Eine Selbsterfahrung: Kreationismus und Verschwörung

Ist eine lutherische Lesart. Die glättet aber ein paar Sachen: Bundesschluss mit den Erzeltern, Auszug aus Ägypten und vor allem Hiob. Der letzte ist der absolut Gerechte und zieht Gottes vermeintlichen Zorn völlig zu Unrecht auf sich. Und ist es nicht Zeichen eines absoluten unfairen Gottes, der Gebote erlässt, die keiner halten kann? (Frage ist, ob das wirklich so ist)
Und vor allem: Warum Zorn? Wenn du jetzt mit der Paradiesgeschichte kommst und mit Sündenfall, dann sei gesagt, dass in dieser Geschichte kein Sündenfall stattfindet (Es kommt noch nicht einmal das Wort Sünde vor).
Von der Funktionalisierung des Ersten Testaments und den leichten antisemitischen Implikationen darin, lass ich mal ab. Würde mich nur aufregen.

Falsch! Die glättet das in keinster Weiße ab. Denn durch das kommen von Jesus wurde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen geschlossen (schon mal gehört?).
Und du hast mich falsch verstanden. Ich meine nicht den Zorn Gottes der z.B. Hiob trifft (das war außerdem kein Zorn. Hiob wurde aufs äußerste geprüft. Das hat mit Zorn nichts zu tun). Ich meine den Zorn der uns bei unserem Tod trifft und der uns dann in die Hölle katapultiert. Das ist was völlig anderes.
Im neuen Testament ist von einem Gelehrten die rede, der diese Gebote wohl gehalten hat. Dennoch folgt er Jesus nicht nach. Der kern fehlt also. Und das sagt ihm Jesus an der Stelle auch ganz klar.
Beispiel: Wenn ein Türke in Deutschland wohnt und sich dort an alle Gesetzte hält, dann ist er trotzdem nicht automatisch Deutscher, denn dafür muss er sich erst entscheiden!

Gott ist ganz schön kleinlich, was?

Ist das der Deutsche Staat nicht? Wenn du hier gegen ein Gesetzt verstößt, dann gibt’s ganzschön ärger.
Wenn du z.B. jemanden umbringst landest du im Gefängnis.
Laut den zehn Geboten solltest du dafür in der Hölle landen. Aber durch die Gnade Gottes die durch den Tod Jesu kam können wir bei wirklicher und ehrlicher Nachfolge davor gerettet werden. Ich würde eher sagen Gott ist sehr gütig.

Und das heißt ja auch nicht, dass ich deswegen keinen Alkohol trinken darf oder so(wird ja immer aufgeführt).

@Kanedat & SlashyTheOrc: Ich gehe nach meinem Mittagessen drauf ein. 😉
 
Falsch! Die glättet das in keinster Weiße ab. Denn durch das kommen von Jesus wurde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen geschlossen (schon mal gehört?).[/QUOTE]

Doch, weil es biblische Traditionen auf eine christliche - dazu noch fragwürdige meines Erachtens - Tradition reduziert. (Ja, hab schonmal während meines Studiums davon gehört)

Und du hast mich falsch verstanden. Ich meine nicht den Zorn Gottes der z.B. Hiob trifft (das war außerdem kein Zorn. Hiob wurde aufs äußerste geprüft. Das hat mit Zorn nichts zu tun). Ich meine den Zorn der uns bei unserem Tod trifft und der uns dann in die Hölle katapultiert. Das ist was völlig anderes.


Und welcher Zorn trifft uns da? Wenn nicht der von Gott?

Im neuen Testament ist von einem Gelehrten die rede, der diese Gebote wohl gehalten hat. Dennoch folgt er Jesus nicht nach. Der kern fehlt also. Und das sagt ihm Jesus an der Stelle auch ganz klar.

Ich dachte, es kann keiner die Gebote halten. Zudem wäre die Bibelstelle interessant, denn dann könnte man darüber reden, was da eigentlich verhandelt wird.

Laut den zehn Geboten solltest du dafür in der Hölle landen.


Hier ein ganz klares nein. Das ist christliche Tradition. Die zehn Gebote kennen keine Hölle.
 
