Metawatch Edition X

Ich hab zwar keine Ahnung von der Imperial Guard aber das neue Grizzeld Detachments klingt ja wirklich bösartig von der Armyrule. Macht das auch was oder hab ich da nur den falschen Eindruck.


cya
Ne, ich glaub auch dass das garstig wird ^^
Überall Rerolls, basically armeeweit, dazu AoC und extra AP, extra Stärke verfügbar, bockstark buffbare Bullgryns.

Glaub das wird heftig.
 
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Also um hier auch noch mal meinen Senf dazuzugeben, ich fände es auf jeden Fall auch gut, wenn Ausrüstung wieder Punkte kostet.
Aber meiner Erfahrung nach ist die Auswirkung von 10 Punkten pro Seitenkuppel oder 5 Punkte für ne E-Faust nicht der größte Punkt für´s Balancing.
In meinen Augen sind das zwei andere Punkte:
1) Das Gelände:
Das Balancing bezieht sich im Moment stark auf Turniergelände. Heißt wenn ich das nicht zur Verfügung habe oder schlicht nicht so aufstellen will oder kann oder davon gar nichts weiß kommt ein ganz anderes Spiel zustande. Neulich wieder bei uns gewesen, ich bin später gekommen, zwei hatten schon angefangen, die hatten nur paar Wälder und Hügel auf der Platte. Und nach zwei Runden hatten die Necrons mit 2 DDA´s und ähnlichem Zeug die Chaoten von der Platte gefegt. Da hätten Punkte für Ausrüstung genau gar nichts geändert...

2) Armeezusammenstellung / Spielerskilllevel
Wurde weiter oben schon gesagt, wenn ich mit einer ausgewogenen Liste (oder dem was ich dafür halte) gegen eine Liste antreten muss, die zB auf nur Ziele mit 2+ oder nur Ziele mit W10+ getrimmt ist treffe wird´s halt hart, vor allem wenn der Optimierer weiß was er tut und der andere nur seine Lieblingsmodelle nach vorne schiebt. Oder wenn eine Spielerin ihren Codex und den des Gegners aus dem FF kann, die andere aber nur 2 mal im Jahr spielt. Auch da werden Punkte für Seitenkuppeln keinen Unterschied machen...
Es gibt einfach schon vom Listenbau her Mismatches, glaube nicht dass man das total wegbekommt...
 
Was man beim Balancing auch nicht vergesse darf: Die unglaubliche Fraktionenflut mit ihren uneinsehbaren Regeln (außer man kauft jeden Codex für 50 Euro oder nutzt Wahapedia).
Der Casualplayer wird ein Spiel eher dadurch verlieren, dass er die gegnerische Armee nicht kennt, als wegen fehlender Ausrüstungsbepunktung.
 
Aber meiner Erfahrung nach ist die Auswirkung von 10 Punkten pro Seitenkuppel oder 5 Punkte für ne E-Faust nicht der größte Punkt für´s Balancing.
In meinen Augen sind das zwei andere Punkte:
Vollkommen legitim. Aber sowohl auf das Skilllevel (durch Design der Lernkurve) und auf das Gelände welches du aufstellst (Regeln für Gelände und Empfehlungen) hat GW begrenzt Einfluss. Auf die Punktwerte halt schon.

@Gigagnouf Hilfe, du hast das perfekt-Wort wieder benutzt. Damit geht's nun wieder darum, dass das perfekte Balancing nie erreicht werden kann. Dabei geht es doch nur darum, dass unterschiedlich gute Auswahlen Punkte kosten 😆
5-10 Punkte sind bei GW nun einmal der Bereich in dem die BDS teilweise arbeiten.
 
Wie gesagt: Heimische Balance (gleichwie geartet) ist für meine Begriffe etwas unheimlich kompliziertes,
Kann ich gut nachvollziehen. Als ursprünglich exklusiver Tauspieler, muss ich sagen, dass die Fraktion für mich aktuell leider wahnsinnig langweilig und konzeptlos ist. ABER, von der Balance ist es jetzt deutlich besser als gegen Armeen antreten zu müssen die praktisch komplett -2 und manchmal bis zu -4 auf den Trefferwurf geben.
Klar, waren das damals nicht viele Fraktionen die das konnten. Hilft mir am heimischen Tisch aber nix, wenn es da 50% allerdings Fraktionen sind.
 
