Hallo zusammen,
zur Disskusion um Gott und Religion fallen mir ein paar Anregungen ein;
Überflüssig nicht im Sinne einer persönlichen Bedeutung sondern in einem welterklärenden Kontext: man benötigt Gott an keiner Stelle jenseits des Urknalls um irgend etwas logisch schlüssig zu erklären. Gott ist ein vollkommen sinnloser Parameter.
Man müsste an dieser Stelle eingentlich disskutieren, inwiefern ein "welterklärender Kontext" wirklich notwendiger Bestandteil der Religion ist, da auch Vorstellungen existieren die sogar von einem weltlichen Eingreifen ganz absehen.
Ansonnsten kann man auf eine gesellschaftliche Notwedigkeit eigehen:
Existiert keine sonnstige Autorität, die Gesetze und einen Ramen für die Gesellschaft sichern kann, muss göttliche Macht herangezogen werden. Ersteres gilt sicher für den Großteil der Menschheitsgeschichte, eine gemeinsame Religion erlaubt einer Gesellschaft eben auch sich zu gemeinsamen Geboten und Werten zu bekennen, die die Grundlage des Zusammenlebens schaffen.
Eine andere Grundlage zu schaffen benötigt da bereits viel umfassendere Prämissen an das Gesellschaftssystem (z.B. eine Staatsmacht die dem einzelnen Schutz gegenüber Unrecht durch entsprechende Organe gewähren kann)
Das wäre auch ein Anstoss zur Frage warum so viele Religionen sich gegenüber Andersgläubigen abgrenzen: Wer sich nicht zu den eigenen Geboten (die einem selbst ja Sicherheit gewähren) bekennt, dem ist nicht zu trauen.
Daher auch das erste der 10 Gebote des Judentum/Christentum: Gott ist zu diesem Zeitpunkt NUR der Gott des "Volkes Israel", an ihn zu Glauben ist identlisch mit einem Bekenntnis zu jenem Volk, wer anderen Götters huldigt verlässt die Gesellschaft und wird abtrünnig.
Aber wer sich zum Volk Israel und Gott bekennen will muss gleichzeitig die anderen Gebote akeztieren (nicht morden, stehlen...) um eine stabile Gemeinschaft und gegenseitiges Vertrauen zu ermölichen, das die vorraussetzung für Gesellschaftlichen Wohlstand ist.
Ich will damit nicht behaupten Gesellschaft braucht Religion, aber eine Gesellschaft mit gemeinsamer Religion erweist sich als recht stabil, andere Gesellschaftskonzepte stellen einfach Ansprüche die meist in der Geschichte nicht erfüllt waren.
Oder kurz: Gesellschaft legitimiert sich durch den Schutz den sie dem einzelnen bietet und der daraus entstehenden Vertrauensbasis die Wohlstand möglich macht. Gibt es keine Autorität die den Schutz sichern kann, reicht auch eine potetiell existierende aus, solange alle Mitglieder der Gesellschaft daran glauben.