabsichtigt. Ich bewege mich gedanklich immer in einem Sepktrum und nie in zwei Lagern. Es ist immer ein Von, Bis. Es geht immer von einem Extrem zum anderen und in dem dazwischen liegenden Raum bewegen sich dann irgendwo die Betrachter mit ihren Bewertungen und individuellen Wahrheiten. Also nix Dichotomie sondern Spektrum nur um das nochmal gerade zu rücken.
Darüber hinaus ist ein Spiel ist immer Abstraktion und eine Simulation auch, weil man etwas mechanisch nicht identisch zur Realität darstellt bzw. abbildet. Der Abstraktionsgrad ist eher entscheidend dafür ob wir von Spiel oder Simulation reden. Selbstverständlich ist beides spielbar und beides wird immer schlechter spielbar je komplizierter es wird.
Ich möchte Dich nun eindringlich und ein letztes mal bitten, mir keine Worte in den Mund zu legen. Bitte reagiere am besten gar nicht mehr auf meine Beiträge, weder mit Augenrollen Emoticons noch mit ausführlichen Beiträgen die "darstellen was ich eigentlich gemeint habe". Du weißt ganz genau das ich Dich auf ignore habe und Deine Beiträge nicht lese. Dadurch nehme ich mir auch die Möglichkeit auf eine Falschdarstellung meiner Äußerungen und der dahinterliegenden Absichten durch Dich zu reagieren, wohingegen Du jede Möglichkeit hast mich durch Deinen persönlichen - nicht objektiven - Filter darzustellen.
Wir sind in vielem unterschiedlicher Meinung und ich würde es wirklich gerne dabei belassen die jeweilige Meinung des anderen unkommentiert stehen lassen zu können. Natürlich ist es für mich einfacher weil ich Deine Beiträge nicht sehe. Dennoch wäre es ein Zeichen des nötigen Minimums an Respekt wenn Du diesem Wunsch nachkommen würdest. Besonders da Du ja immer die Doppelrolle des Users und Moderators ausfüllst.