WHFB Ein Boss geht seinen Weg

Kassyus

Codexleser
19. Oktober 2004
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Hi,
schreibe gerade an einer mehrteiligen Story, die meinen Armeeaufbau begleitet und die ersten Spiele mit meiner Ork&Goblins Armee. Vielleicht kennen einige sie ja schon aus einer sehr guten Fanzine bzw. Hobbyzeitschrift. Falls jemand Zeitfehler findet... stehe mit denen auf Kriegsfuß XD denn je öfter man sich was selber durchliest, um so seltener wird man sich derer gewahr -.- Jeden Monat erstelle ich einen weiteren Teil und bis jetzt sind es 3 an der Zahl. Hier erst mal der erste:

Ein Boss geht seinen Weg
By Kassyus

Prolog

Der Stamm der Blaufaustorks

Hintergrund des Stammes:
Die Orks dieses Stammes lebten in den Düsterlanden, an der Nördlichen Spitze der Wetterberge und hatten eine eigene kleine Festung errichtet. Welche als „Da Brock’n“ bekannt war und sie wurde in einem uralten Höhlensystem im inneren des höchsten Berges der Gebirgsformation errichtet. Von dort aus herrschten sie über die umliegenden Gebiete und hatten die dort ansässigen Goblins der Ebenen und Täler unterworfen. Diese wurden entweder in die Minen geschickt oder in die Horden gepresst. Mittlerweile waren schon zahlreiche Generationen an Goblins in der Sklaverei, so das ihnen mittlerweile ein freies Leben gänzlich unbekannt war. Die Abenteuerlustigsten unter ihnen schlossen sich den so genannten Äxpeditionenz an. Diese kleinen Horden zogen aus um andere Stämme oder Siedlungen der verschiedenen Völker zu überfallen, zu Plündern und zu brandschatzen. Es gab schon einige Angriffe anderer Stämme, aber bis jetzt konnten sie ihnen immer noch zeigen wer die Härteren Orkse waren.

Die Unterwelt
Vor vielen Jahren hatte eine dieser Äxpeditionenz einen verborgnen Tunneleingang tief unterhalb des Brock’n entdeckt, welcher in ein riesiges Höhlen- und Kavernenlabyrinth führte. Es musste gigantisch sein den kein Ork der hinab stieg kehrte wieder zurück und so brachen immer wieder kleine Gruppen auf, in Begleitung eines Schamanen der des Zeichnens mächtig war, um dieses unterirdische Reich zu erforschen. Viele gingen allerdings in den Dunklen tiefen verloren und nur wenige fanden den weg zurück… zum ihrem Glück hatten die Blaufaustorks eine hohe Geburtenrate um die so entstandenen Verluste schnell wieder auszugleichen. Die Orks stellten bald fest das man durch dieses Netzwerk an fast jeden beliebigen Ort der Alten Welt gelangen konnte. Bei einem dieser Streifzüge wurde eine Gruppe Dunkelelfen gefangen genommen und der Schamane Borgit Blitzg’scheid, der der Sprache der Spagelz einigermaßen mächtig war, hatte nach einer intensiveren Befragung von ihnen erfahren dass dieses unterirdische Höhlenreich als Unterwelt bekannt war und man in der Tat überall hinreisen konnte. Die Bosse waren hocherfreut gewesen ob dieser neuigkeit, war doch ihre Festung von jeglichen Handelsrouten oder Siedlungen zu weit entfernt gewesen. Nach der Befragung endeten die Elfen schließlich als Hauptgericht bei dem anschließenden Fest zu ehren Morks. Mittlerweile ist es aber den besten und klügsten Schamanen gelungen aus den Bruchstücken der Erzählungen und Aufzeichnungen von Überlebenden einige Halbwecks brauchbare Karten zu erstellen und Horden der Blaufaustorks wurden seitdem überall auf der Alten Welt gesichtet, mehr oder weniger genau an ihrem Zielort ankommend. Eifersüchtig bewachte der Stamm den Eingang unter seinem Berg.

Rangfolge:
Die Rangfolge innerhalb des Klans oder einer Horde wurde durch ein Ritual ermittelt welches als Koppkloppen bekannt war. Wer seinen Kontrahenten mit Koppnüssen zu Boden schickte ist der Gewinner und hat recht oder stirbt der Verlierer dadurch, dann hatte der Gewinner ebend Oberrecht. Dadurch gewann natürlich der Ork mit dem härtesten Dickkopf und nur die Zähesten befanden sich in der Position eines Bosses.

