Metawatch Edition X

... während die Balance am heimischen Tisch nie schlechter war ...

Sehr anekdotisch. Ich nehme an du schreibst über deine persönliche Erfahrung und nicht über die heimischen Tische der kompletten Community.
Das finde ich echt bedauerlich, dass du so wenig Spaß am Hobby hast.

In meiner Runde sind die Spiele meist sehr spannend und unterhaltsam. Auch ohne differenzierte Punktekosten für Ausrüstung.
 
Sehr anekdotisch. Ich nehme an du schreibst über deine persönliche Erfahrung und nicht über die heimischen Tische der kompletten Community.
Das finde ich echt bedauerlich, dass du so wenig Spaß am Hobby hast.

In meiner Runde sind die Spiele meist sehr spannend und unterhaltsam. Auch ohne differenzierte Punktekosten für Ausrüstung.
Er schreibt auch über meine Erfahrungen ^^
 
Wie gesagt: Heimische Balance (gleichwie geartet) ist für meine Begriffe etwas unheimlich kompliziertes, gerade bei der Menge von Daten. Ich halte es nicht für möglich das Spiel insgesamt so auszubalancieren, dass jemand beliebige Fluff-Liste gegen jede beliebige andere Liste performt. Es wird immer eine Möglichkeit geben, andere massiv auszuhebeln, und wer in der heimischen Bubble Spaß daran hat, ganz bewusst übermächtige Kombinationen zu spielen um seine Gegner zu rasieren, dann hat man, in meinen Augen, ganz andere Probleme.
Also wieder die Frage: WAS bedeutet "gut ausbalanciert"?

In meiner Bubble haben wir auch Gewichtungen, aber da stammen die Probleme nur zum Teil von "Mangelnder Balance" sondern von den persönlichen Spielstärken und zum Teil auch schlichtweg Glück und eben auch, mit welcher Prämisse Armeen gebaut werden.
Wenn Kollege Tyranide und ich uns im Kreuzzug kloppen kommen ganz andere Listen raus als wenn mal eben for Fun was auf den Tisch schmeißen. Im ersten Fall wollen wir Punkte für unser Team holen, im zweiten möchten wir einfach nur Spannung, Spiel (und Schokolade).
Wenn mein Kumpel fragt ob wir am WE spontan zocken wollen und ich bringe bei 1.000 Punkten Magnus und drei Mutalith Bestien mit während er eine Handvoll Ganten und Krieger spielt - ja gut, das ist dann definitiv nicht balanced. Wüsste aber auch nicht, WIE man sowas balancen sollte, ganz offen 😅
 
@Imu-Sesh du schreibst die ganze Zeit so als würden "wir" ausschließlich über Maximalförderungen und Perfektion sprechen.

Tun "wir" aber doch gar nicht, es gibt einfach eklatante Probleme die nicht durch "geht halt nicht anders" vom Tisch zu wischen sind.

Beispiele hab ich nun einige genannt, da waren Änderungen teils sehr einfach:
Mach Elektropriester besser, nimm den DG Codex insgesamt zurück, mach den Admech Codex insgesamt komplett neu, mach die Victrix 100 Punkte teurer.

Der Kritikpunkt ist, GW kümmert sich nen trockenen Furz um Balancing.
Sie leechen einfach Turnierergebnisse und lassen da dann nen Praktikanten drüber gucken, vermutlich einen aus der Gebäudeinstandhaltung.

Aber, sie sprechen von der "Most Balanced Edition Ever", weil sie ein künstliches Ziel für sich selbst ausgegeben und das nach nicht mal zwei Drittel der Edition schon getroffen haben ^^

Ich bin der beste 100m Läufer der Welt, wenn das Ziel ist, die 100m in ganz genau 26,87 Sekunden zu absolvieren, das kann ich wie kein zweiter ^^
 
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Ich tue mich lediglich schwer damit zu verstehen, woran man "Balance" jetzt effektiv festmacht oder festmachen kann. Also greifbare, nachvollziehbare Parameter, anhand derer man sagen kann "joa, so is balanced". Ohne dass dabei verschiedene Einheiten bei gleichen Profilen und Fähigkeiten landen, damit man nichts mehr hat, was zu krass hervor sticht.
DASS es unbalancierte Einheiten gibt - keine Frage. Ich glaube auch nicht, dass das so ohne Weiteres machbar ist es wirklich 100% komplett zu balancen.