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Ja gut, bei Gelände oder bewussten Konterlisten brauche ich gar nicht erst anfangen irgendeine Form von Balance zu erreichen. Ich kenne kein System, in dem nicht ein gewisses Schere-Stein-Papier Konzept existiert und somit immer die Option, den Gegner bewusst und gekonnt auszuhebeln. Ich hatte einmal ein mehr oder minder witziges Spiel mit Rubricae gegen Retaliation Cadre.
Keiner wusste, was der andere nehmen wollte, und am Ende stand ich mit einer Armee deren Waffen zu 70% S4 hatten gegen eine Armee die mit Ausnahme eines Teams Pathfinder und einem Stealth Team nur T5 aufwärts hatte.
Das war sehr undankbar, ich hab an dem Abend wirklich NICHTS verwundet 🤣

Gleiches beim Gelände. Da gibt es gerade im heimischen Bereich, wenn Leute verständlicherweise keinen Bock auf standardisierte Layouts haben, unendlich viele Möglichkeiten bzgl Form, Menge und Verteilung von Gelände - was sich halt auch kaum mathematisch wirklich so erfassen lässt dass man damit sinnvoll theory-crafting betreiben könnte. Da sehe ich tatsächlich eher die Spieler in der Pflicht, ausgewogenes Terrain anhand der aufgestellten Armeen aufzustellen.

Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich den Eindruck habe, dass die Einzelbepreisung von Ausrüstung primär eine Frage des persönlichen Spielgefühls ist, aber nicht unbedingt dermaßen krass messbar zum Balancing beitragen würde. Oder sagen wir besser: Ich bin der Ansicht, dass die aktuellen und vor allem fraktionsinternen Balanceprobleme primär durch Detachement-Regeln, Sonderfähigkeiten und Stratageme entstehen, und durch Einzelpreise der Ausrüstung nicht signifikant besser würden.
In einigen Fällen war das allerdings wohl so offensichtlich krass, da ist GW ja zum Teil hingegangen und hat (was dann auch keiner wollte) verschiedene Datasheets draus gemacht.
Beispiel Scourges, die halt jeder im Index im 5er Team mit schweren Waffen vollgeklatscht hat. Jetzt haben wir zwei Profile mit stark unterschiedlichen Kosten. Oder die Crisis, die wirklich sehr krass unterschiedlich leistungsfähige Layouts hatten. Gibt's jetzt in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Preisen.

Schwierig sind bei Einzelbepreisung in meinen Augen dann auch wieder die Detachement Regeln - zumindest diejenigen, die Waffencharakteristiken modifizieren. Ein Detachement, das +1 to Hit macht Schwere Bolter mächtiger, bringt Flamern aber nichts. Ein Detachement, dass +1 to Wound gibt hilft den Flamern viel, der Lascannon eher weniger. Natürlich auch da stark abhängig, wofür man die Waffe kauft und wogegen sie abgefeuert wird.

Ehrliche Frage ohne jegliche "Tongue in Cheek" oder Implikationen: Wie sehen die Verteter der Einzelbepreisung das?
Weil ich mich jetzt frage: Wenn GW aktuell die Kosten für die beste* Waffenauswahl im Trupp eingerechnet haben, und 10 Punkte Ersparnis zwischen Heavy Bolter und Missile Launcher eine ernsthafte Verbesserung der Balance bedeuteten, müssten wir dann nicht auch Detachement-Buffs irgendwie mit berücksichtigen?


*abhängig vom aktuellen Stand der Dataslates und des MFM
 
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Wir spielen ein Spiel in dessen Rechensystem der kleinste Punkteunterschied 5 Punkte beträgt. Je nach Einheit wäre das eine Verteuerung von ca. 10 bis ca. 1%.

Wir spielen ein Spiel indem in der ersten Runde locker 10% bis 30% der Armee des Gegenspielers flöten gehen (je nach Glück und Gelände) auch mehr.

Ein "Standardspiel" umfasst 2000 Punkte. 5 Punkte sind davon 0,25%. Wann habt ihr in den vergangen Editionen mehr Punkte in Ausrüstung der Armee gesteckt als ein oder zwei nackte Trupps wert waren?

