(Gelesene) Warhammer 40k-Bücher

Wenn was Neu rauskommt und du es lesen willst, kauf es.
Sonst ist es in den meisten Fällen so, dass die gesamte Auflage vergriffen ist.
Ja! Das ist ja auch der Grund, warum ich sowohl bei SoT wie bei The Scouring so wahnsinng penibel hinter den Daten der Veröffentlichung her bin. 😉 Nicht, weil ich mich nach dem tollen neuen Inhalt so wahnsinnig sehne, sonder weil man weiß, dass das Ganze ziemlich schnell weg sein könnte, wenn man nicht sofort zugreift. Keine Ahnung, ob das Prinzip des Fomo da wirklich bewusst angewandt wird, oder es einfach nur Zufall wegen der kleinen Auflagen an sich ist...🤷‍♂️

Das ermöglichte es mir beispielsweise die ganze Reihe um Gaunts Geister um das Jahr 2009 herum zu kaufen,
obwohl das erste Buch schon Anfang der 2000er oder so erschien.
Das wäre heute so nicht mehr möglich.

Stichwort Heyne: Vor ca. 5 Jahren gab es in unser lokalen Mediothek einen Bücherflohmarkt, und da stand dann in einem Regal ne Riesen-Menge von GW-Romanen, alle von Heyne, jeder Band zum Preis von einem Euro oder zwei. Ich bin da zweimal hin, weil ich nicht alles gleichzeitig aufs Rad bekommen hatte, aber jetzt habe ich die ersten acht Bände der Gaunts Geister und die ersten drei Bände sowohl der Ragnar-Schwarzmähne- wie der Uriel Ventris-Reihe.😍 Und ich bereue, dass ich da nicht ein drittes Mal vorbeigefahren war, weil da noch viele weitere Romane standen. War wohl ne Bücher-Spende unseres lokalen Hobby-Ladens, aber diese "Gaben" mit ihrem Thema waren unser Bücherei wohl inhaltlich nicht ganz geheuer, so dass der ganze Pulk direkt auf besagten Flohmarkt kam. Großes Glück gehabt!🥳

Wenn ich bedenke, dass man mir vor ca. 2 Jahren noch allen Ernstes BL-Einzelbände der HH für 30-35 Euro angeboten hat (ohne Versandkosten), dann muss man heute in letzter Konsequenz schon wirklich sehr hinter her sein, wenn man eine Reihe wirklich sammeln will!
 
Ich habe gestern den ersten Band der Ciaphas Cain Saga zuende gehört (Für den Imperator) und muss sagen, daß ich ganz prächtig unterhalten wurde. Als Disclaimer nützt es hier vll zu sagen, daß ich mich bisher geweigert habe, irgendwas mit "schnöden Menschen" in 40k zu lesen, zu hören oder zu spielen. Menschen hab ich um mich rum genug, die brauch ich nich auch noch in meiner Lieblings-SciFi-Welt.
Und doch wurde mir Ciaphas Cain ans Herz gelegt - absolut zu recht, muss ich sagen.

Falls sich jemand wie ich fragt, wie man den Namen aussprechen soll: NICHT mit einem leicht zischenden SSS wie "Science", sondern mit einem klaren K wie "Kirche". Und auch im deutschen Hörbuch wird er englisch ausgesprochen, was mich sehr freut.

Aktuell läuft dementsprechend Teil 2 (In Eisiger Tiefe) statt wie eigentlich geplant "Sohn des Waldes" und ich bin wie erwartet bisher nicht enttäuscht 🙂
 
Ich hab die Tage "Ferren Areios - Meister der Riten" zu ende gelesen und würde hier gern mal meine Eindrücke, Rezension würde ich es nicht nennen, teilen.