Effektiv ist jedes Ziel einer "Balance" künstlich, weil jeder was Anderes darunter versteht, das möchte ich nur damit sagen. Wenn mein Ziel ist, dass alle Fraktionen im kompetetiven Bereich zwischen 45% und 55% Siegesquote liegen ist das ein valider, greifbarer Maßstab. Und einer, der sich mit wenig Aufwand kontrollieren und überprüfen lässt.
Wenn in den vorangegangene Editionen die Quoten sehr viel krasser auseinander lagen, dann ist diese, objektiv betrachtet anhand des gegebenen Maßstab - die best balancierteste Edition. Wenn die Fraktionen (so wie zwischenzeitlich in der 8., soweit ich weiß) schon mal besser und zufriedenstellender balanciert waren, dann "streckt GW die Wahrheit offenbar so ein bisschen".
Fast als ob sie bewusst Falschaussagen treffen würden um ihr Produkt zu bewerben.
Ganz überraschend.


Um einen etwas hinkenden Vergleich zu haben: Die Spieler wollten einen Hund.
GW schaut, was ein vernünftiger, repräsentativer Hund ist und befindet, dass der Labrador korrekt ist.
Manche Spieler wollten Pudel. Andere Dackel. Andere einen Bernhardiner.
Viele sind zufrieden, viele sind unzufrieden.
Aber rein nüchtern objektiv betrachtet haben sie alle irgendwo Recht 😅
 
Also wieder die Frage: WAS bedeutet "gut ausbalanciert"?
Wir können nun gerne philosophisch werden, es führt aber an der eigentlichen Debatte vorbei. Denn was man gewiss sagen kann ist, dass GW Entscheidungen getroffen hat, die dafür sorgen, dass die Balance schlechter wird.

  • Dazu gehören die fehlenden Punkte auf Ausrüstung, da offensichtlich unterschiedlich gute Optionen, gleich teuer sind. Eine Option, die GW hier wahrgenommen hat, war es, Einheiten zu trennen.
  • Womit wir bei Punkt zwei sind, sie haben auf einen AOP verzichtet. Oder auf mehrere, für mehrere Punktgrößen, damit deine Mutalith und/oder Magnus nicht stattfinden.
Es fehlt, nach wie vor der Beleg, dass das Fehlen von Punktzahlen für Ausrüstung die Balance verbessert. In einer perfekten Welt könnte man auf den AOP verzichten, weil Einheiten einfach etwas anderes tun und du beispielsweise mit reinen Fahrzeugen dadurch verlierst, dass du keine Missionsziele hälst usw. Aber davon hat sich GW ja auch entfernt, du kannst alles auf ein Missionsziel kegeln und schauen was kleben bleibt.
 
Advocatus diaboli:
Aus GW Sicht ist der Beleg da:
Laut Video von Auspex von vor ca. 1 Monat befinden sich 26 von 27 Fraktionen im angestrebten Rahmen von 45% bis 55% Gewinnquote. Admech bei 57%
Entsprechend scheint das aktuelle System und Balancing im Rahmen der selbstgesteckten Ziele erfolgreich und valide zu sein.
Die Denkweise finde ich nicht gut. Aber nüchtern betrachtet haben sie Recht.
Sie haben ein Ziel gesteckt.
Sie haben das Ziel erreicht.
Sie haben den Kundenstamm vergrößert.
Great Success*
*Terms and conditions may apply
 
Ich tue mich lediglich schwer damit zu verstehen, woran man "Balance" jetzt effektiv festmacht oder festmachen kann. Also greifbare, nachvollziehbare Parameter, anhand derer man sagen kann "joa, so is balanced". Ohne dass dabei verschiedene Einheiten bei gleichen Profilen und Fähigkeiten landen, damit man nichts mehr hat, was zu krass hervor sticht.
DASS es unbalancierte Einheiten gibt - keine Frage. Ich glaube auch nicht, dass das so ohne Weiteres machbar ist es wirklich 100% komplett zu balancen.

