Du musst allerdings eben auch bedenken, das im Gegensatz zum Sport die Idee hinter einem Tabletopspiel ist, das sich die Armeen unterschiedlich spielen. Da Aex in einem der oberen Posts einen Vergleich zum Fußball gezogen hat, würde ich das mal hier adaptieren: Im Endeffekt möchtest du hier, das sich ein Team grundsätzlich auf Kurzpassspiel, ein zweites auf Kopfballspiel und ein drittes darauf konzentriert, hinten Beton anzurühren. Trotzdem sollen alle diese Konzepte +/- gleich stark sein und wenn man das ganze statistisch macht, sich die Siegesbilanzen etwa ausgleichen.
In wohl keinem Sport der Welt käme man wohl auf die Idee solche Vorgaben zu machen und trotzdem noch Balancing zu erwarten.
Ich möchte man eine etwas provokante Frage in den Raum werfen: Wenn es bei Turnieren ausschließlich um einen sportlichen Wettkampf geht, wozu braucht es dann eigentlich verschiedene Armeen? Warum kann man nicht einfach, sagen wir, den Codex Space Marines nehmen und festlegen, das sich jeder aus diesem seine Armee zusammenstellen darf? Dann haben alle das gleiche Ausgangsmaterial und man bräuchte nur einen Codex zu balancen.
Ob diese Space Marines auf dem Schlachtfeld dann durch "Eldar Space Marine", "Tyraniden Space Marine" oder "Necron Space Marine" Figuren repräsentiert werden, ist doch dann am Ende auch schon fast egal. Wie im Fußball eben auch: Da unterscheiden sich die Teams schließlich auch nur durch die Trikotfarben und eben nicht dadurch, das das eine Team eine Stoff- und das andere eine Bleiweste trägt...
Fussball ist, so fair muss man aber sein, durchaus viel generischer als jedes Tabletopspiel. Was beim Tabletop durch Masse erzielt wird, macht der Vereinssport dann in Sachen Budget. Man sieht ja wie lange selbst im Profisport die Reglementierung dauert. Allein die Sache mit Videobeweis war wahrscheinlich an die 20 Jahre in der Pipeline. Und dann vergleicht man mal die Gelder die im Profisport zur Verfügung stehen.
GW macht schon nen sehr guten Job. Perfekt wird es nie werden. Wie überall wo Wettkampf stattfindet. Trotzdem gehört Reglementierung einfach dazu.