ChatGPT als Judge für B&B?

Ich sehe da bei zu vielen bzw ungefilterten Quellen aus dem Internet die Gefahr, dass die KI auch falsche bzw veraltete Quellen berücksichtigt (oder falsche Interpretationen, die aber häufiger zu finden sind als die Richtige).
Wir alle wissen, wie im Forum teilweise kontovers diskutiert wird, und der (möglicherweise) Konsens sich dann später als falsch herausstellt. Ohne das die Diskussion im Thread im Nachhinein korrigiert wird.
Dem habe ich auch doch gar nicht wiedersprochen ! 🧐

Lediglich deine Frage aus meiner Ansicht heraus beantwortet. Und du wolltest wissen, womit in diesem Szenario zu rechnen wäre. 🤷🏼‍♂️


In beiden Fällen wird man sich jedenfalls nicht blind auf die KI verlassen können.
 
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Hm. Spontane Idee und Frage an die User mit KI-Erfahrung.
Würde es einen Unterschied machen, wenn man anstatt ChatGTP eine KI wie NotebookLM befragt, die man quasi selbst mit dem Regelwerk und den FAQs/Rule Commentary gefüttert hat?
Also ohne Zugang zum Netz. Nur die Quellen aus eigener Hand.
Ganz überlesen.

Zwei Dinge:
Eineindeutige Regelfragen werden damit deutlich präziser beantwortet werden.

Nicht absolut eindeutige Dinge dagegen werden dann vermutlich gar nicht mehr oder falsch beantwortet, siehe zum Beispiel den Grey Knight Apothecary.

So n LLM kann man durchaus auch nutzen um lokale Datenstände zu durchsuchen, natürlich, ich kann aber einer Onlinelösung auch beibringen nur bestimmte Quellen zu nutzen 😉
 
Ich habe in der letzten Zeit immer mal mit ChatGPT herumgespielt. Zwei Sachen waren bemerkenswert falsch.

Erst hat es behauptet, die Römer bei Asterix wären grün gekleidet, damit sie in italienischen Farben auftreten. Dass ihnen aber das Rot dazu fehlt und sie stattdessen blaue Schilde tragen, ist dafür ja offenbar nicht weiter wichtig.

Und letzte Woche habe ich Hilfe für ein Rätsel fürs Geocaching gesucht. Das war eine Bilderfolge mit Flaggensymbolen, aus denen man einen Code ermitteln musste. Die KI hat immerhin sofort erkannt, was das darstellen soll (auch wenn ich den Teil schon vorher wusste), dann aber völlig willkürliche Zahlen genannt. Der Code sollte angeblich 123456 789012 345678 heißen, auf kritische Nachfrage wurde das auch bestätigt und begründet. Völliger Schwachsinn, weil völlig falsch. Ich habe das dann nach einer Weile selbst lösen können und richtig gewesen wäre 205155 821908 173950. Kommentar dazu: "Du hast völlig recht — meine vorige Lösung war falsch. Danke fürs Klarstellen". Wow...

Und das ist halt das Problem bei der Sache. Die KI gibt schnelle Antworten, aber die müssen nicht richtig sein. Weil sie sich einerseits in einem Internet bedient, in das jeder jeden Mist schreiben kann. Und andererseits denkt sie sich bekanntermaßen auch einfach mal irgendwas aus, um den Eindruck von Kompetenz zu erwecken.

Das macht sie zu einem brauchbaren Startpunkt, wenn man gar nicht weiter weiß und mal eben Input braucht. Und das geht im Zweifel wesentlich schneller als hier oder in der eigenen Spielergruppe nachzufragen und auf Antwort zu warten, was mitten im Spiel ein sehr großer Vorteil sein kann. Aber man kann halt nicht unbedingt darauf vertrauen, dass die Antwort dann korrekt ist. Ich würde die daher nicht als letzte Instanz ansehen, um strittige Regelfragen zu klären.
 
Eine AI denkt gar nicht. Selbst der Reasoning Prozess hat nichts mit dem zu tun was wir als bewusstes denken bezeichnen.