Meister der Riten ist ein düsterer Ultramarines-Roman der weniger auf Heldenglanz als auf die psychologischen und moralischen Kosten des Krieges setzt. Im Zentrumsteht Ferren Areios, bekannt aus der Feuerdämmerung Reihe inzwischen Captain der 6. Kompanie, der mit der Rückeroberung der von der Death Guard verseuchten Khorsari-Weitebeauftragt wird – eine Mission, die von Beginn an zum Scheitern verurteilt scheint. Areios überzeugt als komplexer Captain, der zwischen Codex, Pflicht und Gewissen zerrieben wird. Atmosphärisch stark, stellenweise ruhig, dafür mit viel Tiefgang.

Gerne Kritik, Anregungen dazu was man evtl besser machen kann oder "fehlt"


Mfg
 
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Gelesen: Lelith Hesperax - Königin der Messer von Mike Brooks

Worum geht es? Lelith langweilt sich bei den Ynnari, Vect will seine Lieblingsgladiatorin tot oder lebendig zurück, ein Harlekin will sie als Counter zu Vect ebenfalls in Commoragh und ihre große Liebe will ihr an den Kragen, weil sie (vor ihren Gefühlen) abgehauen ist.

Lesenswert? Nein.
Das ist kein Drukhari - Roman, das ist letzten Endes Dark Romance mit Zensur auf Disney-Niveau.
Ich fange langsam an, den Schreibstil des Autors zu entschlüsseln: seine Hauptfiguren sind immer Renegaten, die sich gegen den Status quo auflehnen. Immer gegen das Althergebrachte. Und immer glorreich triumphierend. Immer "irgendwie anders". Und die Gegner sind immer die, die sich am Althergebrachten festhalten. Die etablierten Hierarchien. Und alles muss irgendwo witzig sein. Und für alle Überlebenden besser.
Ab und zu funktioniert das. Bei den Orks auf jeden Fall. Bei der Alpha Legion gerade noch so. Bei den Imperialen leider nicht - wenn man den Löwen in der 30k - Ära mit der Version von Brooks vergleicht, sieht man zwei komplett verschiedene Charaktere.
Und bei den Drukhari... ich befürchte, er steht ein bisschen zu sehr auf Elfen. Und er ist charakterlich einfach nicht der Typ, der die Drukhari so wie in der Lore rüberbringen kann. (Das könnte bestenfalls jemand wie der Marquis de Sade oder Garth Ennis - aber das wäre definitiv nicht das, was GW verkaufen kann und will.) Komplexe Intrigen sind einfach nicht seins. Edginess, Grausamkeit aus Vorsatz, feste Strukturen und Zwerge (pardon... Votann) auch nicht.
Das Buch liefert irgendwie nichts. Als PR für die Mini und die Drukhari - Modellrange zündet es nicht, zum Universum trägt es nichts bei (immerhin lässt er Lelith selbst feststellen, dass die gesamte Ynnari - Storyline komplett ins Leere gelaufen ist und gerade langsam verreckt). Das Einzige, wozu es gut ist, ist, dass wieder mal die üblichen Verdächtigen Schaum vorm Mund kriegen werden, weil ihr Lieblings-Hassautor eines ihrer Pin-Up-Girls zur (Kampf-)Lesbe gemacht hat. Und andere übliche Verdächtige als Reaktion darauf wieder Schaum vorm Mund kriegen werden. Aufmerksamkeit aus den völlig falschen Gründen. Und das nervt mich.
Ich hab parallel die "Roter Gobbo" - Anthologie gelesen und fand die wesentlich unterhaltsamer.
 
Gelesen: Der Löwe, Sohn des Waldes

Worum geht es: initiales Auftauchen von Lion El'Johnson im 40k Universum, erster Kontakt mit den Gefallenen und Chaosanbetern (als Antagonisten).

Meine Meinung: Für mich war es ein guter Einstieg des Löwen ins aktuelle Jahrtausend. Ich habe keinerlei Bücherkenntnisse der Horus Heresy, weiß also nicht, was er da gemacht oder nicht gemacht hat und inwiefern es da Diskrepanzen gibt. Aus diesem Sichtwinkel war es gut lesbar und eine unterhaltsame Mischung aus Action und Charakterentwicklung.
Ich bin nun gespannt auf die weitere Entwicklung mit den Dark Angels und den ersten Besuch von Roboute oder im Thronsaal Terras. Da lässt sich sicherlich richtig gut was draus machen (oder das gibts schon und ich kenne es nich, ihr dürft mir hier gern "weiterführende Lektüre" empfehlen).

