Es gab zumindest in meinem Hobby+Laden-Umfeld aber teilweise überbordende Negativität in Bezug auf fast jede Begebenheit und es ist für einen Neuling schon seltsam, wenn du eine Armeebox aus dem Regal nimmst und dir drei Wildfremde erstmal erzählen, dass das Hobby scheiße sei
😆
Vor rund 20 Jahren kamen zwei Typen rein und fragten mich, wie das neue Shadowrun 4 so sei. Ich spielte das seit der zweiten Edition exsessiv und war, sowie meine aktuelle Spielgruppe durchaus begeistert vom neuen Regelwerk und gab denen das auch so mit.
Da gesellte sich ein weiterer Typ dazu und erklärte den beiden, was so alles schlecht an dem Spiel sei. Da wo er komplett daneben lag (z.B. da das unteranderem in dem Spiel nicht vorkam und er wohl ein anderes Spielsystem meinte) korrigierte ich noch, darüber hinaus war ich aufgrund weiterer Kunden leicht verzweifelt zum zuhören verdammt.
Ich fragte ihn dann in einer kleinen Pause, wie viel er das schon gespielt habe: "Ich habe das nicht gespielt. Ich habe Freunde, die fanden das so schlecht, die wollten mir die Bücher schenken. Ich wollte die nicht mal geschenkt ..."
Später legte er ein paar DSA-Hintergrundbücher auf den Tresen und gab noch von sich: "Sucht ihr jemanden der wirklich Ahnung von Rollenspielen hat?" und mir war so, als meinte er sich.
Wegen der fast 100€ auf dem Tisch blieb ich so höflich wie möglich, wir suchten halt gerade keine neuen Mitarbeiter.
Mir blieb das gut in Erinngerung, da ich das schon ein wenig persönlich nahm, aber in der Art gab es das zu jedem Spielsystem, zu jedem Release und aufgrund unseres Schwerpunkts natürlich auch zu Warhammer. Tag ein, Tag aus.
Okay, nicht bei Regen oder Schnee
😉
Back to Topic:
Die Annonymität im Internet und die immer wichtiger werdenden Plattformen für geisten Dünnschiss lassen es so wirken, als wenn wir immer toxischer werden würden. Diese Idioten gab es immer! Früher gingen sie in kleine Hobbyläden, warteten bis der hilflose Ladenangestellte, der auf ihren Umsatz angewiesen ist, allein ist oder sich der eine weitere Spinner einfindet, um ihren ganzen Hass zu entladen.
Denn in größeren Gruppen mussten sie damit rechnen, dass ihnen ins Gesicht gesagt würde, dass sie Spinner sind - während ein Ladenangestellter mit einer Mischung aus höflichem Lächeln und unterdrücktem Grinsen leise vor sich hin nickt.
Heute findet man die halt non-stop im Internet - und mein innerer Optimist hofft, dass ihnen das reicht uns sie keine Hobbyläden mehr besuchen!