Väterchen Vermillion auf seuchigen Reisen

Vermillion

Tabletop-Fanatiker
19. April 2010
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Hallo, ihr Dämonenspieler.
Wie für die anderen Fraktionen, die ich zur Zeit aktiver Spiele, soll's auch hier einen Thread geben, der sich vornehmlich um die (Un-)taten meiner Nurgledämonen in Wort und Bild dreht. Dabei zeige ich euch Armeelisten, Modelle und Spielberichte und erzähle von den Erfolgen und Misserfolgen meiner Nurgletruppe auf Turnieren. Wie üblich sieht mein Anspruch dabei so aus, die Modelle zu bauen und zu bemalen, die ich cool finde, und sie in halbwegs effektiven Listen zusammenzufassen, wobei "Ich möchte diese Modelle spielen" allerdings immer vor "Ich muss um jeden Preis gewinnen" steht – wenn also eine Liste nicht das krasseste Powerniveau überhaupt bietet, dann liegt das daran.

Meine Listen werden fast immer mehr oder weniger viele Great Unclean Ones enthalten, weil ich sie einfach gerne spiele.

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Ansonsten hängen sie meistens noch mit einem irgendwie gearteten Kern aus Plaguebearers rum.

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Auf dem letzten Turnier, auf dem ich sie spielte, haben meine drei GUOs mit einem Sloppity Bilepiper, 15 Plaguebearers und 2*3 Nurglings auf 1250 Punkten einen sauberen Platz 4 von 12 erkämpft. Nun ist am Sonntag wieder ein Turnier, wo ich eigentlich mit Orks hinfahren wollte, aber bei den Temperaturen habe ich wenig Lust, drei Spiele lang 100 Modelle zu bewegen, weshalb ich mich spontan entschieden habe, wieder mal die Nurgle-Truppe auszuführen. Auch dort werden wieder 1250 Punkte gespielt. Ich entschied mich für eine Variation meiner letzten Liste auf der Spielgröße. Einer der GUOs bleibt zuhause und wird durch Corbax Utterblight ersetzt, den ich gerne endlich mal a) bauen und bemalen und b) ausprobieren möchte. Das bedeutet wiederum auch mehr Plaguebearers. So sieht das dann aus:

Battalion

Great Unclean One
Bilesword, Plague Flail
Warlord: Plaguefly Hive
Psychic Powers: Virulent Blessing, Fleshy Abundence
Relic: Horn of Nurgles Rot

Rotigus

Psychic Powers: Miasma of Pestilence, Nurgle's Rot

Corbax Utterblight

3x Nurglings


3x Nurglings


26x Plaguebearers

Daemonic Icon (+ Stratagem)

Auxiliary Support Detachment

Sloppity Bilepiper

Da ich den Bilepiper für die GUOs gerne mitnehme, gibt es eben einen Command Point weniger. Ein weiterer geht für das Seuchenbanner drauf, doch damit knacken die Plaguebearers auch mal was großes. Ansonsten ist ja eigentlich alles klar – Great Unclean Ones und Corbax fallen über das Schlachtfeld und verhauen jeden, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Erfahrungsgemäß funktioniert das ganz solide, solange ich nicht von 60 Genestealers abgefrühstückt werde … mal schauen, was die Matchups am Sonntag so ergeben. Ihr erfahrt es dann hier ^^
 
Sehr schöne Modelle. Der Trend zu Grün bei Nurgle ist mMn sehr eintönig, und deine Jungs sehen erfrischend anders aus.
Schon interessant was eine Farbänderung aus den "Comic-Stil" Nurglemodellen machen kann. Sehr hübsch.

Von der Effektivität her wohl bei kleinen Punktzahlen überraschend genug um die Panzer/Kreaturenabwehr des Gegners überwältigen zu können.

Insgesamt interessante Idee und ich werde heir auf jeden Fall ein Auge drauf haben.
 
Danke euch für die Kommentare.

@ POHLitiker: Ja, die grünen Nurgle-Farbschemata mag ich zwar auch, aber ich finde in "realistischen" Hautfarben wirken die Modelle noch fieser!

@ DeStinyFish: Üblicherweise stelle ich alles am Anfang auf. Im besten Fall kriegen die GUOs dank Bilepiper einen Angriff in Runde 1 auf was schmackhaftes. Dann muss der Gegner erstmal zusehen, wie er sie wieder loswird. Ich denke, mit Cor'bax statt dem dritten GUO und dazu mehr Plaguebearers wird der Spaß noch etwas stabiler. Mal gucken wie es läuft, kommt natürlich schwer auf die Matchups an.
 
@ Haakon: Ja, die haben hübsch haarige Rücken. Das haptische Erlebnis, sie anzufassen, ist immer wieder witzig 😀

Nee... das ist zu viel... am besten dann elektrostatisches Haar auf den nächsten :woot:

Spaß beiseite. Ich mag deinen Bemalstil einfach! Aber spielt sich das nicht etwas eintönig? Ich scheue mich immer vor einer Nurgle Liste neben meiner DG.
 