Ich habs nicht gelesen, sondern im Rahmen meines Osiander Hörbuchabos auf deutsch gehört. Der Sprecher war okee. Manchmal fehlte mir ein bissl mehr Unterschied zwischen den Charakteren, das bekommen andere Sprecher besser hin. Wie der Haus- und Hofsprecher von John French & Graham McNeill Büchern, Magnus Neuwirth.
 
Hat jemand zufällig schon diese "Perle" gelesen?
Hast du dir die Perle eigentlich inzwischen mal gekauft und zu Gemüte geführt?
Die Community wüsste gern mehr 😀

Bei mir lief die letzten Tage das Hörbuch "Genvater". Belisarius Cawl vs Fabius Bile. Der Ton des vorigen Buches wird ganz gut getroffen, so daß Belisarius weiterhin als genialer, von sich sehr überzeugter Erzmagos erscheint, der jedoch ein hehres Ziel verfolgt und auch seine Grenzen kennt und seine Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Fabius hingegen bleibt ein wenig farblos und hätte auch durch einen beliebigen anderen Antagonisten ersetzt werden können.
Die Szenen sind alle schön beschrieben, ohne jetzt wirklich fesselnd zu sein.

So ist das Buch für mich eher Fanliteratur für Cawl-Fans als ein must-have für jeden 40k Fan 🙂
 
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Hast du dir die Perle eigentlich inzwischen mal gekauft und zu Gemüte geführt?
Die Community wüsste gern mehr 😀

Bei mir lief die letzten Tage das Hörbuch "Genvater". Belisarius Cawl vs Fabius Bile. Der Ton des vorigen Buches wird ganz gut getroffen, so daß Belisarius weiterhin als genialer, von sich sehr überzeugter Erzmagos erscheint, der jedoch ein hehres Ziel verfolgt und auch seine Grenzen kennt und seine Vergangenheit, die ihn nicht loslässt. Fabius hingegen bleibt ein wenig farblos und hätte auch durch einen beliebigen anderen Antagonisten ersetzt werden können.
Die Szenen sind alle schön beschrieben, ohne jetzt wirklich fesselnd zu sein.

So ist das Buch für mich eher Fanliteratur für Cawl-Fans als ein must-have für jeden 40k Fan 🙂
Und dann noch diese sehr gezwungene Knight-Schlacht am Boden …

Unterm Strich mochte ich das Buch auch.
Aber hier waren in meinen Augen schon sehr viele Dinge sehr „convenient“, damit der Plot überhaupt passieren kann.

Der Planet, der Kommunikation und Sensoren stört – geschenkt, soll der Autor haben.
Aber dass Cawl, der ja als absolut intelligent dargestellt wird, eine gigantische Mechanicus-Arche mit den größten Schätzen des Imperiums durch die Gegend fährt, ohne nennenswerte Eskorte, und dazu auch noch kaum Besatzung auf dem Schiff hat, weil er die „weggeschickt“ hat …

… nur damit Fabius mit einem Warpsprung, der gegen alles verstößt, was wir über Warpreisen kennen, anlanden und mit einem Haufen Abschaum die Arche entern kann? Gleichzeitig, noch ein Mega "Zufall" auf dem Schiff.
Das war ein echte Zufalls Schicht Torte, die seinen Genießer danach fragte, ab wann es zu viele Schichten sind...

Nichts von den Ereignisse fand ich dabei für sich genommen Problematisch.
Aber die Dosis macht wie immer das Gift..

Meine Frau musste schon mit mir zusammen die Augen zudrücken, damit mich diese ganzen Zufälle nicht komplett aus der Immersion reißen.


Gefühlt hatte Haley bock auf die Dialoge, aber keine Lust auf den Plot.
Und das "Gerichts Verfahren" auf dem Planeten war ne mega geniale Gelegenheit, war aber leider kaum Durchdacht.
Was Haley wohl selbst aufgefallen ist, weshalb hier schnell ein Scharmützel rein gepresst werden musste..

