Nachdem ich beim letzten Spiel gegen VanSan nicht dazu gekommen bin, ein bisschen mehr zu schreiben, versuche ich es diesmal. Also ran an den Speck.
Das Spiel war in vielerlei Hinsicht für mich besonders, weil wir das erste mal 3000 Punkte gespielt haben, ich endlich genug bemalt habe, dass ich meine Liste stärker variieren kann und weil wir auf neuem Gelände gespielt haben. Dazu kamen noch die neuen Missionskarten.
Grundlegend ist jeder Besuch von VanSan ganz großes Kino, ich kann es nicht oft genug wiederholen: Er fährt 90 Minuten einfach zu mir, baut auf, wir zocken bis halb eins / eins nacht, und dann fährt er wieder zurück. Das ist nicht selbstverständlich und richtig genial und dafür bin ich fetzen dankbar.
Unsere Armeen:

Wir haben also mit den Missionskarten gespielt. Diese ändern das Spiel komplett und wie ich finde zum Guten. Man zieht drei Karten mit drei Missionen bzw. einem Vorteil im Spiel, wenn man die Mission nicht spielen will. Am Ende der Runde kann man ablegen und wieder auf drei aufziehen. Dadurch wird das Spiel dynamischer, weil Einheiten weniger auf einem Fleck bleiben müssen, es wird enger, weil nicht eine Seite mit den Punkten jede Runde vorprescht und es wird somit auch leichter, wieder aufzuholen.
Der Tisch ist schon eine Augenweide, ein Traum und macht die Bewegung mal ganz anders.
Wir fangen an und VanSan hat seinen dicken Warmaster eher auf der von mir aus gesehen rechten Flanke, zentral die Mastodons und Deredeus, dahinter die Whirlwinds, links die Panzer mit Shock Pulse und ein paar Termin. Ich hatte auf dieser linken Seite meine Thallax, den Lancer und zwei Titanen, zentral die Thanatar und Domitar sowie Arlatax und auf der anderen Seite Infanterie mit ein wenig Unterstützung des Reaver sowie der Armiger.
Aufstellung aus meiner Sicht
Mein Ziel in der ersten Runde ist es, auf der linken Flanke ein Haus zu zerstören (idealerweise mit Triaros, weil die super sind) und dann Termin und Co mit meinen Thallax zu bedrohen, zentral mit den Thanatar etwas Feuer zu binden und meine Titanen einzusetzen, um seinen Warmaster klein zu machen. Im Feuer der Imperial Fists gehen leider meine Triaros auf der linken Flanke, daher muss ich ein anderes Gebäude mit Thanar zerschießen, ich schaffe ich es, die Schilde des Warmaster zu reduzieren und der rüstet dann gegen eine der beiden Vulcan Cannons. Rechts brechen mir die Armiger weg, die für die Flieger einfach ein perfektes Ziel waren.
Linke Flanke - noch sind die Triaros da und wollen ein Haus kaputt fahren
rechte Flanke - die Technik Thralls eilen über die Plaza
In Runde zwei merke ich, dass es links eng wird. Die beiden Panzer mit Shock Pulse ärgern mich in Bezug auf die Titanen (die nach Treffer nur einmal schießen dürfen) und ich fürchte, dass ich zu wenig habe, um mich hier zu verteidigen. Gleichzeitig steht hier der Warbringer, der als einziger dem Warmaster weg tun kann. Also lege ich in der Runde alles so an, dass der Warmaster weg ist und hoffe, dass ich die Flanke dann wieder holen kann. Mein Lancer soll derweil die Termin und die Panzer binden, geht aber vollends im Abwwhrfeuer der Deredeus unter. Das ist schlecht, weil es mich die Flanke kostet. Hätte der Lancer hier eine Runde etwas mehr aufhalten können, wäre ich in der nächsten Runde mit den Titanen flexibler gewesen. Auf der rechten Flanke komme ich nur knapp an das Missionsziel (nur ein Modell stand in 3 Zoll), so dass VanSAn es mir gut verweigern kann. Er punktet zweimal, ich nicht.
Blick auf die recht Shooting Lane aus Sicht der Imperial Fists am Ende der zweiten Runde
Wir spielen noch die dritte Runde und ich habe theoretisch drei Ziele auf der Hand, von denen ich zwei machen kann (Punkt auf der rechten Flanke halten, zwei Detachments von VanSan ausschalten), eins wird schwieriger. VanSan hat theoretisch 3 mögliche Ziele, die ich aber auch etwas verweigern kann. Es geht los und ich muss - um ihn an den Missionszielen zu hindern - sehr blöde Entscheidungen treffen, beispielsweise mit dem Warbringer auf 4 Land Raider zu schießen, die sonst außerhalb meiner Sichtline in Sicherheit sind und Punkte holen. Dadurch wir natürlich der ganze Beschuss weniger valide und sinnvoll aufgeteilt. Aber es hilft ja nix, die Schüsse reichen nicht und VanSan hat quasi eh schon den Sieg, er schafft es aber noch, sich im Spielverlauf weitere Punkte zu holen, so dass es am Ende glaub ich 5:3 stand.
Die linke Flanke aus meiner Sicht - frei nach Théoden: "So viel Gewalt. Was können brave Roboter gegen solch rücksichtsloses Gelb tun?"
Der Warbringer wird im Feuer der Mastodons untergehen
Fazit: Ja klar, jederzeit wieder.
Das Spielfeld war richtig klasse, ich habe ein paar ganz doofe Fehler am Anfang gemacht und VanSan hat viele seiner Einheiten sehr überzeugend runtergespielt.
Von den Thanatar war ich in dem Setting sogar ein wenig begeistert. Sie sind langsam, aber sie sind ein wunderbarer Amboss. Die Myrmidonen haben mir aufgrund ihrer Vielfältigkeit auch gefallen, ich muss nur schauen, dass ich Vulturax in die Liste bekomme, damit ich etwas flexibler im gegnerischen Rückraum bin. Ich muss das mal öfter testen! Die Schlacht war definitiv episch, da sind Titanen explodiert, was immer cool ist, Häuser wurden kaputt geschossen, Titanen hatten Probleme, sich durch die Häuserschluchten zu quetschen, es gab in Nahkämpfen auf die Fresse und am Ende des Tages war es ein richtig schöner Abend!!