Ich habe mit dem Bild ein Problem, dass ein allmächtiges Wesen wissentlich ein fehlerhaftes Produkt herstellen soll, um sich dann hinzusetzen und dann wütend auf jedes dieser Produkte zu sein und die Fehlschläge ewig im Feuer zu foltern. Das hat was kleinkindartiges an sich; als ob man einer Fliege sagt, dass sie nicht fliegen soll und ihr dann bei Nichteinhaltung der Regeln die Flügel abzureißen und die Beine gleich mit; sodass mir dieses Glaubenskonstrukt erstaunlich unwürdig für den allmächtigen Schöpfer erscheint und auch erstaunlich wenig Vertrauen zeigt (deshalb habe ich auch ein Problem mit aggressiver Verbreitung einer Religion. Trauen die ihrem eigenen Gott nichts zu oder was? Selbst falls mal eine Religion recht haben sollte, sollte man da nicht darauf setzen, dass die Gottheit ihre eigenen Schäfchen ins trockene bringt und den "Bösen", die es nicht verstanden haben, im Jenseits es schon zeigen wird?).


Aber durch die Gnade Gottes die durch den Tod Jesu kam können wir bei wirklicher und ehrlicher Nachfolge davor gerettet werden.

Ich habe mich immer gewundert, wie Jesus in die Zukunft erlösen soll und was der ganze Stunt überhaupt sollte.
Was ich damit sagen will, ist, dass mir persönlich in den abrahamitischen Religionen die Logik der Geschichte fehlt, die Kosmologie ist einfach sehr lückenhaft und dass sich die Bibel an X Stellen widerspricht, ist auch nicht hilfreich (und ja, ich habe die Bibel gelesen, mehrfach. Ich war schließlich mal guter Katholik).
 
Ich habe mit dem Bild ein Problem, dass ein allmächtiges Wesen wissentlich ein fehlerhaftes Produkt herstellen soll, um sich dann hinzusetzen und dann wütend auf jedes dieser Produkte zu sein und die Fehlschläge ewig im Feuer zu foltern.

Zum Glück ist das auch nur eine Sicht. Viele Theologen widersprechen diesem Bild. Der Mensch bleibt zwar erlösungsbedürftig, aber man hat nicht mehr Scumbag Steve als obersten Verwalter oben sitzen.

Ich habe mich immer gewundert, wie Jesus in die Zukunft erlösen soll und was der ganze Stunt überhaupt sollte.

Der eigentliche Stunt kommt ja erst bei der Wiederkunft am Ende der Zeiten. 😉

dass sich die Bibel an X Stellen widerspricht, ist auch nicht hilfreich


Deswegen eignet sie sich auch nicht ohne weiteres als moralischen Leitfaden. Aber es zeigt, dass es DEN Glauben nie gab und nie geben wird und dass es häufig auch auf die historischen Umstände ankommt. Die Bibel gibt nicht die Antwort, sondern stellt selbst eine Diskussion dar. Es werden Fragen nicht eindeutig gelöst, sondern immer wieder selbst in Frage gestellt.
Geht man davon aus, dass der biblische Kanon göttlich legitimiert ist, muss man sich daher die Frage stellen, was Gott damit bewerkstelligt wollte. Das schließt auch die Frage ein, wieso sich Judentum und Christentum einen Großteil ihrer heiligen Schriften teilen.
 
Doch, weil es biblische Traditionen auf eine christliche - dazu noch fragwürdige meines Erachtens - Tradition reduziert. (Ja, hab schonmal während meines Studiums davon gehört)
Inwiefern? Die Gebote die man im alten Testament erhalten hat bleiben doch bestehen!? Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Was meinst du denn genau?



Und welcher Zorn trifft uns da? Wenn nicht der von Gott?
Natürlich der Zorn Gottes. Hab ich doch geschrieben. Aber eben nicht in unserem Leben hier, sondern im Tod.



Ich dachte, es kann keiner die Gebote halten. Zudem wäre die Bibelstelle interessant, denn dann könnte man darüber reden, was da eigentlich verhandelt wird.


Fällt mir aktuell nicht ein. Hab sie jetzt auf anhieb auch nicht gefunden. Steht in einem Buch der Apostel.


Hier ein ganz klares nein. Das ist christliche Tradition. Die zehn Gebote kennen keine Hölle.
Entschuldigung das steht da natürlich nicht so. Aber es ist die Konsequenz die auf den ungehorsam folgt.
 
