40k Shin ye Shen Killteam

Gibt's mittlerweile nahezu alles "blank",Streich/Kaminhölzer,Kaffeerührer,Kerzendochte, Blumentöpfe uva, meine Frau hat für ihre Dekobasteleien einen ganzen Katalog dazu.🤔😁


Hab da manchmal das Gefühl die haben da mehr als mein Künstlerbedarf in der Stadt. Was ich bei DM, Müller und Discounter schon so alles gefunden hab ist echt crazy... Und nun werden es Lutscherstiele...

Ansonsten hätte ich meine Neffen und Nichten zu Lutscher lutschen verurteilt... Dann ist die Diabetes nicht ganz so schlimm 😜
 
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Also Basematerial abgeholt, japp bin ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen, wollte nur die Chipping, Fixer und Basen... Der Rest ist mir zugelaufen! Ehrlich, ganz ehrlich... konnte die doch nicht alleine lassen...
 
Heute habe ich mit den Bases angefangen. Ich habe ja schon im letzten Post gespoilert, wohin die Reise geht.


  • Zuerst habe ich mit Corax White grundiert. (Bild 1)
  • Danach eine Schicht stark verdünntes Sun Yellow von Vallejo. (Bild 2)
  • Anschließend verdünntes Craven Yellow von Two Thin Coats. (Bild 3)
  • Danach die komplette Base mit stark verdünntem Sepia Wash von Vallejo gewasht. (Bild 4)
  • Zum Schluss bin ich noch einmal mit Sun Yellow über die großen Flächen gegangen und habe die Vertiefungen bewusst ausgespart. Außerdem habe ich absichtlich etwas schmierig gemalt, damit der Boden diesen verwahrlosten, lange nicht mehr gepflegten Look behält. (Bild 5 – links nachgemalt, rechts nur gewasht.)

Das darf jetzt erst einmal bis morgen in Ruhe durchtrocknen. Danach folgt eine Schicht Mattlack, wieder trocknen lassen und anschließend wird die Liquid Mask recht großzügig aufgetragen. Danach kommt der Metallton per Stippling. Zumindest ist das der Plan für morgen.


Wie immer sind Kommentare und Feedback herzlich willkommen. Loben dürft ihr natürlich auch. 😄


Kurze Lore​


Hephaestus Prime​


Hephaestus Prime galt lange Zeit als die erste Fabrikwelt, die nach dem Mars entstand. Diese Behauptung wurde inzwischen widerlegt, dennoch zählt der Planet zu den ältesten Fabrikwelten des Imperiums.


Aus bis heute unbekannten Gründen wurde Hephaestus Prime jedoch aufgegeben. Seine Erbauer ließen alles zurück: gigantische Produktionsanlagen, unermessliche Ressourcen und sogar Werkstücke, die sich noch mitten in der Fertigung befanden.


Das Imperium vergaß Hephaestus Prime. Das Adeptus Mechanicus – vielleicht sogar der Imperator selbst.


Doch nun wurde Hephaestus Prime wiederentdeckt.


Seitdem ist die Welt zum Spielball der Mächte der Galaxis geworden. Jeder versucht, dem Planeten seine uralten Geheimnisse zu entreißen.


Auch mein Kill Team ist letztlich nur ein Werkzeug in diesem Ringen um Wissen und Macht.


Seid ihr auch gespannt, welche Geheimnisse Hephaestus Prime noch verbirgt?


Dann schickt euer Kill Team dorthin – und hofft, etwas zu finden, das den Einsatz rechtfertigt. Denn nur wer hoch pokert, kann viel gewinnen... oder sich in Schulden stürzen, die niemals mehr beglichen werden können.

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Ich habe gestern Nacht noch den Mattlack aufgetragen, aber keine Fotos davon gemacht. Wenn euch das wirklich interessiert, schaut auf YouTube – ich denke, da findet ihr etwas. Wenn nicht... wäre ich doch sehr enttäuscht von YouTube...
Der Mattlack hatte gut 20 Stunden zum Durchtrocknen. Falls Interesse am Trocknungsprozess entsteht... sucht euch ein Hobby!
Okay, machen wir weiter.
Ich habe also Liquid Mask aufgetragen, vor allem in den Vertiefungen und an windgeschützten Stellen, damit das Gelb genau dort erhalten bleibt, wo der Lack später am ehesten geschützt wäre.
Ich habe heute die Bilder beschriftet, daher schaut einfach, was da steht... Lesen hilft... manchmal...
Die nächsten Schritte waren dann Stippling in folgender Reihenfolge: Rough Iron, Gun Metal, Plate Mail Metal und zum Schluss Silver. Ich habe versucht, die Kanten dabei immer heller werden zu lassen.
Anschließend: Rubbel den Schwa... Base! Nachtschwalbe! BASE!
Ergebnis gut!
Danach habe ich kleine Rostflecken gesetzt – dezent an Kanten, Vertiefungen und ähnlichen Stellen.
Die Tufts habe ich klein geschnitten und in die Ritzen gepflanzt. Die Halme habe ich ebenfalls gekürzt, weil sie mir einfach zu aufdringlich waren.
Finale: Sandkasten beklaut, Sand in die Ritzen geschoben und anschließend mit Sand Fixer besprengelt.
Wie das Ganze trocken aussieht, zeige ich euch morgen.
Fertig!
Ich bin ganz zufrieden... na ja, einigermaßen zufrieden. Besser geht natürlich immer, und ein bisschen Perfektionismus gehört zum Hobby einfach dazu.
Wie immer danke für eure Likes – die bauen wirklich auf.
Ich hoffe, dass sich hier mit der Zeit noch ein paar mehr Leute einfinden. Also: Werbung machen! Ihr seid das Publikum und kümmert euch ums Marketing – ich liefere das Programm.
Heute gibt's keine Lore. Morgen gibt's dafür wieder ein bisschen Hintergrundgeschichte fürs Gemüt. Ich gehe morgen auf eine Schwertkampfvorführung und denke, da wird die Inspiration nur so sprudeln. Oder ich schreibe heute Abend doch noch etwas... Keine Ahnung.
 