Kein schlechtes Buch.
Aber auch kein herausragendes.
 
Verzeiht bitte den Doppelposte, wollte aber noch mal was zum Buch anmerken.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass Cawl hier seine Überzeugungen gegenüber seinen Glaubensgeschwistern darlegt.
Dabei wirkt es für mich so, als würde er nicht nur sie, sondern auch den Leser von seiner Position überzeugen.

Ich interpretiere das allerdings so, dass er im Grunde beide Seiten „belügt“.
Seine Ansichten bewegen sich geschickt an der Grenze zur Häresie, ohne diese offen zu überschreiten.
Gleichzeitig wirken seine Argumente schlüssig, weil sie sich scheinbar an den Vorgaben der STCs orientieren.
Dadurch verteidigt er seine „Innovationen“, die ja am Ende eigentlich gar keine wären..
Denn echte „freie Wissenschaft“ kann es in diesem Kontext nicht sein, wenn die Ergebnisse letztlich immer mit den Erkenntnissen der STCs übereinstimmen.

Das überzeugt nicht alle Priester, aber offenbar genug.

Wenn man sich jedoch Cawls Erzeugnisse, seine Methoden und seine lockere Art genauer anschaut, merkt man, dass das Ganze eher ein Schauspiel für seine Glaubensgeschwister ist, eines, das es fast schafft, auch den Leser mitzureißen.
Fand ich sehr gelungen und für mich eines der stärksten Elemente des Buches.

Allerdings mussten gegen Ende noch einige Dinge passieren, die dann etwas holprig eingebaut wirkten.
 
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Habe Fulgrim - The Perfect Son zuende gehört. Im englischen Original, was für mich eine Premiere war 🙂
Zuerstmal war ich enttäuscht. Bei einem Buch mit dem Titel "Fulgrim" habe ich erwartet, daß sich die Handlung mindestens großteils um den Namensgeber dreht. Wie bei Ahriman oder Ciaphas Cain und so. Tut sie nicht. Es ist ein Buch über einen generischen EC Champion und eine Schlacht/Belagerung einer Stadt durch die EC.
Dabei ist die Handlung an sich jetzt gar nicht schlecht. Es gibt Charakterentwicklung bei den Protagonisten und den Antagonisten (wer auf welcher Seite der Stadtmauer wer ist, darf jeder für sich entscheiden), es gibt längere Dialoge, Gedankengänge, schöne Kämpfe an verschiedenen Orten. Mir persönlich kommt halt Fulgrim an sich zu kurz. Ganz klar ein Problem meiner Erwartungshaltung, keine Frage 🙂

Da das nach vielen deutschen mein erstes englisches Hörbuch war, will ich auch dazu kurz noch was sagen. Qualitativ schien mir das englische besser zu sein, hier wurde mit Effekten in der Stimme des Vorlesenden gearbeitet. Also ein Funkspruch klang wie aus nem Funkgerät und Dämonen hatten ebenfalls Effekte in der Stimme. Oder Fulgrim, wenn er wütend war 😉
 
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Mir persönlich kommt halt Fulgrim an sich zu kurz. Ganz klar ein Problem meiner Erwartungshaltung, keine Frage 😉
Bin mir nicht sicher wie ich den Zwinker Smiley interpretieren soll.
Aber ich finde die Kritik schon wirklich berechtigt, "wenn nicht drinne ist, was drauf steht".

Fulgrim kommt schließlich auch in Büchern vor die nicht seinen Namen tragen. 🤷‍♂️
 
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Da sollte ein einfaches Smiley hin; das Zwinkern is ein Tippfehler, den ich nun behoben habe.
War kein Hinweis auf Ironie, denn es ist ja wirklich nur meine Erwartungshaltung, die mir das Buch verleidet hat (verlitt?).

PS. Wie ist eigentlich die einfache Vergangenheit (aka Präteritum) von '(jemandem etwas) verleiden'?
 
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