Achtung Doppelpost wäre möglich 🙂 :

In dem Fall reden wir aber von einer persönlichen Auslegung der Aspekte der Beweisführung, die sich stark auf den (später erwähnten) "endgültigen Beweis" konzentriert und die vorhergehenden Schritte weniger stark bis gar nicht gewichtet. Das begünstigt (offensichtlich) immer eine persönliche Entscheidung, bei der die Wissenschaft mit einer Erklärung von Teilaspekten des großen Ganzen immer zwanghaft auf dem selben Stand gehalten wird wie die Bibel, die eher wenig überprüfbare Erklärungen bietet. Inwieweit das alles das Konzept des "Beweises", der hier gesucht sowie gefordert wird, schon vorab aushöhlt sei mal dahin gestellt.

Schön erklärt, dass hätte ich nicht so gut hinbekommen. Meine persönliche Entscheidung wurde in dem Fall wie so oft schon geschrieben getroffen.

Das funktioniert in beide Richtungen. Wie kann dein Glaube eine wissenschaftliche Theorie widerlegen?

und noch ein oder zwei Fragen:
Wie müsste ein "tatsächlicher" Beweis aussehen, daß du die Evolutionstheorie aktzeptieren würdest? Ich verstehe in dem Zusammenhang immer den Begriff des Beweises nicht. Tust du es?

Ich versuche hier doch überhaupt nichts mit meinem Glauben zu widerlegen. Falls es aufgefallen ist habe ich eher versucht das teilweise in Einklang zu bringen.
Natürlich kann der glaube die Theorie nicht widerlegen. Es ist lediglich so, dass beides von einer unterschiedlichen Grundsituation ausgeht.
Klar kann man sagen „Gott hat mit der Evolution geschaffen“ und das kann auch gut sein. Aber für mich ist das eigentlich nicht relevant. Trotzdem will ich mir Gedanken dazu machen.
Für mich fehlt der tatsächliche Beweis, dass die Mutationen tatsächlich zu Vorteilen wurden und so aus einzelnen Zellen der Mensch wurde. Das bedarf so vieler Zufälle…. Mir ist auch klar, dass es diesen Beweis auch nicht für den Religionsansicht gibt. Aber das ist nun einmal das Modell welches ich akzeptiere und was mir persönlicher logischer erscheint.
 
Inwiefern? Die Gebote die man im alten Testament erhalten hat bleiben doch bestehen!? Vielleicht reden wir aneinander vorbei. Was meinst du denn genau?

Es geht weniger um die Gebote (die kein Christ hält), als vielmehr um den Sinn, den du aufgemacht hast. Zu sagen, die Bibel handelt vom Zorn Gottes ist halt eine Verengung biblischer Tradition, deren Themen vielfältig ist. Geht es nicht vielmehr um die Beziehung zwischen Gott und Mensch bzw. seinem auserwählten Volk Israel? Auch wenn viele Christen da immer gerne Zorn rein lesen, zeichnet biblische Tradition vielfache Bilder. Zorn ist nur eines darunter. Gnade, Festhalten an der Beziehung, soziale Verantwortlichkeit sind genauso Themen der Bibel.


Entschuldigung das steht da natürlich nicht so. Aber es ist die Konsequenz die auf den ungehorsam folgt.


1.) Dann wandern fast alle Christen direkt in die Hölle, denn sie verstoßen gegen das Sabbatgebot.
2.) Ich finde die Konsequenz nicht zwingend.
 
Es geht weniger um die Gebote (die kein Christ hält), als vielmehr um den Sinn, den du aufgemacht hast. Zu sagen, die Bibel handelt vom Zorn Gottes ist halt eine Verengung biblischer Tradition, deren Themen vielfältig ist. Geht es nicht vielmehr um die Beziehung zwischen Gott und Mensch bzw. seinem auserwählten Volk Israel? Auch wenn viele Christen da immer gerne Zorn rein lesen, zeichnet biblische Tradition vielfache Bilder. Zorn ist nur eines darunter. Gnade, Festhalten an der Beziehung, soziale Verantwortlichkeit sind genauso Themen der Bibel.

Tut mir leid, da hast du mich wohl falsch verstanden. Ich habe damit die wichtigste Aussage heraus gegriffen. Das heißt das wichtigste, wenn jemand tatsächlich glaubt, dass er dann vor dem Zorn Gottes gerettet wird und zwar durch seine Gnade. Klar ist das nicht alles was in der Bibel vorkommt.
Aber für den gläubigen ist es das Kernstück.

