GW Financial Anual Report: 25-26

Naysmith

Tabletop-Fanatiker
06. November 2009
14.181
20
14.709
157.066
Alle Jahre wieder gibt's nen neuen Report.


Wie in jedem der letzten Jahre geht es der Firma sehr gut und Gerüchte über GWs sterben sind maßlos übertrieben.

N1SB drüben bei BolterandChainsword hat wieder eine treffende Vorschau und dann eine Nachschau bereitet.

Wer Interesse hat kann das hier reinschauen:

Für mich der der interessanteste Punkt seiner Ausführungen war dieser:

Fun Fact: there's a Director in GW whose job is to keep the core gross margin at 70%...thus keeping prices low. That job sucks right now, because geopolitical events have driven costs up, from the the plastic that is an oil-related byproduct to the energy costs of melting said plastic into molds to form miniatures.
 
In-store recycling
Our in-store recycling scheme recovered over 16 tonnes of used sprue frames and paint pots during the period (2024/25: 14 tonnes), with
the material recycled into new products such as playground equipment and flower pots. We are continuing the roll out of this scheme to all
Warhammer stores across the US, this will be completed in the 2026/27 financial year.
 
In-store recycling
Our in-store recycling scheme recovered over 16 tonnes of used sprue frames and paint pots during the period (2024/25: 14 tonnes), with
the material recycled into new products such as playground equipment and flower pots. We are continuing the roll out of this scheme to all
Warhammer stores across the US, this will be completed in the 2026/27 financial year.
Schön dass das angenommen und etwas daraus gemacht wird. Dann weiß ich ja was ich mit meinen 16 Tonnen anstellen kann.
 
  • Like
Reaktionen: Iryan Farros
Da allerdings keiner weiß, wieviel Tonnen Polystyrol GW im Jahr verbraucht, kann man die 16 Tonnen, die zudem ins downcycling gehen nicht richtig werten. Außer natürlich, dass jede Tonne irgendwie zählt. Es dürften ja auch nch paar Tonnen außerhalb von GW ins System zurücklaufen.
Das ganze Thema "sprue recycling" hatten wir hier vor fast genau 4 Jahren schonmal am Wickel:
 
Plastik wird seit je her regranuliert, wenn auch das Bausatzmaterial HIPS, also Polystyrol, eher zu den schwierig zu recyclenden Kunststoffen zählt. Die Problematik ist u.a., insbesondere in DE, wie es im Rest des Westens aussieht weiß ich nicht, schlechte bis nicht vorhandene Sortierfähigkeiten.
Was gar nicht bis extrem schwierig möglich ist sind Verbundstoffe, Elastomere, Duroplaste wie Polyurethan (Resin) usw. Das hat chemische wie technische Gründe.
Kein Anspruch auf Vollständigkeit, nur aus dem Gedächtnis getippt.

P.S.
Gelbe Säcke sind leider eine rechte Augenwischerei. Werden gern verbrannt hierzulande, das Material ist dann weg. Um aber mehr Bußgelder kassieren zu können, installiert man KI-Sensoren an den Müllwagen, die die Tonnen kontrollieren, anstatt in den Sortieranlagen. Naja, Deutschland halt.
 
Da wirkt doch mehr der Zwang, im Jahresabschluß irgendwas zur sustainability schreiben zu müssen.
Und ob jedes Kilo hier oder da ernsthaft und außerhalb des "jeder leistet irgendeinen Beitrag" "zählt". das ist schon fraglich. Finanziell ist das schon mal nix. Das PS-Recyclingzeug kostet pro Kilo einen Euro, wenns sortenrein und hochwertig ist. Da GW von downcycling spricht, wird der Stoff billiger sein. Fraglich ob die da ihren Aufwand beim Kleinmengensammeln reinholen.
Und gemessen am Weltmarkt (18 Mio. Tonnen Neuware oder aus Recycling) "zählt" die Menge auch stofflich eher wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Allein die Tatsache, dass GW dysfunktionalen Papier und Pappmüll in Tonnen verursacht, macht das teilweise einfach witzlos.
Oder anders gesagt: Gedruckte Regeln u. wenige Lore/Bastel/Mal Tipps sind eine aktive Entscheidung gegen Sustainability.