Schamanen:
Der Stamm vertraute seit jeher auf Gewalt als auf magische Tricks und hatte deshalb nur wenige Schamanen in seinen Reihen. Das lag daran, das die Schamanen die kleinen Erkundungstrupps begleiteten um Karten des Tunnellabyrinthes zu erstellen. Da häufig diese Trupps nicht mehr zurückkehrten, ist ihre Zahl gering. Deshalb gab es auch nur wenige hochrangige Schamanen. Diese wenigen hatten deshalb eine besondere Stellung innerhalb des Stammes, weil sie die einzigen waren die des Zeichnens mächtig waren.

Schwarzorks
Als sich der Stamm in den Wetterbergen ansiedelte und sein Nomadisches Leben hinter sich ließ, tauchte einige Monate später eine Gruppe Schwarzorks vor den Toren des Brock’n auf und befahl Einlass. Ihre Erscheinung war zerlumpt und geschunden. Der damalige Obawaaghboss Gruk Stumpenzquetscha ließ die Tore öffnen und schon beim ersten zusammentreffen forderte der Anführer der Neuankömmlinge Gruk um die Herrschaft des Brock’ns heraus. Nach alter Blaufausttradition wurde dies in einem Koppkloppenwettbewerb entschieden und Gruk ging mit zerschmettertem Schädel zu Boden, von wo er auch nicht mehr aufstand. Die umstehenden Orks waren für einen Moment starr vor Ehrfurcht und jubelten schließlich nach einigen Minuten ob ihres neuen Anführers. Auch die Schamanen deuteten die Zeichen im Großen Grün als verheißungsvoll und von Mork begünstigt. Der neue Anführer hatte allerdings nie seinen Namen genannt, doch das war den anderen Grünlingen egal, denn er schickte mehr Äxpeditionenz auf Plünderung aus und, was noch wichtiger war, diese Raubzüge waren erfolgreicher den je. Die Orks waren mit dieser Entwicklung der Geschehnisse mehr als glücklich und zufrieden.

Seitdem herrscht eine kleine Elite von Schwarzorks über den Stamm und zu Ehren des ersten der Ihren wird der jeweilige neue Obawaaghboss nach seiner Ernennung nicht mehr bei seinem ursprünglichen Namen genannt. Sondern hat neben seinem Rang noch folgenden Beinamen: Da dickstä Dickschäd’l von da Brock’n un’ den ganz’n Wettaberg’n… oder einfach nur Obawaaghboss Dickschäd’l. Sie haben eine Art Kriegsrat gebildet um über die Ziele des Stammes zu beraten und planen die jeweiligen Äxpeditionenz und Raubzüge. Im gegensatz zu anderen Schwarzorks begnügen sich die Ratsmitglieder damit zu planen und wenn sie in den Kampf ziehen, dann führen sie nur die großen Horden an. Überlassen daher die kleineren Horden und Kampfmobs ihren Untergebenen, den Orkbossen. Woher die Schwarzorks damals kamen haben sie selbst nie erzählt, aber es wird gemunkelt das sie von ganz weit oben aus dem Norden kommen jenseits des großen Gebirges wo das Land schwarz und rauchig ist…

Glauben der Blaufaustorks:
Sie glauben das, wenn sie ihre Fäuste in blaue Farbe tauchen, sie von ihren Göttern gesehen werden wie gut sie Moschen und würden dann bevorzugt behandelt werden wenn Mork oder Gork ihre Seelen nehmen und in einen neuen Körper packen damit sie wiedergeboren werden und weiter Moschen können. Außerdem begünstigt Blau die Krieger und bringt Glück in der Schlacht und sie glauben außerdem dass sie dann besonders hart und gut kämpfen mit der Farbe. Außerdem färben sich die Bosse bei einem Koppnusswettbewerb ihre Stirn Blau. Sie glauben zwar an die beiden Götterbrüder, doch scheinen sie eher Mork zugetan.