1.) Dann wandern fast alle Christen direkt in die Hölle, denn sie verstoßen gegen das Sabbatgebot.
2.) Ich finde die Konsequenz nicht zwingend.

Ich beziehe mich auf oben. Nicht das einhalten der Gebote rettet uns, sondern die Nachfolge und der Glauben. Und zwar daran, dass wir durch den Tod von Jesus vor der Hölle bzw. dem Zorn Gottes gerettet werden.
 
Ich beziehe mich auf oben. Nicht das einhalten der Gebote rettet uns, sondern die Nachfolge und der Glauben. Und zwar daran, dass wir durch den Tod von Jesus vor der Hölle bzw. dem Zorn Gottes gerettet werden.

Dann folgt aber nicht aus der Gebotsübertretung die Höllenfahrt, sondern aus dem nicht Annehmen Jesus als Christus. Jüd_innen sind damit vom Heil ausgeschlossen, was dann auch der Aufkündigung des Bundes gleichkommt.

Aber für den gläubigen ist es das Kernstück.


Für dich ist es das Kernstück. Für mich ist es das nicht, obwohl ich mich auch als Gläubigen bezeichnen würde.
 
Dann folgt aber nicht aus der Gebotsübertretung die Höllenfahrt, sondern aus dem nicht Annehmen Jesus als Christus. Jüd_innen sind damit vom Heil ausgeschlossen, was dann auch der Aufkündigung des Bundes gleichkommt.


Ich zitiere mich selbst dazu:
Jeder Mensch ist Gottes Zorn ausgeliefert. Ganz einfach, weil es niemand schafft sich an die Gebote zu halten. Deshalb hat Gott seinen Sohn geschickt –Jesus-. Dieser lud alle Sünden auf sich und lies sich kreuzigen. Mit dem Tod hat er den ganzen Zorn Gottes (der eigentlich die Sünder treffen sollte) auf sich genommen. Damit ist diese „Strafe“ für alle hinweg genommen, die daran glauben. So müssen diese nicht in die Hölle fahren sondern dürfen in den Himmel kommen. (Ist jetzt mal die kürzeste aller Kurzfassungen) 😉

Also ja, eine Gesetzübertretung ist nicht automatisch eine Höllenfahrt.
Aber es ist nicht die Aufkündigung des Bundes.(und ich hoffe ich rede jetzt vom gleichen) 1. Stammt nicht jeder Jude automatisch von Gottes Volk ab. 2. gibt es immer mehr jüdisch Gläubige, die Jesu Wirken akzeptieren.
Gottes Volk kam ja schon im alten Testament öfter vom Weg ab.


Für dich ist es das Kernstück. Für mich ist es das nicht, obwohl ich mich auch als Gläubigen bezeichnen würde.

Was ist dann für dich das wichtigste wenn nicht der Grund für unsere Rettung?
 
@yardis
Du hast nicht gesagt wie der Beweis aussehen müsste. Es geht nicht um den Vergleich ob Religion das könnte, sondern nur darum was du für einen Beweis verlangst. Was ist für dich ein Beweis in diesem Zusammenhang, auch mal abstrakt, was wären für dich wissenschaftliche "Beweise"?

Meine Bemerkung bezog sich auf deine "Anschuldigung" die wissenschaftliche Theorie würde versuechn wollen deinen Glauben zu widerlegen. Denn das tut sie auch nicht. Wie du ja auch erkennst, haben Glaube und Wissenschaft erstmal gar nichts miteinander zu tun. Solange keiner auf dem Gebiet des anderen wildert.

Was bei vielen Wissenschaftlern sauer aufstößt, sind eben Bemerkungen wie: "Das ist nicht plausibel genug. Es muss doch anders sein, z.B. durch göttliches/intelligentes Eingreifen." Denn genau da beginnt die Einmischung in fremdes Gebiet.

Ist dir eigentlich bewusst wie unmöglich und unhöflich das ist? Da beschäftigen sich Leute Jahre lang mit der Suche nach einem Nachweis um die Evolutionstheorie zu untermauern. Klopfen ab, suchen Fossilien, machen Experimente, verfassen wissenschaftliche Paper und dann kommt da einer daher und sagt: "Ich verstehe zwar nicht was ihr da macht, aber es ist alles Käse. Gott wars, und den könnt ihr nicht beweisen. Also spart euch die Mühe." Knight-Pilgrim hat das schön gesagt, für Wissenschaftler ist das eine Erkenntnisdebatte. Es geht darum eine wissenschaftliche Antwort darauf zu finden wie sich die Arten entwickelt haben, und Gott ist keine wissenschaftliche Antwort. Wenn du also sagst, dir erscheint die Evolutionstheorie nicht hinreichend begründet, so musst du etwas besseres vorlegen, besser im Sinne von plausibel, umfassend erklärend und widerspruchsfrei zur bisherigen Erkenntnis.