Gelände, Armeezusammenstellung und Erfahrung wurden neben Einzelpunkten als Balanceverschiebungsfaktoren genannt. Die ungeklärte Frage ist doch, welcher diese Faktoren wirkt sich im mathematisch dynamischen und chaotischen System 40K am schwersten und am wenigsten schwer aus? Welchen sollte bzw. kann man weglassen?

Es ist ja nicht so das die Einheiten keine Bepunktung für Ausrüstung mehr haben, sie ist halt nur integriert. Nackter Trupp 125 Punkte. Voll ausgerüstet 150 Punkte. Zusammengefasst 140 Punkte.

cya
 
Gleiches beim Gelände. Da gibt es gerade im heimischen Bereich, wenn Leute verständlicherweise keinen Bock auf standardisierte Layouts haben, unendlich viele Möglichkeiten bzgl Form, Menge und Verteilung von Gelände - was sich halt auch kaum mathematisch wirklich so erfassen lässt dass man damit sinnvoll theory-crafting betreiben könnte. Da sehe ich tatsächlich eher die Spieler in der Pflicht, ausgewogenes Terrain anhand der aufgestellten Armeen aufzustellen.
Man kann es sich, wie hier oder im anderen Thread beschrieben, erleichtern. Wurde ja auch einige Editionen von GW genau so gehandhabt. Dazu braucht es einigermaßen offene Geländeregeln (Richtung Geländezone beispielsweise mit Höhe um Obscuring für verschiedene Modelle zu geben). Dann hat GW einfach das folgende gemacht - Empfehlungen gegeben. In dieser Edition hast du einen Mustertisch, dass kann man aber auch ausarbeiten. Empfehlungen wie auf jedem 24 x 24 Feld ein Geländestück was etwa 10 x 10 Zoll groß ist, lassen Freiraum und machen das kalkulierbarer. Du kannst natürlich auch wie bei der Aufstellung machen und drei "Geländedichten" erwürfeln. Sicherlich gibts dann am heimischen Tisch Leute, die das cool finden das Gelände was sie spielen sollten zu ignorieren oder alles fein zusammen zu schieben, damit ein großer Korridor entsteht. Aber das ist halt wie in der Legende von den Kobrazüchtern, sobald das Regelwerk draußen ist, holen sich Leute neunmal den identischen Orkbuggy 😀

Schwierig sind bei Einzelbepreisung in meinen Augen dann auch wieder die Detachement Regeln - zumindest diejenigen, die Waffencharakteristiken modifizieren. Ein Detachement, das +1 to Hit macht Schwere Bolter mächtiger, bringt Flamern aber nichts. Ein Detachement, dass +1 to Wound gibt hilft den Flamern viel, der Lascannon eher weniger. Natürlich auch da stark abhängig, wofür man die Waffe kauft und wogegen sie abgefeuert wird.
Das ist genauso schwierig, wie ALLES was mit den Detachments zu tun hat. @Eisenklumpen hat es (glaube ich) ja auch vorgeschlagen und grundsätzlich ja! Aber das gilt genauso für Infanterie, die -1 auf Wound bekommt, wenn die Stärke der Waffe höher ist als der Widerstand. Das greift dann bei den Dark Angels auch häufiger bei den W4 als bei den W5 und 6-Marines. Und dann gehen wir noch einen Schritt weiter und sind bei den Fraktionsregeln. Was du schilderst gilt natürlich auch für sowas wie Oath of Moment, Trefferwürfe wiederholen ist für den Flammenwerfer auch nicht so wichtig. Oder fragen wir anders, ist eingepreist, dass der Ballistus-Cybot meistens nicht/nicht immer von OOM profitiert?