Die Karte
Teil 1

Still lag der Tunnel vor der Äxpeditionzhordä des Blaufauststammes, unter Führung des Ork-Gargbosses Gitrup Koppdrescha, bestehend aus Orks und Goblins. Sie waren schon seit einiger Zeit unterwegs in diesem feuchten, von Leuchtmoosen bewachsenen Labyrinth unter der Oberfläche. Weiter vor ihnen, aus einem der Tunneleingänge welche sich vor ihnen in die Dunkelheit erstreckten, konnte man das Heulen von Wölfen und die schrillen Stimmen ihrer Reiter hören, welche vor der Gruppe herliefen und sich stritten. Gitrup schüttelte seinen massigen Kopf „Elända Mad’n! Alläs muß man selba tun…“ fluchte er und strich über die kantige Scharte seiner großen Axt. Er hatte den Gobbos den Befehl gegeben das nahe Umfeld auszukundschaften und sich dabei möglichst leise zu verhalten „Aba was konnte man auch von da Wolfis an’eres ärwart’n…“ Grummelte er und holte mit der rechten Faust ein zusammengerolltes stück Pergament aus der Gürteltasche, griff sich einen der vorbeilaufenden Goblins, spießte die Karte auf dessen Helmzierde und deutete der kleinen Grünhaut mit der drohenden Faust sich bloß ruhig zu verhalten.

Auf der Karte waren Gänge, Höhlen und verschieden große Kavernen aufgezeichnet. Einer der wenigen Stammesschamanen hatte sie angefertigt nach den Beschreibungen Überlebender anderer Äxpeditionenz, welche in dieses dunkle Labyrinth hinab gestiegen waren und heil wieder heraus kamen, sie hatten Zugänge in alle Länder der Völker entdeckt und benutzten sie seitdem für ihre Raubzüge. Einer der Überlebenden Boyz berichtete, er hatte mehrere kleine mit Widerhaken versehene Bolzen im Hinterteil, von einem schwimmenden Berg auf einem riesigen Meer welches unter dem Erdboden existierte und von diesem aus hätten kreischende Spitzohrenz seinen Mob angegriffen und alle weg gemoscht oder verschleppt bis auf ihn, er war clever und hatte sich tot gestellt. Genützt hatte es ihm nichts, nach dem er das erlebte einem der Schamanen erzählt hatte, wurde er anschließend von einem zufällig anwesenden Schwarzork-Waaghboss zu Brei geprügelt weil er sich wie ein „Faiga Git!“ verhalten hatte…

„Na dann woll’n wia ma guck’n!“ sprach Gitrup zu sich selber und der Gargboss betrachtete das Machwerk Orkischer Zeichenkunst. Der Schamane hatte den weg zu einer der Mänschen-Siedlungen mit roter Farbe gekennzeichnet und mit allerlei Ork-Glyphen und Symbolen reichhaltig verziert, welche Bemerkungen und Gefahren darstellen sollten. Gitrob betrachtete die Karte angestrengt und fuhr die Linie mit dem Finger nach, kniff die Augen zusammen um besser sehen und erkennen zu können in dem bläulichen Lichte der Leuchtmoose, doch verwirrten ihn die ganzen Skizzen und seltsamen Schriftzüge. Als er schließlich aufschaute sah er in die erwartungsvollen Fratzen seiner Boyz, im Hintergrund stritten sich die beiden Gobbomobs wieder mal um irgendeine Kleinigkeit. Gitrup wurde es zuviel und stapfte wütend zu den kleinen Grünlingen herüber, packte sich jeweils die Bosse der beiden Mobs aus der raufenden Masse und schlug ihre Köppe hart gegeneinander „Schnauzä, sonst Roll’n Schäd’l!!“ brüllte er die beiden an und warf sie wieder zurück in die kloppende Gobbomenge wo sie mit gezielten Schlägen und Tritten für Ruhe sorgten. Dann betrachtete er sich noch einmal das Pergament genau an, knurrte und knüllte es anschließend zusammen, stopfte es wieder in die Tasche zurück. Ungeduldig versetzte er dem Goblin zu seinen Füßen einen Tritt in den allerwertesten so das dieser in einem hohen Bogen, mit einem schrillen schrei der Begeisterung, durch die kalte Luft flog und die Höhlendecke streifte bevor er dann schließlich zwischen seinen meckernden Kumpanen unsanft landete „Da geht’z lang…!“ brüllte der Gargboss entschlossen und schritt voran, deutete mit seiner Axt auf den mittleren Gang, einer der drei möglichen die sich vor ihnen in der Dunkelheit verloren und die Äxpeditionzhordä setzte sich wieder in Bewegung. Etwas in Gitrup fragte sich kurz ob es der richtige weg war, zuckte dann aber mit den Schultern… „Los vorwärtz ihr Gitzä! Oder iah schmäckt mein Stiefäl!“

Und so zog die Äxpeditionzhordä los um in den weiten der Alten Welt den schlechten Ruf der Blaufaustorks weiter zu verbreiten und zu stärken…

So und jetzt zerreißt mich ^^ Kritik erwünscht. Der 2te Teil folgt bald.
 
