Kampagne Ferrus Magna (Makropolfunk)

Wer kommt zum Abschlussspiel am 27.06.26 nach Jena?


  • Umfrageteilnehmer
    33
Guten Morgen liebe Mitstreiter.

So, ich habe jetzt erstmal die Ebene des Computers vorläufig verlassen und bin zum Bauen übergegangen ^^
Den Anfang macht ein Pallas, der zweite ist gerade in der Fertigung ^^
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Dann hab ich den ersten angepassten (noch der Standard-Körper, aber eben um 10% verlängert) magnetisiert mit den meisten Waffenoptionen (nicht alle photographiert wie beispielsweise die E-Faust)
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Jetzt wo ich das so sehe merke ich dass ich einen Fehler gemacht habe und sowohl Speer als auch Schild am rechten Arm hängen... Muss ich nochmal ändern ^^ Auch mit dem Schild bin ich noch nicht so ganz glücklich, es erscheint mir einfach etwas zu dick... Ok, irgendwo müssen die +1LP ja herkommen ^^
Aber vielleicht guck ich mir das auch nochmal an.
Jetzt muss ich mich erstmal endlich auf ein Farbschema einigen 🙁
 
Gibt genügend schwere Gerät, welches auch zu den Wölfen von Fenris passt.

Gerade Land Raider, Spartan als Relikt Äquivalent und Sturmpanzer generell passen ja sehr gut zu deinen SW - klar, ein Duftbaum gegen den Gestank hilft, aber der ist bestimmt beim Adeptus Mechanicus in der SW Variante schon inklusive. 😛
ach deswegen fahren die ihren repulsor mit offenen verdeck 🤣
 
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ach deswegen fahren die ihren repulsor mit offenen verdeck 🤣
Ich stelle mir das eher wie im Auto vor wo Hunde zum Fenster rausschauen. Da fährt dann ein Landraider vor und aus den halb geöffneten Klappen schauen überall ein paar SW Köpfe raus.
 

Die Tagebücher des Gefreiten Felix Pech​

Das hier ist die Geschichte von Felix Pech.

Gefreiter. Erkundungsspezialist. Ehemann. Vater. Und vermutlich der erfolgloseste Soldat, den das Imperium je in einen Transporter gesteckt hat.
Seine Eltern nannten ihn Felix "der Glückliche" weil sie hofften, das Schicksal würde den Wink verstehen.

Das Schicksal verstand den Wink.
Es lachte. Und schickte ihn nach Ferrus Magna.

Was folgt, sind die Tagebucheinträge eines einfachen Mannes, der eigentlich nur nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern will. Stattdessen sitzt er in den Schwefelgruben einer sterbenden Makropole fest, unter drei Sonnen (von denen eine definitiv nicht da sein sollte), zusammen mit sechs Fremden, die er nicht leiden kann.

Es ist keine Geschichte von Helden.
Es ist die Geschichte von Leuten, die versuchen, nicht zu sterben.


Meistens.
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"Manche Männer werden geboren um Großes zu vollbringen. Manche Männer werden geboren um Großes zu bezeugen. Und manche Männer werden geboren um in einem Loch zu sitzen das nach faulen Eiern riecht und sich zu fragen, was zum Teufel alles schiefgelaufen ist."

Felix Pech, irgendwo unter Ferrus Magna

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Eintrag 1 - Die Schwefelgruben von Ferrus Magna​

Imperialer Standardtag, Unbekannte Position: Irgendwo unter der Oberfläche. Riecht nach faulen Eiern und Reue.

Meine Eltern nannten mich Felix, weil sie auf das Glück hofften.
Ich bin gerade in einem brennenden Transporter durch die Atmosphäre einer verfluchten Welt gestürzt, habe die Landung nur überlebt weil ich auf irgendeinem betenden Verrückten gelandet bin, und jetzt sitze ich in einem Loch das nach dem Inneren eines kranken Grox riecht.

Das Glück ist da. Es lacht sich kaputt.
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Ich sollte von vorne anfangen. Für den Fall, dass jemand das hier findet. Für den Fall, dass es jemanden interessiert. Für den Fall, dass ich vergesse wie wir hier gelandet sind, was bei den Dämpfen hier unten durchaus möglich scheint.