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Der Fixer ist jetzt komplett durchgetrocknet. Ich bin semizufrieden.

Was mich genau stört? Der Sand. Ich habe das Gefühl, dass er kaum auffällt.
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Aber was tun? Anderen Sand mit einer anderen Farbe? Blau? Grün? Rot? Damit er dem Auge kurz einen Tritt verpasst? Nein... ich glaube nicht, dass das die Lösung ist, die sich für mich stimmig anfühlt.

Mehr Sand, damit er allein durch die Menge stärker auffällt? Aber Tallarn ist doch gar nicht mein Thema...

Helft mir doch mal kurz. Was ist eure Meinung?
 
Hallo Kollektium...
Willkommen zurück auf Hephaestus Prime. Willkommen zurück bei den Shin.
Ihr wurdet gemeldet, dass ihr die Korrektur ablehnt! Das geht nicht. Morgen früh Dienstantritt, das Lasergewehr wird gestellt, den Leichensack stellt die Imperiale Armee und der Imperator dankt euch... später vielleicht. Wenn er Zeit findet.

Euch gefällt dieses modische Outfit nicht? Es beißt in euren Augen? Gut! Dann werden auch dem Feind die Augen schmerzen!

Genug Ernst für heute.

Heute Morgen habe ich zuerst das Rohr ausprobiert.
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Ich habe über eure Tipps nachgedacht – besonders die Idee mit den Lutscherstielen. Vielen Dank dafür! Für meine Vorstellung sind sie aber einfach etwas zu dünn. Also zurück zum Strohhalm.
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Den habe ich mit dem Seitenschneider ausgefranst, anschließend mit dem Bastelmesser Löcher und Beschädigungen eingearbeitet. Danach wurde alles mit Sekundenkleber versteift, damit die Oberfläche später besser grundiert werden kann. Zum Schluss kam flüssiges Green Stuff zum Einsatz. Mit einem Schaschlikspieß habe ich eine Schweißnaht am Boden modelliert und etwas Green Stuff auf dem Rohr verteilt, um eine raue, verkrustete Oberfläche zu simulieren.
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Danach ging es an den Body.
Dieses Mal habe ich das Contrast Paint endlich so benutzt, wie es gedacht ist: großzügig.
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Beim letzten Versuch wollte ich das Contrast Medium fast wie eine normale Layerfarbe verwenden und anschließend mit Sepia und Dark Tone die Tiefe erzeugen.
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Das war... Mist.
Außerdem habe ich versucht, die Kanten manuell stärker zu betonen. Ob mir das gelungen ist?
...Nein.
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Zumindest nicht zu meiner eigenen Zufriedenheit.
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Eigentlich wollte ich heute auf das Schwertkampffestival gehen. Dafür hatte ich aber einfach keine Energie. Schade. Das Malen war zwar ebenfalls anstrengend, aber dabei musste ich mich wenigstens keinen Menschen aussetzen.


Und ich muss euch noch etwas gestehen:
Im Moment habe ich keinen Kopf für Lore.
Ich weiß, worüber ich schreiben möchte. Ich weiß sogar, was passieren soll. Aber ich bekomme es gerade einfach nicht aufs Papier. Mein Kopf ist momentan mit privatem Kram ziemlich voll.

Kommt vor.

Macht euch keinen Kopf um meinen Kopf – das übernimmt mein Kopf gerade selbst ziemlich zuverlässig.
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Ich weiß, ich wiederhole mich. Das sagen sie mir in der Psychiatrie auch immer... immer dann, wenn ich ihnen erzähle, dass der Imperator von Horus verraten wird.
Ups... Spoiler.

Also: Kommentieren, liken, teilen und ein bisschen Liebe dalassen!
 