Effektiv ist jedes Ziel einer "Balance" künstlich, weil jeder was Anderes darunter versteht, das möchte ich nur damit sagen. Wenn mein Ziel ist, dass alle Fraktionen im kompetetiven Bereich zwischen 45% und 55% Siegesquote liegen ist das ein valider, greifbarer Maßstab. Und einer, der sich mit wenig Aufwand kontrollieren und überprüfen lässt.
Wenn in den vorangegangene Editionen die Quoten sehr viel krasser auseinander lagen, dann ist diese, objektiv betrachtet anhand des gegebenen Maßstab - die best balancierteste Edition. Wenn die Fraktionen (so wie zwischenzeitlich in der 8., soweit ich weiß) schon mal besser und zufriedenstellender balanciert waren, dann "streckt GW die Wahrheit offenbar so ein bisschen".
Fast als ob sie bewusst Falschaussagen treffen würden um ihr Produkt zu bewerben.
Ganz überraschend.


Um einen etwas hinkenden Vergleich zu haben: Die Spieler wollten einen Hund.
GW schaut, was ein vernünftiger, repräsentativer Hund ist und befindet, dass der Labrador korrekt ist.
Manche Spieler wollten Pudel. Andere Dackel. Andere einen Bernhardiner.
Viele sind zufrieden, viele sind unzufrieden.
Aber rein nüchtern objektiv betrachtet haben sie alle irgendwo Recht 😅

Das Problem ist der Maßstab, der halt, natürlich, Marketinggequatsche ist, ich glaube da sind wir uns soweit einig.
IIRC wars zu Ende der 9. schon mal so dass sie mitm Balancing auf Turnierniveau gut dabei waren, allerdings war auch da das Balancing abseits der Compscene komplett fürn Eimer, da gab es fraktionsspezifische Secondaries, die waren für manche Fraktionen halt scheiße (Admech), für andere super.
Führte dazu dass ein Admech Codex rauskam, der bei Release KOMPLETT drüber war, also so RICHTIG objektiv bekloppt drüber, wurde dann runtegenerft bis zur "Unspielbarkeit".
Und gegen Ende der Edition wurden ALLE Nerfs zurückgenommen, der Codex galt wieder 1zu1, nur, Admech kostete weniger Punkte als im Codex, vong Balancing her passte aber alles 😀

Allerdings, die ganze Edition über hast du, wenn du mit dem damals "neuen" Missiondeck gespielt hast (was auf Turnieren nicht genutzt wurde), ALLES überrollt mitm Admech.
Beinahe egal was du gespielt hast, es gab "schlechtere" Auswahlen, die waren aber auch nicht katastrophal schlecht.
Es gab so Sachen wie:
20 Ranger, je 2 Schuss 4 -1 1 mit Heavy
3+/5++
Jetzt hast du Lucius gespielt (+1 auf Armour Save gegen D1 Waffen, +6" Range auf Fernkampf)
Und dann gings los, Solar Flare, Buffs hier da links rechts, der 20er Blob konnte redeployed werden und damit gezielt jedes Ziel im Spiel rausnehmen:
Aus Heavy mach Schnellfeuer (hat damals Schüsse verdoppelt), durch diverse Buffs kamen die Skittles bei 80 Schuss S5 -2 1 mit vollen Rerolls und +1 to Wound raus, und kamen durch gestackte Buffs auf einen effektiven Rüster von -1 gegen D1 Waffen.
(Als kleiner Reminder, zu der Zeit hatte sowas wie ein Land Raider T8, das war die höchste Toughness im Spiel IIRC)

Ist mir bis heute schleierhaft warum die das Turniermeta nicht komplett zerrissen haben, es lag wohl echt an den katastrophal schlechten fraktionsspezifischen Secondaries, aber damit hast halt am B&B Tisch, wo mit den gezogenen Karten gespielt wurde, wie geschrieben, einfach alles überrollt ^^

Aber, auch mit solchen Absurditäten war GWs Ziel weitgehend erreicht, balanced war das aber auf gar keinen Fall.
Witzig, für mich als Mechaniker, aber balanced war das nicht ^^