Und als Angehöriger eines Konzerns, mit sehr guten Freunden in anderen Konzernen kann ich sagen, dass diese Berichte selbst das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen.
Man überbetont in diesen Berichten praktisch per se die Bedeutung der eigenen Aktionen.
Also kein Grund, sich darüber in Ekstase zu fabulieren.
 
P.S.
Gelbe Säcke sind leider eine rechte Augenwischerei. Werden gern verbrannt hierzulande, das Material ist dann weg. Um aber mehr Bußgelder kassieren zu können, installiert man KI-Sensoren an den Müllwagen, die die Tonnen kontrollieren, anstatt in den Sortieranlagen. Naja, Deutschland halt.
Verstehe solche lächerlichen Beschwerden über den Staat nicht, Blitzer stehen nur um Bußgeld zu kassieren, gelbe Tonnen nur für Bußgeld bla bla bla.

Die Einhaltung von Regeln auf die sich die Gesellschaft geeinigt hat (Was anderes sind staatliche Gesetze nicht) wird überprüft.

Wen es stört darf dafür gerne auf die Straße gehen und sein Leben er Aufgabe widmen die Regeln zu ändern.

Zum Thema GW. Bin wahrscheinlich nicht der einzige, der sich in den letzten Jahren gedacht hat "ich kaufe mir GW Aktien, weil mag ich" und bin doch sichtlich irritiert, wie finanziell gewinnbringend diese Entscheidung war.
 
So polemisch wie du das darstellst meine ich das garnicht.
Die Frage ist einfach, @Lord Protector hat es ja angerissen, denn was für Konzerne gilt, gilt oft auch für Staaten, welches Ziel wird verfolgt?

Will man Kunststoffe so gut es irgendwie geht in einen Stoffkreislauf integrieren, dann installiert man Technologie, die die Abfallsorten gut unterscheiden kann. Und zwar dort wo man die Stoffe dann auch weiterverarbeitet, eben recycelt.
Will man dagegen ein anderes Ziel verfolgen, sagen wir unter Umständen die Generierung von Einnahmen für Kommunen, dann installiert man die Überwachungstechnik dort wo man dann ebenjene Einnahmen generieren kann.
Ist beides erstmal legitim, aber man sollte das dann auch so benennen und dann der Debatte stellen. Nur zu oft wird mit gewissen Labels gewedelt, hier Oberbegriff Ökologie/Nachhaltigkeit, während das garnicht das Ziel der Maßnahme ist. Ob das ein Konzern macht wie LordProtector erwähnte, oder eben ein Staat, hilft in beiden Fällen einfach nicht der Glaubwürdigkeit.

Ich persönlich halte eine Maximierung der Recyclingfähigkeiten auf allen Ebenen für weitaus sinnvoller als noch eine Tonne mehr und ein Bußgeld. Irgendwann ist das sowieso vom Bürger nicht mehr leistbar, viele verstehen es am Ende nicht mehr, was wo rein gehört.
Das ist das Prinzip des abnehmenden Grenznutzens. Irgendwann ist die Investition in technische Lösungne zur besseren Sortierung eben zielführender, wenn das Ziel Recycling und Kreislauf heißt, als noch eine Tonne, noch eine Möglichkeit ein Bußgeldticket zu schreiben.

Und wenn GW töhnt, 16 Tonnen Plastik, naja, das is nix, das ist kaum Grundrauschen. Plus es ist Downcycling, also minderwertiges Recycling. Besser als verheizen klar, aber nicht die bestmögliche Lösung. GW kann auch kaum aus eigener Macht heraus seine Produkte in großer Menge einem Recycling zuführen. Als B2C Unternehmen rein logisch kaum möglich. Das muss eher von der generellen Abfallwirtschaft kommen, die kommunal beauftragt wird.
 