Die Söldner
Teil 2

Bereits einige Wochen waren die Grünlinge, unter Führung von Gargboss Gitrup Koppdrescha, in dem Höhlenlabyrinth unterwegs gewesen und auf der Suche nach einem Ausgang, der sie wieder an die Oberfläche führen sollte. Da der Reiseproviant knapp wurde und sie die Goblins nicht auffressen konnten, da der Gargboss jeden Grünling für die kommenden Überfalle brauchte. Die Goblins hingegen waren froh darüber nicht als Mahlzeit in den Bäuchen ihrer Kumpane zu landen. Gitrup hatte öfters auf ihrem Wege die Karte studieren müssen und sie schließlich einem der Goblins in den Rachen gestopft um selbigen zum Schweigen zu bringen. Jetzt irrten sie in diesem Irrgarten umher und der Gargboss konnte endlich am ende eines langen Ganges einen Lichtfleck erkennen und schickte die Wolfsreiter voraus um die Lage auszuspähen. Kläffend und Begeisterungsrufe ausstoßend ritten sie auf das Licht zu.

Die Goblins hielten sich ihre Arme schützend vor die Fratzen, als ihre Reittiere ins Tageslicht sprangen. Nachdem sich ihre kleinen Augen an das grelle Licht gewöhnt hatten, sahen sie sich um und stellten fest dass sie auf einer Lichtung waren. Diese war umgeben von einem Finsteren und dunklen Wald, eine warme Brise ließ die Bäume sich bewegen und Schatten tanzten am Rande der Baumgrenze. Mit einem schrillen Aufschrei stürmten die Wolfsreiter in die Dunkelheit davon. Einige Augenblicke später tauchten die Mobs aus dem Höhleneingang auf und nahmen auf der Lichtung nebeneinander Aufstellung. Gitrup trat aus den Reihen der Orks nach vorne und stützte seine Muskelbepackten Arme auf dem Heft seiner Axt. Das Heft war so lang wie ein Mensch hoch war und sah den Waldrand abwartend an. Ärgerlich verzog schließlich seine Mine und legte seine großen Keilerartigen Eckzähne frei und verzog seine Lippen zu einem wütenden Knurren. Aus dem Wald konnte er das heulen seiner Späher hören und ein Schwarm kleiner Vögel stob aus den Baumkronen davon. Als er sich gerade dem nahe stehenden Goblinmob zuwenden wollte, die schon in Erwartung von Prügel sich enger zusammendrängten, explodierte der Wald in Lärm… Wölfe mit zusammengekniffenen Schweife und ängstlich kreischenden Reitern sprangen mit langen Sätzen aus dem Dickicht und hetzten hinter die Formation, wo sie sich wieder sammelten. Ein Raunen ging durch die Grünlinge, der Gargboss stapfte wütend auf den Boss der Wolfsreiter zu und packte ihn schnell am Kragen… zog ihn zu sich hin und sah ihm in die Augen. Die kleine Grünhaut zitterte in seinem Griff und sein Wolf knurrte bedrohlich, doch ein schlag auf die Schnauze mit der gepanzerten Faust ließ ihn zusammenzucken und winselnd zu Boden blicken „Bärichte du Madä!“ grollte er. Der Goblin schaute mit großen Augen auf die großen Zähne seines Anführers und begann mit zitternder heller stimme an zu berichten „Großä Ries’n, noch größer als du es bist Boss…“ er breitete seine dünnen Arme aus um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Gitrup sah genervt zum Himmel herauf und dann wieder dem Goblin in die Augen „Wievielä!?“ „Äääh…“ stammelte dieser und hielt sich seine kleine hand vor die Augen, er zählte und hatte dann fünf Finger erhoben, dann drei und wieder zwei… bis er schließlich vor Verzweiflung aufschrie und zappelte. Gitrup schleuderte ihn zu Boden und angstvoll kletterte der kleine Grünling zurück in den Sattel aus groben Leder und Fell. Kaum hatte sich der Äxpeditionsleiter umgedreht und den Wolfsreitern den Rücken zugewandt, da schnitt der kleine Wicht auch schon Grimassen und die übrigen Goblins kicherten hinter vorgehaltener Hand. „Sehen wia unz das mal an!“ sprach er mehr zu sich selber als zu seinen Untergebenden und hob seine Axt in die Luft als Signal zum Abmarsch. Bald schon hatte das Dunkel des Waldes die Grüne Horde verschluckt und nur die stimmen der Goblins waren zu hören. Bald war lautes tiefes Gelächter zu hören, welches durch den Wald schallte wie Donnergrollen und der Geruch nach gebratenem Fleisch erfühlte die Luft. Gitrup bedeutete allen stehen zu bleiben und schlich selber näher heran im Schutze der Büsche um einen blick auf die Stätte der Heiterkeit zu riskieren.