Ich weiß selbst warum die Marketingabteilung von GW tut was sie tut, und sie tun es ja offensichtlich großartig, die Compscene blüht, jede Preiserhöhung wird schulterzuckend gefressen und das Balancing gefeiert, als Argument dafür werden komplette Skewlisten geliefert die dann pro Fraktion tatsächlich mal n GT gewinnen können.
Admech sind nicht bei 57%, ne 1500€ Liste mit 40 Sicarians, 30 Batmen, 9 Chicks und Cawl, DIE ist bei 57%.
Admech ist immer noch scheiße ^^
 
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Wie gesagt: Heimische Balance (gleichwie geartet) ist für meine Begriffe etwas unheimlich kompliziertes, gerade bei der Menge von Daten. Ich halte es nicht für möglich das Spiel insgesamt so auszubalancieren, dass jemand beliebige Fluff-Liste gegen jede beliebige andere Liste performt. Es wird immer eine Möglichkeit geben, andere massiv auszuhebeln, und wer in der heimischen Bubble Spaß daran hat, ganz bewusst übermächtige Kombinationen zu spielen um seine Gegner zu rasieren, dann hat man, in meinen Augen, ganz andere Probleme.
Also wieder die Frage: WAS bedeutet "gut ausbalanciert"?

In meiner Bubble haben wir auch Gewichtungen, aber da stammen die Probleme nur zum Teil von "Mangelnder Balance" sondern von den persönlichen Spielstärken und zum Teil auch schlichtweg Glück und eben auch, mit welcher Prämisse Armeen gebaut werden.
Wenn Kollege Tyranide und ich uns im Kreuzzug kloppen kommen ganz andere Listen raus als wenn mal eben for Fun was auf den Tisch schmeißen. Im ersten Fall wollen wir Punkte für unser Team holen, im zweiten möchten wir einfach nur Spannung, Spiel (und Schokolade).
Wenn mein Kumpel fragt ob wir am WE spontan zocken wollen und ich bringe bei 1.000 Punkten Magnus und drei Mutalith Bestien mit während er eine Handvoll Ganten und Krieger spielt - ja gut, das ist dann definitiv nicht balanced. Wüsste aber auch nicht, WIE man sowas balancen sollte, ganz offen 😅
Kann nur etwas für BT sprechen.
Ich habe in dieser Edition noch nie etwas anderes als BT-Detachments gespielt. (Und werde es auch nicht tun)
Und oh Boy, sind die mies!
GW scheint das aber nicht zu interessieren – man kann ja schließlich Vanilla-Detachments spielen.
Als jemand, der seine BT auch wirklich als BT spielen möchte, fühlt man sich da leider etwas verarscht.

Aber nimm nicht nur mein Wort dafür.
Hören wir uns einfach mal zwei der besten 40k-Spieler der Welt dazu an (einer davon buchstäblich der aktuelle Weltmeister).

"..there Detachments are the worst suite of detachments, in game in a Codex. They're garbage. They are niche at best, unplayable at worst. Very, very bad. If you compare any of them to the Gladius, it's not even like, well, the Gladius is sligthly better. It's like Gladius plays 40k, and these requiers you to take six ancients or Land Raiders and so on. So they detachments are terrible, you need toe rewrite them our give them new detachments."

Der Rant geht natürlich weiter, aber der Punkt sollte klar sein.
Quelle: Art of War 40k

Dass die UM auf das bereits beste Detachment und einige der besten Charaktere im Spiel nun auch noch die stärkste SM-Nahkampfeinheit im Spiel bekommen haben – und das mit Abstand – fühlt sich nicht im Geringsten so an, als wäre die interne Balance in Ordnung.
Wenn die Lösung, um BT zu spielen, darin besteht, nicht BT zu spielen, dann läuft doch irgendwas quer. 🤷‍♂️
 
Entsprechend scheint das aktuelle System und Balancing im Rahmen der selbstgesteckten Ziele erfolgreich und valide zu sein.
Richtig, und den Punkt habe ich dir... mittlerweile glaube ich fünfmal gegeben? Es gilt eben für Turniere. Sobald du auch nur in der Formation, der Ausrüstung oder dem Gelände abweichst, gilt das nicht mehr.