Bemalen,da du versuchst 1:1 Textur in ein 1:52/58 Modell zu bringen, kann das optisch nicht funktionieren.🤷
 
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Wie sieht die Welt aus?
Rote Wüste wie der Mars?
Oder eine andere Sorte?
Schau dir mal die irdische Sahara an, die sieht nicht überall gleich aus,da gibt's die Schwarze,Rote,Weiße und die "normale" Wüste.
Ist es eher Erde?
Eine Mischung aus Rost,Öl,Sand ua ?
Wenn du dir nicht sicher bist,gehe doch einfach nach Optik.🤔
 
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Wie sieht die Welt aus?
Rote Wüste wie der Mars?
Oder eine andere Sorte?
Schau dir mal die irdische Sahara an, die sieht nicht überall gleich aus,da gibt's die Schwarze,Rote,Weiße und die "normale" Wüste.
Ist es eher Erde?
Eine Mischung aus Rost,Öl,Sand ua ?
Wenn du dir nicht sicher bist,gehe doch einfach nach Optik.🤔


Hephaestus Prime ist keine Wüste, sondern eher eine einzige gigantische Fabrik, die über Jahrtausende der Witterung ausgesetzt war. Das Klima stelle ich mir warm bis heiß vor, mit wenig Regen, aber gelegentlichen Wolkenbrüchen, die ganze Bereiche unter Wasser setzen. Der "Sand" ist deshalb für mich eher Staub – vermischt mit organischem Material, Flugrost, Dreck und abgeplatzten Lackresten. So ungefähr sehe ich den Planeten vor meinem inneren Auge.
Danke auch für deine Geduld und dafür, dass du immer wieder aufzeigst, wo es hakt. Das hilft mir wirklich weiter.
Und auch wenn das vielleicht etwas kitschig klingt: Danke, dass du meinen Thread seit Beginn verfolgst, likst und kommentierst. Für viele mag das nur eine Kleinigkeit sein – mir bedeutet das tatsächlich eine ganze Menge.
 
Der "Sand" ist deshalb für mich eher Staub – vermischt mit organischem Material, Flugrost, Dreck und abgeplatzten Lackresten.
Dann dürfte Typhus Corrosion oder ein Äquivalent dein Freund sein.
Das gibt auch gute Struktur zum Trockenbürsten.
Bei Industrie Schmodder kann man ja auch von den typischen Erdfarben weg und ruhig mal ein richtig dunkles Blau oder Violett oder Grün nehmen und mit Grautönen akzentuieren.


Danke, dass du meinen Thread seit Beginn verfolgst, likst und kommentierst.
Bedanke dich bei deinem interessanten Worldbuilding und dem Kitbashing, sowas kommt immer gut.
...und ein Forum lebt ja auch durch sowas.😁
 
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Frohen Sonntag!

(Oder wann auch immer ihr das lest – für mich ist jedenfalls Sonntag!)

Bevor morgen wieder die Woche beginnt, habe ich mir gedacht: Ich brauche unbedingt noch mehr Rost!

Also habe ich gestern – wie ihr am Wasserzeichen sehen könnt – mit Rost, Verwitterung und Nurgles Segen am Rohr experimentiert. Das Ergebnis seht ihr auf den Bildern.
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Ergebnis laut der Base: "B".

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Seufz... Jetzt werde ich auch schon von meinen Bases bewertet. Das Leben war einfacher, als ich noch nicht vom Plastikkleber abhängig war...
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Ich habe das Gelb zunächst mit Mattlack versiegelt. Nach dem Trocknen habe ich die Schablone mit dem "B" fixiert, das Schwarz aufgestippelt, trocknen lassen und anschließend die Schablone entfernt.
Plötzlich war sie da – die B-Wertung.


Jetzt wird das Ganze noch einmal versiegelt, dann folgen Liquid Mask, Metalltöne, Chipping, Weathering und zum Schluss Rost. Zumindest ist das aktuell der Plan.


Beim nächsten Versuch möchte ich die Reihenfolge leicht ändern. Ich möchte vor dem schwarzen Stippeln etwas Liquid Mask unter beziehungsweise durch die Schablone aufbringen. So sollten später auch innerhalb des Buchstabens kleine Lackabplatzer entstehen, die das Gelb wieder freilegen. Ich glaube, das wirkt noch realistischer.


Kein Versprechen, dass heute noch etwas kommt. Auch mein Kopf hat ein Recht auf Sonntagsruhe... (Zumindest behauptet er das. Ich halte das ja für eine infame Lüge!)


Ihr dürft natürlich trotzdem liken und kommentieren.

Dieter, ich sehe doch, dass du etwas schreiben willst – mach einfach!

Und nein, Nina: Nur gucken bringt außer dir niemandem etwas.


Wir lesen uns...
 
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Ich hab mir heute noch die Planke geschrubbt... Also die Base...
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(Ja, hahaha... denselben Witz noch mal zu bringen ist langweilig. Lasst mich. Mein Thread, meine aufgewärmten Witze!)

Okay, werden wir noch mal kurz ernst.
Wir sehen einfach mal darüber hinweg, dass ich diesmal keine Fotobox verwendet habe und euch auch nicht jeden einzelnen Schritt beim Schrubben zeige. Beschränken wir uns lieber auf das, was euch vermutlich wirklich interessiert.
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Auch dieses Mal habe ich nach dem Masking mehrere Metalltöne – von dunkel bis immer heller – aufgetupft.

Versucht mal, absichtlich chaotisch zu arbeiten... Ich sag euch: Das ist gar nicht so einfach, wenn man eigentlich sauber arbeiten möchte.

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Für mich? Kinderspiel. Ich bin Chaot aus Berufung und besitze sogar das Zertifikat fürs Zi... zi... Zittern!

Ist eigentlich wie Matsch spielen – einfach Dreck machen...

Hm... So gesehen sollte ich Nurgle vielleicht mal fragen, ob er noch eine Stelle frei hat...