Nun kannst du hier drei Konsequenzen ziehen:
  • Ab hier sind es keine am Modell sichtbaren Optionen, das fällt dann unter Listenbau und wenn du optimieren möchtest, suchst du dir aus was du möchtest und kombinierst Dinge. Das ist dann die Kunst, da deine 16,67 % und mehr rauszukitzeln.
  • Du bepreist das konsequent als Detachment-Tax - sinnvoll, halte ich aber für frickelig, weil du das ggf. nach Punktgröße anpassen müsstest. Dann bestrafst du natürlich den, der da nicht in die Effektivität des Detachments rein baut. Diese Lösung ist also fast identisch mit der obigen, wo du den Spieler belohnst, wenn er sein Detachment ausnutzt, hier bestrafst du ihn, wenn er es nicht macht. Allerdings kannst du zu gute/schlechte Kontingente gegeneinander balancen.
  • Die Struktur der Detachment-Regeln muss sich ändern und Detachments geben eben kein globales "Reroll 1 to alles", "+/- 1 to wound usw. Stattdessen schaltest du damit Ausrüstung frei, die du dann käuflich erwerben musst. Da könntest du dann pro Trupp angeben, welche Punkte das kosten soll.
Wir spielen ein Spiel in dessen Rechensystem der kleinste Punkteunterschied 5 Punkte beträgt. Je nach Einheit wäre das eine Verteuerung von ca. 10 bis ca. 1%.
Und GW "balanced" im MDM um + und - 5 Punkte und das ist dann "gut".
Es ist ja nicht so das die Einheiten keine Bepunktung für Ausrüstung mehr haben, sie ist halt nur integriert. Nackter Trupp 125 Punkte. Voll ausgerüstet 150 Punkte. Zusammengefasst 140 Punkte.
Nach dieser Rechnung würde jede Fraktion die Optionen hat, gegenüber jeder profitieren, die die nicht hat. Oder macht man den Necron pauschal auch 10 Punkte günstiger? Oder mache ich mega den Deal, wenn ich das beste Geschütz nehme, weil 3 günstiger sind und den Preis runter ziehen? 😀
 
Vollkommen legitim. Aber sowohl auf das Skilllevel (durch Design der Lernkurve) und auf das Gelände welches du aufstellst (Regeln für Gelände und Empfehlungen) hat GW begrenzt Einfluss. Auf die Punktwerte halt schon.
Du sagst ja selber, dass GW nur auf 1 von 3 Punkten (Skill, Gelände und Punkte) Einfluss hat. Warum bist du dann aber der Meinung, dass Ausrüstungspunkte einen so großen Einfluss haben würden, dass es die anderen beiden Punkte ausgleicht?

Dann wird häufig von den B&B Spielern gesprochen, Imu hat ein paar schöne Beispiele genannt. Häufig lese ich dann auch, dass diese Spieler immer noch nach dem Ursprungscodex spielen, weil sie von den ganzen FAQs und Punktänderungen genervt sind - was ja vollkommen legitim ist. Aber dann auch hier, würden hier wirklich individuelle Punkte helfen?

Letzter und in meinen Augen wichtigster Punkt. Wir alle WISSEN doch, dass GW im Prinzip zu viele Einzelfraktionen mit zu vielen Einheiten hat. Deshalb ist uns allen klar, dass GW hier niemals ein Balancing hinbekommen wird, das von unterschiedlichen Personen auch noch unterschiedlich ausgelegt wird (sieht man ja hier wunderbar in der Diskussion). Wenn GW mit ihren begrenzten Mitteln (sie selber wollen dafür nicht mehr investieren) eh schon alle Hände mit den Fraktionen und deren Einheitenpunktkosten zu tun hat, soll man da dann wirklich noch Ausrüstungspunkte oben drauf setzen? Macht es das für GW wirklich leichter händelbar?
 
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Du sagst ja selber, dass GW nur auf 1 von 3 Punkten (Skill, Gelände und Punkte) Einfluss hat. Warum bist du dann aber der Meinung, dass Ausrüstungspunkte einen so großen Einfluss haben würden, dass es die anderen beiden Punkte ausgleicht?
Ausgleichen? Ist das erforderlich?