In-store recycling
Our in-store recycling scheme recovered over 16 tonnes of used sprue frames and paint pots during the period (2024/25: 14 tonnes), with
the material recycled into new products such as playground equipment and flower pots. We are continuing the roll out of this scheme to all
Warhammer stores across the US, this will be completed in the 2026/27 financial year.
Wo finde ich das im Bericht? Meine Augen tränen schon aber irgendwie scanne ich da falsch und auch KI findet das nicht?!?
Also kein Grund, sich darüber in Ekstase zu fabulieren.
Wo siehst Du diese "Ekstase"?
Mit Sicherheit nicht im GW Bericht. Der umfasst 33 Seiten und hat zwei Absätze zum Thema "Sustainability"

1.: „We have expanded our manufacturing research and development team to work closely with the design studio on topics including greater use of recycled and alternative plastics, and preparing for future packaging legislation.“
2.: „A range of programmes developing the expanded use of alternate materials (including recycled/recyclable) in preparation for future changes in product and packaging legislation.“


Ich würde das vorsichtig als zurückhaltend bezeichnen. Allein die Passage zu den Risiken für die Firma durch den Klimawandel ist umfangreicher und auch da geht es nur ums Geld. In einer anderen Passage wird gesagt, das sie sich an die gesetzlichen Vorgaben halten (was eigentlich immer gleichbedeutend mit, nicht mehr als das Minimum, ist).

Ekstase sieht zumindets für mich gänzlich anders aus. Sie haben was angefangen und das ist zumindest besser als nichts und das kann man nur begrüßen.
 
  • Like
Reaktionen: Xawebor
Und wenn GW töhnt, 16 Tonnen Plastik, naja, das is nix, das ist kaum Grundrauschen.
Und genau da ist doch der Denkfehler, der da gerne immer wieder gemacht wird. Man muss das doch skalieren. Es stimmt, wenn nur GW das macht ist es ziemlich egal ob es passiert oder nicht. Machen das 1000 Unternehmen sind wir schon bei 16.000 Tonnen. Würden es 10.000 Unternehmen im gleichen Umfang machen sind wir bei 160.000 Tonnen. Würden es allen Unternehmen machen, wäre es ein mächtiger Hebel. (ja die Infrastruktur für solche Umfänge muss es auch geben, schon klar, kann man aufbauen).

Ist genau wie beim persönlichen Autofahren. Ich spare durch eine entsprechend angepasste Fahrweise ziemlich genau 1,2 Liter auf 100 Kilometer und verliere dabei sehr wenig Lebenszeit. Ich spare so im Jahr 360 Liter Sprit (und variabel über 450+) Euro ein. Auf "Großdeutschland" gerechnet ist das natürlich egal, aber würde das jeder Autofahrer machen käme bei sagen wir 30 Millionen Autofahren schon was zusammen.
 
Und genau da ist doch der Denkfehler, der da gerne immer wieder gemacht wird. Man muss das doch skalieren. Es stimmt, wenn nur GW das macht ist es ziemlich egal ob es passiert oder nicht. Machen das 1000 Unternehmen sind wir schon bei 16.000 Tonnen. Würden es 10.000 Unternehmen im gleichen Umfang machen sind wir bei 160.000 Tonnen. Würden es allen Unternehmen machen, wäre es ein mächtiger Hebel. (ja die Infrastruktur für solche Umfänge muss es auch geben, schon klar, kann man aufbauen).

Ist genau wie beim persönlichen Autofahren. Ich spare durch eine entsprechend angepasste Fahrweise ziemlich genau 1,2 Liter auf 100 Kilometer und verliere dabei sehr wenig Lebenszeit. Ich spare so im Jahr 360 Liter Sprit (und variabel über 450+) Euro ein. Auf "Großdeutschland" gerechnet ist das natürlich egal, aber würde das jeder Autofahrer machen käme bei sagen wir 30 Millionen Autofahren schon was zusammen.
Alles richtig. Seh ich genauso. Solange das dann halt nicht in den Berichten aufgeblasen wird, was es ja gerne wird, wurde ja hier auch bestätigt, alles fein. Es ist ein guter Anfang, nicht mehr, aber auch wirklich nicht weniger.
Nächste Frage wäre jetzt eben, an welchem Punkt kann ich denn das meiste dieser HIPS Gußrahmen einsammeln und wie? Mir persönlich fällt da eher der Einzelhaushalt ein, da fallen diese Abfälle in Mengen an. Und den Menschen dazu zu bringen, zu seiner Tonne zu schlappen und die da einzuwerfen, gern auch einer, ja gelben Tonne/Sack (Grundsortierung der Fraktionen), ist deutlich höher als, sagen wir das wieder bei GW abzugeben, bzw als Insellösung von GW irgendwie sammeln zu lassen. Ich denke du weißt was ich meine.

