Metawatch Edition X

Na ja, die Präsentation von GW ist recht nichtssagend - und wir sehen nur, dass Custodes Plastz 1 und 2 gemacht haben, aber nichts über die anderen 398 Teilnehmer (es sollen 400 gewesen sein laut Artikel). Und am Ende hat auch wieder eine "Suppenliste" gewonnen. Wobei ich jetzt schon davon ausgehen würde, dass 10 Mann Custodes Squads im nächsten Update verschwinden werden.

Kleiner Einschub als Sororitas Spieler:
Uns nehmen sie unsere 20er Schwestern Trupps weg, aber Custodes dürfen weiterhin als 10er Einheiten gespielt werden?
 
"Most balanced Edition ever" 😀

Was mir auffällt, die anfänglichen Einschätzungen der einschlägigeren Turnierspieler haben sich durch die Bank weg bewahrheitet. Eldar oben, Votann, Admech und Deathguard unten.

Streamlining von Regeln führt bei schlechtem Regelschreiben eben auch dazu, dass es wenig rettende Ausweichoptionen gibt. Wenn jede Fraktion zuvor irgendwie einen Notnagel zur Wahl von Armeeregeln hatte, oder bestimmte Kriegsherrenfähigkeiten, Relikte oder Stratagems, die das ganze irgendwie gerettet haben, knallt das miese Regelschreiben nun natürlich voll rein.

Gerade bei der DG finde ich das richtig verschenkt, dass man sie nicht einfach noch stabiler gemacht hat. Löst vermutlich wenig Probleme, wirkt für mich aber im Sinne des Hintergrunds deutlich immersiver.
 
Das schlimme ist doch, dass es Indizes sind. Hier kann nichtmal Powercreep unterstellt werden. Oder eine Motivation zum Codexkauf. Hier wurden alle Faktionen gleichzeitig angefasst, ein neues Regelgerüst geschrieben und das Ergebnis ist das schlechteste, was ich für meinen Teil da gesehen habe.
 
Habe ich das richtig verstanden, dass in kommenden Codizes mehrere Detachments enthalten sein werden?

Habe erst gedacht, dass der Votann Eintrag ziemlich geschönt ist, was ich so die letzten Wochen bei Reddit an Statistiken gesehen habe.
Aber da ist bei bspw. MetaMondays auch 33 % (jedoch nur gerade mal 8 Spielern von insgesamt 566).

Bin sehr auf die Anpassungen im September gespannt.
 
Ist doch nur die Winrate, es kann ja auch mal Eldar gegen Eldar verlieren etc. 😀
Ja, aber müsste nicht dann trotzdem das Rating unverändert bleiben, denn bei dem einen Eldar heißt es dann +1 bei dem anderen Eldar -1. Schuldigt, ich glaube, ich stehe da gerade etwas auf dem Schlauch. >.<

liebe Grüße
Zerzano
 
Habe ich das richtig verstanden, dass in kommenden Codizes mehrere Detachments enthalten sein werden?
GW schrieb mal das es bis zu 6 sein sollen pro Codex, also werden sich 1-2 herauskristallisieren und mal sehen wie stark / schwach dann die Völker werden.

st doch nur die Winrate, es kann ja auch mal Eldar gegen Eldar verlieren etc. 😀
Richtig, wobei das Gleiche geht auch bei den unteren 😀
 
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@Zerzano Stu spricht das Problem im Video an. Die Fraktionsverteilung ist alles andere als homogen, dadurch allein entstehen Verzerrungen in den abgebildeten Winrates. (Ausgedachte Fraktionsverteilung SM>CSM>CSD>Aeldari>Imps> .... ) Bist Du am wenigsten Vertreten und landest doch ganz oben auf der Liste, stimmt was mit dem Balancing nicht und umgekehrt.
Dazu werden noch lokale Metaunterschiede angesprochen. Ich fand das Video ganz interessant.

Gibt es eigentlich eine Metawatchverteilung aus den ersten zwei Monaten 9th Edition?

cya
 
Ja, aber müsste nicht dann trotzdem das Rating unverändert bleiben, denn bei dem einen Eldar heißt es dann +1 bei dem anderen Eldar -1. Schuldigt, ich glaube, ich stehe da gerade etwas auf dem Schlauch. >.<
Verschieden große Spielerbasis und vor allem Mirrormatches. Weshalb diese Statistiken auch nichts wert sind oder in die falsche Richtung gehen.

