Meinst du tatsächlich GW Layouts? Oder WCW Layouts.??
Auf GW Layouts hat es mehr Platz als auf WCW Layouts. Auch wenn die ziemlich ähnlich sind.
Ich habe bisher nur auf GW Layouts gespielt und da kommst du mit den 130 mm Bases zum Teil nicht durch. Vielleicht verstehe ich die Regeln ja auch falsch:
Das heute oft genutzte Base der Ruine gibt an, in welchem Bereich (nämlich der gesamten Base) die Regeln des Geländes gelten (zB Sichtblockierung für etwas, was hinter der Geländebase steht).
Die tatsächlich physisch vorhandenem Ruine, die mir zeigt, dass es sich bei diesem Gelände wirklich um eine Ruine mit entsprechenden Regeln handelt, schränkt aber die Bewegung ein, NICHT das Base der Ruine.
Ist richtig so, oder?
Je nachdem, wo also die Ruine genau steht und wie groß sie ist, kann ich auf GW Layouts eine 130 mm Base sehr sehr schwer bewegen. Manchmal gar nicht.
Nein, GW Mitarbeiter sitzt keiner mit mir im Keller, aber das ganze Regelwerk und das Balancing sind halt dahingehend ausgerichtet. Merkt man auch recht schnell, wenn man mal auf „vernünftigen Gelände“ spielt. Das sind dann echt keine schönen Spiele mehr 😢
Das ist ein Totschlagargument. Man könnte auch sagen: Das ist wie die Frage nach der Henne und dem Ei.
Seriously: Aktuell sind bestimmte Fraktionen auf Turnieren mit ihrem entsprechenden Gelände erfolgreicher als andere, weil die Gesamtheit der Regeln (auch des Geländes) diesen Fraktionen einen Vorteil verschaffen. Mit einem anderen Regelset hättest du immer noch ein Tabletopspiel, aber eben ein anderes. Mit anderem "hot shit".
Wenn Infanterie zB nicht einfach durch Wände laufen könnte, würde das die Armeeauswahlen verändern. Dann würde man andere Armeen sehen, vielleicht andere Fraktionen oben sehen. Aber man hätte immer noch ein Spiel.
Wenn Sprungtruppen wieder ohne Abzüge ÜBER Gelände springen dürften (also nur die horizontale Entfernung zählt), dann hätte das eben einen anderen Einfluss auf das "Meta".
Und diese Regeln gab es auch einmal genau so. Und dennoch konnte man damals 40k spielen, genauso wie man heute 40k spielen kann. Es ist halt anders.
Ich bin seit der 4ten Edition dabei. Ich habe so vieles kommen und gehen gesehen. Es gab Zeiten von MSU, es gab Zeiten von 30er Plaguebearer–Einheiten–Spam. Es gab Zeiten, da war Beschuss besser, es gab Zeiten, da war NK besser. Es gab Zeiten, da waren Fahrzeuge besser, es gab Zeiten, da war Infanterie besser. Es gab Zeiten mit festgelegten Missionszielmarkern, es gab Zeiten, da haben die Spieler diese zu Beginn des Spiels verteilt. Es gab Zeiten mit fest gewählten Secondaries, es gab Zeiten mit Secondaries durch zufälig gezogene Karten. Und und und...
Und das wird auch das "Problem" der 11. Edition sein: GW macht etwas, alle laufen hinterher, weil "so sind ja die Regeln".
Gerade neulich habe ich mal aus Spaß meine erste 40k Armee nach heutigen Punktwerten zusammen geklickt. Damals 1000 Punkte, heute etwa 820 Punkte. Und das zu einer Zeit, als 1500 Punkte der Standard waren. heute sind es 2000 Punkte. Jeder zieht mit, jeder beschwert sich über "Abzocke" und "pay to win" seitens GW. Aber jeder zieht mit! Effektiv brauche ich heute 50 bis 60% mehr Modelle als zu Zeiten der 4ten Edition. Habe ich auch 50 bis 60% mehr Spaß?
Ehrlich, man kann sich wünschen, was man will. GW wird es anders machen! Die Geschichte von 40k (und auch von den Fantasy–Derivaten) zeigt doch, dass GW gar nicht an einer Evolution des Regelwerks – also an einer kontinuierlichen Verbesserung – interessiert ist. Die machen einfach irgendwas und verkaufen das als den neuen großen Wurf! (Mal abgesehen davon, dass schon hier im Forum keine Einigkeit herrscht, was denn eigentlich "das gute 40k" wäre.)
Es macht Null Sinn, sich darüber aufzuregen. Dieses Geschäftsmodell werden sie nicht ändern, denn es hat sie groß gemacht! (In dem Moment, in dem ich das schreibe, sagt Google, GW sei über 6 Milliarden britische Pfund wert!!!)