GW Lawsuit gegen Ghamak

GW möchte wie jedes andere Unternehmen (auch Geld verdienen und) seine Marken zu schützen (gehört dazu.)
Das ist zwar der Aufhänger, doch nur zum Teil der Grund für solche Klagen. GW weiß, dass sie hierbei mehr verlieren als gewinnen können, der CHS-Fall hat mit den 20.000 US$ Schadensersatz nichtmal die eigenen Aufwendungen gedeckt...

Jedoch, GW beschäftigt richtige Designer und untersagt ihnen privat oder gar geschäftlich Warhammer-ähnliche Designs zu erstellen bzw. zu verbreiten. GW hat in seinen Verträgen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Phrase stehen, in welcher GW sich verpflichtet die Arbeit ihrer Designer zu schützen und hier wirds dann heikel für GW. Wenn jeder minder talentierte Besitzer von zBrush ungestraft GW-Designs kopieren, leicht abwandeln und kommerzielle Drucklizenzen verhökern darf, werden die angestellten Künstler nachdenken ob man GW abmahnen kann und eine Form von Schadensersatz einfordern - das ist die Crux in der Sache!

Weder sind Leute wie Pizzo und Konsorten durch die kreativen Findungsprozesse aus Konzepterstellung, Protodesigns und so weiter gelaufen, noch sind sie wirklich kreativ, bestenfalls sinds Dekorateure, deren Talent sich darauf beschränkt, 360° Ansichten bei richtigen Herstellern, von wirklichen Künstlern zu kopieren und ihre "eigene" Version fremder Federn zu verkaufen und das ist, was einen Jes Goodwin anpisst, deswegen zieht sein Arbeitgeber in den Krieg...
 
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Nur "kopiert" die Firma halt selber viel zu gerne.
Wenn die Konzeption bereits entscheidend wäre, musst du mit dem Maß auch Lykis messen, die dann auch eine "1:1 Kopie" des Spectral Spinner Prime von Artel W wäre, die ihrerseits die Warpspinnen "kopiert" haben und denen einen Phönixkönig gaben. Von den ganzen anderen IPs bei denen sich GW bedient und bedient hat, fangen wir besser nicht an.

Und dann fragt man nach dem Zweck. Wenn jemandem die Modelle von Garmak gefallen haben, dann wird der danach vielleicht doch ein GW Produkt kaufen. Wenn es ums Sparen geht, wird halt auf den nächsten ausgewichen. Ob das also auch nur paar Euro mehr in die Kasse spült bezweifel ich mal.

Da wäre mir ein gegenseitiges abschauen für mehr Kreativität auf allen Seiten deutlich lieber. Lykis hat ja gezeigt, wie das geht und hat ein wunderbares Modell.
 
Wenn GW dann verklagt wird... Sind wir dann auf deren Seite? 🤔

Am besten, man ist auf gar keiner Seite und lässt das einfach Gerichte klären, die das hoffentlich objektiv nach geltenem Recht entscheiden. Ist meist auch besser für den Blutdruck, haha. Man muss ja nicht immer polarisieren, auch wenn das unser Zeitgeist ist. Oft sind die Dinge halt mannigfaltiger Natur.

Ich habe gesprochen.

Sorry für die Mandalorian-Referenz, aber ich mache gerade einen Rewatch der Serie, haha.
 
Ist das denn passiert? Komischerweise ist Finanzstärke da immer ein Faktor.

Ja da kauft man sich halt raus bevor es offiziell wird. Die werden das ja nicht an die große Glocke hängen.

Also könnte ja GW theoretisch schon die Erlaubnis haben für gewisse Dinge. Das aber ebenso Theoriehammer.

Aber wir wissen auch, dass der Kleine schnell den Großen verklagt sobald er n validen Claim hat. Und der Große zahlt lieber den Kleinen als den Rechtsstreit.

Was vermutlich auch relevant ist, ist wenn das Zeug wohl kopiert hat bevor sie Leute sich das international haben schützen lassen.
 