Es sind halt nur wahrscheinliche Ergebnisse zu der Zerlegung von Worten in Token. Die-se we-rde-n da-nn stat- isti-sch ausgewertet und das im Zusammenhang zueinander und zu allen anderen im Kontextraum und daraus wird dann Token für Token die wahrscheinlichste Antwort errechnet. Klingt absurd gibt aber Ergebnisse die funktionieren (und auch nicht). Aber eine AI weiß nie ob sie was weiß oder nicht weiß. So lange sie nicht darauf trainiert wurde, ich weiß nicht zu sagen, wird sie immer eine Antwort ausgeben die eine statistische Wahrscheinlichkeit größer 0 hat richtig zu sein. Auch wenn diese bei 0,x % liegt.

cya
 
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Eine AI denkt gar nicht. Selbst der Reasoning Prozess hat nichts mit dem zu tun was wir als bewusstes denken bezeichnen.
Selbstverständlich glaube ich nicht, dass es hier um richtiges denken geht. Ich hoffe, das geht uns allen so. Man sagt halt "sie denkt sich was aus", auch wenn es etwas anderes ist. Auswertungen von Quellen, Wahrscheinlichkeiten, Algorithmen etc.
 
Kommentar dazu: "Du hast völlig recht — meine vorige Lösung war falsch. Danke fürs Klarstellen". Wow...
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Bringt es ganz gut auf den Punkt...🥳
 

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Erst hat es behauptet, die Römer bei Asterix wären grün gekleidet, damit sie in italienischen Farben auftreten. Dass ihnen aber das Rot dazu fehlt und sie stattdessen blaue Schilde tragen, ist dafür ja offenbar nicht weiter wichtig.

Also zumindest in der neuen Auflage haben sie rote Hosen zu ihren grünen Tuniken.

Anscheinend gab's da Mal eine Drucktechnisch bedingte Änderung zum grün (vorher rot)

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Und das ist halt das Problem bei der Sache. Die KI gibt schnelle Antworten, aber die müssen nicht richtig sein. Weil sie sich einerseits in einem Internet bedient, in das jeder jeden Mist schreiben kann. Und andererseits denkt sie sich bekanntermaßen auch einfach mal irgendwas aus, um den Eindruck von Kompetenz zu erwecken.
Es ist halt vom Prinzip her der gleiche Mist, wie wir ihn schon bei dem thread über die Qualität von Temu-Kram hatten:

Man erhält ein "Produkt" geliefert, für das es faktisch keine Gewährleistung gibt, wenn Du dich darauf verlässt, und dann damit auf die Fresse fliegst.
Das kann harmlos sein, wenn man ne falsche Info zu einer Regel in einem Spiel bekommt. Das fällt dann vielleicht erst später auf und man ärgert sich über ne Situation, die vielleicht einen Spieler zu unrecht bevorteilt hat. Das wars aber eher auch schon.

Wirklich problematisch mit echten und gravierenden Folgen für den Verwender wird es dann, wenn die KI ihrem aktuellen Drang folgt, und Dir freierfundene Scheiße erzählt. Ist ja auch naheliegend: Wenn ChatGPT mir sagt: "Sorry, das weiß ich nicht", dann wechsel ich halt zu zB Grok oder umgekehrt. Da Musk oder Altman keinen Bock haben, Nutzer an die Konkurrenz zu verlieren, muss das Ziel der KI natürlich sein, den User an sich zu binden. Und das um fast jeden Preis mit erfundenen Zeug. 🤷‍♂️

Ich hab nur bedingt Mitleid mit den juristischen Kollegen, die sowas allen Ernstes in einem Schriftsatz vor Gericht verwenden, aber eines muss jedem Verwender jederzeit klar sein: Die komplette Verantwortung und Haftung für die Verwendung von KI-Antworten liegt nicht bei der KI selbst, sondern beim Verwender. Das mag für manche recht banal klingen, mE ist das aber ein Umstand, den bislang viel zu wenige wirklich begriffen haben.
 
So wie viele Menschen im alltäglichen Leben schon auf ChatGPT setzen und an dessen Ergebnisse glauben, so wird das auch im Hobby passieren.
Ich finde es eher bedenklich, dass man bei einem Hobbyprodukt schon eine künstliche Intelligenz braucht, um Regelfragen zu beantworten. Vielleicht sollte man dann von Seiten GWs mal an der Komplexität oder Aufbereitung der eigenen Regeln arbeiten.
 