Ich finde Mono-Nurgle eigentlich sehr spaßig. Die drei Varianten des Great Unclean Ones können ja alle unterschiedliche Sachen und werfen dazu noch viele verschiedene Psikräfte. Die vielen Buffs und Debuffs machen mir bei Nurgle Laune, und die Einheitenauswahl ist ja recht vielfältig, wenn man Forge World einbezieht. Auf meinem Maltisch sind beispielsweise zur Zeit ein paar Poxriders in Arbeit, und dann gibt es ja auch noch den Greater Unclean One ... so viele lustige Optionen! :wub:
 
Extrem coole Sache hier! Ich male gerade an etwas sehr sehr Ähnlichem herum. Habe ich schon gesagt, dass es SEHR ähnlich ist? 😀

@Eintönigkeit von Nurgle:
Ja, ich finde sie eintönig. Aber ist ja nicht mein Problem, wenn GW es versäumt, einen runden Codex zu publizieren. Ich freue mich, dass ich in nunmehr 24 Hobbyjahren endlich mal Nurgle auf einem vernünftigen Niveau spielen kann. Eintönigkeit hin oder her.
(Wobei intönigkeit der Grund ist, weshalb ich jetzt die letzten 1-2 Tage schon überlege, ob ich einen 2. und 3. GUO kaufen soll oder doch lieber in die anderen großen Dämonen investieren soll, zwecks Abwechslung. Dämonen bieten einfach zu viele coole Modelle.)

@Bilepiper:
Was macht der Besonderes für Deine Liste? Ich muss mir da die Regeln noch einmal durchlesen...
 
@ Vielfalt bei Nurgle: Naja, man kann schon einiges aufstellen, was auch gut ineinander greift. Ob man 2-4 Guos braucht, wie Vermillion muss jeder selbst entscheiden.

Gerade mit den Forgeworld Ergänzungen bekommt Nurgle gute Möglichkeiten, zB. das Plague Hulk, die Kröten (beritten und unberitten), Gorbax und die großen Blight Drones aufzustellen.

Ne gemischte Nurgle Armee könnte also schon n paar verschiedene Einheiten haben. Und dann aufm Feld ist Nurglechaos keine Harlequinarmee... aber das wollten sie ja auch nie sein 😀
 
Der Bilepiper ermöglicht Great Unclean Ones nach dem Rennen noch anzugreifen und gibt ihnen eine Bonusattacke. Wenn man zwei oder mehr GUOs spielt, muss der eigentlich schon mit. :happy:

EDIT: Selbiges tut er btw auch für Nurglings.

Danke für die Infos! Muss ich meine Liste vielleicht doch noch einmal überdenken.
 
So, brühfrisch die Turnierberichte. Ich denke, dass hier auch deine Fragen zu Synergien mit GUOS halbwegs beantwortet werden sollten, @ Bluthusten. :happy:

Also. Gespielt wurden 3 Spiele à 1250 Punkte mit Mahlstrom-Missionen. Im ersten Spiel traf ich auf Necrons, gespielt wurde "Wettlauf zum Sieg" (im Grunde normaler Mahlstrom, wenn aber jemand 10 Ziele erreicht, endet das Spiel sofort). Die Liste meines Gegners bestand aus drei Trupps Extinctoren (zwei mit Tesla), 6 Destruktoren, um die acht Skarabäenbases, Necronlord, noch zwei andere Charaktermodelle (einer, der einer Necroneinheit pro Runde einen dauerhaften Bonus verschafft, was der andere Typ gemacht hat, weiß ich gar nicht mehr – ich komme bei Necrons immer durcheinander 😀 ) – relevant war bei der Liste, dass sie durch diverse Trefferbuffs hier und da auf Tesla kam, das auf 4+ triggerte, und ansonsten machte die Armee den üblichen Necronkram – Trefferwürfe Wiederholen hier, Wundenwiederholen da, ständig aufstehen dort. Das ganze eben mit massig Kadenz.
Ich habe den ersten Spielzug, stampfe nach vorne, smite ein paar Extinctoren und verpasse Rotigus ein Miasma der Pestilenz. Mein Gegner ist dran, hofft sich aus meiner Chargereichweite zu manövrieren, was dank Bilepiper eigentlich kaum möglich ist, und beginnt seine Schussphase. Hier passiert jetzt das, was meine Liste in fast jeder ersten gegnerischen Schussphase tut: Ein mittig stehendes Modell bekommt die Präsenz der Fruchtbarkeit als Gefechtsoption, der am gefährlichsten stehende GUO bekommt die Warpwelle. Die Situation für meinen Gegner stellt sich also jetzt so dar: Meine ganze Armee wiederholt 1en bei Widerwärtig zäh. Rotigus wird schlechter getroffen. Der Great Unclean One hat einen besseren Rettungswurf. Cor'bax Utterblight ist gegen den Beschuss mit 1er-Damage sowieso gut aufgestellt. Nach der Schussphase der Necrons hat dann mein GUO 5 Lebenspunkte verloren und sonst ist nichts passiert. Danach ist das restliche Spiel eine traurige Vorstellung für die Necrons, in der sie zwischen schwitzigen dicken Dämonen gesandwiched werden. Das Spiel geht bis in Runde 6, wo die Necrons ausgelöscht sind und ich somit mit einem 25:2 nach Missionszielen mein erstes Spiel mit 20:0 beende.