Ja da kauft man sich halt raus bevor es offiziell wird. Die werden das ja nicht an die große Glocke hängen.
Also hast du einen Beleg dafür? Mir ist halt kein Fall bekannt. Ich habe aber auch nicht danach gesucht. Und zurück zu deiner Frage, fände ich vermutlich genauso dumm. Kann ich dir aber erst sagen, wenn der Fall eintritt und sicherlich auch nicht belegen.

Und das gilt in alle Richtungen, wenn, wem auch immer Starwars gehört GW wegen der Sentinels anpisst, ist es für die Community genauso kacke, wenn nicht übler als anders herum. Der ist dann auch in keinem Legends PDF mehr. Frag mal Air Neos von Yugioh 😜
Jetzt geht die Neiddebatte los 🙄
Und deine Aufgabe ist hier mit Einzeilern die Stimmung zu heben? Da ich selber beteiligt bin, werde ich dagegen aus Prinzip nichts unternehmen, wenn das aufgrund deiner Provokationen jedoch eskaliert, gebe ich das gerne an einen unbeteiligten Kollegen weiter.
 
Evtl. übersehe ich was, daher würde ich um Aufklärung bitten.

Meine laienhafte Interpretation der Klage sagt mir, dass es bei ihr darum geht, dass Firma X ein großes Invest macht um Bedarf beim Kunden zu erzeugen und Firma Y sich einfach auf diesen Bedarf setzt und das Invest von X benutzt um Kasse zu machen.
Dies in dem Produkte Angeboten werden, die nicht einmal so tun, als würden sie existieren, wenn es den geschaffenen Bedarf von X nicht gäbe.

Da ist für mich doch gar nicht die Frage ob die Dinge ähnlich aussehen und wer von wem abgeguckt hat, weswegen wird aber genau das so intensiv hier behandelt? Ist das nicht eigentlich OT 🤔?

cya
 
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Ich habe gerade gelesen, dass die Nachfahren von Astrid Lindgren aktuell gegen eine Firma aus Kroatien vorgehen, die eine Limonade namens „Pipi“ vertreiben, auf deren Etikett ein freches Mädel mit Zöpfen prankt. Als Grund wird ebenfalls Verwechslungsgefahr mit der echten Pippi Langstrumpf angeführt. Im Prinzip unsere Sache mit der „unfair competition“.

Auch wenn ich es schräg finde, eine gelbliche Limonade namens „Pipi“ zu vertreiben, kann man auch hier bestimmt unterschiedlicher Meinung sein, was den Tatbestand anbelangt. Dennoch hilft es uns vielleicht, auf den „Pipi“-Fall zu schauen, um unsere Debatte ein wenig zu deeskalieren. Zum einen ist die Astrid Lindgren AG kein übermächtiger Global Player, zum anderen sind wir dort wahrscheinlich nicht so emotional eingebunden wie bei unserem Plastikcrack.

Also ich kann im Fall „Pipi“ die Interessen und Grundhaltungen beider Parteien verstehen. Wie auch in unserem Plastikcrack-Fall.

Zwei Quellen:
Astrid Lindgrens Erben klagen gegen "Pipi"-Limo
Astrid Lindgren verklagt Pipi
 
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Da ist für mich doch gar nicht die Frage ob die Dinge ähnlich aussehen und wer von wem abgeguckt hat, weswegen wird aber genau das so intensiv hier behandelt? Ist das nicht eigentlich OT 🤔?

Ja. Aber wir haben nur die Aufmerksamkeitsspanne eines TikTok Videos. Deswegen müssen wir das aufgreifen was uns als erstes triggert.
 
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Ist das denn passiert? Komischerweise ist Finanzstärke da immer ein Faktor.
Beinahe.