Bork Doppelkopf riss mit einer leichten Bewegung seines gepanzerten Armes ein rechtes Bein von dem Körper des Menschen, welcher über dem Feuer brutzelte und sog den wohlriechenden Duft ein. Neben ihm saßen noch zwei weitere Eisenwänste aus den Königreichen der Oger und zur Zeit freischaffende Söldner am großen Lagerfeuer. Sie unterhielten sich oder schmatzten lautstark beim kauen. Es waren die Zwillingsbrüder Krog und Brog, beide hatten nur ein Auge und sahen aus wie die kleine Variante eines Zyklopen. Sie waren schon seit vielen Monaten unterwegs, solange, das Bork schon aufgehört hatte zu zählen als die Monate die Finger an einer Hand überstiegen. Sie waren Söldner und ließen sich von jedem anheuern der sie zu bezahlen vermochte, wer sie um ihren Sold betrog landete alsbald im Magen der kleinen Truppe. Der Stahlwanst drehte noch mal den spieß, so dass auch der Rücken knusprig gebraten wurde und goss etwas Kräuteröl darüber. Er lehnte sich zurück an einen der großen Felsen und griff mit fettigen Fingern in eine kleine Truhe mit Imperialen Münzen. Er hob eine Handvoll hoch und besah sich das wertvolle Metall, ließ sie anschließend wieder geräuschvoll in die Kiste zurück gleiten „Was machst’ da?“ wollte sein zweiter Kopf an der linken Schulter mit brummiger Stimme wissen „Wia hab'n reichlich Beute gemacht Jungs, nicht wahr?“ sagte der Anführer zu den Zwillingen und beachtete den meckernden Kopf nicht, die beiden anderen nickten begeistert. Dann rückte er seinem zweiten Kopf den schief sitzenden Helm wieder zurecht. Bork hatte sich mittlerweile an ihn gewöhnt, konnte er doch mit seiner Hilfe doppelt so schnell Essen herunter schlingen und hatte so manchen Fress-Wettbewerb gewonnen. Das brachte ihm bei den anderen Ogern Respekt ein und einen angesehenen Ruf. Er erinnerte sich an den Zeitpunkt als der Kopf erschien. Damals hatte er für einen babarischen Häuptling der Dünnlinge hoch im Norden gekämpft und sie waren viel in den Eiswüsten unterwegs gewesen um die anderen Stämme der Dünnlinge zu unterdrücken oder auszulöschen. Da erschien der Kopf, erst als Beule und ein paar Wochen später führte er bereits Gespräche mit seinem zweiten Ich, für welches sich der Kopf hielt. Nun hatte es sie wieder in den Süden der alten Welt verschlagen und auf ihrer Wanderung durch diesen Wald hatten einen Menschlichen Dieb geschnappt, der versuchte sie während des Schlafes auszurauben. Er lächelte und biss von dem Bein ab, dessen Fleisch er begierig hinunterschlang. Neben ihm lag seine Waffe, der Schaft war doppelt so groß wie ein Mensch und hatte jeweils an den beiden Enden die Klinge eines großen Schlachterbeiles. Krog führte eine zweihändige Keule und Brog eine große Axt. Eine Schwere Rüstung aus Kettengeflecht und dunklen Eisenplatten schützten ihre Leiber. Bork setzte sich seinen großen behörnten Helm auf und erhob sich zu seinen ganzen vier Schritt Größe. Er gähnte und musste blinzeln, als er eine Gestalt hinter einem der Bäume stehen sah. Er kniff die Augen zusammen und erkannte die Gestalt nach einigen Sekunden der Überlegung… es war ein Ork. Erinnerungen wurden in ihm wach und er leckte sich über die Lippen. „Beim großen Schlund… wia werd’n beobachtet!“ Die beiden anderen Oger näherten sich jetzt auch neugierig und reckten ihre Hälse um was erkennen zu können. Gemeinsam starten sie herüber „Komm raus oder ich mach’ dich kaputt!“ brüllte der Stahlwanst dem Ork entgegen und dieser zuckte zusammen, gewann aber anscheinend sofort wieder die Fassung zurück und betrat mehr oder weniger Freiwillig die Lichtung. Hinter ihm konnte man noch weitere Gestalten sehen die sich hinter den raschelnden Büschen herumdrückten.