Fangen wir nochmal vorne an. Sind wir uns einig, dass ein Leman Russ mit Seitenkuppeln und einer ohne Seitenkuppeln unterschiedlich stark sind? Sind wir uns einig, dass es unter einem Datenblatt Ausrüstung/Modelle gibt, die unterschiedlich stark sind? Sind wir uns einig, dass Einheiten, die eine unterschiedliche Spielstärke haben für gewöhnlich unterschiedlich bepunktet sind? - Falls ja, was ist die Begründung dafür, von GW-Seiten grundsätzlich davon abzusehen, wenn es das Balancing offenkundig verschlechtert? Immerhin halten sie ja auch das Befassen mit 5 Punkten mehr oder weniger im MFM für erforderlich. Zumal ein "Lass bisschen Ausrüstung weg, dann passt die Liste wieder" auch besser war als "Verdammt, ich muss mir eine neue Einheit kaufen, damit meine Liste von den Punkten passt". Zumindest für alle außer GW 😛

Wenn GW mit ihren begrenzten Mitteln (sie selber wollen dafür nicht mehr investieren) eh schon alle Hände mit den Fraktionen und deren Einheitenpunktkosten zu tun hat, soll man da dann wirklich noch Ausrüstungspunkte oben drauf setzen? Macht es das für GW wirklich leichter händelbar?
Für Einzelfälle, unbedingt. Für alles wäre es besser, aber das halte ich nicht einmal für erforderlich. Man kann ja auch die Linie fahren "ist es ein Update, lass es Punkte kosten, ist es ein vermeindliche Sidegrade, nicht". Dann hat die Flamerfraktion am Cadianertrupp ihre Situation "Was bringt mir der Melter, wenn ich Ganten begegene?"

Du sagst ja selber, dass GW nur auf 1 von 3 Punkten (Skill, Gelände und Punkte) Einfluss hat. Warum bist du dann aber der Meinung, dass Ausrüstungspunkte einen so großen Einfluss haben würden, dass es die anderen beiden Punkte ausgleicht?
Begrenzten, nicht keinen Einfluss. Das ist wichtig. GW schreibt Geländeregeln und kann diese empfehlen. Im GRB steht nichts von euren Turnierlayouts. Hier geht an Empfehlungen mehr.
Auch auf Skill kann man Einfluss nehmen. Infinity hat hier einiges versucht, Leute langsam in das Spiel zu ziehen. Problem ist hier aber auch die Eigeninitiative nicht gleich 2000 Punkte spielen zu wollen. Bei Infinity waren es immer die 300 Punkte, die jeder spielen wollte und überfordert war. Generell lässt sich soetwas aber modularer und freundlicher gestalten. Wie du schon sagst, vermutlich kenne ich nicht den Codex meines Gegners, die Sonderregeln auf jedem Datasheet und die Stratagems. Wobei ich an alles außer letzteres einfach "irgendwie rankomme".
 
Wir spielen ein Spiel in dessen Rechensystem der kleinste Punkteunterschied 5 Punkte beträgt. Je nach Einheit wäre das eine Verteuerung von ca. 10 bis ca. 1%.

Wir spielen ein Spiel indem in der ersten Runde locker 10% bis 30% der Armee des Gegenspielers flöten gehen (je nach Glück und Gelände) auch mehr.

Ein "Standardspiel" umfasst 2000 Punkte. 5 Punkte sind davon 0,25%. Wann habt ihr in den vergangen Editionen mehr Punkte in Ausrüstung der Armee gesteckt als ein oder zwei nackte Trupps wert waren?

Gelände, Armeezusammenstellung und Erfahrung wurden neben Einzelpunkten als Balanceverschiebungsfaktoren genannt. Die ungeklärte Frage ist doch, welcher diese Faktoren wirkt sich im mathematisch dynamischen und chaotischen System 40K am schwersten und am wenigsten schwer aus? Welchen sollte bzw. kann man weglassen?

Es ist ja nicht so das die Einheiten keine Bepunktung für Ausrüstung mehr haben, sie ist halt nur integriert. Nackter Trupp 125 Punkte. Voll ausgerüstet 150 Punkte. Zusammengefasst 140 Punkte.

cya
Um fair zu bleiben, wir erleben das ja aktuell auch.

Jeder hat doch schon mal erlebt, wie die eigene Liste nach Regeländerungen auf einmal plus/minus 150 Punkte teurer oder günstiger war. In dieser Größenordnung würde sich zusätzliche Ausrüstung ebenfalls bemerkbar machen.
Ein zusätzlicher Multimelter hat in der 9. Edition mal 15 Punkte gekostet.
Bei einem Leman Russ könnten somit zwei auch mal 15 bis 30 Punkte extra kosten.

