Die Story dazu....
Kampagne GW-Fanworld 2026
Kapitel 0
I. Ferrus Magna - Prolog
Jerry Butterbloom hatte es satt. Seit einer gefühlten Ewigkeit saß er nun auf der "Ewiger Zorn" fest. Überall stank es nach Maschinenöl, Menschen und Pferdemist. Warum ausgerechnet er den Truppentransporter mit Elementen eines Prätorianer-Kavallerie-Regimentes erwischen musste, weiß der Gott-Imperator. Und wo die Reise nun hingehen sollte - weiß wohl auch nur er allein... Anfangs hieß es nur, dass sie innerhalb des Epharion-Kreuzzuges wieder mal zum nächsten Planeten verlegt werden sollten, doch dann war der Kreuzzug vorbei und sie saßen erst im Orbit eines unbedeutenden Planeten auf diesem Schiff fest und warteten...und warteten und warteten.
Die Stimmung auf dem Schiff war mies. Aus irgendwelchen Gründen hatte man die Kommandostruktur der anwesenden Regimenter auf andere Schiffe verteilt, so dass nun Cadianer und Highlander nur Unteroffiziere an Bord haben und die Prätorianer einen Kommandotrupp mit einem Lieutenant an der Spitze. Ein eingebildeter junger Mann mit adligen Wurzen, aber ohne Anstand und Einsatzerfahrung vermutete Jerry.
Die Jungs und Mädels vom 87. Cadia und 42. Highland schätzte Jerry dagegen sehr. Sie waren in den zurückliegenden Kämpfen immer für ihn und seine Jungs da und hatten ihnen mehr als einmal den Kochtopf - äh natürlich das Leben gerettet. Das war zwar ihre Pflicht - Nicht erst seit seiner Beförderung zum Captain durch General Miller. Auch schon vorher achteten die Soldaten sehr darauf das die Logistik-Truppe von Jerry Butterbloom gut geschützt war. Captain Butterbloom war nun also hier an Bord der ranghöchste Offizier und wusste dies zu seinen Gunsten zu nutzen. Nicht egoistisch oder nur auf seinen Vorteil bedacht - das war nicht Jerrys Art. Aber so, dass es der Stimmung und der Versorgung diente. Die Cadianer und Highlander unterstützten ihn nach Kräften. Die Prätorianer hatten keine andere Wahl als den Befehlen von Captain Butterbloom zu folgen und die Halblinge und Zwerge aus den Scharfschützentrupps feierten ihn: Captain Jerry Butterbloom, Halbling Küchenchef und Herr der … Töpfe.
II. Etwas später irgendwo im Pyrrhatis – System:
Sebastian Malkowitsch war sichtbar angespannt. Seit mehreren Standardmonaten verfolgten er und seine Begleiter diese Gerüchte und inzwischen war er sich sicher, dass es nicht nur Gerüchte waren: Eine orkische Gestalt, die sich „Da grosze Profäht“ nennt und im ganzen Sektor für Unruhe sorgte, ist nun auf dem Hauptplaneten des Systems - Pyrrhatis – lokalisiert worden. Allerdings nicht irgendwo in der Wildnis sondern anscheinend in den Rändern der unteren Ebene der Makropole Ferrus Magna.