Der Anflug auf Ferrus Magna war... ich will sagen "planmäßig", aber das wäre eine Lüge. Planmäßig wäre gewesen: Landung im Soltren Raumhafen, Aufstellung, Vormarsch. Ordentlich. Imperial. Bürokratisch korrekt.

Ich saß im hinteren Abteil des Transporters, eingequetscht neben einem Leutnant namens Cassander von Holt. Er hat mir das im Flug erzählt. Mehrfach. Zusammen mit seiner Familiengeschichte, seinen Auszeichnungen, und einer bemerkenswert detaillierten Beschreibung seines Anwesens auf irgendeiner Welt, deren Namen ich sofort vergessen habe. Drei Stunden Flug. Drei Stunden von Holt.

Dann: drei Sonnen am Himmel, von denen eine aussieht wie eine offene Wunde. Flakfeuer aus Positionen, die laut unseren Karten gar nicht existieren. Und dann dieser Moment, in dem unser Pilot schrie, dass "etwas mit den Instrumenten nicht stimmt".

Der Treffer kam von unten. Oder von der Seite. Oder von überall gleichzeitig unter Sol Mortis scheinen selbst die Grundregeln der Physik nur Empfehlungen zu sein.

Der Transporter brach auseinander. Einfach so. Als hätte jemand ein Spielzeug in der Mitte durchgerissen. Das hintere Abteil ,unser Abteil , wurde abgetrennt und stürzte separat. Wir wurden durchgeschüttelt wie Würfel in einem Becher. Ich erinnere mich an Schreie, an Funken, an das Gefühl von Metall das sich verbog.

Das Letzte was ich sah, bevor alles schwarz wurde, war das rote Licht von Sol Mortis durch einen Riss in der Hülle. Es fühlte sich an, als würde es zurückschauen.

Wir sind in einem Förderschacht gelandet. Aufgeschlagen. Das Wrack des Abteils hat den Sturz abgefedert ,größtenteils. Dass wir überlebt haben, war reines Glück.

Aber ich heiße Pech. Also war es wahrscheinlich das Glück von jemand anderem.
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Ich bin aufgewacht, weil jemand betete. Laut. Direkt neben meinem Ohr.
"Imperator, beschütze uns in dieser Stunde der Prüfung, führe uns durch das Tal der ..."

"Halt die Klappe", habe ich gesagt, oder eher gekrächzt.

Er hat nicht aufgehört. Ein hagerer Kerl mit eingefallenen Wangen und fiebrigen Augen. Er trägt mindestens siebzehn Aquila-Amulette , ich habe sie gezählt, während ich versuchte nicht zuzuhören. Nennt sich selbst "Bruder", obwohl er definitiv kein Priester ist. Die Uniform sagt Infanterie, der Blick sagt Fanatiker.
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Wir waren sieben. Sind sieben. Noch!

Das Wrack lag verkeilt zwischen rostigen Gerüsten und Pfützen von etwas, das ich nicht näher untersuchen wollte. Über uns: ein Loch im Gestein, durch das schwacher, gelblicher Dampf sickerte. Von den drei Sonnen war hier unten nichts zu sehen.

Kleiner Segen. Ich nehme was ich kriegen kann.
Leutnant von Holt war der Erste, der aufstand und sofort anfing, Befehle zu geben. "Aufstellung! Bestandsaufnahme! Wir brauchen einen Verteidigungsperimeter!"

Gegen was, fragte ich mich. Die Wände?
Cassander von Holt hat seinen Rang gekauft, nicht verdient.
Das sieht man an der Art wie er seine Karte hält. Richtig herum wäre ein guter Anfang gewesen.
Ich kannte seinen Namen. Drei Stunden neben ihm hatten dafür gesorgt. Von den anderen wusste ich nichts.
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Ein riesiger Kerl mit Narbengesicht saß einfach da und schärfte sein Messer. Er hatte Blut im Gesicht. Nicht seins, vermute ich. Sein Blick sagte: Frag nicht. Ich habe nicht gefragt.

Ein drahtiger Typ mit Technikerweste redete mit seinem Auspex. "Ja, ja, ich weiß. Aber die Signale sind diffus. Nein, hör zu..." Er hat das Gerät getätschelt. Wie ein Haustier. Es hat gepiept. Er hat gelächelt. Entweder ein Genie oder komplett verrückt. Wahrscheinlich beides.