Zur Bildlichmachung folgendes Extrem: stell dir 2 Xenosspieler vor und 98 Marines. 50 Spiele. Die Xeno werden nicht gegeneinander gesetzt und gewinnen ihre beiden Spiele. (Siegquote 100%). Die restlichen 96 Marines spielen gegeneinander, weshalb einer gewinnt und einer verliert.
Also 48 Siege bei 50 Spielen. Auch ne tolle 96% Quote, alle Happy ^^

Ergo: nur noch Marines verkaufen, dann haben alle ne Siegquote von 100%^^

Ne, wenn man ernsthaft Interesse hat/hätte müsste man viel mehr Daten erheben und auswerten. Die Mirrors müssten raus oder man müsste Niederlagen erfassen und verrechnen, also in dem Fall nicht 48 Siege von 50 Spielen, sondern 48 Siege von 98 Teilnehmern. (~49% - schon ne andere Zahl) und halt vor allem ne Mindestzahl an gemachten Spielen bräuchte es um da halbwegs verlässliches Zahlenmatieral zu bekommen. Und daran wirds bei vielen Exoten scheitern.

Was das Beispiel auch zeigt: wie absurd es ist das balancing auf diesen Daten aufzubauen. Ersetzen wir in dem Beispiel 2 Marines durch 2 Xenos, die aber verlieren, sind wir bei 50%, während die Marines bei ihren 96% bleiben - aus "alle beiden Fraktionen sind overpowered" wird wegen 2 Spielen "die eine Fraktion ist fast doppelt so gut wie die Andere" - nö eure Datenerhebung und Auswertung ist nur Unsinn^^
 
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@ exilant
Deinen mathematischen Ausführungen stimme ich natürlich zu.
Aber in der Schlussfolgerung (das Zahlenmaterial ist Mist) nicht mehr. Denn wir wissen einfach nicht (außer das wird in dem Video erklärt, dann Schande über mein Haupt), wie diese "win rate" berechnet wird. Sind da Mirrors mit drin oder draußen? Denn dann stimmt dein Marines Rechenbeispiel von 96% nicht mehr.
Auch wissen wir nicht, wie detailiert diese Daten sind, wie viele Spiele pro Fraktion gemacht wurden, usw.
Auf alle Fälle sind das die von GW veröffentlichten Daten. Und diese sind in meinen Augen auch absolut nachvollziehbar, einfach weil ich selber auch Aeldari und Votann vergleichen kann und dann zu einer ähnlichen Einschätzung kommen würde.
 
Es gibt, selbst wenn man Mirrors rauslässt, halt noch ein paar fundamentale Probleme

  • wie gesagt Spielerbasis selbst. Wenn (geschätzt) 30% Marines spielen, und sich die anderen 20+ Fraktionen den Rest teilen hab ich ne Verzerrung die ich schwer rausbekomme. (Um im obrigen Beispiel zu bleiben: klammere ich Mirrors aus, bin ich bei 0 siegen in 2 Spielen, ergo 0% - auch deutlich verzerrt)
  • Heterogenität der Turnierspieler. Vereinfacht gesagt tritt bei Warhammer der "Breitensport" zusammen mit dem "Profisport" an. Sowohl innerhalb der Turniere als auch die Turniere an sich. Wenn da schon die Möglichkeiten von dem was geht sehr unterschiedlich ausgelegt werden, verfälscht dass das Bild.
  • Dazu halt der Umstand das kompetitive Spieler (Unterstellung: ist gleich erfolgsorientiert) kompetitive Armeen bevorzugen. Mal auf die Votann bezogen: wer ein Turnier gewinnen will, wird gar nicht erst mit Votann antreten. Dabei ist es egal ob deren Quote bei 30 oder 50 Prozent liegt. Was aber macht es mit den Daten der Votann wenn es erfolgsorientierte Spieler gar nicht erst probieren, sondern nur die "Spaßspieler"? Eben. Die Quote wird weiter absinken. Infolge werden die Schlechten noch schlechter und die Guten noch besser, weil die guten Spieler hart Fraktionen bevorzugen.
  • Ohnehin sind eben nur Aussagen im Turnierumfeld fürs Turnierumfeld möglich. Bestes Beispiel waren letzte Edi Harlequine: klar konnte man damit Turniere dominieren, passten genau ins Meta. Die Folge waren nervs in einem Umfang, die sie anderseits in einem normalen Spiel schon wieder richtig schlecht gemacht haben, weil das Problem (vereinfacht) nicht in einer Einheit auf dem Feld liegt, sondern erst entsteht wenn die gesamte Armee so auftritt.
Nicht falsch verstehen: klar sind GSC und Eldar zu heavy und Votann taugen nix - aber da braucht man keine Spielerdatenanalyse für, da reicht nen Blick ins Datasheet und die Grundregeln.

Edit: das Problem das ich habe, ist dann auch eher die "Lehren" die GW draus zieht. Denn meistens ist ja nicht eine komplette Fraktion broken, sondern 1-2 Einheiten, die dann im Turnierumfeld maximiert werden. Statt aber da zu korrigieren, wird meist der Hammer geschwungen. Letzte Edi Eldar z.B. hat man halt durch die Bank einfach alles 10% teurer gemacht - Ist Ok für das Zeug das zu stark ist, aber bei den anderen 80% der Einheiten die schon eh keiner nimmt, weil schlechte Preis/Performance Quote ist das einfach nur uff.