Gitrup ärgerte sich das man ihn entdeckt hatte und wollte eigentlich wieder zu seinen Truppen zurück, doch als er ein Drücken im Rücken spürte hatte er keine andere Wahl als auf die Lichtung zu treten. Er gab dem Ork noch einen saftigen Trit in sein Hinterteil und wandte sich dann wieder den Ogern zu. Er spürte wie seine Beine zitterten als er auf die drei großen Gestalten zuging, er schluckte kurz bevor er anfing zu sprechen „Bei Mork über Mia…“ dabei schauten die Oger nach oben, als sie aber nix hatten entdecken können sahen sie wieder den Fremden vor sich an „…ich bin Gitrup Koppdrescha, mächtigsta Gargboss von da Blaufaustorks!“ dann wartete er und ließ seine Worte wirken. Der mittlere hatte einen zweiten Kopf und dieser zweite Kopf versuchte Gitrup anzublicken „Wia sin’ Oger aus’n Norden!“ sprach der Stahlwanst, der gut anderthalb Schritte größer war als der Gargboss und auf diesen herabblickte. Gitrup lächelte und in seinem Hirn formten sich Gedanken… Oger, die könnte Mia nützlich sein, bei den Überfällen und wenn Ich Boss anstelle des Bosses werde… Er kicherte in sich hinein, was sich eher wie ein grunzen anhörte und die Oger schauten sich fragend an „Ich brauchä noch Kämpfa die mit uns Mosch’n woll’n… Gibt viel Beutä!!“ wobei er das letzte Wort extra betonte, aber die drei schienen kein Interesse zu zeigen. Gitrup versuchte es noch mal „Ihr könnt viele Gitze Mosch’n un’…“ er überlegte schnell, als sein blick schließlich auf den Menschen fiel der im Hintergrund über dem Feuer brutzelte hatte er eine Idee sie schoss ihm wie ein Blitz durch das Gehirn „…und es gibt reichlich Mänschenz zu fress’n.“ Endlich zeichnete sich eine art lächeln auf dem Gesicht des Anführers ab, was auch auf seine beiden Begleiter übersprang und seine tiefe Bassstimme hallte durch den Wald und ließ die Wölfe ihre Schweife einziehen „Wia sin’ dabei!“ sprach Bork und klopfte dem Ork vor sich auf die Schulter. Das Geschäft war gemacht und Gitrup grinste. Auf seinem Befehl hin kamen die restlichen Grünlinge zwischen den Bäumen und Sträuchern hervor und versammelten sich um die Oger herum. Die Goblins hielten sich etwas zurück, jedoch gingen bei einem der Goblin Mobs die nerven durch und mit den Armen in der Luft rudernd verschwanden sie kreischend wieder im Wald. Die anderen trauten sich nur auf Speeresreichweite heran. Im Morgengrauen brach dann die kleine Streitmacht auf und verschwand in den Schatten des Waldes Richtung Norden.

Imperiale Jäger fanden kurze zeit später die Feuerstelle, man hatte sich noch nicht mal die mühe gemacht diese zu verbergen und Knochen lagen überall verstreut. Als sie die Fußstapfen im weichen Waldboden erblickten schauderte es den Menschen und so machten sie sich schnell auf den weg zur nördlich gelegenen Siedlung, welche eine Meile entfernt am Waldesrand stand…