Über eine ganze Armee hinweg macht das am Ende tatsächlich schon etwas aus.

Ein weiterer großer Vorteil: Einheiten, die zusammengelegt sind und nur teilweise übermäßig effektiv sind, ziehen nicht mehr alle Varianten beim Balancing nach unten, sondern nur noch die Optionen, die tatsächlich „problematisch“ sind – siehe Eldar-Geschütze.

Ausrüstungspunkte sind ein Balancing-Werkzeug, das in manchen Fällen hilft, genau das zu bearbeiten, was angepasst werden soll.

Das Spiel respektiert somit auch deine individuelle Armee.
Du hast den superstarken RepEx gewählt, aber nicht den Laserdestroyer, den jeder nimmt?
Dann bekommst du halt 20 Punkte Rabatt oder du Proxt, so oder so, das Spiel bietet die hier eine Option an die es vorher nicht gab.

Das tut alles nicht weh und ist in Zeiten von Listenbauprogrammen und der Warhammer-App ohne jeglichen zusätzlichen Aufwand leicht zu managen.
 
Ob und inwiefern das dann aber sinnvoll ist, ohne Modelle einzeln zu bepreisen, ist dann aber auch wieder sehr stark armeeabhängig.
Wenn ich über meine Armeeliste durch gesparte Sonderausrüstung 40 Punkte sparen kann und dafür ein Rudel Gretchin mehr mitnehmen kann ist das eine tolle Sache. Wenn ich dem Leman Russ für insgesamt 60 Punkte die Seitenkuppeln abnehme und stattdessen zwei Komissare einpacken kann ist das auch schon okay.
Wenn ich als Custodes hingegen ein 20-Punkte-Loch in meiner Armee habe, und durch Verzicht auf Ausrüstung noch mal 50 Punkte sparen kann, dann bringt mir das immer noch relativ wenig, wenn ich dafür mal gerade ein 5 Vigilators oder Witchseekers einpacken kann. Die Einheiten fallen ja schon um wenn man sie anguckt, gefühlt 🙄
Da hätte ich dann lieber die Option z.B. bei den Scarab Termis die gesparten Punkte für den nicht mitgenommenen Rakentwerfer in einen weiteren Termi stecken zu können. Ob ich jetzt 6 Modelle (5er Termi+Char) oder 7 Modelle habe ist für die Blastregel ja eh egal, aber die 4 extra Bolter Schuss mit Lethal Hits nach dem Reinschocken wären manchmal schon nice.
Das würde auch das Problem von "MFM zerfetzt alle meine Listen" deutlich mitigieren.

Also effektiv bräuchte man dann eigentlich ein wirklich fast 100% zurückrudern zum früheren System mit Einzelminis und separater Ausrüstung.

Was dem gesteckten Ziel von "simplified" dann wieder recht konträr entgegen steht, in meinen Augen.
Plus dass GW dann nicht mehr die Anzahl an mitgenommenen Modellen so leicht regulieren kann.
Beispiel: Drei Sorcerer in der Thousand Sons Armee sind zu mächtig, weil Leute die in der Gruppe laufen lassen und einmal pro Schlacht ein x-beliebiges Ziel dank ihrer Ability oneshotten. Also machen wir die 10 Punkte teurer (weil GW eigentlich laut eigener Aussage Datsheets nach einem Codex-Release nicht mehr anpacken will, ein Ändern der Ability also wirklich Notlösung wäre).
Meta-Melanie zuckt mit den Schultern, nimmt den Rubrics einfach die schwere Waffe ab und hat immer noch alle drei Sorcerer dabei. Das Ziel, weniger Sorcerer ins Feld zu nehmen, wird verfehlt weil die Meta drumherum baut. Den Preis bezahlt man dann dennoch am heimischen Tisch, weil man gerne drei Trupps Marines von Sorcerern anführen lässt um die Lethal Hits auf Bolter und Soulreaper zu kriegen, und das jetzt kaputt ist weil man sich entweder die Sorcerer oder die Soulreaper nicht mehr leisten kann.