Wir hatten das schon, nun kommt von dir der berechtigte Einwand, ja, aber für mehr Balance auf deinem heimischen Spieltisch zu sorgen ist schwer. - True.

Aber das Fehlen von Einzelpunkten verschärft dieses Problem halt, denn auch wenn man nicht weiß, wie der Tisch bei jedem aussieht, die Mathematik von 4 Krieg-Artillerieteams kennst du. Der Rest ist dann erst einmal eine Formel - wie viele Profile haben wir im Spiel, die dafür empfänglich sind, wie effektiv ist das Geschütz gegen diese Ziele, welche Punktkosten legen wir dafür an. Nun wäre das noch besser, ungefähr zu wissen, wie vielen Einheiten du von einer bestimmten Sorte (bsw. Marine-Äquivalente) du begegnest - aber durch das Lösen vom AOP ist das halt schwieriger geworden. Das haben AOPs erleichtert und - das war in der ersten Edition der Horus Heresy auch so wichtig, kamen viele Slotverschiebungen mit einem Nachteil. Du sagst Magnus und Mutalith, ging halt vorher auch mit zweistelligen Zahlen an Chimären. Deswegen hat man in einigen Editionen darauf geachtet, dass das eigene Trupps waren, du nicht aus Fahrzeugen punktest usw.

@Lord Protector - ähnlich fühlt es sich für Dark Angels an, vor allem, wenn man die gemischt spielen mag. Aus Prinzip - und aus Ermangelung des Marine-Codex verzichte ich auf die Kontingente, weil meine Dark Angels halt Dark Angels sind. Das Greenwing-Kontingent ist... seltsam, für die anderen spiele ich zu wenig Einheiten des Death- und Ravenwings. Dafür wurde ich mit einem Wrath of the Rock-Kontingent gesegnet. Das ist soweit geil, außer, dass es absolut toxisch ist, den Tyraniden, deren Stick nun einmal Stärke 5 ist, zu sagen "auf 4+ bitte" 😛
Dann habe ich mir mal die WE angeschaut und gedacht - geil, ein Kontingent für Jakhals. Dann habe ich gesehen, dass Schmiedemonstren keine Monster sind 😀
 
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Aus meinem ersten Impuls heraus, als das in der 9. mit der kostenlosen Ausrüstung anfing, habe ich auch mit der Schulter gezuckt und gesagt "na, wird für uns hier kaum einen Unterschied machen". Ich habe mir damals einen Podcast/Rant von einem Khornetypen angehört, der zwei Sachen prognostizierte:

  1. Praktisch jedes Einheitenkonzept sieht gleich aus. Hier haben Sonderregeln das noch einmal verschärft. Denn selbst, wenn ich Seuchenmarines für den Nahkampf ausrüsten will, zielt ihre Sonderregel ja durchaus auf den Beschuss ab.
  2. Eine Reduktion der Stratagems und Verbesserungen führt dazu, dass GW die genauso mies balanced wie davor, sodass es Kontingente gibt, die man besser nicht anfasst.
Persönlich finde ich auch, dass das bisschen viele sind. 6 für EC hätte es nicht gebraucht. Gleiches gilt für die WE. Ein Pixelbier gibts für jemanden, der ein Zwergenberserker-Kontingent spielt 😀
 
@Haakon
Du sagtest, es gäbe keinen Beleg dass die aktuellen Systeme das Balancing fördern.
Ich sagte, es gibt einen Beleg, und habe angeführt, welchen.
Wenn Du sagst, dass den Beleg als nicht valide akzeptierst, weil er in Deinen Augen die falsche Meta beleuchtet - Verständlich.
Heißt aber nicht, dass der Beleg an sich nicht existiert oder falsch ist.