Grüße
 
Was ist für dich ein Beweis in diesem Zusammenhang, auch mal abstrakt, was wären für dich wissenschaftliche "Beweise"?

Wissenschaftliche Beweise wären für mich, wenn man mir verschiedenste „Zwischenarten“ Beweisen/zeigen könnte.

Was bei vielen Wissenschaftlern sauer aufstößt, sind eben Bemerkungen wie: "Das ist nicht plausibel genug. Es muss doch anders sein, z.B. durch göttliches/intelligentes Eingreifen." Denn genau da beginnt die Einmischung in fremdes Gebiet.

Schon mal drüber nach gedacht das es aus Sicht der Gläubigen genau das gleiche ist?

Wenn du also sagst, dir erscheint die Evolutionstheorie nicht hinreichend begründet, so musst du etwas besseres vorlegen, besser im Sinne von plausibel, umfassend erklärend und widerspruchsfrei zur bisherigen Erkenntnis.

Unhöflich will ich nicht sein. Aber aufgrund der Tatsache das die Evolutionstheorie stand heute noch nicht lückenlos ist(oder täusche ich mich). Habe ich mich entschieden an einen Schöpfer zu glauben. Was besseres kann ich nicht vorlegen, denn plausibel ist für Wissenschaftler was wissenschaftlich nachweisbar ist. Und das ist Gott wohl nicht.
 
1. Stammt nicht jeder Jude automatisch von Gottes Volk ab.


Ist aber wie bei deiner Deutschlandmetapher: Wenn man die Gesetze hält und sich dazu entscheidet Jude zu sein, ist man Teil des auserwählten Volkes. Mit seinen Rechten und Pflichten.

2. gibt es immer mehr jüdisch Gläubige, die Jesu Wirken akzeptieren.

Das beweist was? Es gibt auch Christ_innen, die sich zum Judentum bekehren oder zum Islam, Buddhismus ect.

Was ist dann für dich das wichtigste wenn nicht der Grund für unsere Rettung?


(jetzt wird es theologisch)
Gnade. Und zwar nicht in einem transzendenten Sinne, dass die Wirkung der Gnade uns vor ewigen Höllenqualen schützt, sondern uns im hier und jetzt zur Freiheit ruft. Für mich zeichnet die Bibel nicht das Bild eines zornigen Gottes, der jeden, der nicht nach seiner Pfeife tanzt, einer ewigen Verdammnis preisgibt, sondern der trotz aller Widrigkeiten am Menschen als sein Partner festhält. Dieses Festhalten zeigt sich auch am Kreuz, aber nicht nur oder ausschließlich. Es zeigt sich genauso in Ägypten und bei den Propheten. Der Mensch ist und bleibt Sünder und sündhaft, ist aber als gerade solcher angenommen. Nicht Angst vor der Hölle soll den Menschen leiten, sondern er soll befreit ins Leben gehen, trotz aller Gefahren und Widrigkeiten.
Es geht mir also nicht darum, warum ich errettet bin, sondern was daraus folgt.

Für mich hat Gott mehr vom overly attached Girlfriend (manchmal beängstigend/strange/skurill, aber generell liebevoll) als von Scumbag Stacey (einfach nur kacke. Ich finde bei Hiob ist Gott Scumbag Stacey)
 
Wissenschaftliche Beweise wären für mich, wenn man mir verschiedenste „Zwischenarten“ Beweisen/zeigen könnte
Neanderthaler und Australopeticus? Genanalysen zeigen eindeutig das dort Verwandschaftsgrade zum modernen Menschen vorliegen, aber es eben keine modernen Menschen sind. Bei anderen Arten kann man es durch Züchtung doch beobachten. Nimm Hunde. die Anzahl der Rassen ist enorm, klare Unterschiede sind optisch erkennbar. Aus etwas das man Aussah wie ein Husky/Wolfshund hat der Mensch durch künstliche Selektion so grundverschiedene Sachen wie Terrier, Doggen oder Chiuawas gemacht. Trotzdem sind die noch recht nah verwandt (gemeinsame Nachkommen möglich)


Aber aufgrund der Tatsache das die Evolutionstheorie stand heute noch nicht lückenlos ist(oder täusche ich mich).
Du täuschst dich.