Balancing wäre also, nach meiner pessimistischen Schätzung, immer noch im Ar... gen 🤐
 
Beispiel: Drei Sorcerer in der Thousand Sons Armee sind zu mächtig, weil Leute die in der Gruppe laufen lassen und einmal pro Schlacht ein x-beliebiges Ziel dank ihrer Ability oneshotten. Also machen wir die 10 Punkte teurer (weil GW eigentlich laut eigener Aussage Datsheets nach einem Codex-Release nicht mehr anpacken will, ein Ändern der Ability also wirklich Notlösung wäre).
Die erste Frage ist doch, warum gibt es diese Sonderregel, wenn die ursprüngliche Ansage war, besonders krasse Fähigkeiten kann genau ein Modell einmal pro Runde nutzen.

Ich gebe zu die Regel nicht zu kennen, aber nur so viel dazu, diese Psikräfte waren auch mal Kaufupgrades. Wären das wieder Ausrüstungsgegenstände könntest du nicht den Hexer, sondern diese eine Option teurer machen.
Wenn Meta-Melanie andere Trupps schwächt, um andere dann zu stärken ist das legitim. Genau das sollte durch diese Punkte ja abgebildet werden.

Anders argumentiert, wenn jetzt der Hexer bei den TS teurer wird, bist du ggf gekniffen, weil deine Option eben nur ein halber Trupp Rubrics oder eine Bande Vogelmenschen ist. Der Codex ist halt weit dünner. Dann müsste GW bei Spacemarines grundsätzlich deutlich härter durchgreifen, da du ja ggf. einfach den 10, 15 Punkte billigeren Reivertrupp statt des Sturmtrupps nehmen kannst.
 
Das tut alles nicht weh und ist in Zeiten von Listenbauprogrammen und der Warhammer-App ohne jeglichen zusätzlichen Aufwand leicht zu managen.

Solange bis einer mit dem Anspruch kommt, dass wenn er einen Codex kauft das Listenbauen auch ohne digitale kostenpflichtige oder illegale Hilfsmittel vernünftig umzusetzen ist ... 😉

Sind wir uns einig, dass ein Leman Russ mit Seitenkuppeln und einer ohne Seitenkuppeln unterschiedlich stark sind?

Ja. Aber wir sind uns nicht einig, dass fehlende individuelle Punktekosten das Balancing zum "schlechtesten Balancing ever" machen. Gerade im Vergleich zu anderen Faktoren mit Einfluss auf das Balancing ist das einfach sehr stark übertrieben. Und in der Spielpraxis im Casual Play würde in solchen Fällen an den meisten Tischen das proxen der optimalen Ausrüstung kein Problem darstellen.
Wer damit ein Problem hat, muss eben sein Modell umbauen oder in den sauren Apfel beißen. Und das war schon in jeder Edition so.

Davon ab war es eben eine Design Entscheidung von GW, auf individuelle Punktekosten für Ausrüstung zugunsten von weniger Rechnerei und leichterer Zugänglichkeit zu verzichten. Das mag den einen oder anderen Spieler ärgern, war aber ganz offensichtlich die wirtschaftlich richtige Entscheidung.
 
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Der eigentliche Sinn und Zweck der Regel:
Twisted Sorceries (Psychic): Once per battle, in your Shooting phase or the Fight phase, this model can use this ability. If it does, until the end of the phase, improve the Strength and Attacks characteristics of Psychic weapons equipped by this model by 3.

war es wahrscheinlich, dass man eine Möglichkeit hat und mit den Marines einmalig einen passenden Nahkampf aussuchen kann, damit der Sorcerer halt einmal pro Schlacht seine Dudes mit 7 Attacken Stärke 9 im Nahkampf unterstützt. Sonst sind die halt alle sehr... meh.Warum GW die nicht auf "ein Modell pro Phase" beschränkt hat wissen GW oder die Götter.
ABer Meta war halt stattdessen drei einzelne Sorcerer laufen zu lassen, und stattdessen einmal pro Schlacht ihre "Pandaemic Delusion" mit 9 Attacken, Sustained 3 und Stärke 8 zu kombinieren.
Und 27 Attacken auf 3+ sind im Schnitt 4 Sechsen und insgesamt 30 Treffer. Stärke 8 liefert eine stabile Verwundung auf Vieles und bei der schieren Menge kommt der AP-1 auch nicht so schlecht weg 🤐

