Endlose Tage später, die durch Hitze, Staub und Entbehrungen gezeichnet waren, hatte unsere Gruppe das Ziel erreicht. Wir wurden durch den Subdecanis in Richtung der Schwarzmeerküste geschickt, um den Rückraum unseres Kreuzzuges zu sichern, und wir sahen die zerstörten Hafenanlagen von Cide. Alte zerstörte Bunker und Schützengräben durchzogen die völlig vernichtete Stadt. Das sich hier vor den schweren Kämpfen eine Stadt befunden haben sollte, konnte man nur noch an dem rötlichen Ziegelstaub erahnen, außer ein paar halb verschütteten Kellern und diesem roten Staub war von Cide nichts mehr übrig geblieben.
Plötzliche Explosionen und Schüsse vor uns. Wir sahen unseren Feind durch die Schützengräben schleichen. Augenblicke später hörte ich ein Kreischen hinter mir und unser geläuterter Märtyrer rannte an mir vorbei und er schrie so laut er konnte den Katechismus der Erlösung. Unsere Schwester vom Orden der Blutigen Eintracht folgte ihm, um im Niemandsland die verdammten Feinde zu stellen. Links von uns konnten wir Schreie und weitere Schüsse von kleinkalibrigen Waffen hören.
Unser Sittenwächter Bendito Jorge brachte seine Puntgun in Stellung und eröffnete das Feuer auf unseren verhassten Feind. Ohrenbetäubender Lärm, Schüsse von automatischen Waffen schlugen mir entgegen, geduckt rannte ich in die nächste Deckung, Explosionen von Artillerie ganz in der Nähe. Mit meiner Waffe im Anschlag schaute ich um die Ecke und konnte an der nächsten Grabenverzweigung eine Bewegung sehen. Eine gebückte Gestalt in dreckigen, blutigen Bandagen kam mit einer Maschinenpistole im Anschlag um die Ecke. Zum Glück trug er eine Gasmaske, sodass ich sein Gesicht nicht sehen musste. Er erkannte den Märtyrer auf ihn zu sprinten und fing an hektisch zu schießen. Ich konnte das Pfeifen der Kugeln hören und sah die Dreckfontänen auf dem Boden und Wänden. Kugeln trafen auch den Helm des Märtyrers, ich konnte die Funken sehen. Treffer in die Brust, er taumelte, lief aber weiter und eine Sekunde später verschwand er um die Grabenecke. Augenblicklich erfolgte die Explosion. Die Wucht schleuderte den Ketzer nach vorne, er stolperte und fiel zu Boden. Er war ein leichtes Ziel, ich legte an, zielte und drückte ab, und es passierte nichts. Dieses verfluchte Gewehr, die Patrone klemmte im Verschluss. Hecktisch fingerte ich am Verschluss und blickte mich um, hörte einen weiteren Schuss der Puntgun, unsere Schwester rannte eine leichte Anhöhe auf einen Ketzer zu, schoss auf ihn, wurde aber von einer Salve getroffen, geriet ins Stolpern und rutschte zurück in den Graben.
Ich hatte es, konnte die Patrone aus dem Verschluss entfernen und steckte sie in eine Tasche, Munition war kostbar. Vor mir versuchte der Ketzer aufzustehen, mühsam zwang er sich auf die Beine, seine Kleidung hing durch die Explosion in Fetzten an seinem Körper, er hatte die Gasmaske verloren und jetzt konnte ich in sein Gesicht blicken. Seine Nase und seine Lippen waren abgeschnitten worden, er grinste mich mit schwarzen Zähnen an. Sein Körper war durch großflächige Brandnarben entstellt und durch viele rote Striemen gezeichnet. Auf seinem vernarbten Kopf trug er das eingeritzte, blutige Zeichen Luzifers. Er schwankte leicht, aber versuchte seine Maschinenpistole zu heben und schoss. Ich konnte trotz des Lärms um mich herum die Kugeln pfeifen hören. Ein Schuss traf mich vermutlich an meinem eisernen Kragen, ich konnte den Schlag und einen dumpfen Schmerz spüren. Ich riss mein Gewehr hoch und zielte, drückte ab und wieder nichts, ungläubig ließ ich das Gewehr sinken, fasste es fester und stürmte so schnell ich konnte auf meinen Gegner zu. Er schoss auf mich, bis das Magazin leer war, griff nach seinem mit Nägeln besetzten Knüppel am Gürtel. Ich rannte um mein Leben, als ob der Leibhaftige hinter mir her war, spürte in diesem Augenblick eine Explosion hinter mir, spürte die Hitze in meinem Rücken, als ich im selben Moment das Bajonett mit aller Kraft in den Bauch meines Gegners rammte. Ich drückte ihn durch meinen Schwung gegen die Grabenwand. Seine Augen weiteten sich, ein übler und saurer Gestank nach Blut, altem Schweiß und Exkrementen stieg mir in die Nase, ich merkte wie sich Speichel in meinem Mund sammelte und ich musste mich zusammenreißen mich nicht zu übergeben. Ich riss das Bajonett heraus, und stieß nochmal mit aller Kraft zu. Ich spürte einen stechenden Schmerz in meinem Rücken, meinem Gegner knickten die Beine weg. Im selben Moment merkte ich, dass mein Rücken brannte und komplett nass war. Dann wurde mir schwarz vor Augen.
Mission 02: Hunt for Heros
Es gibt Punkte für das Ausschalten der gegnerischen Elite, und/ oder wenn die Missionsziele eingenommen werden.
Leider haben es sie Pilger nicht hinbekommen irgendeine feindliche Elite auszuschalten, aber zumindest die Missionsziel einnehmen das ging, aber sie sind gestorben wie die Fliegen. Glücklicherweise hatte ich genug Trooper auf dem Feld. Am Ende hatten die Pilger genug Missionsziele zusammen, um sich den Sieg zu sichern.
Leider wurde Bendito Jorge durch die Artilleriehexe weggesprengt. (Bin mir hier aber nicht mehr so sicher…)
Glücklicherweise ist am Ende aber keiner gestorben, sodass nur Jorge in seiner Ohnmacht von einem ruhelosen Geist besessen wurde. Schade, er muss am Anfang immer testen, ob er mindestens 3 Zoll auf dem Gegner zu rennen möchte. Bedeutet mit zwei Würfeln eine sieben oder mehr. Ansonsten macht er leider garnichts…
Es wurde auch ein wenig Geld in die Kasse gespült, sodass erstmal beim Rüstungsbauer eingekauft wurde, damit die Pilger etwas stabiler werden.
Fazit:
Es könnte schlimmer sein, aber gegen die Horden der Hölle ist es halt kein Zuckerschlecken…