GW ist eine Autorin angegangen weil die ein Buch "Spots the Space Marine" geschrieben hat.
Keinen hats interessiert bis GW den Dicken gemacht hat. Daraufhin hat der US Autorenverband GW dezent darauf hingewiesen das sie den Begriff bis zurück ins Jahr 1916 oder so verfolgen können und die Rechte des Original-Urhebers haben.

Resultat, GW hat den Rückzug angetreten.
 
Weder sind Leute wie Pizzo und Konsorten durch die kreativen Findungsprozesse aus Konzepterstellung, Protodesigns und so weiter gelaufen, noch sind sie wirklich kreativ, bestenfalls sinds Dekorateure, deren Talent sich darauf beschränkt, 360° Ansichten bei richtigen Herstellern, von wirklichen Künstlern zu kopieren und ihre "eigene" Version fremder Federn zu verkaufen und das ist, was einen Jes Goodwin anpisst, deswegen zieht sein Arbeitgeber in den Krieg...
Hm, naja, man darf da den kreativen Schaffensprozess von GW nun aber auch nicht überbewerten. Die haben sich in der Vergangenheit auch gerne links und rechts bei anderen bedient. Sei es nun bei Dune, Tolkien, Starship Troopers, den Römern, usw.
Etliche Namen im Warhammer Hintergrund sind aus anderen Werken geklaut.
 
Evtl. übersehe ich was, daher würde ich um Aufklärung bitten.

Meine laienhafte Interpretation der Klage sagt mir, dass es bei ihr darum geht, dass Firma X ein großes Invest macht um Bedarf beim Kunden zu erzeugen und Firma Y sich einfach auf diesen Bedarf setzt und das Invest von X benutzt um Kasse zu machen.
Dies in dem Produkte Angeboten werden, die nicht einmal so tun, als würden sie existieren, wenn es den geschaffenen Bedarf von X nicht gäbe.

Da ist für mich doch gar nicht die Frage ob die Dinge ähnlich aussehen und wer von wem abgeguckt hat, weswegen wird aber genau das so intensiv hier behandelt? Ist das nicht eigentlich OT 🤔?

cya
Meines Erachtens nach gehört da aber dann eine gewisse Ähnlichkeit der Miniaturen dazu.
Klar, GW setzt sich hin, entwirft ein Spiel, entwirft einzelne Fraktionen wie z.B. Space Marines und legt fest ein Trupp besteht aus X Modellen die so und so bewaffnet sind.
Sie bauen sich einen großen Markt und eine große Community auf.
Jetzt geht ein Ghamak her und denkt sich cool "ich bastel jetzt auch mal so einen Trupp mit X Modellen und den gleichen Waffenoptionen wie GW und verkaufe die für die Hälfte"
Das funktioniert dann ja auch nur wenn die Modelle als Einheit X mit jener Bewaffnung erkennbar sind.

An der Stelle finde ich Ghamak durchaus auch etwas grenzwertig, weil ich finde dass man genau diese Absicht da deutlich rausliest. Und ich finde dass er sich da etwas scheinheilig als Opferlamm darstellt.
Allerdings, wenn man GW auf dieser Grundlage, dass man dessen Minis ja für ihr Spiel einsetzen kann, nun recht gibt, öffnet das Tür und Tor jeden anderen Anbieter von alternativen Minis wegzuklagen.
 
Allerdings, wenn man GW auf dieser Grundlage, dass man dessen Minis ja für ihr Spiel einsetzen kann, nun recht gibt, öffnet das Tür und Tor jeden anderen Anbieter von alternativen Minis wegzuklagen.

Wobei man dann ja der Meinung sein könnte, dass bei gleichem Tatbestand jede Firma dem selben Urteil unterliegen sollte, ob jetzt zum Nachteil oder nicht. Wenn Gerichte entscheiden, dass das, was Ghamak da macht, nicht rechtens ist, dann sollte es ja auch für andere Firmen gelten, die genauso verfahren. Sollte ja nicht davon abhängig sein, ob man den einen Anbieter jetzt sympathisch findet und den anderen nicht, oder? Wenn du Gharmaks Geschäftsmodell als teils grenzwertig bewertest, sollte das für andere Anbieter ja auch so gelten. Natürlich muss jeder Fall individuell geprüft werden, aber wenn man ein vergleichbares Geschäftsmodell fährt, sollte man auch vergleichbare Konsequenzen oder Nicht-Konsequenzen erfahren. Wäre ja nur fair bzw. "rechtens", haha.