Wäre der Ork irgendwo in der Wildnis gewesen, hätte Malkowitsch einen lokalen Kommandanten des Astra Militarum mit Hinweis auf seine Position um Unterstützung „gebeten“. Aber in einer vom Chaos verseuchten Makropole auf einer vom Licht des Imperators verlassenen Welt sah das alles etwas anders aus. Aber er hatte einen Auftrag und er wollte seinem Auftraggeber nicht enttäuschen. Schließlich hing auch viel persönlich am Erfolg der Mission. Der Waffenservitor, der ihm in seinem Team diente und in einem vorigen Leben sein Vorgänger als Interrogator Agent war, war ihm Mahnung genug. Die Inquisition duldete kein Versagen. Über seine Informationskanäle wusste er, dass auch verschiedene Orden des Adeptus Astartes auf dem Weg hierher waren. Diese waren aber erfahrungsgemäß mit ihrer eigenen Agenda beschäftigt. Er brauchte andere Unterstützung… unkompliziertere ...die einfach Befehle befolgt … Soldaten des Astra Militarum. Aber woher nehmen. Offiziell war er gar nicht hier. Ihr Raumschiff, eine Fregatte der Gladius-Klasse war äußerlich zu einem Frachter umgebaut worden, um unauffällig zwischen den Sternen reisen zu können. Er konnte nicht einfach zum Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte gehen. Insbesondere da die anderen beiden großen Orden der Inquisition schon um die Hoheit bei der Befreiung der Makropole stritten. Da wollte der Ordo Xenos lieber ganz still und unauffällig seinen Job machen ohne dass die Neider aus den anderen Orden etwas von seiner Anwesenheit mitbekamen. Er dürfe zwar auch ein Kill-Team der Deathwatch anfordern, aber dies war eher die Lösung, wenn es nicht unauffälliger möglich war, das Problem mit dem Ork aus der Welt zu schaffen. Außerdem wollte er es ohne die Deathwatch schaffen. Das wollte er Inquisitor XXX beweisen. So wollte er seinen Weg zum eigenen Inquisitor-Sein ebnen.
Er wurde vom eingehenden Funkspruch jäh aus seinen Gedankengerissen: „Hier Imperialer Truppentransporter „Ewiger Zorn“ – Frachter T67H789 können Sie uns hören. Wir benötigen Nachschub.“
Das passt ausgezeichnet grinste Malkowitsch in sich rein – dieser Nachschub wird seinen ganz eigenen Preis haben. Er machte sich auf zu den Luftschleusen, wo der Truppentransporter gleich andocken würde.
Jerry Butterbloom wartete ungeduldig darauf, dass sich die Luftschleuse öffnete. Im Imperium hatten und Rang und Hierarchie eine große Bedeutung. Er würde den Kapitän dieses heruntergekommenen Frachters schon überzeugen, dass ER hier was zu sagen hat und es für den Kapitän und seine Crew besser wäre, wenn sie die gewünschten Vorräte liefern. Natürlich nur, wenn sie an Bord vorhanden wären. Aber ein Blick in das elektronische Logbuch des Frachters hatten ihn optimistisch gestimmt.
Endlich öffnete sich die Luke mit einem lauten Zischen. Aus dem Nebel trat ein Mann, gekleidet in eine dunkle Robe, seine Kapuze tief ins Gesicht gezogen, und in Begleitung eines Skript-Servitors. Das passt doch wunderbar, dachte Jerry. Genau die Art von Servitor, um meine Wünsche akkurat zu notieren.
"Im Namen des Imperasstors" , begann Jerry selbstbewusst, "ich bin Captain Butterbloom und befehle dir, mir die Vorräte, die meine Küchenhilfe, äh Assistenz, ich, meine Adjutant überreichen wird, zu übergeben. Wir sind auf einer wichtigen Mission für die ... auf einer wichtigen Mission auf jeden Fall..."
Jerry fühlte sich leicht unsicher, aber sehr gut. Egal, wo sie dieser Truppentransporter noch hinbringen würde, sie würden nicht hungrig in den Kampfziehen...
Der Mann in der Robe hatte sich die Befehle regungslos angehört. Aber es passierte -nichts....
Jerry schaute sich etwas irritiert zu den ihn begleitenden Soldaten um. Aufmunternde Blicke gab ihn genug Sicherheit, nochmal seine Befehle zu wiederholen.
Aber auch jetzt passierte nichts. Doch dann trat der Mann in der Robe einige Schritte vor und schlug die Kapuze mit einem Lächeln zurück. "Auf was für einer Mission seit ihr nochmal unterwegs, fragte er überraschend scharf Jerry. Ich denke ihr seid jetzt auf meiner Mission unterwegs, Captain Butterbloom." Und mit einer fließenden Bewegung holte er eine Pistole und einen Anhänger an einer stabilen Kette unter seiner Robe hervor. Der Anhänger war geformt als ein ein Zeichen, das er gut kannte. Das Zeichen der Inquisition. Und bevor er und seine Begleiter ihre Waffen ebenfalls heben konnten, blitzten ein Dutzend Laserzielgeräte im Dunkeln vor ihnen auf. "Es heißt im ‚Namen des Imperators‘, Winzling. Wer hat hier das Sagen auf diesem Schrotthaufen?"