Und aktuell ist es noch übler mit ihrer "Ausrüstung darf nix kosten"- Politik. Ich mein, man mache sich ehrlich: es sind nicht "Eldar" zu stark, sondern halt Warpkanonen und die Sonderregel des Volkes ist halt einfach nicht überdacht. 80-90% der Einträge sind kompetitiv gar nicht spielbar, die anderen 10-20% dafür top. Einen Treffer- und Verwundungswurf zu wiederholen ist bei der Einheit Gardisten vollkommen pillepalle, nettes Gimmick, bei der Primärwaffe eines Illum Zars aber halt zu mächtig. Das ist kein Problem von Punktkosten o.ä. sondern einfach "nicht nachgedacht beim schnellen Regeln rausrotzen"
Und statt am Kern anzusetzen - z.B. deutlich bessere Waffenoptionen einpreisen - kommt halt der bullshit, der kommt. da werden die Waffenplattformen absurd teuer, wenn eben keine Warpkanone drauf ist (die anderen beiden Optionen sind nicht mal die Hälfte wert) und man ist jetzt auf 3x1 statt 3x3 limitiert.

-> Balancing ist grundlegend für den Arsch, wenn es eh hinter Verkaufs- und Marketingstrategien ("die Kinder sind zu doof Punkte zu berechnen" "es kommt nur auf die Platte was so aus der Box kommt") zurückstehen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo sollen die Daten denn alle herkommen? Irgendwann ist immer ein Kompromiss zwischen Nutzen und Aufwand bei statistischen Daten Zu erzielen.

Zudem gelten oder galten alle hier aufgeführten Argumente gegen den „Nutzen“ dieser Statistik doch genauso für die erhobenen Daten der vorangegangenen Editionen.

Und da waren gerade die letzen MetaWatch der 9. Edi hinsichtlich der Fraktionen weitaus besser verteilt.

Zudem kann man anhand der Verteilung der Fraktionen genauso argumentieren, dass in der Turnierszene eben die starken Fraktionen naturgemäß häufiger gespielt werden. Wenn also 80 von 100 Teilnehmern Eldar spielen heisst das nicht, dass dadurch direkt die WinRate verfälscht wird oder das keine Aussagekraft hätte, sondern im Gegenteil das das ein klares Indiz ist dass es sich um eine derzeit sehr starke Fraktion handelt.

Und letztendlich geht es doch nur darum, nämlich gibt es Fraktionen die anderen haushoch überlegen sind und das wird (vollkommen unabhängig wie man jetzt statistisch die winrate angreifen kann oder will) doch in der 10. derzeit noch wesentlich deutlicher und problematischer als in der 9.

ich sehe das so wie @Haakon, das Index Argument zieht hier nicht mehr und ist ja auch nicht so als hätte GW einen Reset mit index zum ersten Mal gemacht. Gab es schon in der 3.

Dazu kommt die weiterhin schlechte Verfügbarkeit vieler Artike, unsinnige Startersets, mal wieder diverse benötigte RegelQuellen, Print Artikel die bei Erscheinen nicht mehr aktuell sind usw.

Für mich ist die 10. daher bislang ein absolutes Downgrade zur 9. und die hat mich schon nicht mehr vom Hocker gerissen.
 
Es gibt, selbst wenn man Mirros rauslässt, halt noch ein paar fundamentale Probleme

  • wie gesagt Spielerbasis selbst. Wenn (geschätzt) 30% Marines spielen, und sich die anderen 20+ Fraktionen den Rest teilen hab ich ne Verzerrung die ich schwer rausbekomme.
Spricht Stu im Video an.
  • Heterogenität der Turnierspieler. Vereinfacht gesagt tritt bei Warhammer der "Breitensport" zusammen mit dem "Profisport" an. Sowohl innerhalb der Turniere als auch die Turniere an sich. Wenn da schon die Möglichkeiten von dem was geht sehr unterschiedlich ausgelegt werden, verfälscht das dass Bild.
Spricht Stu im Video an. Die schauen auch auf den Einfluss von lokal unterschiedlichen Metas. Der Blick ist also doch recht in die Tiefe gehend.
  • Dazu halt der Umstand das kompetitive Spieler (Unterstellung: ist gleich Erfolgsorientiert) kompetitive Armeen bevorzugen. Mal auf die Votann bezogen: wer ein Turnier gewinnen will, wird gar nicht erst mit Votann antreten. Dabei ist es egal ob deren Quote bei 30 oder 50 Prozent liegt.
Hat Stu auch bereits angesprochen. Wissen die alles, gucken die drauf.

Wir haben halt einfach Null Ahnung was die sich genau und wie angucken, dass macht eine Bewertung ob sie es methodisch gut oder schlecht machen unmöglich.

Was im Video aber deutlich wird, das sie wohl vorhaben langsamer und vorsichtiger zu sein und Punkte das Mittel sind über das sie em ehesetn gehen wollen.

cya