Aber wie gesagt, ich kann beide Seiten in dieser Kontroverse verstehen.
 
weil ich finde dass man genau diese Absicht da deutlich rausliest
Und da wird es eben auch ein bisschen schwammig. Für Cathay bei Old World gibt es auch Designs, die in die japanische Richtung gehen. Das Design weicht ab, die Intention das als Ersatz zu spielen zu nutzen ist allerdings auch da gegeben. Gleiches gilt übrigens auch für sämtliche imperialen Regimenter die es da draußen so gibt.
 
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Das funktioniert dann ja auch nur wenn die Modelle als Einheit X mit jener Bewaffnung erkennbar sind.

Bei der ganzen Thematik muss ich immer schmunzeln weil Anno damals (tm) war es das Ziel von Alternativmodellen soweit wie möglich weg zu sein vom GW Modell um auf dem Spieltisch innovativ und individuell zu sein.
Aber heute würde sowas wohl modelling for Advantage genannt werden.

aber wenn man ein vergleichbares Geschäftsmodell fährt, sollte man ähnliche Konsequenzen oder Nicht-Konsequenzen erfahren.

Sollte man. Aber wenn ein Unternehmen das nicht rechtlich einfordert entscheidet man das als Konsument.
 
Das ist zwar der Aufhänger, doch nur zum Teil der Grund für solche Klagen. GW weiß, dass sie hierbei mehr verlieren als gewinnen können, der CHS-Fall hat mit den 20.000 US$ Schadensersatz nichtmal die eigenen Aufwendungen gedeckt...

Jedoch, GW beschäftigt richtige Designer und untersagt ihnen privat oder gar geschäftlich Warhammer-ähnliche Designs zu erstellen bzw. zu verbreiten. GW hat in seinen Verträgen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Phrase stehen, in welcher GW sich verpflichtet die Arbeit ihrer Designer zu schützen und hier wirds dann heikel für GW. Wenn jeder minder talentierte Besitzer von zBrush ungestraft GW-Designs kopieren, leicht abwandeln und kommerzielle Drucklizenzen verhökern darf, werden die angestellten Künstler nachdenken ob man GW abmahnen kann und eine Form von Schadensersatz einfordern - das ist die Crux in der Sache!

Weder sind Leute wie Pizzo und Konsorten durch die kreativen Findungsprozesse aus Konzepterstellung, Protodesigns und so weiter gelaufen, noch sind sie wirklich kreativ, bestenfalls sinds Dekorateure, deren Talent sich darauf beschränkt, 360° Ansichten bei richtigen Herstellern, von wirklichen Künstlern zu kopieren und ihre "eigene" Version fremder Federn zu verkaufen und das ist, was einen Jes Goodwin anpisst, deswegen zieht sein Arbeitgeber in den Krieg...
Kommt mir echt komisch vor – oder besser gesagt, es überrascht mich.

In der Filmindustrie hat man ja bekanntlich oft mit Designs von Monstern, Fahrzeugen und Ähnlichem zu tun.
Dort liegen die vollständigen Rechte in aller Regel bei den Studios.

Anders ist es bei Videospielstudios auch nicht.
Shi Kai Wang, der die Grundlage für das Design des Master Chiefs in Halo geschaffen hat, bekommt keinen Dollar, wenn ein weiteres Spiel erscheint.

Verdienen die Designer bei Games Workshop also am Verkauf der Miniaturen die deren Design besitzen mit, oder welche Rechte genau schützt Games Workshop hier eigentlich für sie?