Der Fromme betete.

Von Holt schrie.

Und dann war da noch ein Junge keine zwanzig, erstes Fussel am Kinn, Augen so groß wie Untertassen ,der fragte: "Gefreiter? Werden wir hier sterben?"

Ich habe ihn angesehen. Diese großen Augen. Diese Hoffnung. Erster Einsatz, dachte ich. Imperator steh ihm bei.

"Wahrscheinlich", sagte ich.

Eine Frau mit Sanitäter-Abzeichen schnaubte hinter mir. "Sehr motivierend."

"Ich bin Aufklärer, kein Kommissar."

"Offensichtlich." Sie zog ihre Medipack-Tasche enger. "Sonst wärst du erschossen worden. Für Defätismus."
"Aber der Tag ist noch jung. Und ich habe noch keine Waffe abegfeuert"

"Heb dir dein Feuer besser für später auf , ich denke wir werden noch jede Menge davon gebrauchen können"
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Wir haben eine Stunde gebraucht um festzustellen, was wir noch haben: sechs Lasguns, eine davon fragwürdig. Drei Magazine pro Person. Die Amulette des Frommen. Von Holts Karte, die er nicht lesen kann. Das Auspex des Technikers, das angeblich funktioniert, obwohl es Dinge anzeigt, die "unmöglich sein sollten". Das Messer des Großen. Das Medipack der Sanitäterin, halb leer.

Und mich. Den Aufklärer. Den Mann, der vorausgeht um festzustellen, ob es sicher ist.

Spoiler: Es ist nie sicher.
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Die Dämpfe hier unten machen etwas mit den Augen. Mit den Ohren. Ich höre manchmal Flüstern, aber wenn ich mich umdrehe, ist niemand da. Schatten bewegen sich falsch. Der Fromme sagt, es sind "Prüfungen des Imperators".

Der Fromme sagt viel.

Der Junge klammert sich an seine Lasgun wie an einen Teddybär. Der Große starrt in die Dunkelheit als würde er etwas sehen, das wir nicht sehen. Von Holt studiert seine Karte, als würde sie plötzlich anfangen, Sinn zu ergeben.

Und ich? Ich schreibe das hier. In ein Notizbuch, das ich eigentlich für Aufklärungsberichte verwenden sollte.

Nun. Dies ist ein Aufklärungsbericht.

Aufklärungsergebnis: Wir sind im Arsch.
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Morgen falls es hier unten so etwas wie "morgen" gibt werden wir versuchen, einen Weg nach oben zu finden. Zur Oberfläche. Zu den imperialen Linien.

Durch die Schwefelgruben. Durch eine Stadt, die laut Berichten "lebendig geworden" ist. Unter drei Sonnen, von denen eine nicht existieren sollte.

Sieben Soldaten. Keine Ahnung wo wir sind. Keine Ahnung wo wir hinmüssen. Ich kenne nicht mal alle Namen.

Aber wir haben den Frommen.Der betet für uns.

Imperator hilf uns.

Wobei wenn ich mir ansehe, wo wir gelandet sind vielleicht hat er das ja schon.
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Felix Pech Gefreiter, 47. Kallosianisches Regiment , Noch am Leben. Bis jetzt.
 
Auch bei mir wurde diese Woche wieder ein paar Imperiale Soldaten rekrutiert:

Den Bausatz möchte ich dabei nochmal explizit an alle empfehlen die z.b. Imperiale Soldaten darstellen möchten die nicht frisch von Cadia kommen. Die Chaossymbolik lässt sich einfach entfernen und ist nicht dominant angebracht. Eine Mischung mit Bausätze der Imperialen Armee sollte auch gut gehen.

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Sieht auch nach ner super Necromunda Gang aus.
 
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Auch wenn es hier noch in hässlichem Grau (hey! Bei den Temperaturen wird das Grundieren garantiert nix!!) zu sehen ist, auf nicht minder schlechten Fotos...

Dazu die 2 Storys in einem:

Der Hunger war zurückgekehrt.
Nicht der offene, rohe Hunger der ersten Monate, als Männer sich um Rationen prügelten und Offiziere verschwanden, weil sie „Fehler“ gemacht hatten. Dies war ein leiser Hunger. Ein disziplinierter. Einer, der sich festsetzte, ohne zu schreien.