Ich würde mir selbst auch irgendwo wünschen dass wir wieder zu HQ, Standard, Elite, etc. zurückkehren und halt Boni offerieren wenn man seine Armee wieder in Bataillonen aufbaut. Dass jemand, der seine Armee ordnungsgemäß strukturiert einen Gegenpol dafür kriegt, dass der andere eine sehr starke, aber ungebundene Konstellation spielt.
Da das aber keine neuen Kunden anlockt, sondern lediglich uns Alten Leute befriedigt sehe ich diesbezüglich leider schwarz und lebe, solange ich noch Spaß am Spiel habe, halt mit dem, was da so kommt. Trotz seiner Schwächen ist 40k immer noch (leider?) das System mit dem ich am besten klar komme und an dem ich vom System selbst, der Ästhetik und dem Universum die meiste Freude habe.
Wahrscheinlich bin ich deswegen auch deutlich nachsichtiger und etwas weniger verbissen. Eben weil ich aktuell (auch aufgrund meiner Bubble) tatsächlich eine Menge Spaß am Spiel habe.


@Lord Protector
Da muss ich Dein Wort (und das der Quellen natürlich) nehmen - bei Space Marines bin ich sowas von raus weil ich durch den Dschungel von Detachements, Einheiten, Subfraktionen und Sonderregeln absolut nicht durchsteige. Wir haben einen Spieler bei uns der Schlümpfe hat (aber selten spielt) und einer hat seine Dark Angels zugunsten von Custodes an den Nagel gehängt weil er sich in den Details und Feinheiten der SMs verzettelt hat.

Da muss ich aber mal wirklich aus ehrlichem Interesse fragen, was die Gladius so sehr viel stärker macht, und wobei die Black Templars dann schwächeln? Deren Detachements scheinen Nahkampf recht stark zu machen, und AFAIK sind die BT auch eher eine Nahkampffraktion, aber da bin ich, wie gesagt, auf Feedback angeiwesen.
Gerne auch per PM, wenn Du das weiter ausführen magst - as said, ehrliches Interesse an der Thematik 🙂

Und ja, GW interessiert es relativ wenig. Wie an anderer Stelle schon gesagt: Ökonomisch betrachtet sind Bestandskunden eher Ballast. Die haben ihre Kohle schon ins Hobby gesteckt und investieren tendenziell wahrscheinlich sehr viel weniger als jemand, der das Hobby neu aufnimmt. Wenn ich und meine Aktionäre Gewinne sehen wollen, brauchen wir Neukunden. Und Neukunden kriegt man mit "schnell, einfach, instant action" besser als mit "Hey, wir haben fünfhundert Seiten besten Fluff und wundervolles Artwork. Armeen zusammenbauen ist zwar Mikromanagement vom Feinsten, aber dafür fühlen die Alten Leute sich gesehen".
Um es mal ganz hart zu formulieren.

Deswegen sehe ich auch die Wünsche an GW insgesamt eher nüchtern.
Ist es das Warhammer, mit dem ich damals angefangen habe? Nein.
Ist es das beste Warhammer, das ich je gespielt habe? Nicht unbedingt
Habe ich dennoch Spaß? - Absolut
Habe ich mir tatsächlich in der jetzigen Edition für teuer Geld eine dritte Armee geholt? - Vielleicht... 😅

Gerade wir alten Leute müssen uns, leider, bis zu einem gewissen Grad damit abfinden dass das Hobby, das wir vor zwanzig Jahren oder mehr begannen, heutzutage in der schnelllebigen Konsumgesellschaft nicht mehr wirklich funktioniert. Ultramarines sind die dedizierten Posterboys, und die "Laufkundschaft" die man mit seinen Plakaten und Artworks und Spielen einfangen möchte bezieht sich primär auf die "ikonische blaue Rüstung" von Lt. Titus oder den Postern.
PR-technisch sinnvoll die auch als die Mary-Sue-Fraktion zu designen damit Leute die epischen Gefechte selbst nachspielen können (HurrDurr).
 
Du sagtest, es gäbe keinen Beleg dass die aktuellen Systeme das Balancing fördern.
Ich sagte, es gibt einen Beleg, und habe angeführt, welchen.
Nein, ich habe nach einem Beleg gefragt, dass konkret das Fehlen von Einzelpunkten förderlich sei, weil ich dort halt mathematisch zeigen kann, dass die Auswahlen unterschiedlich gut sind. Wenn du sagst, dass das zum höheren Wohl der Turniertonis ist, dann kann ich das akzeptieren und weiterhin den Finger in die Wunde legen, dass sobald du vom Pfad abweichst, das Balancing grotesk schlecht ist.

