Ich hab aber irgendwie den Eindruck das es da einen "Zwang" gibt das Rad neu zu erfinden und gleichzeitig zu vereinfachen bis man bei 40ks "obscuring oder wertlos" und 30ks "ist es mindestens großes Medium terrain" rauskommt.
Was ich an der Heresy-Auslegung erstmal schätze ist, dass sie erstmal mit jedem Gelände was eine Geländezone darstellt funktioniert. Das hat eine gewisse Nähe zu dem, was
@Ghost Writer mit seinem Vorschlag, Wälder als Ruine zu spielen (widersprich mir, wenn ich mich da falsch erinnere) meint. Grundsätzlich ist es natürlich cool, wenn Regeln mit jeder Geländesammlung und eben nicht nur mit konkreten Ruinen funktionieren.
Die Probleme ergeben sich dann aus zwei Punkten.
- Regelvereinfachung, wie du bereits sagtest. Man möchte die Zahl an Grenzbereichen, bei denen du schaust, wie viele Modelle du töten könntest, weil welche hinter einer Deckung stehen reduzieren. Oder die Zeit, die nötig ist, um zu schauen wer überhaupt Deckung bekommt reduzieren. Das ist bei einem Spiel, was bei 3000 Punkten flüssig funktionieren soll und in dem hauptsächlich Marines mit 3+ Rüstung herumlaufen halt erstmal kein dummer Impuls. Es funktioniert nur eben dort schlechter, wo Profile stärker davon abweichen (Auuuuuuxilia... 😛 ) und wäre daher für 40k eine furchtbare Idee.
- Nicht durchdacht. Man hat die Geländeregeln geschrieben und gefühlt hat die Rückversicherung gefehlt, wie das mit anderen Regeln interagiert. Hier konkret die Reaktionen. Wenn ich per Reaktion weiter ins Gelände und damit außer Sicht komme, damit ich interaktionslos spielen kann, wird es immer frustig. Hat GW seit der Kristallzielmatrix in der 3. Edition nicht ganz begriffen 😀
Ausgangslage ist einfach, dass es wenig Rädchen gibt, an denen geschraubt werden kann, um das Problem anzugehen - hier mal paar Ideen mit der Prämisse, dass es eine 10.5 Edition und keine komplette Neuauflage wird:
- Deckung modifiziert nicht nur die Rüstung, sondern auch den Trefferwurf - da haben wir dann das Problem mit der maximalen Modifikation von -1 o. +1.
- Es gibt einen Deckungswurf - der müsste aber halt wie ein FNP funktionieren, damit er mathematisch überhaupt genug greift. Derzeit ist unser Problem halt nicht, dass Einheiten keine Rüstungswürfe oder Rettungswürfe haben, sondern dass sie trotz dessen rausgewürfelt werden. Das hier wäre noch mehr Gewürfel.
Bleibt nur, Output weiter runter. Ging damit zu Beginn der Edition ja auch gar nicht so schlecht los, aber auch da hat ein Marine mit Standardwaffe halt 2 Schuss auf 24 Zoll und 2 Regeln auf der Waffe.
Ne mögliche Alternative ergibt sich vielleicht aus dem Mahlstrom-Missionspack, bei dem ja zumindest gehofft wird, dass es einen Teaser auf die 11. darstellt. Hier gibts die Möglichkeit, dass sich Einheiten verstecken können und außerhalb von 18 Zoll nicht sichtbar sind, wenn sie sich nicht bewegen, schießen usw. Gleichzeitig kann man Missionsziele wegschleppen, was dem Input von
@Warmaster oben näher kommt. Wenn man das oben genannte mit Gelände koppeln würde, würde das vielleicht bedeuten, dass wenn man in eine Geländezone hineingeht, man sich in dieser Tarnen könnte, sodass man nur von Nahem beschossen werden könnte. Hätte eine echte Entscheidung, tarnen oder schießen und Gelände wäre wichtiger, allerdings halt auch nur Geländezonen.
Dann gäbe es halt die Option bei einem Angriff auf eine Einheit im Gelände (meinetwegen eine getarnte) Fight Last zu verteilen (oder Fight First nicht zu geben) solange die Einheit nicht das Granaten-Keyword hat. Das wäre schon einmal ein Stratagem weniger, welches man bräuchte.
Kleines Edit: Man muss aber halt auch immer bedenken, dass jeder zusätzliche Status am Ende auch Bookkeeping bedeutet. Mit "Vorrücken" funktioniert das noch einigermaßen, wenn wir aber wieder sowas wie "Pinned", "Tarnen" usw bekommen, brauchen wir halt auch mehr Marker an unseren Modellen.