Sag doch mal ernsthaft was du als "Lücke" siehst und ich versuche es zu erklären. Natürlich kann man einige Dinge nur vereinfacht erklären, weil tieferes Verständnis auch ein gewisses Grundlagenwissen voraussetzt (das musst du den Fachleuten dann "Glauben". Das ist aber kein unhinterfragbarer Glaube, sondern wenn du selber Zeit und Muße hast kannst du das nachvollziehen).
Jedenfalls gibt es bis heute kein mir bekanntes biologisches Phänomen das der Evolution in irgend einer Weise widerspricht.

Habe ich mich entschieden an einen Schöpfer zu glauben.
Hält dich keiner davon ab. Am Ende kann man Naturgesetze immer als Wirkmechanismus interpretieren WIE Gott arbeitet, wenn man das möchte.
Allein mir fehlt der Sinn in diesem Konstrukt: nehmen wir an es gibt einen Schöpfergott. Welche Fragen beantwortet das? Welches Problem löst das? Eben gar keins. Letzten Endes verlagerst du das ganze nur ne Ebene nach hinten, denn wenn es einen Schöpfer gibt muss der ja auch irgendwo herkommen oder entstanden sein. Im Prinzip ist Gott nur ein Hilfskonstrukt für kleine Kinder. Wie man Kinder sagt "der Storch bringt die Kinder", weil man ihnen nicht langwierig erklären kann/will wie Sex&Fortpflanzung funktionieren, so nimmt man Gott als einfachen Grund warum sich einfache Gemüter an gewisse ethische Spielregeln halten sollen "mach das, und das und das, aber blos nicht das, sonst wird der große Papa im Himmel sauer". Ein mündiger, denkender Mensch aht ein solches Hilfskonstrukt doch gar nicht mehr nötig. Gott erklärt gar nichts was auf dieser Erde passiert. (Die andere Frage: woher nimmt man das Selbstbewußtsein/die Arroganz das grade die eigene Religion/Sekte richtig liegt und nicht die hundert anderen?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist aber wie bei deiner Deutschlandmetapher: Wenn man die Gesetze hält und sich dazu entscheidet Jude zu sein, ist man Teil des auserwählten Volkes. Mit seinen Rechten und Pflichten.

Das mag sein, aber wenn man das neue Testament akzeptiert, dann steht da doch klar drin, dass die die Botschaft von Jesus unter die Juden gebracht wird. Gerade Paulus hat am Anfang viel Wert darauf gelegt, dass gerade die Juden davon erfahren. Und nur weil jemand Jude ist hat er doch nicht automatisch Recht oder ist gerettet.
Außerdem ist es wohl kaum unsere Aufgabe hier zu richten wie sich das auf die Juden auswirkt. Denn es steht geschrieben: Richtet nicht, damit ihr nicht selbst gerichtet werden.



Das beweist was? Es gibt auch Christ_innen, die sich zum Judentum bekehren oder zum Islam, Buddhismus ect.

Damit will ich sagen, dass die Botschaft doch jedem offen steht und das vielleicht die Ansichten der Juden ändern oder ändern müssen.


Gnade. Und zwar nicht in einem transzendenten Sinne, dass die Wirkung der Gnade uns vor ewigen Höllenqualen schützt, sondern uns im hier und jetzt zur Freiheit ruft. Für mich zeichnet die Bibel nicht das Bild eines zornigen Gottes, der jeden, der nicht nach seiner Pfeife tanzt, einer ewigen Verdammnis preisgibt, sondern der trotz aller Widrigkeiten am Menschen als sein Partner festhält. Dieses Festhalten zeigt sich auch am Kreuz, aber nicht nur oder ausschließlich. Es zeigt sich genauso in Ägypten und bei den Propheten. Der Mensch ist und bleibt Sünder und sündhaft, ist aber als gerade solcher angenommen. Nicht Angst vor der Hölle soll den Menschen leiten, sondern er soll befreit ins Leben gehen, trotz aller Gefahren und Widrigkeiten.
Es geht mir also nicht darum, warum ich errettet bin, sondern was daraus folgt.