Psikräfte als Kaufupgrades kenne ich so tatsächlich nicht - ich hatte damit aber auch (Necron-Spieler bis vor einem 3/4 Jahr) nix am Hut 🤣
 
Davon ab war es eben eine Design Entscheidung von GW, auf individuelle Punktekosten für Ausrüstung zugunsten von weniger Rechnerei und leichterer Zugänglichkeit zu verzichten. Das mag den einen oder anderen Spieler ärgern, war aber ganz offensichtlich die wirtschaftlich richtige Entscheidung.
Wie baust du Listen und welche Regelreferenz nutzt du? Sobald die Antwort "newrecruit" ist, kümmert sich die App nicht darum, ob du Punktkosten rechnest, oder die Optionen zu Regelreferenzzwecken nutzt. Und letzte brauchst du bei einigen Fraktionen dringend.

Psikräfte als Kaufupgrades kenne ich so tatsächlich nicht - ich hatte damit aber auch (Necron-Spieler bis vor einem 3/4 Jahr) nix am Hut 🤣
War damals der Shit, auch um Eldarkräfte zu balancieren. Dann würde gewürfelt, dann gewählt, nun draufgedruckt. Die Heresy fährt das Konzept allerdings wieder. Da wählst du aus 6 Disziplinen für einen Skriptor und bezahlst unterschiedliche Punkte. Du kannst 1 oder 2 Disziplinen wählen, bist aber in der Zahl der Waffen, die du abfeuerst usw limitiert.
ABer Meta war halt stattdessen drei einzelne Sorcerer laufen zu lassen,
Oder wie gefühlt jeder andere Charakter "wenn dieses Modell eine Einheit anführt". 🫠
 
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Solange bis einer mit dem Anspruch kommt, dass wenn er einen 😅Codex kauft das Listenbauen auch ohne digitale kostenpflichtige oder illegale Hilfsmittel vernünftig umzusetzen ist ... 😉
Du meinst, es wieder so zu machen, wie wir es die letzten 25 Jahre in diesem Hobby gemacht haben?
Ohne Kostenpflichten oder illegale Methoden?

Naja, manche müssen ihren Frust eben irgendwo abladen – das sollte man nicht immer allzu ernst nehmen. 😉

Mal ehrlich: Was GW aktuell mit den Regeln und den überflüssigen, gedruckten Codizes veranstaltet, wirkt so, als hätten sie selbst keinen großen Bock mehr darauf – gemessen an dem Aufwand, den sie da reinstecken.

Da ist die „illegale Methode“ für mich schon fast Bürgerpflicht.

Wer schaut denn während einer Forendiskussion nicht kurz bei Wahapedia nach
und landet mit einer schnellen Google-Suche direkt beim richtigen Datasheet?

Ich habe die App und sogar zwei Codizes darin, aber selbst bei den Inhalten, die ich gekauft habe, schaue ich dort kaum rein – einfach zu umständlich.
Zum Listenbau und während des Spiels nutze ich sie, das war’s.

Was dem gesteckten Ziel von "simplified" dann wieder recht konträr entgegen steht, in meinen Augen.
Bitte nicht einfach die GW-Marketingsprüche wiederholen. 😅
Dass GW das nicht ernst gemeint hat, sieht man ja an der 10. Edition selbst.
Irgendwas muss man ja sagen – ob es nun stimmt oder nicht –, um die nächste "beste Edition aller Zeiten" zu verkaufen.

"Du darfst keine Miniaturen über die Mindestgröße mehr einzeln hinzukaufen, das war zu kompliziert."
Übrigens: Deine Sword Brethren darfst du als 4-, 5-, 9- oder 10er-Squad kaufen. Ist das nicht „simplified“?

Ich bin für Entschlackung gerne zu haben – so ein Mist wie unterschiedliche Bolter an Intercessoren war von Anfang an nur Quatsch.
Auch die Zusammenlegung von Waffenprofilen, damit es nicht ne halbe stunde dauert einen Panzer feuern zu lassen. (RepEx)
Bin für alles was das Spiel schneller macht zu haben.

Aber Menschen einfache Additionsaufgaben aus der zweiten Jahreshälfte der ersten Klasse nicht zutrauen zu wollen, ist etwas anderes.