Und dann ist es sehr sinnvoll, den Inhalt dieser Tonne, des Sacks maximal gut technisch sortieren zu können. Der overall Impact ist höher und skalier- sowie planbarer, als eben auf das hochskalierte gute Verhalten von Millionen Menschen zu hoffen.
Ein an sich sparsamerer Motor ist auch besser als darauf zu hoffen, dass alle den Fuß vom Gas nehmen. Was dann trotzdem jedem gut zu Gesicht steht.
 
  • Like
Reaktionen: Naysmith
Wo finde ich das im Bericht? Meine Augen tränen schon aber irgendwie scanne ich da falsch und auch KI findet das nicht?!?

Wo siehst Du diese "Ekstase"?
Mit Sicherheit nicht im GW Bericht. Der umfasst 33 Seiten und hat zwei Absätze zum Thema "Sustainability"

1.: „We have expanded our manufacturing research and development team to work closely with the design studio on topics including greater use of recycled and alternative plastics, and preparing for future packaging legislation.“
2.: „A range of programmes developing the expanded use of alternate materials (including recycled/recyclable) in preparation for future changes in product and packaging legislation.“


Ich würde das vorsichtig als zurückhaltend bezeichnen. Allein die Passage zu den Risiken für die Firma durch den Klimawandel ist umfangreicher und auch da geht es nur ums Geld. In einer anderen Passage wird gesagt, das sie sich an die gesetzlichen Vorgaben halten (was eigentlich immer gleichbedeutend mit, nicht mehr als das Minimum, ist).

Ekstase sieht zumindets für mich gänzlich anders aus. Sie haben was angefangen und das ist zumindest besser als nichts und das kann man nur begrüßen.
Kein Grund, sich angesprochen zu fühlen, das ging einfach ungezielt in den Raum.

Ich halte mein Lob lieber für substanzielle Aktionen auf oder für solche, die von echter Überzeugung sprechen.
Dass ein Milliardenkonzern hier nicht mehr vorzuweisen hat, ist tatsächlich schon etwas schwach.

Und damit meine ich nicht, dass man solche Aktionen nicht positiv bestärken sollte, aber das gehört eher in eine Mail an GW, damit die es auch hören.

Wenn GW. sagen würde, sie wollen dass ihre Printprodukte in Zukunft einen größeren Mehrwert haben, über das Transportieren von Regeln mit einer geringeren Haltbarkeit von Rohmilch hinaus, würde ich das sofort preisen.
Tun sie aber nicht.

Sie drucken zahllose Hardback Büchlein, damit diese einen digitalen Code transportieren, den man auf anderem Wege nicht bekommen kann.
GW müsste noch nicht mal substantiell in irgendetwas investieren, Leute einstellen oder irgendetwas fundamental ändern, das die Erfahrung ihrer Kunden einschränken würde.
Sie könnten die Codexe als digitale In-App Käufe verkaufen.
Dadurch würden die Menge an verschwendetem Papier sowie chemischen Mitteln drastisch reduziert, und in deutlich geringerer Stückzahl könnten sie dennoch diese Büchlein an Leute verkaufen, die sie haben wollen.

Aber das könnte bedeuten, dass der Natur zuliebe auf etwas Umsatz verzichtet werden müsste.
Stattdessen gibt es halt ein, zwei Feigenblätter, aber ja, das ist bestimmt besser als gar nichts.
 
  • Like
Reaktionen: senex und Gigagnouf