Ferrus Magna - Narratives Kampagnen Ende - Das Ende einer Welt
Monatelang tobte der Krieg um Ferrus Magna.
Was als Kampf um Fabriken, Raumhäfen und Versorgungslinien begann, entwickelte sich zu einem Krieg um die Seele einer ganzen Welt. Jede Fraktion brachte ihre größten Helden, ihre mächtigsten Kriegsmaschinen und ihre letzten Reserven auf das Schlachtfeld. Millionen starben in den Straßen der Makropole. Milliarden weitere wurden Zeugen einer Wahrheit, die das Imperium seit zehntausend Jahren zu verhindern versucht.
Denn Ferrus Magna war niemals nur eine Welt.
Sie war ein Schlüssel.
Im letzten Kapitel mobilisierte das Imperium alles, was noch verfügbar war.
Die Inquisition entsandte ihre Agenten.
Das Astra Militarum opferte ganze Regimenter.
Die Custodes erschienen auf Ferrus Magna.
Die Salamanders kämpften unermüdlich gegen die Seuchen der Death Guard und verhinderten, dass Nurgles Gaben unter den Flüchtlingen zur endgültigen Vernichtung führten.
Die Söhne des Russ schrieben ihre eigene Legende.
Am Raumhafen hielten sie gegen einen scheinbar endlosen Ansturm korrumpierter Sororitas, Chaos-Renegaten und zahlloser Kultisten stand. Welle um Welle brach gegen ihre Verteidigung. Doch sie wichen keinen Schritt zurück.
Während Ferrus Magna um sie herum im Feuer versank, starteten Transporter um Transporter.
Zehntausende Soldaten.
Unzählige Zivilisten.
Kinder.
Verwundete.
Relikte.
Archive.
Nicht Ferrus Magna wurde gerettet.
Aber ein Teil der Menschheit.
Es war der größte Triumph des Imperiums.
Und zugleich sein letzter.
Während der Raumhafen standhielt, tobte im Herzen der Makropole eine andere Schlacht.
An der Helios-Bastion trafen die Iron Warriors auf einen gewaltigen Waaagh!
Zwei monströse Squiggofanten dienten den Orks als lebende Rammböcke. Hinter ihnen folgten Stompas, Panzerkolonnen und unzählige Grünhäute. Es war der größte orkische Angriff der gesamten Kampagne.
Doch gegen die Belagerungskunst der Iron Warriors genügte rohe Gewalt nicht.
Die Feuerwinkel waren perfekt berechnet.
Jede Straße war vermessen.
Jede Annäherung einkalkuliert.
Als die ersten Squiggofanten die Bastionsmauern erreichten, eröffnete die Belagerungskohorte das Feuer.
Artillerie.
Panzer.
Dreadnoughts.
Unablässiges Speerfeuer.
Der Boden selbst bebte unter den Einschlägen.
Die grüne Flut wurde zerschlagen.
Die Rammböcke fielen.
Die Bastion hielt.
Und mit ihr blieb einer der letzten Resonanzknoten aktiv.
Die Energie der Helios-Bastion floss weiter in das Ritual.
Auch die Xenos erkannten schließlich die Wahrheit.
Die Aeldari marschierten mit uralten Wraithkonstrukten in das Kathedralenviertel, um die Ritualstätten zu vernichten. Doch dort erwarteten sie die Emperor's Children und die Death Guard!
An ihrer Spitze kämpfte Fulgrim persönlich.
Gemeinsam mit den Legionen der Death Guard verwandelten sie den heiligen Bezirk endgültig in einen Tempel des Exzesses und der Verwesung.
Die Kathedralen fielen.
Das Ritual ging weiter.
Im Herzen Ferrus Magnas, tief unter den Ruinen der Stadt, wagten die Ynari ihren letzten Versuch.
Begleitet von einem manipulierten Tyranidenschwarm stießen sie bis zu den Hallen der Lügen vor. Ihr Ziel war klar:
Das Herz des Rituals zerstören.
Doch dort warteten bereits die Alpha Legion und das Dark Mechanicum.
Jeder Zugang war vorbereitet.
Jede Sprengladung erwartet.
Jeder Angriff einkalkuliert.
Die Halle der Lügen wurde zum Grab ihrer Feinde.
Das Ritual wurde nicht unterbrochen.
Es wurde vollendet.
Der letzte Spieltag war das letzte Puzzel Teil der Kampagne.
Hier wurde nicht mehr um einzelne Sektoren gekämpft.
Nicht mehr um Bastionen.
Nicht mehr um Ressourcen.
Hier wurde über das Schicksal einer Welt entschieden.
Im gesamten Monat konnten das Imperium und Xenos zwar ihre Stellungen sichern, aber...
Jena stand im Zeichen des Chaos.
An jedem entscheidenden Schauplatz setzten sich die Diener der Dunklen Götter durch.
Sie hielten ihre Ankerpunkte.
Sie vollendeten ihre Rituale.
Sie brachen jeden letzten Versuch, Sol Mortis aufzuhalten.
Dann…
verstummte Ferrus Magna.
Für einen einzigen Herzschlag.
Maschinen schwiegen.
Waffen verstummten.
Selbst der Warp hielt den Atem an.
Dann zerriss die Realität.
Über Ferrus Magna erhob sich Sol Mortis.
Nicht länger als Mond.
Nicht länger als Himmelskörper.
Sondern als gewaltiges Warpgestirn.
Schwarzes Licht ergoss sich über die Makropole.
Kathedralen zerbarsten.
Gebirge brachen auseinander.
Kontinente verschwanden im Immaterium.
Milliarden Seelen wurden in einem einzigen Augenblick verschlungen.
Ferrus Magna verbrannte nicht im Feuer.
Sie verbrannte in den Flammen des Warps.
Mit dem Aufstieg Sol Mortis endete der Krieg um Ferrus Magna.
Doch ein weitaus größerer Krieg begann.
Warpstürme breiteten sich über das gesamte System aus.
Imperiale Flotten verloren den Kontakt.
Astropathische Botschaften verstummten.
Dämonen manifestierten sich auf weiteren Welten.
Der gesamte Sektor wurde von den Energien Sol Mortis' überflutet.
Ferrus Magna war gefallen.
Doch sie war nur die erste Welt.
Die Geschichte von Ferrus Magna ist beendet.
Die Welt konnte nicht gerettet werden.
Das Chaos errang seinen größten Triumph.
Doch selbst in der dunkelsten Stunde blieb Hoffnung bestehen.
Denn irgendwo jenseits des Warpsturms leben jene weiter, die am Raumhafen gerettet wurden.
Sie werden erzählen.
Von den Helden.
Von den Verrätern.
Von den Xenos.
Von der Welt, die den Himmel selbst brennen sah.
Und vielleicht werden eines Tages…
ihre Kinder zurückkehren, begleitet von treuen Dienern des Imperators.
Nicht um Ferrus Magna zu retten.
Denn sie ist verloren.
Sondern um Sol Mortis zu vernichten.
Ferrus Magna ist gefallen.
Sol Mortis erhebt sich.