Das 44. Halcyon sprach kaum noch seinen Namen aus.
In den Unterkünften, in den Verbindungstunneln zwischen den alten Logistikhubs, nannten sie sich selbst nur noch die Vergessenen.
Jorrek Bale wusste davon. Und er ließ es geschehen.

Acht Monate waren vergangen, seit Oberst Konn in seinem eigenen Befehlsstand gestorben war ...wurde – lautlos, effizient, nicht als Märtyrer. Sechs Monate, seit Sol Mortis erschienen war. Zuerst nur als Gerücht, dann als Gewissheit, die man nicht mehr ignorieren konnte. Seitdem bewegte sich Bale vorsichtiger. Die Adeptus Arbites waren wachsam geworden. Zu wachsam.

Dann kam die Meldung: Späher der Blutregister hatten etwas gefunden!
Eine stillgelegte Fleischerei, halbautomatisch, tief unter einem aufgegebenen Versorgungsstrang zwischen dem Distrikt Ferris und der Halle der Lügen. Ein Ort, der einst der Masse gedient hatte, bevor neue, effizientere Anlagen ihn ersetzt hatten. Vergessen – aber nicht tot.

Bale bestand darauf, selbst zu sondieren.

Der Zugang war schmal. Alte Warnsymbole, halb abgeschabt, halb bewusst ignoriert. Die Luft war kalt und schmeckte metallisch – und darunter lag ein Geruch, ...der nie ganz verschwand.
Ketten hingen von der Decke. Schwere Glieder, stellenweise zusammengefressen vom Rost. Haken, dutzendweise. Einige waren verbogen, andere noch scharf, alle sehr spitz. An den Wänden befanden sich dunkle Spuren, die kein Reinigungsservitor je vollständig beseitigt hatte, beseitigen hätte können.
Mordren Hale, Anführer des Trupps das Blutregister, ging voran. Sein Blick wanderte ruhig, prüfend. Ein Mann, der gelernt hatte, wegzusehen, wenn es nötig war – und genau hinzusehen, wenn es das Überleben verlangte.
Die Schlachtkammer war leer - die Ausweidekammer war es nicht. Und dann: Hinter einer schweren Servostahltür lag der Cutter.
Ein Ungetüm aus Förderbändern, Messerwalzen und Pressschnecken. Schalter für unterschiedliche Verarbeitungsstufen, sauber beschriftet, sachlich, ohne jede Scham:

  • Geschnetzeltes.
  • Hackfleisch.
  • Brät.
Ein Werkzeug, gebaut für Mengen, für Effizienz und für Gleichgültigkeit.
Der Korporal – ein hagerer Mann mit eingefallenen Wangen – räusperte sich.
„Man… man müsste nur Groxfleisch organisieren“, sagte er hastig. „Dann könnten wir sofort—“
Bale sagte nichts.
Er trat näher, legte die Hand auf das kalte Gehäuse des Cutters. Die Maschine wirkte wie schlafend, nicht tot. Sekunden vergingen. Niemand wagte zu sprechen.
Dann drehte Bale sich um.
„Bringt die Toten“, sagte er ruhig.
Der Korporal erstarrte.
„Und wenn ihr keine findet“, fuhr Bale fort, ohne die Stimme zu heben, „dann sucht in den Habitaten. Nehmt euch, was wir brauchen.“
Ein kurzes, scharfes Einatmen ging durch den Raum. Kein Protest. Kein offener Widerstand. Nur dieser eine Moment, in dem etwas Menschliches aufschrie – und dann verstummte.

Bale sah Mordren Hale an.
„Gorvax begleitet euch.“
Hinter ihm trat der Ogryn vor. Riesig. Still. Die schwere Keule locker in der Hand, als sei sie ein Werkzeug wie jedes andere. Seine Augen waren leer von Zweifel, aber nicht von Verständnis.
Mordren schluckte. Dann veränderte sich sein Blick. Entsetzen wich Berechnung.

„Wir… wir werden vorsichtig sein“, sagte er schließlich. „Keine Aufmerksamkeit.“
Bale nickte kaum merklich.

