Zur gleichen Zeit, nicht weit weg irgendwo im Pyrrhatis – System:
Sebastian Malkovisch war sichtbar angespannt. Seit mehreren Standardmonaten verfolgten er und seine Begleiter diese Gerüchte und inzwischen war er sich sicher, dass es nicht nur Gerüchte waren: Eine orkische Gestalt, die sich „Da grosze Profäht“ nennt und im ganzen Sektor für Unruhe sorgte, ist nun auf dem Hauptplaneten des Systems - Pyrrhatis –lokalisiert worden. Allerdings nicht irgendwo in der Wildnis sondern anscheinend in den Rändern der unteren Ebene der Makropole Ferrus Magna.
Wäre der Ork irgendwo in der Wildnis gewesen, hätte Malkovisch einen lokalen Kommandanten des Astra Militarum mit Hinweis auf seine Position um Unterstützung „gebeten“. Aber in einer vom Chaos verseuchten Makropole auf einer vom Licht des Imperators verlassenen Welt sah das alles etwas anders aus. Aber er hatte einen Auftrag und er wollte seinem Auftraggeber nicht enttäuschen. Schließlich hing auch viel persönlich am Erfolg der Mission. Der Waffenservitor, der ihm in seinem Team diente und in einem vorigen Leben sein Vorgänger als Interrogator Agent war, war ihm Mahnung genug.
Die Inquisition duldete kein Versagen. Über seine Informationskanäle wusste er, dass auch verschiedene Orden des Adeptus Astartes auf dem Weg hierher waren. Diese waren aber erfahrungsgemäß mit ihrer eigenen Agenda beschäftigt. Er brauchte andere Unterstützung… unkompliziertere ...die einfach Befehle befolgt … Soldaten des Astra Militarum. Aber woher nehmen. Offiziell war er gar nicht hier. Ihr Raumschiff, eine Fregatte der Gladius-Klasse war äußerlich zu einem Frachter umgebaut worden, um unauffällig zwischen den Sternen reisen zu können. Er konnte nicht einfach zum Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte gehen. Insbesondere da die anderen beiden großen Orden der Inquisition schon um die Hoheit bei der Befreiung der Makropole stritten. Da wollte der Ordo Xenos lieber ganz still und unauffällig seinen Job machen ohne dass die Neider aus den anderen Orden etwas von seiner Anwesenheit mitbekamen. Er dürfe zwar auch ein Kill-Team der Deathwatch anfordern, aber dies war eher die Lösung, wenn es nicht unauffälliger möglich war, das Problem mit dem Ork aus der Welt zu schaffen. Außerdem
wollte er es ohne die Deathwatch schaffen. Das wollte er Inquisitor Hex beweisen. So wollte er seinen Weg zum eigenen Inquisitor-Sein ebnen.
Er wurde vom eingehenden Funkspruch jäh aus seinen Gedankengerissen: „Hier Imperialer Truppentransporter „Ewiger Zorn“ – Frachter T67H789 können Sie uns hören. Wir benötigen Nachschub.“
Das passt ja ausgezeichnet grinste Malkovisch in sich rein – dieser Nachschub wird seinen ganz eigenen Preis haben. Er machte sich auf zu den Luftschleusen, wo der Truppentransporter gleich andocken würde.
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Jerry Butterbloom wartete ungeduldig darauf, dass sich die Luftschleuse öffene. Im Imperium hatten und Rang und Hierachie eine große Bedeutung. Er würde den Kapitän dieses heruntergekommenen Frachters schon überzeugen, dass ER hier was zu sagen hat und es für den Kapitän und seine Crew besser wäre, wenn sie die gewünschten Vorräte liefern. Natürlich nur, wenn sie an Bord vorhanden wären. Aber ein Blick in das elektronische Logbuch des Frachters hatten ihn optimistisch gestimmt.
Endlich öffenete sich die Luke mit einem lauten Zischen. Aus dem Nebel tratt ein Mann, gekleidet in eine dunkle Robe, seine Kaputze tief ins Gesicht gezogen, und in Begleitung eines Skript-Servitors. Das passt doch wunderbar, dachte Jerry. Genau die Art von Servitor, um meine Wünsche akkurat zu notieren.
"Im Namen des Imperasstor" , begann Jerry selbstbewusst, "ich bin Captain Butterbloom und befehle dir, mir die Vorräte, die meine Küchenhilfe, äh Assisstenz, ich meine Adjudant überreichen wird, zu übergeben. Wir sind auf einer wichtigen Mission für die ... auf einer wichtigen Mission auf jeden Fall..."
Jerry fühlte sich leicht unsicher, aber sehr gut. Egal, wo sie dieser Truppentransporter noch hinbringen würde, sie würden nicht hungrig in den Kampfziehen...