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Naja, ob das Problem hier wirklich generell bei GW und der Regelkomplexität liegt oder nicht auch oft genug am Anwender, kann man an der Stelle vielleicht mal offen lassen. Eine KI zu "brauchen" ist ja nun wirklich nichts Objektives.
Wenn ich mir die eine oder andere Regelfrage hier und anderswo ansehe, kann ich zumindest nicht immer erkennen, warum das überhaupt ein Problem sein sollte. Da würde es oft genug reichen, überhaupt erstmal die Regel zu lesen.
Klar sind GW-Regeln häufig komplex und auch nicht unbedingt immer übersichtlich. Aber dass sich einzelne Spieler inzwischen für die Nutzung einer KI entscheiden - was so ja noch gar nicht lange möglich ist -, sagt doch nun wirklich nichts darüber aus, ob das auch wirklich nötig wäre.
 
Selbstverständlich glaube ich nicht, dass es hier um richtiges denken geht. Ich hoffe, das geht uns allen so. Man sagt halt "sie denkt sich was aus", auch wenn es etwas anderes ist. Auswertungen von Quellen, Wahrscheinlichkeiten, Algorithmen etc.
Aus Erfahrung: Nein leider ist das nicht allen klar. Ganz viele glauben dem Marketingsprech und der verwendet fälschlicherweise Begriffe wie "denken", "reasoning" etc. Da entsteht dann die Erwartungshaltung das die KI wirklich darüber "nachgedacht" hat so wie wir das tuen würden und nicht einfach nur die Wörter mit dem höchsten Score hintereinander reiht.
 
Ich habe jetzt nicht das ganze Thema durchgelesen aber zum ersten post ist zusagen das die KI hier falsche Angaben macht.

Z.b. Stratagems können nicht verwendet werden den der trigger ist "wenn die Einheit gewählt wird" und bei FoD werden keine Einheiten gewählt. Das betrifft auch andere Regeln wie z.B. Dark Pakt der CSM die bei FoD nicht benutzt werden dürfen.

Die generelle Aussage das FoD immer out of phase ist ist auch falsch.
Natürlich kann ich FoD auch in meiner Figth Phase haben.

Das denkt sich mit meinen Erfahrungen mit KI zum Thema Regelfragen.

Es funktioniert einfach nicht und man sollte davon Abstand nehmen.
Ohne jemanden der das gegen prüft sind es zu 90 % einfach fehlerhafte Aussagen.

Ich hab es neben40k auch schon mal für Pathfinder 2e ausprobiert, was auch eine hohe Komplexität hat aber alle Regeln frei verfügbar.
Selbst mit Angabe nur die eine Regel Quelle zu nutzen gab es nur fehler.

Daher mein Rat.
Lasst es lieber und lest selbst
 
Mir kam gerade ein Gedanke, und ich denke der passt ganz gut in diesen Thread.

1. Hat schon mal jemand versucht oder Erfahrung damit gesammelt, ein komplettes 40K Regelwerk (erstmal nur Core Rules) von einer KI entwickeln zu lassen bzw die aktuelle Edition durch eine KI modifizieren zu lassen?

2. Was haltet ihr von dieser Idee??

3. Wer hat Zeit, Lust und eine hochwertige KI (zb Bezahlversion) um das mal zu testen und das Ergebnis zu präsentieren???
 
Och ich hab gleich sowieso n Update, wo ich 2h nem Balken beim Wachsen zuschauen muss, Why Not? 😄

Aber DU @Ghost Writer , du probierst das System aus! 😜


EDIT:
Mein Prompt, LLM rechnet fröhlich vor sich hin ^^

erstelle mir ein Alternatives Regelsystem für Warhammer 40k Miniaturen, einzelne Spielzüge unterteilt in Phasen, gerne abwechselnde Aktivierung. Das Spiel soll möglicht immersiv sein, also Space Marines als die "Elitekämpfer" mit guter Rüstung, Ausbildung und Bewaffnung darstellen, Custodes noch elitärer, Adeptus Mechanicus mit fortschrittlicher Technologie, Chaoslegionen und Dämonen passend zu ihren jeweiligen Gottheiten etc, die Infos welche Fraktionen nötig sind und was ihre typischen Eigenschaften sind findest du im Internet. Einheiten und bisherige Regeln gibt es bei Wahapedia, falls du Profile als Basis benötigst. Ausgabe wenn möglich als PDF
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermute, dass selbst in einer Bezahlversion das Kontextfenster zu klein ist für eine so umfangreiche Aufgabe. Das ist echt viel Text der analysiert wird.

cya
Naja bei 8 Seiten Core Rules plus Beispiel-Fraktionsregeln sind wir schon.

Aber, das Ding ist nicht mit einem einzelnen Prompt erschlagen, LLM wehrt sich gegen Arbeit ^^