Oh Mann... Ich bewundere wirklich jeden, der sich meinen Unsinn jedes Mal durchliest, danach noch einigermaßen geistig gesund ist und trotzdem wiederkommt.

Papa? Muss ich wieder Werbung machen, dass Liken kein Mord ist und Kommentare immer gern gelesen werden?
Nein? Echt nicht?

Na gut... Dann lesen wir uns morgen – oder so – wieder.
 
Ich hatte euch ja geschrieben, dass mein Kopf gerade einen Kopf macht. Das Thema, das ihn beschäftigt hat, beginnt sich heute langsam zu klären. Ergo wird auch der Kopf wieder etwas klarer.




Heute gibt's Lore!

Wie aufmerksame Leser wissen (seid ihr überhaupt aufmerksam? Ich frage morgen ab! Wehe, einer von euch drückt sich!), liebe ich es, Lore zu schreiben. Also lasst uns heute über das Reden... und das Fühlen reden.



Niponi leben nach dem Ideal, dass Gefühle weder die Stimme noch das Gesicht erreichen sollen. Im Normalfall ist ihre Sprechweise daher monoton, mechanisch und ohne erkennbare Intention.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Niponi keine Gefühle haben. Ganz im Gegenteil. Sie drücken sie nur anders aus.

Gefühle werden durch Signalworte oder Lautmalerei kenntlich gemacht. So kann ein Satz wie:

„Ich fühle mich nicht gut. Wein, wein.“



durchaus bedeuten, dass der Sprecher gerade tatsächlich weint. Ebenso wird in der Öffentlichkeit gelacht, indem man schlicht „Haha“ sagt, anstatt wirklich zu lachen. Jemandem eine sichtbare Emotion zu entlocken gilt als unschicklich und ist außerhalb des engsten Kreises absolut verpönt.

Shin hingegen erleben eine Welle von Emotionen, die ein Niponi vermutlich nie erfahren würde. Man begegnet ihnen zwar mit mehr Nachsicht, dennoch erfordert das häufig das Eingreifen eines Sija Hii und eine Korrektur. Viele Niponi führen daher halblegale Muskelrelaxia mit sich. Sie sollen Mimik unmöglich machen und die Stimmbänder so beeinflussen, dass die Stimme bleiern und emotionslos klingt.

Nun denkt sich vermutlich der ein oder andere:

"Moment mal... dann sagt doch jeder einfach ständig 'Haha' und fertig?"

Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Wie jede Sprache kennt auch Nipo verschiedene Arten zu lachen.

Haha – ehrliches, aufrichtiges Lachen. Durch das Wiederholen der Silben können Intensität und Lautstärke modelliert werden.

Hehe – schelmisches oder freches Lachen. Durch einen angehängten „Ha“ (Heheha) wird daraus Schadenfreude.

Hihi – kokett, verspielt und kulturell eher weiblich geprägt. Mischformen können es spielerischer wirken lassen.

Hoho – tiefes, herzliches Lachen. Wird häufig älteren Menschen zugeschrieben, darf aber jeder verwenden. Auch hier lassen sich Lautstärke und Intensität durch Wiederholungen ausdrücken. Vorsicht allerdings: Mehr als fünf Silben gelten allgemein als aufdringlich und unhöflich.

Höhö – das gesellschaftlich erwartete Lachen. Ein Höflichkeitslachen. Hier Silben anzuhängen gilt als schwerer Fauxpas und kann durchaus soziale Konsequenzen nach sich ziehen.

Huhu – kindliches Lachen. Kinder genießen in der niponischen Gesellschaft eine gewisse Narrenfreiheit und dürfen sprachlich deutlich mehr experimentieren.

Aufgepasst, Spaßvögel!

„Das Mischen macht zwar gar viel Spaß! Sorgt jedoch für Korrekturen ohne Unterlass!“



Merkt euch also: Solange nicht ausdrücklich anders angegeben, werden Lachformen nicht gemischt. Weniger ist hier tatsächlich mehr. Möchtest du ausdrücken, dass etwas gerade zum Totlachen war, verlängerst du nicht einfach die Silben bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern sprichst sie einfach schneller. Geschwindigkeit ersetzt Lautstärke.

Auch Weinen besitzt verschiedene Lautformen. Während Lachen überwiegend mit H gebildet wird, beginnen Weinsilben meist mit W oder N. Auch hier bestimmen Wiederholung, Vokal und Sprechgeschwindigkeit den eigentlichen Kontext.

Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen.

Wenn dir tatsächlich Tränen vor Lachen in den Augen stehen, darfst du eine einzelne, dem Kontext entsprechende Lachsilbe in deine Weinsilben einfließen lassen. Aber wirklich nur eine. Übertreibst du es, wirkt das auf Niponi unauthentisch. Im schlimmsten Fall gibst du damit der gesamten Umgebung zu verstehen, dass du kein Muttersprachler bist oder deine sprachliche Erziehung deutlich zu wünschen übrig lässt.

Mindestens genauso wichtig wie die Sprache selbst ist für Niponi allerdings ihre Gestik.

Was zunächst widersprüchlich klingt, ist vollkommen beabsichtigt. Während Mimik und Stimme möglichst neutral bleiben sollen, ist Gestik ausdrücklich erwünscht. Hände ersetzen vieles, was andere Kulturen über Gesichtsausdruck oder Stimmlage vermitteln würden. Ein Niponi beobachtet daher im Gespräch deutlich häufiger die Hände seines Gegenübers als dessen Augen.