„Es wird Aufmerksamkeit geben“, sagte er. „Aber niemand wird sie einordnen können.“

Als sie gingen, blieb Bale allein zurück.
Der Cutter summte leise, als hätte jemand ein vergessenes Herz wieder angeschlossen.
Der Hunger der Vergessenen würde enden.

Und Ferrus Magna würde beginnen, sich zu erinnern –
auch wenn bald niemand mehr wusste, woran.




Zwei Monate später trugen die Vergessenen den Verfall offen.
Rüstungen waren geflickt, nicht repariert. Platten aus fremden Beständen oder Kettegeflechte ersetzten verlorene Segmente, Nieten standen hervor wie Narben. An Schultern und Helmen waren Haken, Dornen und gezackte Metallstreben angeschweißt – improvisiert, brutal, zweckmäßig. In den engen Gängen Ferrus Magnas, dort wo Gangräume, Wartungsschächte und Habitate ineinandergriffen, verschaffte das Vorteile - im Kampf gegen ausgehungerte Gangmilizen unterschiedlichster Arten oder der ...besonderen Opfer der Vergessenen.
Nahkampf war keine Wahl mehr. Er war unvermeidlich.

Der Trupp Blutregister nannte sich nun anders.
Das Knochenregister.
Der Name setzte sich still durch. Niemand wusste mehr genau, wer ihn zuerst ausgesprochen hatte.
Und es war wieder Mordren Hale, der Jorrek Bale den nächsten Hinweis brachte. Kein Bericht, keine formelle Meldung – nur ein zerknitterter Wisch, grob gedruckt, an den Rändern eingerissen. Ein Flyer. Unauffällig, fast banal.

VERSAMMLUNG ALLER WERKER
Tiefenlevel Kappa-Neun-Sieben
Halle der Stillen Lasten
Übernächster Abend – nach dem Schichtsignal
Kommt allein. Kommt schweigend.

Keine Symbole. Keine Parolen.
Aber zwischen den Zeilen lag Erwartung. Und etwas anderes. Etwas, das zog.
Die Halle lag weit entfernt von den Versorgungswegen der Vergessenen Register. Zu weit, um Verdacht zu wecken. Zu tief, um zufällig entdeckt zu werden.
Bale entschied sofort: er würde selbst gehen. Mit Mordren und mit ausgewählten Männern des Knochenregisters. Und dieses Mal ohne Gorvax - zu viel Aufmerksamkeit. Und alle würden Inkognito. gehen, keine schweren Waffen oder Lasguns.





Die Halle der Stillen Lasten war eine gewaltige Leerstelle aus einer besseren Zeit. Kräne hingen reglos unter der Decke. Säulen aus schwarzem Ferrobeton zogen sich in die Höhe. Das Licht war schwach, gestreut, kaum mehr als ein Schimmern alter Leuchtkörper.
und es waren zu viele Menschen. Hunderte. Vielleicht sogar tausende.
Makropolwerker, Instandhalter, Lastenträger, Schichtaufseher – alle in dunkle Lumpen gehüllt, Decken über Schultern und Köpfen, um Gesichter zu verbergen. Der Geruch war dicht: Angst, Schweiß, alte Maschinenöle. Geflüster lag wie ein Summen in der Luft. Spekulationen. Hoffnungen. Furcht.
Bale und Mordrens Männer verteilten sich an den Säulen, wartend und beobachtend.

Dann wurde es unvorhergesehen noch dunkler. Fast schlagartig erloschen mehrere Lichtquellen. Nur noch vereinzeltes Glimmen.
Das Geflüster erstarb sofort.
Und plötzlich: ein Fauchen.
Flackerndes Licht brach auf – Feuer.
Erst jetzt erkannte Bale die Bühne, die sich weiter vorn erhob, sofern man in dieser Halle eine Richtung definieren konnte.
Ein berockter Mann, mit blankem Schädel und freigelegten, muskulösen und offenbar eingeölten Armen sowie einem seltsamen, mit langen Hörnen versehenen, segmentierten Rumpfpanzer, schwenkte einen Flammenwerfer mit langer Lanze. Er schoss Feuerstöße in Richtung der Decke, nach links, nach rechts. Nichts wurde zerstört. Alles wurde gesehen.

