Bin auch bei HH gelandet und habe mit 40k zumindest spieltechnisch nichts mehr am Hut, aber es ist wie
@voidseer wohl meinte im Fluff schon begrenzter und außer (zum Teil) mit Imperialer Armee, Dämonen, Custodes und Knights (eventuell auch Symbiontenkulten) auch keine Alternative mit einer bestehenden 40k-Armee (prinzipiell auch "Firstborn", aber... MkVII und so...). Üblicherweise muss man sich da eine völlig neue Armee aufbauen und das mögen insbesondere überzeugte Xenos-Spieler sicherlich nicht wollen.
Wobei sich GW mit den Primaris hinsichtlich Spielen von Space Marines nach der HH bis zur Ultima-Gründung selbst kastriert, wenn die entsprechenden älteren Einheiten in Legends abgeschoben oder ganz in der Versenkung verschwinden und halt auch nicht mehr verkauft werden. Kein Badab-Krieg, kein Armageddon 1-3, keine Tyranidenkriege 1-3, keine Schwarzen Kreuzzüge von Abaddon 1-13 und unzählige andere Schlachten ebenfalls nicht. Tau kann man ja ignorieren, aber durch die nun ebenso technisch und organisatorisch dynamischen Marines, die dummerweise in fast allen Ereignissen des Imperiums eine Rolle spielen ist man dann fast des gesamten historischen Fundus beraubt.
Da ist was dran.
Und dann irgendwie auch nicht.
Eigentlich schließt sich beides noch nicht mal aus.
Denn beide Aussagen können doch eigentlich nebeneinander stehen und müssen letztlich persönlich beantwortet werden, statt ganz generell eine Aussage machen zu können.
Ich mag die Badab-Kampagne, aber mit meinen BT hätte ich mir aus der Nase ziehen müssen, warum die auch da sind.
Firstborn oder nicht.
Das Aphilion Project ist ein richtig klasse kleines Setting.
Aber BT und SW haben dort nie eine Rolle gespielt, und das Farbschema unseres Tyranidenspielers passt auch nicht.
Selbes Spiel mit Vraks, Damocles usw.
Extra eine Armee anfangen für ein spezifisches Forge-World-Szenario? Sorry, mein Leben ist dafür wohl zu kurz.
Aber das negiert natürlich nicht den Wert dieser fantastischen Bücher.
Diese Bücher sollen doch hauptsächlich inspirieren und stimmige Settings liefern, die man nach den eigenen Wünschen anpassen kann.
Und nichts anderes ist auch die HH.
Schnell gerät man in Armeekompositionen, die historisch keinen Sinn machen.
An der Saturnine Wall haben Salamander und Space Wolves keine nennenswerte Rolle gespielt.
Wir wissen dank der Bücher sogar ziemlich genau, welche Truppen in Fulgrims Angriff involviert waren.
Ohnehin taugen die Spiele selbst auch kaum als historisches Reenactment, sofern man nicht auf Arymbulding verzichtet.
Mein Helbrecht hat mal Ghazghkull im Zweikampf besiegt.
Waren beide auf Armageddon III, aber sind sich nie begegnet.
Aber ein cooles Spiel war es allemal, und vorallem, es war stimmig.
Die entscheidende Frage ist doch: Was gibt dir ein Setting für Möglichkeiten?
Und hier sehe ich 40k nicht hinter der HH.
Tatsächlich eher im Gegenteil. Ich habe den Luxus, in einer Gruppe zu spielen, in der es mehr Chaos- und Xenos-Armeen gibt als imperiale Fraktionen.
Und gemessen an der eigenen Spielrealität müsste man in der HH hier doch echt viel aufgeben.
Ich mag historische Szenarien, würde aber nie die Freiheit, die das 40k-Setting gibt, als Schwäche sehen.
Kann aber persöhnlich präferenzen verstehen.
Und praktisch jede Gruppe müsste doch ohnehin immer Anpassungen durchführen, um ein altes Szenario passend zu machen.
Sind diese Szenarien also gemessen an der letztlichen Realität tatsächlich für moderne 40k-Armeen verloren?
Ich denke nicht.
Was das Thema Primaris angeht, glaube ich kennst du meine Meinung.
Deshalb gehe ich da nicht tiefer drauf ein.