Nicht umsonst sagt ein altes niponisches Sprichwort:

„Wenn du einen Menschen wirklich lesen willst, beobachte seine Hände. Seinen Augen schenke keine Beachtung.“



Noch interessanter wird das dadurch, dass die meisten Niponi Linkshänder sind. Dadurch entwickelte sich über Jahrhunderte eine regelrechte Grammatik der Gestik.

Die linke Hand spricht von dir selbst, deinen Gedanken, Gefühlen und Absichten.

Die rechte Hand spricht von deinem Gegenüber oder dem, worauf sich deine Worte beziehen.

Wer das verwechselt, wirkt auf Niponi ähnlich unbeholfen, wie auf uns jemand, der Redewendungen durcheinanderbringt. Aus diesem Grund hat sich im Sprachgebrauch sogar eine zweite Bedeutung entwickelt.

Etwas, das „rechts“ ist, beschreibt im Niponi etwas Ungeschicktes, Unbeholfenes oder gesellschaftlich Unsauberes. In etwa so, wie wir im Deutschen etwas als „linkisch“ bezeichnen.

Jetzt könnte man natürlich einfach sagen:

"Du hast gerade einen Fauxpas begangen."

Nur wäre das... nun... ebenfalls ein Fauxpas.

Denn jemanden außerhalb einer Korrektur durch einen Sija Hii direkt auf seinen gesellschaftlichen Fehltritt hinzuweisen, gilt als unhöflicher als der eigentliche Fehltritt.

Stattdessen formuliert man es höflich und lässt dem Gegenüber die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren.

So entstand das Sprichwort:

„Rechte Stimmen sind zu laut, als dass sie höflich sind. Linke Stimmen sind leise, aber laden zum Zuhören ein.“



Für Außenstehende klingt das wie eine allgemeine Lebensweisheit.

Ein Niponi versteht dagegen sofort:

„Ich glaube, deine Gestik oder Ausdrucksweise war gerade etwas... rechts.“



Zum Abschluss noch ein paar Faustregeln:

Wiederholungen intensivieren Emotionen.

Geschwindigkeit ersetzt Lautstärke.

Das Mischen von Silben gilt als schlechtes Nipo.

Kinder und Verrückte genießen Narrenfreiheit. Man sieht über sprachliche Fehler meist großzügig hinweg.


Nipon zu sprechen ist an und für sich übrigens gar nicht schwer. Es gibt nur wenige Worte, die tatsächlich anders ausgesprochen werden, als sie geschrieben werden.

Den Fehler, den die meisten Menschen machen, wenn sie Nipon lernen, ist ein ganz anderer:

Sie versuchen Melodie in ihre Sätze zu bringen.

Weil die Sprache dazu einlädt.


---

Ich bin heute Morgen übrigens fast vom Glauben an den Imperator abgefallen. (Nicht dem Kommissar oder der Inquisition verraten! Bitte! Sonst war's das mit dem Thread.)

Ich bin in der kurzen Zeit, die es diesen Thread gibt, von Platz 238 auf Platz 24 geklettert. Das sind 214 Plätze!

WTF?!

Irgendwo gibt es also tatsächlich Verrückte, die das hier lesen, für gut befinden und sogar Likes und Kommentare dalassen.

Crazy...

...und ich dachte die ganze Zeit, ich rede hier hauptsächlich mit mir selbst.

Aber vielleicht bilde ich mir das auch alles nur ein. Wäre schließlich nicht das erste Mal.

Auf jeden Fall ein fettes Danke an jeden, der hier kommentiert, liked oder einfach regelmäßig vorbeischaut. Das bedeutet mir tatsächlich mehr, als ich gedacht hätte. Ich hoffe, ich kann euch auch weiterhin mit meinen Modellen, meinen Hirngespinsten und meiner Lore unterhalten.

Aber!

Ihr kennt es, ihr liebt es, ihr hasst es...

Brav weiter Kommentare und Likes dalassen! Support ist kein Mord!

Wir lesen uns!

Ps: Offtopic Merlin freut sich auch
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Auf YouTube klappt das irgendwie immer: Die Mädels machen einen Kosmetik-Haul oder Künstler schwärmen zehn Minuten davon, was sie sich alles gönnen mussten.

Ich werde von meinem Hobbydealer leider nicht gesponsert. Gratis bekomme ich nicht mal die Tür aufgehalten. Vermutlich reichen meine Männertitten einfach nicht aus... Mist! Dabei klimper ich doch immer so schön mit den Augen.

Naja... darüber mache ich mir später Gedanken.

Kommen wir zum Haul.
Wie auf dem Bild zu sehen, habe ich mir Farben, Pigmente und Tufts geholt. Also nichts, was euch vollkommen fremd ist. Da mich niemand für Werbung bezahlt und mir auch keiner einen Rabatt dafür gibt, dass ich hier Markennamen in den Himmel lobe, spare ich mir das übliche „Das ist das beste Produkt aller Zeiten!“
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Ich werde das Zeug einfach benutzen. Wenn es gut ist, werdet ihr das Ergebnis an den Minis sehen. Wenn nicht... nun ja... dann seht ihr immerhin, was man besser nicht kaufen sollte.