Der Mann in der Robe hatte sich die Befehle regungslos angehört. Aber es passierte -nichts....
Jerry schaute sich etwas irritiert zu den ihn begleitetenden Soldaten um. Aufmunternde Blicke gab ihn genug Sicherheit, nochmal seine Befehle zu wiederholen.
Aber auch jetzt passierte nichts.
Doch dann tratt der Mann in der Robe einige Schritte vor und schlug die Kaputze mit einem Lächeln zurück.
"Auf was für einer Mission seit ihr nochmal unterwegs, fragte er überraschend scharf Jerry. Ich denke ihr seit jetzt auf meiner Mission unterwegs, Captain Butterbloom." Und mit einer fließenden Bewegung holte er eine Pistole und einen Anhänger an einer stabilen Kette unter seiner Robe hervor. Der Anhänger war geformt als ein ein Zeichen, das er gut kannte. Das Zeichen der Inquisition. Und bevor er und seine Begleiter ihre Waffen ebenfalls heben konnten, blitzten ein Dutzend Laserzielgeräte im Dunkeln vor ihnen auf. "Es heißt übrigens im Namen des Imperator, Winzling. Wer hat hier das Sagen auf diesem Schrotthaufen?"
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Einge Zeit später saß Sebastian Malkovisch in seiner Kabine seiner Frrgatte und plante die nächsten Schritte. Inquisitor Rektus Hex hatte ihn vorgrschlagen sich für die geplante Mission auf Ferrus Magna Truppen aus dem Zuständigkeitsbereich von General Miller zu aquirieren. Miller und Hex kannten sich von gemeinsamen Operationen und Miller würde Malkovisch, schon die Truppen geben, die er bräuchte, auch ohne, dass es groß für Wirbel sorgen würde. Allerdings war der größte Teil von Millers Truppen inklusive des Generals und seines Stabes noch im Warp unterwegs. Und hier am Sammelpunkt der imperialen Flotte, die Schiffe zu finden, die Truppen vom Miller an Bord hatten, war nahezu unmöglich. Zumindestens, wenn man nicht unnötig Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Das die anderen beiden großen Orden der Inquisition hier sind, hatte Malkovisch bereits von seinen Spionen erfahren, dass aber das Ordo Xenos hier auch operiert, sollte gerne ein Geheimnis bleiben.
Aber Malkovisch hatte eine Spur: Hex hatte Malkovisch öfters von Millers genialen Halbling-Koch berichtet. Miller würde ihn so schätzen, dass er ihm sogar einen Rang in der imperialen Armee gegeben hatte. Dieser Koch war immer auf einem der ersten Schiffe, die ein System erreichten, in dem Millers Truppen kämpfen würden. Also machte sich Malkovisch auf die Suche nach dem Koch. Würde er diesen finden, so hätte er auch Zugriff auf die den Koch begleitenden Truppen.
Der Zufall hatte ihm nun geholfen, na ja zumindestens etwas... den Koch hatte er, aber die begleitenden Truppen bestanden aus etwas Infantrie und Kavallerie.
Auf einem weiteren Transporter des kleinen Konvois befanden sich zumindestens einige Scoutläufer und ein paar schwere Unterstützungswaffen und auf einem dritten Transporter einige beschädigte Leman Russ Panzer.
Das war nicht viel. Aber Zweifel am erfolgreichen Abschluss seiner Mission gestatte sich Sebastian Malkovisch nichtmal hier in seiner Kabine. Er würde Inquisitor Hex nicht enttäuschen.
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Zeitgleich saß ein depremierter Jerry Blutterbloom in seiner Küche und drehte seine von zwei unübersehbaren Durchschußlöchern und jeder Menge Blut gezeichneten Kochmütze in den Händen.
Ein schöner Captain ist er... anstatt auf seine anvertrauten Männer zu achten, war nun einer tot statt guten Proviant, gab es Panzerkekse, Büchsenproviant und eine Mission unter Kontrolle der Inquisition. General Miller wäre bestimmt enttäuscht von ihm. Aber was muss dieser Idiot von Prätorianer auch sein Lasergewehr in Anschlag bringen, als der Agent der Inquistion eine Pistole zog. Ein Boltgeschoss oder etwas ähnliches aus dem Dunkeln kommend durchschlug daraufhin Butterblooms Kochmütze und ließ den Prätorianer hinter ihm förmlich explodieren. Seine Ohren dröhnen immer noch von dem Knall in der Enge des Luftschleusenbereiches.
Immerhin kannte sie nun dss Ziel ihrer Reise. Eine Makropolwelt. Aber wieso, weshalb und warum der Agent der Inquisition, der sich als Sebastian Malkovisch vom Ordo wasauchimmer vorgestellt hat dort will und wofür sie als Truppe braucht, war weiter unklar.