Künstliche Intelligenz in der Praxis

Ich nutze die KI privat, als auch auf arbeit. Auf der Arbeit hilft es mir in manchen Dingen enorm weiter, ohne dass ich mich jetzt selber stundenlang durch SAP wühlen muss, um an die entsprechenden Daten zu kommen.

Privat nutze ich ChatGPT mit kleinem Abo. Damit habe ich bisher auch größtenteils positive Erfahrungen gemacht. Auch hat er mir geholfen bei Spielstrategien für 40k Matches in der Liga, was mir zwar nicht zum Sieg verholfen hat, aber zumindest soweit geholfen, das ich nicht in der 2. Runde getablet wurde. Was ich schon als äußerst hilfreich empfand. Auch bei meinem aktuellen Simulatorbau nutze ich es exzessiv und mir wurden Möglichkeiten gezeigt für den Bau, wo ich so jetzt nicht drauf gekommen wäre. Oder auch ein Paintprogramm zu erstellen, wenn ich nur den Quellcode des Programms habe, wie ich daraus ein funktionierendes Programm erstelle.

Das sind nur ein paar Dinge, wo mir die KI extrem geholfen hat, ohne dass ich mich erst mal stundenlang mit etwas befassen musste und mir ewiges googlen erspart wurde.

Aber ja, es ist auch oft genug passiert, dass mir nur Kappes erzählt wurde, weil die hinterlegten Daten massiv veraltet waren, oder Dinge durcheinander gebracht wurden, je länger der chatverlauf wurde. Aber gut, wenn man das mit berücksichtigt und es halbwegs strukturiert nutzt, kann man auch das zumindest reduzieren.
 
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Reaktionen: Naysmith
Ich muss oftmals Urteile, Beschlüsse, Kommentierungen usw. zu diversen komplexen Rechtsthematiken recherchieren und da interne Rechtsgutachten und/ oder Klagewerwiderungen anfertigen.

Oftmals bekomme ich auch Hinweise vorab von der KI. Da muss ich sagen, es ist mal ganz nett wenn ich noch gar keine Richtung absehen kann und mal eine erste Tendenz gezeigt bekomme ABER: Teilweise ist die KI rechtlich aber auch so dermaßen daneben bzw. sind die Auskünfte einfach falsch, dass das für mich keine Alternative ist und auch nie eine sein wird. Da hab ich Null Vertrauen zu.

Die menschliche Subsumtion abstrakter Vorgänge ist für mich das A und O meiner Arbeit und würde ich mir auch nie durch KI nehmen lasse.
 
Ich muss oftmals Urteile, Beschlüsse, Kommentierungen usw. zu diversen komplexen Rechtsthematiken recherchieren und da interne Rechtsgutachten und/ oder Klagewerwiderungen anfertigen.

Oftmals bekomme ich auch Hinweise vorab von der KI. Da muss ich sagen, es ist mal ganz nett wenn ich noch gar keine Richtung absehen kann und mal eine erste Tendenz gezeigt bekomme ABER: Teilweise ist die KI rechtlich aber auch so dermaßen daneben bzw. sind die Auskünfte einfach falsch, dass das für mich keine Alternative ist und auch nie eine sein wird. Da hab ich Null Vertrauen zu.

Die menschliche Subsumtion abstrakter Vorgänge ist für mich das A und O meiner Arbeit und würde ich mir auch nie durch KI nehmen lasse.
Ist ja ein häufig vorgebrachter Punkt. AI kann auch nicht was ich kann auf meiner Arbeit und ich mach da nix besonderes. Allerdings kann ich jetzt schon beobachten, dass es langsam besser wird. Daher meine Frage an Dich, sofern Du das - wie ich auch - gelegentlich testest, wird es in Deinem Bereich besser und glaubst Du das AI da mal richtig gut werden kann?
 
Fall für Euch die Beiträge aus der juristischen Ecke zu viel werden, dann sagt bitte Bescheid, ansonsten hier nochmal was zum Thema KI und Rechtsschutz im Sozialrecht und wie es da zwei Seiten der Medallie gibt:

Zum einen der Präsident des Landessozialgerichts NRW:

Jens Blüggel, Präsident des Landessozialgerichts in Nordrhein-Westfalen, berichtete etwa im Frühjahr bei der Vorstellung des Jahresberichts für 2025 von einer Welle von KI-Eilanträgen, die die NRW-Sozialgerichte überrolle – gegenüber dem Vorjahr sprach er von einer Steigerung von über 50%.


Zum anderen die Präsidentin des Bundessozialgerichts:

Viele dieser Eingaben und Beschwerden stammten von betroffenen Bürgern selbst, weil sie schlicht keinen Fachanwalt für Sozialrecht fänden – selbst im Vorfeld eines Rechtsstreits bei bloßer Beratung. Die Zahl dieser Spezialisten sinke deutlich. Das habe seine Ursache einerseits im Vergütungsrecht ("Die Honorierung ist unzureichend, um eine Kanzlei wirtschaftlich zu führen") und zudem daran, dass Sozialrecht in der Ausbildung ein "Schattendasein" führe.


Wie ich schon oben schrieb, gibt es im gesamten deutschen Recht sehr vielfältige Missbrauchsmöglichkeiten durch KI. Und dass es einem LSG-Präsidenten nicht passt, wenn sein chronisch unterfinanzierter und -besetzer Laden mit stark steigenden Fällen zu Kämpfen hat, ist auch klar. Solange es aber um Fälle aus Rechtsgebieten mit einem besonders großen Machtgefälle geht, sehe ich durchaus positive Effekte: Wenn Vater Staat nicht in Rechtsgebiet X von KI "überollt" werden will, sollte er vielleicht dafür Sorgen, dass den Bürgern dort zumindest ansatzweise effektiver Rechtsschutz zur Verfügung steht und nicht von Jahr zu Jahr schrumpft.