Bis dahin mache ich einfach schamlos Eigenwerbung und fordere euch auf, Kommentare und Likes dazulassen.
Ihr wisst, wie das geht...


(Hehehe... und wieder ein weiterer Post für die Statistik!)
 
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Liebe Stammleser, liebe Bildanklicker und liebe Neugierige, die nur schauen wollten, ob es hier noch mehr Brainrot gibt... Seid von mir gegrüßt!

Diejenigen, die sich nur verlaufen haben, nehmen sich bitte einen Stuhl und ein Canapé. Ihr dürft später Fragen stellen.


Ich gebe stolz bekannt: Die erste komplette Mini mit ihrem fertig ausgestalteten Base ist fertig! Nein, ihr müsst jetzt nicht klatschen, hebt euch das für wann anders auf.

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Ich habe dieses Projekt hier gestartet, weil ich es liebe, Lore zu schreiben und diese mit euch zu teilen. Weil ich gerne unterhalten möchte.

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Die Minis waren dabei eigentlich nur Mittel zum Zweck – und gleichzeitig ein Therapieprojekt. Ja, ich hätte auch einfach zehn Cadianer aus einer Box nehmen können... aber das ist nicht meine Welt. Viel zu langweilig für mein Hirn. Das geht dann instant AFK.

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Naja... lange Rede, sehr wenig S(h)in.

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Ich bin tatsächlich ein bisschen stolz darauf, dass ich jetzt meinen ersten Shin gebaut und bemalt habe. Dass ich Lore geschrieben habe. Dass ich den einen oder anderen hoffentlich unterhalten konnte.

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Natürlich ist in allen Bereichen noch viel Luft nach oben. Es wäre verrückt zu behaupten, das hier wäre Perfektion. Nein, ich lerne gerne dazu und freue mich über jedes Feedback. Aber trotzdem ist das die erste Mini seit mehr als vier Jahren, die ich gebaut, bemalt und wirklich abgeschlossen habe.
So vieles habe ich unterwegs neu gelernt oder mir selbst beigebracht. Ich habe Techniken ausprobiert, Fehler gemacht und daraus gelernt. Und ja... ich glaube, ich darf darauf ein bisschen stolz sein.
Aber genug Eigenlob.

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Ich habe gestern angekündigt, dass wir heute einen kleinen Test schreiben. Mal sehen, wer hier wirklich mitliest.



Was mag Nachtschwalbe am liebsten?


A) Kommentare
B) Likes
C) Stille Mitleser
D) Alles davon


Wenn ihr die Antwort wisst, dann lasst Taten sprechen. 😉


Wir lesen uns beim nächsten Mal!


PS: An alle, die zufällig vorbeigeschaut haben: Nach dem Aufessen dürft ihr euch gerne noch ein bisschen umsehen. Und wenn es euch gefällt, bleibt einfach da. Die Stühle sind zwar unbequem, aber die Lore ist kostenlos. 😜
 
Als stiller Mitleser mag ich neben Malfortschritt ja besonders fluffige Texte. Dein Ansatz beschreibender Ausführung zu kulturellen Praktiken und Habiti...Habitusse...habits ist von der Infrmationsdichte sehr toll. Aber ich muss gestehen, selbst für mich ist es sehr trocken. EIne Einbettung in eine fortlaufende Geschichte mit handelnden Personen, z.B. Off-Worldler, die langsam diese Eigenheiten entdecken (müssen) verpackt das Setting noch weitaus attraktiver. Eine Frage die sich mir bei solchen FLuff, auch meinem eigenen immer stellt: Wie geht das Imperium bzw. seine Repräsentant*innen mit dieser fremden Sprache und Kultur um, bzw. was macht es mit ihnen (individuell oder als Gruppe), die versteckten gemeinsamen Ursprünge der eigenen und der fremden Kultur zu entdecken, um mit ihnen irgendwie einen gemeinsamen Nenner zu finden (so sie das denn wollen...). Da stellen sich dann so Fragen, wann wurde der Planet von welcher (irdischen) Kultur (man denke an Mechwarriors oder Infinitys fortgeschrittene aktuelle Stereotypen) besiedelt? Warum genau dieser Planet? Was hat sich seitdem alles so ereignet (Xenosüberfälle, Revolutionen, Erscheinen des Imperiums während des GKs oder danach --> eher friedliche Compliance oder mit dem Vorschlaghammer?). Es gibt da noch viel mehr Fragen die man sich stellen kann (In Asimovs Werken findet man Inspiration dazu finde ich), natürlich nicht muss., aber für ein spannendes, konsistentes Worldbuilding sicher sinnvoll sind. Ich bin also gespannt hier weiter zu lesen. Abonniert hatte ich ja schon ne Weile. 🙂
 