Und ich glaube GW weiß das ganz gut. Wie gesagt, man hat die Geschütze so designed, dass es nahezu unmöglich ist, das anzupassen. Auch die Umbenennung der Kontingente kann man in diesem Kontext betrachten. Getreu dem Motto "wir wissen, dass wir BT verhunzt haben, aber die als Ultramarines zu spielen ist nun ja offiziell erlaubt.

Ich halte es auch für eine Mär, das Beschränkungen im Armeeaufbau Spieler vergrätzen. Das muss nicht wie bei der Horus Heresy laufen, aber ein bisschen Führung ist durchaus gewünschter als ein "mach was du willst". So eine gewisse Entscheidungsparalyse wohnt uns dann ja doch inne. Ebenso tut es Leuten auch nicht weh, paar Regeln mehr zu lesen, wenn diese logische Konzepte abbilden.
Abstoßend wirken da eher die 500 MB Regelzusatz zum Verständnis der "einfachen" Regeln. Von denen erzählt dir im GW allerdings auch keiner was. 😉
 
Um es mal ganz hart zu formulieren.
Die Zahl meiner Boxen dieses Jahr sagt da was anderes. Nur der Absatz an Büchern hat sich stark reduziert. Ist halt auch ne gute Story, dass sich mit Bestandskunden kein Geld verdienen lässt. Im Forum sind wir das hier alle. Während die Hälfte vermutlich sagt "nie wieder GW", kauft die andere Fraktion vermutlich nicht weniger 😅
War ein hartes Jahr mit EC, DKOK und Eldar. 😆🙈
 
  • Haha
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Das Problem ist der Maßstab, ...
Ganz genau! Nur welcher Maßstab ist jetzt der richtige. Hier sind unendlich viele Meinungen vertreten und bisher hab ich zumindest nicht sehen können, dass wir uns einem Konsens nähern würden. Evtl. wäre das für den Anfang ein gutes Ziel um dann von dieser Etappe weiter zu diskutieren.

Und weil ich Dein Beispiel mit dem Sprinter so geil fand:

Wir sind uns sehr uneinig darüber ob eine "bessere" Balance zum einen möglich ist und ob sie das Spiel tatsächlich zu einem besseren Spiel(erlebnis) macht. Die einen sagen es geht nicht sehr viel besser (was nicht ausschließt das es Probleme gibt) und die anderen sagen, doch das geht viel besser und muss auch. Beide Seiten stellen ihre Behauptung auf mit logischen Begründungen aber der Beweis in der Realität bleibt aus. Auf die Sprinter bezogen: Schneller als 9,58 Sekunden auf 100m geht halt ohne Doping aktuell nicht VS Es geht noch deutlich schneller auch ohne Doping, es muss "nur" richtig trainiert werden.

cya
 
Nein, ich habe nach einem Beleg gefragt, dass konkret das Fehlen von Einzelpunkten förderlich sei, weil ich dort halt mathematisch zeigen kann, dass die Auswahlen unterschiedlich gut sind.
AH, da habe ich die Frage nicht ganz korrekt aufgefasst. Dass das so konkret gemeint war hat sich mir beim Lesen nicht unmittelbar erschlossen 😅