Daraus folgt ewiges Leben.
Das unterscheidet sich doch jetzt nicht wirklich von dem was ich geschrieben habe. Es ist nur anders geschrieben. Die Gnade rettet uns! Und zwar vor Gottes Zorn. Die Bibel spricht davon sehr wohl(sodom und gomorrha zum Bsp.). Grundsätzlich stimmt das doch mit dem overly attached Girlfriend. Dem habe ich nicht widersprochen.
Mit einem liegst du jedoch vollkommen falsch:

Der Mensch ist und bleibt Sünder und sündhaft, ist aber als gerade solcher angenommen.

Römer 6,6: Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen.

Durch Glauben sind wir keine Sünder mehr! Wir tun zwar noch solche, aber wir sind ein neuer Mensch.

Du täuschst dich.

Sag doch mal ernsthaft was du als "Lücke" siehst und ich versuche es zu erklären.

Gern: Biologisch ist es vielleicht möglich (ich kenne mich nicht sehr gut aus aber ich glaub das) das es Veränderungen von Lebewesen gibt. Es ist ja nachweisbar und passiert noch heute. Meiner Meinung nach ist die „Lücke“, dass nicht nachgewiesen ist(nach meinem Kenntnisstand), dass es all die nötigen Zwischenschritte wirklich gegeben hat. Das ist doch nur eine Annahme oder liege ich da falsch?

Allein mir fehlt der Sinn in diesem Konstrukt: nehmen wir an es gibt einen Schöpfergott. Welche Fragen beantwortet das? Welches Problem löst das? Eben gar keins. Letzten Endes verlagerst du das ganze nur ne Ebene nach hinten, denn wenn es einen Schöpfer gibt muss der ja auch irgendwo herkommen oder entstanden sein. Im Prinzip ist Gott nur ein Hilfskonstrukt für kleine Kinder. Wie man Kinder sagt "der Storch bringt die Kinder", weil man ihnen nicht langwierig erklären kann/will wie Sex&Fortpflanzung funktionieren, so nimmt man Gott als einfachen Grund warum sich einfache Gemüter an gewisse ethische Spielregeln halten sollen "mach das, und das und das, aber blos nicht das, sonst wird der große Papa im Himmel sauer". Ein mündiger, denkender Mensch aht ein solches Hilfskonstrukt doch gar nicht mehr nötig. Gott erklärt gar nichts was auf dieser Erde passiert.

Das ist jetzt aber mal ganz weit hergeholt mein Lieber. 😉
Gott hat doch nichts mit der Geschichte vom Storch zu tun. Das fruchtet doch als Vergleich gar nicht.
Es löst kein wissenschaftliches Problem. In der Bibel steht auch, dass die Wissenschaft wichtig ist. Schließlich kann man anhand der Bibel – in den meisten Fällen - keine wissenschaftlichen Vorgänge belegen oder widerlegen.
Religion ist (ich schreib das nun schon zum wiederholten mal) doch keine Wissenschaft.

(Die andere Frage: woher nimmt man das Selbstbewußtsein/die Arroganz das grade die eigene Religion/Sekte richtig liegt und nicht die hundert anderen?)

Das hat mit Selbstbewusstsein oder Arroganz nichts zu tun. Das ist Glaube!
 
Danke SdK. ich musste erst auf Wikipedia suchen.

@yardis
Aber trotzdem hier den Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Stammesgeschichte_des_Menschen

Also es gibt Fossilien die solche Zwischenstufen zeigen. Es gibt keine Fossilien die einen modernen Menschen plötzlich auftauchen lassen, somit wird die Evolutionstheorie doch eher untermauert.

Und da SdK das Beispiel mit den Hunden brachte. Unter dem Wiki-Artikel zur Evolutionären Entwicklungsbiologie ist ein Beispiel zu einem Experiment, in welchem Silberfüchse nach ihrer Zahmheit selektiert und gezüchtet wurden. Beobachtet wurde, daß obwohl Zahmheit das Selektionskriterium war, es morphologische Veränderungen bei den Tieren gab, welche sie hundeähnlicher aussehen liessen (hier der Link:http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionäre_Entwicklungsbiologie). Verrückt.

