@Haakon
Du sagtest, es gäbe keinen Beleg dass die aktuellen Systeme das Balancing fördern.
Ich sagte, es gibt einen Beleg, und habe angeführt, welchen.
Wenn Du sagst, dass den Beleg als nicht valide akzeptierst, weil er in Deinen Augen die falsche Meta beleuchtet - Verständlich.
Heißt aber nicht, dass der Beleg an sich nicht existiert oder falsch ist.
Ich würde mir selbst auch irgendwo wünschen dass wir wieder zu HQ, Standard, Elite, etc. zurückkehren und halt Boni offerieren wenn man seine Armee wieder in Bataillonen aufbaut. Dass jemand, der seine Armee ordnungsgemäß strukturiert einen Gegenpol dafür kriegt, dass der andere eine sehr starke, aber ungebundene Konstellation spielt.
Da das aber keine neuen Kunden anlockt, sondern lediglich uns Alten Leute befriedigt sehe ich diesbezüglich leider schwarz und lebe, solange ich noch Spaß am Spiel habe, halt mit dem, was da so kommt. Trotz seiner Schwächen ist 40k immer noch (leider?) das System mit dem ich am besten klar komme und an dem ich vom System selbst, der Ästhetik und dem Universum die meiste Freude habe.
Wahrscheinlich bin ich deswegen auch deutlich nachsichtiger und etwas weniger verbissen. Eben weil ich aktuell (auch aufgrund meiner Bubble) tatsächlich eine Menge Spaß am Spiel habe.
@Lord Protector
Da muss ich Dein Wort (und das der Quellen natürlich) nehmen - bei Space Marines bin ich sowas von raus weil ich durch den Dschungel von Detachements, Einheiten, Subfraktionen und Sonderregeln absolut nicht durchsteige. Wir haben einen Spieler bei uns der Schlümpfe hat (aber selten spielt) und einer hat seine Dark Angels zugunsten von Custodes an den Nagel gehängt weil er sich in den Details und Feinheiten der SMs verzettelt hat.
Da muss ich aber mal wirklich aus ehrlichem Interesse fragen, was die Gladius so sehr viel stärker macht, und wobei die Black Templars dann schwächeln? Deren Detachements scheinen Nahkampf recht stark zu machen, und AFAIK sind die BT auch eher eine Nahkampffraktion, aber da bin ich, wie gesagt, auf Feedback angeiwesen.
Gerne auch per PM, wenn Du das weiter ausführen magst - as said, ehrliches Interesse an der Thematik
🙂
Und ja, GW interessiert es relativ wenig. Wie an anderer Stelle schon gesagt: Ökonomisch betrachtet sind Bestandskunden eher Ballast. Die haben ihre Kohle schon ins Hobby gesteckt und investieren tendenziell wahrscheinlich sehr viel weniger als jemand, der das Hobby neu aufnimmt. Wenn ich und meine Aktionäre Gewinne sehen wollen, brauchen wir Neukunden. Und Neukunden kriegt man mit "schnell, einfach, instant action" besser als mit "Hey, wir haben fünfhundert Seiten besten Fluff und wundervolles Artwork. Armeen zusammenbauen ist zwar Mikromanagement vom Feinsten, aber dafür fühlen die Alten Leute sich gesehen".
Um es mal ganz hart zu formulieren.
Deswegen sehe ich auch die Wünsche an GW insgesamt eher nüchtern.
Ist es das Warhammer, mit dem ich damals angefangen habe? Nein.
Ist es das beste Warhammer, das ich je gespielt habe? Nicht unbedingt
Habe ich dennoch Spaß? - Absolut
Habe ich mir tatsächlich in der jetzigen Edition für teuer Geld eine dritte Armee geholt? - Vielleicht... 😅
Gerade wir alten Leute müssen uns, leider, bis zu einem gewissen Grad damit abfinden dass das Hobby, das wir vor zwanzig Jahren oder mehr begannen, heutzutage in der schnelllebigen Konsumgesellschaft nicht mehr wirklich funktioniert. Ultramarines sind die dedizierten Posterboys, und die "Laufkundschaft" die man mit seinen Plakaten und Artworks und Spielen einfangen möchte bezieht sich primär auf die "ikonische blaue Rüstung" von Lt. Titus oder den Postern.
PR-technisch sinnvoll die auch als die Mary-Sue-Fraktion zu designen damit Leute die epischen Gefechte selbst nachspielen können (HurrDurr).