Einige Zeit später saß Sebastian Malkowitsch in seiner Kabine seiner Fregatte und plante die nächsten Schritte. Groß-Inquisitor Rektus Hex hatte ihn vorgeschlagen sich für die geplante Mission auf Ferrus Magna Truppen aus dem Zuständigkeitsbereich von General Miller zu akquirieren. Miller und Hex kannten sich von gemeinsamen Operationen und Miller würde Malkowitsch, schon die Truppen geben, die er bräuchte, auch ohne, dass es groß für Wirbel sorgen würde. Allerdings war der größte Teil von Millers Truppen inklusive des Generals und seines Stabes noch im Warp unterwegs. Und hier am Sammelpunkt der imperialen Flotte, die Schiffe zu finden, die Truppen vom Miller an Bord hatten, war nahezu unmöglich. Zu mindestens, wenn man nicht unnötig Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Das die anderen beiden großen Orden der Inquisition hier sind, hatte Malkowitsch bereits von seinen Spionen erfahren, dass aber das Ordo Xenos hier auch operiert, sollte gerne ein Geheimnis bleiben.
Aber Malkowitsch hatte eine Spur: Hex hatte Malkowitsch öfters von Millers genialen Halbling-Koch berichtet. Miller würde ihn so schätzen, dass er ihm sogar einen Rang in der imperialen Armee gegeben hatte. Dieser Koch war immer auf einem der ersten Schiffe, die ein System erreichten, in dem Millers Truppen kämpfen würden. Also machte sich Malkowitsch auf die Suche nach dem Koch. Würde er diesen finden, so hätte er auch Zugriff auf die den Koch begleitenden Truppen.
Der Zufall hatte ihm nun geholfen, na ja zu mindestens etwas... den Koch hatte er, aber die begleitenden Truppen bestanden aus etwas Infanterie und Kavallerie.
Auf einem weiteren Transporter des kleinen Konvois befanden sich zu mindestens einige Scoutläufer und ein paar schwere Unterstützungswaffen und auf einem dritten Transporter einige beschädigte Leman Russ Panzer. Das war nicht viel. Aber Zweifel am erfolgreichen Abschluss seiner Mission gestatte sich Sebastian Malkowitsch nicht mal hier in seiner Kabine. Er würde Groß-Inquisitor Hex nicht enttäuschen.
Zeitgleich saß ein deprimierter Jerry Blutterbloom in seiner Küche und drehte seine von zwei unübersehbaren Durchschuss Löchern und jeder Menge Blut gezeichneten Kochmütze in den Händen.
Ein schöner Captain ist er... anstatt auf seine anvertrauten Männer zu achten, war nun einer tot statt guten Proviants, gab es Panzerkekse, Büchsenproviant und eine Mission unter Kontrolle der Inquisition. General Miller wäre bestimmt enttäuscht von ihm. Aber was muss dieser Idiot von Prätorianer auch sein Lasergewehr in Anschlag bringen, als der Agent der Inquistion eine Pistole zog. Ein Boltgeschoss oder etwas ähnliches aus dem Dunkeln kommend durchschlug daraufhin Butterblooms Kochmütze und ließ den Prätorianer hinter ihm förmlich explodieren. Seine Ohren dröhnen immer noch von dem Knall in der Enge des Luftschleusenbereiches.
Immerhin kannte sie nun das Ziel ihrer Reise. Eine Makropolwelt. Aber wieso, weshalb und warum der Agent der Inquisition, der sich als Sebastian Malkowitsch vom Ordo was auch immer vorgestellt hat dort will und wofür sie als Truppe braucht, war weiter unklar.
Fortsetzung Kapitel 1