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Im zweiten Spiel traf ich auf das Adeptus Custodes. Mein Gegner stellte einen Shield-Captain zu Fuß, einen auf Bike (mit Trefferdebuff und 3+ Rettung als Relikte/Begabung des Kriegsherren), einen Fahnenträger, drei mal drei Bikes mit Hurricane Boltern. Mission war "Abschuss bestätigt", also Mahlstrom + Killpoints, von denen wir beide nicht sonderlich viel zu bieten hatten. Mein Gegner bekommt den ersten Zug. Er hat seine Sachen nicht zum Schocken zurückgehalten, sondern direkt aufgestellt. So oder so hätte es wenig Unterschied gemacht, weil mein Screen aus Plaguebearers keine Angriffsfäche oder Platz zum nahen Schocken durch die Custodes-Fahne bietet. Mein Gegner versucht defensiv die Plaguebearers zu erschießen und sich gleichzeitig aus der Nahkampfreichweite der GUOs zu halten, um sie in seinem nächsten Zug selbst angreifen zu können. Das klappt nicht, nachdem er um die 7 (durch Warpwelle und Präsenz der Fruchtbarkeit) geschützte Plaguebearers erschießt, bin ich dran. Auch hier packen sich meine GUOS relativ problemlos die Jetbikes und nutzen sie als Deoroller, wobei sie eigentlich nicht mal wirklich ins Schwitzen geraten. In Runde 4 sind auch die Custodes ausgelöscht, ich gewinne das Spiel 24:3 und gehe somit auch mit einem 20:0 aus meinem zweiten Spiel.

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Im dritten Spiel traf ich dann noch einmal auf Necrons, Mission "Gelegenheitsziele". Dieses Mal zweimal zehn Extinctoren (einmal davon Tesla), zwanzig Krieger, drei Phantome, sechs Destruktoren, ein Overlord und ein Cryptek. Also ähnlich aufgestellte Necrons wie in Spiel 1. Wollt ihr raten, wie das lief? Ich hatte den ersten Zug, ging nach vorne, smitete ein paar Extinctoren. Die Necrons sind dran, beginnen ihre Schussphase – Warpwelle, Präsenz der Fruchtbarkeit, das Necronfeuer kitzelt so lustig. Immerhin gelingt es den Necrons aber, ihre Zielpriorität zu verlagern, als sie erkennen, dass es aussichtlos ist, die großen Monster zu beschießen, solange sie von meinen Auren profitieren. Das endet damit, dass ich das Spiel wohl ohne Plaguebearers bestreiten muss, die komplett von der Platte genommen werden. Meinen großen Jungs macht das nichts aus, die Necrons sind in Runde 5 ausgelöscht, ich gewinne 29:0 und gehe auch mit 20:0 aus Spiel 3.

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Damit gewinne ich dann das Turnier mit dem maximal möglichen Ergebnis und 12 Punkten Vorsprung vor Platz 2. Als Bonus nehmen meine Dämonen gleich auch noch Best Painted in Nurgles Namen in Anspruch. Man muss sagen, dass ich drei sehr gute Matchups hatte. Die hohe Kadenz und Treffsicherheit der Necrons nützt ihnen wenig gegen den Widerstand, die Rettungswürfe, die Trefferdebuffs und die verbesserten Schutzwürfe. Den Custodes ergeht es mit ihren wenigen, aber starken Attacken noch schlechter. Insgesamt sind unsere schweren Jungs auf 1250 Punkten mit kleiner Platte und einem Bilepiper hinten dran einfach eine Wucht, weil der Gegner eigentlich nur eine Schussphase bekommt. In der gibt man dann zwar vier Command Points aus, aber dafür übersteht man dann auch alles, was der Gegner aufbieten kann, scheppert in ihn rein und prügelt alles kaputt. Man muss allerdings auch noch dazu sagen, dass ich das ganze Turnier über keine Ausfälle beim Würfeln hatte und durchgehend solide Karten gezogen habe. Es lief quasi "alles nach Plan."
Cor'bax Utterblight war übrigens auch eine Wucht. Speziell gegen Necrons war es witzig, mal selbst auf die 6 drei Treffer zu generieren. 😉
Am Ende konnte ich mich also über zwei Gutscheine und einen schicken Pokal freuen. Die Gutscheine wurden gleich in die Sector-Mechanicus-Killzone für Kill Team reinvestiert.

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Als nächstes führe ich meine Nurgledämonen auf das Throne of Skulls in Düsseldorf. Dort werden 1750 Punkte gespielt, die GUOS müssen sich also gegen mehr Feuerkraft durchsetzen … welche Liste ich dort spielen werde, erzähle ich euch dann die Tage mal.
 
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