Mit jedem Aufflammen zeichnete sich eine Gestalt ab:
Dunkel gerüstete Menschen, manche mit Messingplatten verstärkt, bewaffnet mit Handfeuerwaffen und Nahkampfgeräten – improvisiert oder echt. Viele trugen Messingmasken oder Helme, deren Formen weder militärisch noch dekorativ waren. Sie wirkten… rituell.

Dann kam die Stimme.
Tief. Grollend. Dennoch angenehm und fordernd - überall.

Ich bin Severian Threx! - Und ich bin die Stimme der letzten Wahrheit!!!

...Hallte es durch die Dunkelheit. Die Menge erstarrte. Schwere Schritte hallten.

In der Dunkelheit erschien ein Lichtkegel, in seinem Strahl zunächst Leere – und dann trat eine Gestalt, die Bale den Atem raubte in eben diesen:

Ein Space Marine.

Schwer gepanzert. Übermenschlich. Ein Engel des Todes. Atemberaubend, lebende Legende, nahezu göttliche, zeitlose Vitalität ausstrahlend!

Neben ihm zwei Gestalten:
Eine, gekrümmt unter der Last eines schweren Buches, auf dem Rücken eines ebenso schweren Gestells tragend.
Die andere schwenkte rhythmisch ein Weihrauchgefäß. Der Duft breitete sich aus, überlagerte den Gestank der Menge – klar, fremd, berauschend. Er schärfte den Geist und flüsterte zugleich von Geheimnis, Freiheit, Bedeutung.
Staunen ging durch die Halle. Viele sanken, ohne es bewusst gewollt zu haben, auf die Knie, stolperten mit ausgestreckten Armen auf diese Gestalt zu, stolperten, fielen, wanden sich vor Sehnsucht, diese Erscheinung begreifen zu wollen.

Bale spürte es selbst.
Eine Spannung. Ein Ziehen. Einen Impuls, vorzutreten, sich unterzuordnen. Er musste jede Disziplin aufbringen, die er sich über Jahrzehnte antrainiert hatte, um stehen zu bleiben.

Dann sprach Severian Threx. Die erste Predigt Severian Threx' in Ferrus Magna!

„Ihr fragt, warum ihr vergessen wurdet.
Ich sage euch: Ihr wurdet geopfert.
Die Krone hat euch gezählt – und verworfen.
Aber ich habe euch gesehen.
Hört mich, Kinder Ferrus Magnas:
Es gibt eine letzte Wahrheit.
Und sie gehört nicht denen über euch.
Sie gehört denen, die hier unten leben.
Und sterben.

Und neu geboren werden.“

Dann schwieg er.
Einen Herzschlag lang. Dann verschwand er wieder in der Dunkelheit. In aller Stille, als hätte es ihn nie gegeben.

Der Flammenwerfer brüllte erneut auf. Feuer schnitt durch die Luft, während der Flammende und seine Getreuen sich zurückzogen. Die Halle blieb zurück – bebend, verändert.
Jorrek Bale wanndte sich um und nahm Blickkontakt mit seinen Begleitern auf. Ähnlich, wie die meisten anderen Anwesenden, kamen sie nur langsam in Bewegung, als würde ihr Bewusstsein noch einem Traum stecken, dem sie gerade noch intensiv ausgesetzt waren. Sie sammelten sich und verschwanden in den Abgründen von Ferrus Magna, aus denen sie gekommen waren. Mehrere Augenpaare hinter dunklen, hermetischen Augengläsern, die über dunkle Atemmasken saßen, folgten ihnen mit ihren Blicken. Knapp unter der Deck , als würden sie schweben, glitzerten schwach glühende Sensoren, die in der Kieferregion eines ehemals menschlichen Schädels implementiert waren.


Bale dachte lange über diese Nacht nach.
Und kam zu einer einzigen, unumstößlichen Erkenntnis:
Er musste Severian Threx finden.
 
Ich schmeiß meinen Vashtorr noch mit rein, mehr hab ich leider dann nicht mehr im Januar geschafft 😅 Muss auch nochmal ans Base ran, die Reality distortion könnte noch bisschen mehr sein. und die Umpositionierungen der Arme und Flügel mit Ketten oder so retuschieren. N Probelauf für Klauenmonster und Schmiedemonster kommt dann Februar
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