Ich glaube aber, egal was man über "Prospero Burns" sagen möchte, dass es schon ziemlich einflussreich war in der Hinsicht, wie heutzutage die Space Wolves dargestellt werden. "Battle Of The Fang" stieß dann z.B. in das gleiche Horn und auch viele andere Geschichten, die danach über die Vlka Fenryka geschrieben wurden, basierten zumindest teilweise auf Abnetts Darstellung.
Ich fand "Prospero Burns" damals auch eigentlich ganz gut, auch wenn viele Leute das - oftmals halt auch aufgrund des Abnettschen Drangs zur Neuinterpretation des althergebrachten Fluffs - anders sehen oder es einfach strunzlangweilig fanden. Ich hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten, das Buch zu verstehen, irgendwann einen richtig guten Zugang zur Geschichte und habs genossen, weil ich es charaktervoll fand, wie Abnett die Wolves beschrieben und dazu eine andere Sprache verwendet hat. Aber so sieht jeder das Ganze halt anders.
Allerdings war auch ich in der Tat ein wenig enttäuscht, weil die Schlacht um Prospero ja nicht in dem Maße behandelt wird, wie man es anhand des reißerischen Titels erwarten konnte und musste...
Grade lese ich "Angel Of Fire" vom Macharius-Kreuzzug und bin ziemlich positiv überrascht. Natürlich wurde das Buch auch entsprechend gehypt, aber mich überzeugt´s. Vielleicht auch, weil´s meine erste Imperial Guard-Geschichte ist und ich Bücher mag, in denen es so heroische Figuren wie Solar Macharius gibt. Aber auch die Charaktere sind sympathisch, es gibt trotz aller Gewalt und Düsternis eine gute Portion (schwarzen) Humors und Alles in Allem ist "Angel Of Fire" eine wunderbar kurzweilige Mischung. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile. 🙂