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Als stiller Mitleser mag ich neben Malfortschritt ja besonders fluffige Texte. Dein Ansatz beschreibender Ausführung zu kulturellen Praktiken und Habiti...Habitusse...habits ist von der Infrmationsdichte sehr toll. Aber ich muss gestehen, selbst für mich ist es sehr trocken. EIne Einbettung in eine fortlaufende Geschichte mit handelnden Personen, z.B. Off-Worldler, die langsam diese Eigenheiten entdecken (müssen) verpackt das Setting noch weitaus attraktiver. Eine Frage die sich mir bei solchen FLuff, auch meinem eigenen immer stellt: Wie geht das Imperium bzw. seine Repräsentant*innen mit dieser fremden Sprache und Kultur um, bzw. was macht es mit ihnen (individuell oder als Gruppe), die versteckten gemeinsamen Ursprünge der eigenen und der fremden Kultur zu entdecken, um mit ihnen irgendwie einen gemeinsamen Nenner zu finden (so sie das denn wollen...). Da stellen sich dann so Fragen, wann wurde der Planet von welcher (irdischen) Kultur (man denke an Mechwarriors oder Infinitys fortgeschrittene aktuelle Stereotypen) besiedelt? Warum genau dieser Planet? Was hat sich seitdem alles so ereignet (Xenosüberfälle, Revolutionen, Erscheinen des Imperiums während des GKs oder danach --> eher friedliche Compliance oder mit dem Vorschlaghammer?). Es gibt da noch viel mehr Fragen die man sich stellen kann (In Asimovs Werken findet man Inspiration dazu finde ich), natürlich nicht muss., aber für ein spannendes, konsistentes Worldbuilding sicher sinnvoll sind. Ich bin also gespannt hier weiter zu lesen. Abonniert hatte ich ja schon ne Weile. 🙂


Danke, danke für dein sooo ausführliches Feedback! Das tat richtig in der Seele gut und hat ein sehr warmes Gefühl hinterlassen. Ich nehme dein Feedback gerne an und Versuche es mit einzubauen, will nichts versprechen, aber ich Versuche etwas Saft mit reinzubringen, vielleicht kleine Szenen.

Auch wenn du ein "stiller" Mitleser bist (bist du ab heute nicht mehr, sorry denn Titel bist du los!), dann bitte ich dich aufrichtig, bitte meld mir zurück wo Fragen offen geblieben sind, wo du eintauchen möchtest... Wenn ich schreibe ist das ganze für mich ja schon gebaut und ich übersehe und vergesse im Hyperfokus was der Leser schon weiß oder eben nicht.

Daher freue ich mich, wenn jemand Fragen stellt, mir aufzeigt wo etwas nicht klar ist. Weil eben, vieles in meinen Kopf bereits Sinn ergeben hat aber es nie geschrieben hab.

Und an alle anderen, die auch still mitlesen, auch an euch die Aufforderung, spiegelt mir was ihr gut findet, was nicht, wo mehr, wo weniger... Ich beiße nicht, oder zumindest nur... Äh ja genau zuviel Information...
 
Telzo meinte, meine Lore sei stellenweise etwas trocken. Herausforderung angenommen! Heute stehen deshalb saftige Lore-Steaks auf der Speisekarte statt trockenem Lexikonsbrot. Guten Appetit! Wenn's geschmeckt hat, empfiehlt das Restaurant gerne weiter. Über Likes und Kommentare freut sich unser Chefkoch, Trinkgeld geht an die Kellnerin und Lob nehme ich persönlich entgegen.





Munitoriums-General Oswald schwitzte. Seine Paradeuniform zwickte unbequem. Der Transit mit seiner privaten Fregatte, der Herold des Sieges, war lang und unerquicklich gewesen – und er hatte aus Langeweile etwas zu viel gegessen.


Diese Nipon... Nipos... oder war es Niponi? Er hatte keine Ahnung. Er hatte das Exposé gelesen, sich per Mem-Implantat das Vokabular der hiesigen Sprache geladen und anschließend aus Langeweile weitergegessen.


Auf jeden Fall schienen diese Hinterwäldler es mit Pünktlichkeit nicht besonders ernst zu nehmen.


Knurrend zog er seinen Chronographen aus der Tasche.


Maisa Oswald? Freu freu!"


Oswald hielt mitten in der Bewegung inne und schaute in die Richtung, aus der die Stimme kam.


Eine junge Frau? Ein Mann?


Das Gesicht war so nichtssagend, ohne jede Mimik. Die Augen wirkten tot. Er hatte schon Servitoren gesehen, die mehr Leben ausstrahlten als dieses Wesen. Sollte das Mechanicum jemals beschließen, dass es eine noch regungslosere Mimik benötigte, würde es hier fündig werden.


Maisa Oswald? Verwirrung..."


Die Stimme meldete sich schon wieder.


Die Gestalt war dürr. Inzwischen war er sich sicher, dass es sich um eine Frau handelte.


Hunger meldete sich erneut. Er wischte das Gefühl beiseite.


„Wer will das wissen?", schnaubte er unwirsch.


Xi Ah To, Ihnen beigestellt, Maisa Oswald. Ich bin Ihre Verbindungsoffizierin. Nennen Sie mich einfach Xi. Freu freu."


„Xschi?"


„Xi... Maisa Oswald. Als würden Sie iksen."


„Xi? Wie die romani Elf geschrieben?"


„Nick nick! Genau so, Maisa Oswald! Freude!"


Oswald beobachtete aufmerksam, dass Xi außergewöhnlich stark gestikulierte.


Ihr Gesicht blieb vollkommen ausdruckslos, doch ihre Hände waren ständig in Bewegung. Und nicht wie üblich, dass eine Hand die Gestik der anderen unterstützte. Nein – beide Hände schienen völlig unterschiedliche Dinge zu erzählen.


