... fühlt sich nicht im Geringsten so an, als wäre die interne Balance in Ordnung.
GW's Ziel - 45%-55% Win Rate für die Fraktionen - bildet nicht die interne Balance ab. GW hat klar postuliert, dass die Win Rates erste Priorität sind und die interne Balance Priorität 2. Mit ihren selbstgesteckten Zielen ist GW bei den Win Rates ganz erfolgreich, sieht man ja auch an den vielfältigen Fraktionen auf den Top Plätzen.
Der Rest ist Marketing-Sprech. Deine Kritik daran ist wie wenn du dich beklagst, das Persil nicht wirklich weißer als weiß wäscht.
Wenn wir schon beim Marketing sind: Ich bin nach wie vor der Meinung, dass GW versucht neue Modelle/Einheiten auch über Spielwerte zu verkaufen. Das war aber imho in jeder Edition so und ist kein Zeichen der "schlechtesten Balance ever".
Wenn du die Qualität einzelner Detachments kritisiert, hast du den Punkt. Das ist fehlende interne Balance, aber ebenfalls nicht die "schlechteste Balance ever" was Metawatch angeht. Witzig übrigens, dass hier die Bewertung eines Turnierspielers als Argument angeführt wird, um die "schlechteste Balance ever" im Casual Game zu begründen. Dir ist schon klar, dass Top Spieler anders bewerten als Casual Gamer?
Als Casual Gamer finde ich bei den Black Templar zb Wrathful Procession gut und Godhammer/Companions spielbar. Gladius spiele ich derzeit im Turnier meiner Spielrunde. Ist ein gutes Detachment, spiele ich aber tatsächlich nicht gerne weil es mir aufgrund meiner Spielweise nicht so liegt.
Die fehlenden Punktekosten sind hier offensichtlich das Lieblingsargument, um eine fehlende Balance zu begründen.
Und offendsichtlich haben damit viele ein Problem, weil es eines der meist vorgetragenen wünsche für die 11. Edition ist. 🤷♂️
Das dies einer der am häufigsten genannten Wünsche ist, ist Fakt. Aber der Rückschluß, dass so viele Spieler ein Problem haben, ist reine Spekulation.
Nur als Beispiel: Ich wünsche mir auch die Punkte für Ausrüstung zurück, aber ich habe kein Problem damit das es diese derzeit nicht gibt. Für mich vergrößern individuelle Punktekosten für Ausrüstung den Reiz und die Flexibilität beim Listen bauen. Ein Problem für das Balancing sehe ich abgesehen von Einzelfällen nicht.
Die Begründung, dass im Casual Play der Spieler der nicht die optimale Ausrüstung gewählt hat, gegenüber einem Spieler benachteiligt ist, der die optimale Ausrüstung gewählt, galt und gilt auch bei individuellen Punktekosten für Ausrüstung. Da hilft auch kein "Ja aber ...". Gerade im Casual Play fällt die nicht optimale Ausrüstung viel weniger ins Gewicht als im Competive Play.
Es sei denn, ein Spieler maximiert, der andere nicht. Genau das war aber niemals anders. Das Problem kommt in diesem Fall von den unterschiedlichen Spielermentalitäten, nicht vom Balancing.
Und aus meiner persönlichen Erfahrung habe ich in den älteren Editionen deutlich mehr magnetisiert als in dieser Edition.
Davon ab noch ein paar Worte zu der These, dass vom GWs Balancing nur die Turnierspieler profitieren, und nicht die Casual Gamer.
Das ist einfach maximal übertrieben und zugespitzt. Denn auch im Casual Game spielen imho die meisten Spieler am Ende um zu gewinnen. Der Ehrgeiz und der Wille zu gewinnen und zu maximieren mag nicht so ausgeprägt wie auf den Turnieren sein und Spaß, Spannung und Immersion haben einen höheren Anteil, aber auch hier profitieren die Spieler von den Updates.
Man darf nicht vergessen: Das Balancing beruht auf Turnierergebnissen und zielt auf das Potential von Einheiten, nicht auf die tatsächliche Umsetzung am heimischen Küchentisch. Das perfekte Balancing am Küchentisch will und kann GW gar nicht erreichen.
Und mal im Ernst, wenn zb eine Punkteerhöhung von 20 Punkten eine Einheit aus den Turnierlisten fallen läßt, sollte das den von dir ständig beschworenen Casual Gamer doch nicht interessieren. Denn der scheint ja nicht zu maximieren und ist deshalb ja benachteiligt ...
😉
PS: Ich habe jetzt meisten dich angesprochen, meine aber natürlich damit auch Gigagnouf und Haakon als vehementeste Vertreter der "Schlechtesten Balance ever".