Und ich glaube GW weiß das ganz gut. Wie gesagt, man hat die Geschütze so designed, dass es nahezu unmöglich ist, das anzupassen. Auch die Umbenennung der Kontingente kann man in diesem Kontext betrachten. Getreu dem Motto "wir wissen, dass wir BT verhunzt haben, aber die als Ultramarines zu spielen ist nun ja offiziell erlaubt.
Es ist halt "schnell, einfach, billig". Die wirtschaftliche Doktrin der modernen Konsumgesellschaft.
Und okay, bei den Bestandskunden kenne ich aus dem privaten Umfeld so Leute, die haben.... eine Armee. Einige haben jetzt eine zweite angefangen weil sie bei einem kleinen Turnierchen die Starterbox der Weltraum-Furries gewonnen oder irgendwo günstig an eine Orkbox gekommen sind.
Mein Trauzeuge hat sechs, aber der spielt nicht. Der sammelt nur und bemalt und wenn ich spielen will jammert er dass er nie fertig wird, lackiert seine Käfer aber mittlerweile zum vierten Mal neu 😆
Ich halte es auch für eine Mär, das Beschränkungen im Armeeaufbau Spieler vergrätzen.
Ich habe mehrfach Leuten aus meinem näheren Umfeld versucht, das Hobby ein bisschen näher zu bringen. Mein T'au Kollege hat neulich ein Blick in die Regelwerke der 8. geworfen und drei Kreuze gemacht dass viele der internen Mechaniken und der separaten Punktekosten jetzt zusammengefasst wurden.
Zitat: "Hätt ich gar nicht die Zeit zu das alles so zu studieren"
Insgesamt wage ich tatsächlich von dem was ich persönlich beobachten konnte und wie die Zahlen sich äußern, dass das Vereinfachen der Regeln den Neueinstieg in das Hobby nachweislich attraktiver machen, und der Effekt mit komplexeren Regeln potenziell andersrum verliefe.
Frage ist halt, was wer bei GW wie will und wie viel die Leute zu sagen haben. Vielleicht ändert sich die Riege in der nächsten Zeit und wir kriegen wieder Leute in wichtige Positionen, die mehr Idealismus zeigen.

Abstoßend wirken da eher die 500 MB Regelzusatz zum Verständnis der "einfachen" Regeln. Von denen erzählt dir im GW allerdings auch keiner was. 😉
Oh hell fucking yes 😡
 
Gerade wir alten Leute müssen uns, leider, bis zu einem gewissen Grad damit abfinden dass das Hobby, das wir vor zwanzig Jahren oder mehr begannen, heutzutage in der schnelllebigen Konsumgesellschaft nicht mehr wirklich funktioniert.
Ein wichtiger Punkt und dazu direkt mal ne Frage an Euch wie das bei Euch so ist. "Altes Warhammer" passt überhaupt nicht mehr in mein Leben genau so wie das aktuelle, wenn ich ganz ehrlich bin. 2000 Punkte Spiele habe ich gar keine Zeit mehr für und auch keinen Bock drauf weil es so zeitintensiv ist, wenn man keine Übung und Routine hat. Ich hab zwei Jobs, andere Hobbies, Freunde und ne Frau mit der ich auch was machen will. Da wäre für mich ein schnelles System, das funktioniert und bei dem man am Mittag zwei Spiele machen kann, als Standard 40K Version die gepflegt wird, der absolute Traum.

cya
 
Ich hab maximal die Zeit für 1000 Punkte Spiele ...

1. muss ich morgens früh raus für die Arbeit
2. habe ich 3 Kinder für die ich nach der Arbeit bis 19:30 Uhr da sein möchte
3. möchte ich ebenfalls nicht bis 0:00 Uhr spielen, aus besagtem Punkt 1

Dazu kommen natürlich noch familiäre und soziale Verpflichtungen in der Freizeit, die die Zeit ebenfalls limitieren.
Fühle da also voll mit dir mit @Naysmith
 
Sieht bei mir ähnlich aus.
Frau und Tochter möchten überraschenderweise Aufmerksamkeit. Unter der Woche komme ich an drei Tagen vielleicht zum Malen, so zwischen 2000 und 2130. Ich kann mir zum Glück durchaus den einen oder anderen Tag mal rausnehmen den ich ganz dem Hobby widme, aber Spiele sind in den meisten Fällen nur noch 1k.
Ich bin da tatsächlich ganz froh dass ich im aktuellen System bei passender Gelegenheit in unter drei Stunden eine Liste zusammengestellt und gepackt habe, den Kollegen erreiche, Aufbaue, Spiele und wieder heim bin, schlimmstenfalls 😅

Bearbeiten: Wenn der Aufwand dazu nicht so extrem wäre würde ich es begrüßen, wenn es ein "Warhammer lite" und ein "Warhammer Epic" gäbe.
Also nicht sowas wie Killteam, sondern schon mit dem echten Warhammer Feeling, aber einmal mit den ausgefeilten, komplexen und epischen Regeln und einmal für das schnelle Spiel zwischendurch.
Quasi einmal Duftkerzen, Rosenblüten und Musik, und einmal das Motel.
 
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