Ist aber wie bei deiner Deutschlandmetapher: Wenn man die Gesetze hält und sich dazu entscheidet Jude zu sein, ist man Teil des auserwählten Volkes. Mit seinen Rechten und Pflichten.
Das mag sein, aber wenn man das neue Testament akzeptiert, dann steht da doch klar drin, dass die die Botschaft von Jesus unter die Juden gebracht wird. Gerade Paulus hat am Anfang viel Wert darauf gelegt, dass gerade die Juden davon erfahren. Und nur weil jemand Jude ist hat er doch nicht automatisch Recht oder ist gerettet.
Außerdem ist es wohl kaum unsere Aufgabe hier zu richten wie sich das auf die Juden auswirkt. Denn es steht geschrieben: Richtet nicht, damit ihr nicht selbst gerichtet werden.
Das beweist was? Es gibt auch Christ_innen, die sich zum Judentum bekehren oder zum Islam, Buddhismus ect.
Damit will ich sagen, dass die Botschaft doch jedem offen steht und das vielleicht die Ansichten der Juden ändern oder ändern müssen.
Gnade. Und zwar nicht in einem transzendenten Sinne, dass die Wirkung der Gnade uns vor ewigen Höllenqualen schützt, sondern uns im hier und jetzt zur Freiheit ruft. Für mich zeichnet die Bibel nicht das Bild eines zornigen Gottes, der jeden, der nicht nach seiner Pfeife tanzt, einer ewigen Verdammnis preisgibt, sondern der trotz aller Widrigkeiten am Menschen als sein Partner festhält. Dieses Festhalten zeigt sich auch am Kreuz, aber nicht nur oder ausschließlich. Es zeigt sich genauso in Ägypten und bei den Propheten. Der Mensch ist und bleibt Sünder und sündhaft, ist aber als gerade solcher angenommen. Nicht Angst vor der Hölle soll den Menschen leiten, sondern er soll befreit ins Leben gehen, trotz aller Gefahren und Widrigkeiten.
Es geht mir also nicht darum, warum ich errettet bin, sondern was daraus folgt.
Daraus folgt ewiges Leben.
Das unterscheidet sich doch jetzt nicht wirklich von dem was ich geschrieben habe. Es ist nur anders geschrieben. Die Gnade rettet uns! Und zwar vor Gottes Zorn. Die Bibel spricht davon sehr wohl(sodom und gomorrha zum Bsp.). Grundsätzlich stimmt das doch mit dem overly attached Girlfriend. Dem habe ich nicht widersprochen.
Mit einem liegst du jedoch vollkommen falsch:
Der Mensch ist und bleibt Sünder und sündhaft, ist aber als gerade solcher angenommen.
Römer 6,6: Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen.
Durch Glauben sind wir keine Sünder mehr! Wir tun zwar noch solche, aber wir sind ein neuer Mensch.
Du täuschst dich.
Sag doch mal ernsthaft was du als "Lücke" siehst und ich versuche es zu erklären.
Gern: Biologisch ist es vielleicht möglich (ich kenne mich nicht sehr gut aus aber ich glaub das) das es Veränderungen von Lebewesen gibt. Es ist ja nachweisbar und passiert noch heute. Meiner Meinung nach ist die „Lücke“, dass nicht nachgewiesen ist(nach meinem Kenntnisstand), dass es all die nötigen Zwischenschritte wirklich gegeben hat. Das ist doch nur eine Annahme oder liege ich da falsch?
Allein mir fehlt der Sinn in diesem Konstrukt: nehmen wir an es gibt einen Schöpfergott. Welche Fragen beantwortet das? Welches Problem löst das? Eben gar keins. Letzten Endes verlagerst du das ganze nur ne Ebene nach hinten, denn wenn es einen Schöpfer gibt muss der ja auch irgendwo herkommen oder entstanden sein. Im Prinzip ist Gott nur ein Hilfskonstrukt für kleine Kinder. Wie man Kinder sagt "der Storch bringt die Kinder", weil man ihnen nicht langwierig erklären kann/will wie Sex&Fortpflanzung funktionieren, so nimmt man Gott als einfachen Grund warum sich einfache Gemüter an gewisse ethische Spielregeln halten sollen "mach das, und das und das, aber blos nicht das, sonst wird der große Papa im Himmel sauer". Ein mündiger, denkender Mensch aht ein solches Hilfskonstrukt doch gar nicht mehr nötig. Gott erklärt gar nichts was auf dieser Erde passiert.
Das ist jetzt aber mal ganz weit hergeholt mein Lieber.
😉
Gott hat doch nichts mit der Geschichte vom Storch zu tun. Das fruchtet doch als Vergleich gar nicht.
Es löst kein wissenschaftliches Problem. In der Bibel steht auch, dass die Wissenschaft wichtig ist. Schließlich kann man anhand der Bibel – in den meisten Fällen - keine wissenschaftlichen Vorgänge belegen oder widerlegen.
Religion ist (ich schreib das nun schon zum wiederholten mal) doch keine Wissenschaft.
(Die andere Frage: woher nimmt man das Selbstbewußtsein/die Arroganz das grade die eigene Religion/Sekte richtig liegt und nicht die hundert anderen?)
Das hat mit Selbstbewusstsein oder Arroganz nichts zu tun. Das ist Glaube!