Übrigens empfinde ich es nicht als das Gleiche, wenn Wissensschaftler sagen, daß ihenn Gott als Erklärung nicht plausibel genug ist. Und zwar aus dem Grund, daß Gott eben sich nicht an wissenschaftliches Arbeiten hält. Es ist ein Unterscheid zu sagen: "Ich habe eine andere Erklärung, die mit folgenden Annahmen, Funden und Experimenten übereinstimmt." als "Ich habe eine andere Erklärung, weil es so ist wie ich glaube das es ist."

Ich meine, grundsätzlich stimmen wir ja überein, Glaube und Wissenschaft haben nichts miteinander zu tun.

Was aber bringt es, sich zu entscheiden an einen Schöpfer zu glauben? SdK hat schon recht, was bringt es dir? Du findest die wissenschaftliche Erklärung sei nicht plausibel genug, ok. Und deswegen braucht man per se keine wissenschaftliche Erklärung? Ich meine, das ist es doch wenn man einen Schöpfer annimmt, oder nicht? Du sagst es ja selbst, daß die Bibel oder ein Schöpfer keine Wissenschaft sein kann. Was bringt es dir, zu glauben, die Menschen/die Welt wurden von einem Schöpfer erschaffen, welchen du nicht nachweisen kannst?

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber trotzdem hier den Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Stammesgeschichte_des_Menschen

Also es gibt Fossilien die solche Zwischenstufen zeigen. Es gibt keine Fossilien die einen modernen Menschen plötzlich auftauchen lassen, somit wird die Evolutionstheorie doch eher untermauert.

Danke für die Info. Aber wenn man die Evolutionstheorie als Grundlage nimmt, dann sind diese Nachweise doch ein Bruchteil des ganzen. Ich meine damit es ist keine absolute Wahrheit. Hat ja auch SdK schon erwähnt. Das im Prinzip alles weswegen ich so „dickköpfig“ bin und nicht alles, sondern nur Teile annehme. 😉
 
Und was ist absolute Wahrheit? Wie kann ich erkennen was absolute Wahrheit ist? Gibt es noch andere Wahrheit, welche nicht absolut ist aber Wahrheit?

Und was bedeutet ein Bruchteil des Ganzen? Ich meine, die Evolutionstheorie besagt, daß es Zwischenstufen geben müsste. Du hast selbst gesagt, daß wäre für dich ein "Beweis". Tada, es gibt sie, nachweislich. Doch kein "Beweis"?

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was ist absolute Wahrheit? Wie kann ich erkennen was absolute Wahrheit ist? Gibt es noch andere Wahrheit, welche nicht absolut ist aber Wahrheit?

Zwei Unterschiede:
1. Religion kann beim glauben daran die Warheit sein.
2. Wie das in der Wissenschaft ist soll dir SdK erklären. Der hat das damals angebracht. 😉
 
Gern: Biologisch ist es vielleicht möglich (ich kenne mich nicht sehr gut aus aber ich glaub das) das es Veränderungen von Lebewesen gibt. Es ist ja nachweisbar und passiert noch heute. Meiner Meinung nach ist die „Lücke“, dass nicht nachgewiesen ist(nach meinem Kenntnisstand), dass es all die nötigen Zwischenschritte wirklich gegeben hat. Das ist doch nur eine Annahme oder liege ich da falsch?

Na bitte, damit zeigst du, dass du dich nicht damit eingehend beschäftigt hast, wie du es vorher behauptet hast.

Schonmal was vom Tree of Life-Project

http://tolweb.org/tree/

Darin kannst du dich mal richtig austoben... ein internationales Projekt diverser Disziplinen, in dem seit Jahren der Verlauf des Lebens zusammengetragen wird, paläontologisch, morpholgisch, genetisch, geologisch etc.

KLar gibt es da noch lücken, aber die sind wie eine Lücken in einer Zahlenreihenfolge von 1-100 in der einzelne Nummern fehlen, die man mit gutem Menschenverstand ergänzen kann. Schließlich braucht es immer ein Menge Glück, solche Fossilienzu finden, die gewisse Zeiträume erstmal überstehen müssen. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass was alles im Meer (was früher mal Land war) und nie entdeckt werden wird. Ganz zu schweige von den Mengen an Öl und Kohle, das alles mal organisches Leben gewesen ist und nicht im Sinne fossiler Fundstücke erhalten geblieben ist. Man geht nicht umsonst davon aus, dass 98% aller Arten bisher ausgestorben sind.