Fasziniert betrachtete er sie.


Die linke Hand schien das zu verdeutlichen, was Xi selbst empfand, während die rechte mehr das unterstrich, was ihr Gegenüber betraf.


Er hatte darüber gelesen.


Das Philosophum Administratum bezeichnete dieses Phänomen als Manus Vox – die Händische Stimme.


Es kam bei Kulturen vor, die den mimischen Ausdruck von Emotionen verlernt hatten.


„Halt, Elf... Verzeihung, Xi! Stopp! Sie reden zu schnell und Ihre Hände bewegen sich andauernd. Das lenkt ab! Unterlassen Sie Ihr Rumgefuchtel!"


Verblüffung... Maisa Oswald? Aber wie sollen Sie mich sonst verstehen?"


Xi verzog keine Miene. Ihre Augen blieben leer. Doch ihre linke Hand machte eine kurze, zuckende Bewegung, die auf den ersten Blick willkürlich wirkte und gleichzeitig aussah, als würde jemand pikiert einen Schritt zurückweichen.


„Versuchen Sie einfach, weniger herumzufuchteln, und sprechen Sie nicht alles aus. Ich brauche keine Erläuterung, dass Sie gerade verblüfft sind!"


Knurr... Aber Sie müssen doch meine Gefühle wahrnehmen!"


Xis Stimme blieb kalt, doch ihre linke Hand bewegte sich nun steif und ruckartig, während ihre rechte fragend durch die Luft winkte.


„Egal... Halt... Haben Sie mich gerade angeknurrt?"


Oswalds Stimme bekam einen warnenden Unterton.


„Ich habe meinen Ärger gezeigt, Maisa Oswald. Sie geben mir widersprüchliche Anweisungen. Sie möchten, dass ich mit Ihnen rede, aber keine Emotionen zeige. Und dann sagen Sie auch noch, ich soll das Reden einstellen."


Auch wenn Xis Gesicht regungslos blieb, funkelte in ihren Augen für den Bruchteil einer Sekunde etwas auf.


Hatten diese Bastarde also doch Emotionen.


Oswald grinste.


„In Ordnung. Fuchteln Sie weiter herum, aber stechen Sie niemandem ein Auge aus! Ich bin hier, weil das Munitorium eine Studie über die..." Er kramte in seinem Gedächtnis. „... Shin ye Shen, die planetaren Zehntregimenter, in Auftrag gegeben hat. Mein Stab und ich sollen diese Studie durchführen. Meinem Stab ist außerdem ein kleines Team des Adeptus Cultura angeschlossen, das die Kultur Niponris katalogisieren soll. Ist Ihnen das bekannt?"


Oswald setzte wieder seine Maske als imperialer Beauftragter auf.


Eifriges Nicken! Ja, Maisa. Das ist mir bekannt. Mein Stab und ich werden Ihnen zur Seite stehen. Wir haben die Aufgabe, Ihre Aufgabe zu einem guten Abschluss zu bringen. Wir freuen uns zu dienen!"


Xis Augen waren wieder leer, doch ihre Hände fuchtelten erneut wild durch die Luft.


„Mein Stab befindet sich noch im Raumhafen... Jirra him ko? Platz zum Himmel... Ist das richtig übersetzt?"


Oswald strengte sein Mem-Implantat an.


„Ja, Maisa Oswald. Nur minimal falsch. Himmlischer Platz. Aber nur eine Nuance. Vollkommen in Ordnung. Nick nick!"


Xi bestätigte es, auch wenn ihre linke Hand schon wieder leicht zuckte.


„In Ordnung. Dann holen wir sie ab und fahren anschließend zu den Prismarin-Palästen. Das sind, wenn ich mich recht erinnere, Ihre Städte?"


Oswald blickte Xi fragend an.


Freu freu! Ganz richtig, Maisa Oswald. Die Prismarin-Paläste sind unsere Städte. Wir befinden uns gerade im Bezirk Neunzehn des Prismarin-Palastes Jirra."


„Jirra... wie Himmel? Weil sich hier der Raumhafen befindet?", murmelte Oswald.


„Korrekt! Grins. Jirra steht für Himmel, aber – je nach Kontext – auch für offen oder nach außen führend."



 
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Ich finde diese erste kurze Story sehr gut! Man bekommt Informationen zur Kultur mehr oder weniger on the run und damit gleich vielmehr ein Gefühl dafür, was das bedeutet, wie es sich "anfühlt" - natürlich auch vermittelt des Protagonisten der sich damit direkt auseinandersetzt. Eine sehr spezifische Frage: Ob römische Zahlen im Imperium immer noch römische Zahlen genannt werden, fände ich interessant zu wissen. In meiner Vorstellung müssten sie zumindest etwas verballhornter klingen, rumanische Zahlen z.B.. Aber der Lesbarkeit halber besteht natürlich immer die Option sie in moderner Terminologie zu beschreiben, das ist vollkomen in Ordnung. 🙂

Edit: Die grpßen Zeilenabstände machen es etwas anstrengender zu lesen. Bei Raben-Floki ist das meine ich ähnlich, ist das ne Standardeinstellung im Forum?
 
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