Wie bekommt ihr das Tabeltop-Hobby in den Alltag integriert?

Weil alle jüngeren Generationen kein Forum mehr kennen sondern nur noch Social Media in jedweder Form.
Wo man dann nichts mehr finden oder langfristig im Blick behalten kann. Das finde ich extrem störend, alles kommt nur vorbeigerauscht und ist dann weg.
 
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Leider hat man bei manchen Hobbythemen gar keine Alternative zu den social media mitsamt solchen Nachteilen bzw. muss schon froh sein, dass sich zu einigen Randthemen wenigstens dort aus dem weltweiten Netz ein paar dutzend oder hundert Leut zusammenfinden, auch nachdem deren frühere Foren längst dahingegangen sind.
Oder wo finde ich hier im Forum etwa man-o-war content, klassisches sculpting jenseits der absoluten basics, regelmäßig Mordheim Input u.ä. ?
Da kann das Forum nichts weiter dafür, Zeiten ändern sich halt und die Ränder des Hobbys, die nicht mehr aktuellen Sachen müssen mitsamt ihren Interessierten sehen wo sie bleiben.
Auch das ist dann zeitlicher Aspekt des Hobbys, wenn man mehrere, zerfaserte Informations- und Kontaktstellen verfolgt.
 
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Neben dem Zeitaspekt ist auch das Grundieren bei mir ein Problem.
In der Wohnung geht gar nicht. Genausowenig auf der Terrasse (früher Balkon). Da hat meine Frau Paranoia, dass sich Farbnebel auf Pflanzen/Möbel/Platten usw. absetzen könnte.
Tiefgarage neben den Autos der Nachbarn ... lieber auch nicht.
Meine aktuelle Vorgehensweise:
1-2 Mal im Jahr wenn warm, trocken und windstill packe ich Modelle, Sprühdose, Campingtisch und Grundierkarton ein und fahr zur Schwiegermutter. Da darf ich im Garten/Terrasse grundieren ... die ist da nicht so empfindlich.
 
Warhammer ist für mich einfach nur eine Freizeitgestaltung wie z.B. Sport (wobei der ein fester Bestandteil ist) oder Tauchen. Ich stecke mir daher für dieses spezielle Hobby keine Ziele, sondern wenn ich gerade Zeit und Lust drauf habe, schwinge ich den Pinsel.
Ich muss aber auch sagen im Vergleich vor noch 20 Jahren (2006 bis 2010 war extrem - Armageddon Zeitalter 😅) hat es extrem stark nachgelassen, da ich mich nur für Spearhead und Combat Patrol interessiere.
 
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Neben dem Zeitaspekt ist auch das Grundieren bei mir ein Problem.
In der Wohnung geht gar nicht. Genausowenig auf der Terrasse (früher Balkon). Da hat meine Frau Paranoia, dass sich Farbnebel auf Pflanzen/Möbel/Platten usw. absetzen könnte.
Tiefgarage neben den Autos der Nachbarn ... lieber auch nicht.
Meine aktuelle Vorgehensweise:
1-2 Mal im Jahr wenn warm, trocken und windstill packe ich Modelle, Sprühdose, Campingtisch und Grundierkarton ein und fahr zur Schwiegermutter. Da darf ich im Garten/Terrasse grundieren ... die ist da nicht so empfindlich.
Airbrush 👍 Hab mir auch nur eine zwecks Grundierung gekauft.
 
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Sehr spannend zu lesen und irgendwie auch mal schön, einen kleinen Einblick in das Leben von uns Usern zu haben. 👍

Das Hobby begleitet mich eigentlich schon mein ganzes Leben. Angefangen hat alles als kleiner Junge mit StarQuest, HeroQuest und Claymore Saga, später folgte dann 40K (2.Edi) sowie WH Fantasy (Die Version mit den Hochelfen und Goblins) sowie weitere Settings von GW.
Es gab für mich im Hobby unterschiedliche Phasen. In jungen Jahren lag der Fokus stark auf dem Spielen. Damals konnte man problemlos mehrmals pro Woche spielen und ganze Wochenenden damit verbringen. Ebnfalls war es da noch möglich ganze Maltage zu veranstalten – oft mit Freunden, zu siebt am Tisch. Je älter ich wurde, desto weniger wurde gespielt, dafür rückten andere Aspekte des Hobbys in den Vordergrund: Romane und eine intensive Zeit sogar, dass ultimative Turnierspielen wo Listen stehts verbessert wurden, um das Maximum aus den Armeen zu holen und an den Turnieren abzuräumen. Es gab aber auch längere Zeitperioden, wo das Hobby ziemlich vernachlässigt wurde. Das kennt bestimmt jeder😉

Seit einigen Jahren liegt mein Schwerpunkt aber vor allem auf dem Malen. Lesen tue ich zwar immer noch, allerdings habe ich für mich Hörbücher entdeckt, wodurch ich das Malen wunderbar mit dem Hören verbinden kann. Da ich im Schichtbetrieb arbeite, ist es manchmal schwierig, soziale Verpflichtungen, Hobbys und alles andere unter einen Hut zu bringen. Mit der Zeit habe ich jedoch meinen eigenen Rhythmus entdeckt. Gerade am späteren Abend bin ich besonders kreativ und produktiv, was das Warhammer Hobby angeht. Diese nächtliche Ruhe tut mir unglaublich gut und dieser Zeitpunkt ist für mich eine perfekte Möglichkeit, Energie zu tanken.

Da ich aktuell in keiner festen Beziehung bin, entfällt momentan auch die "Verpflichtung" gegenüber einer Lebenspartnerin. Aber auch mit der vergangenen Beziehung gab es keine Konflikte, da ich durch die Schichtarbeit immer ein Zeitfenster für mich besass, wo die gute Frau selber bei der Arbeit oder am Schlafen war und so immer auch Zeit für die Beziehung bestand.

Beruflich habe ich viel mit Menschen zu tun und erlebe dabei auch schwere Schicksalssituationen. Daher tut es mir enorm gut, am Abend gemütlich am Tisch zu sitzen, Musik oder ein Hörbuch zu hören und dabei gedankenverloren den Figuren Leben einzuhauchen, um sie dann Mal auf den Schlachtfeldern einer nicht wünschenswerten Zukunft in den Kampf zu schicken.😀

Auch wenn das Spielen heute nicht mehr mein Hauptfokus ist, geniesse ich es umso mehr, wenn wir es einmal im Monat (wenn überhaupt) schaffen, uns für eine Runde TOW oder Kill Team zu treffen. Das Ganze hat inzwischen aber einen völlig anderen Stellenwert für mich als früher.
Mit den Leuten, mit denen ich heute spiele, steht für mich nicht mehr das Kompetitive im Vordergrund. Listen bis ins letzte Detail zu optimieren oder ständig dem aktuellen Meta hinterherzulaufen, macht mir persönlich einfach keine Freude mehr. Viel lieber spiele ich narrative Spiele, erzähle gemeinsam mit anderen eine coole Geschichte nach und stelle Armeen auf den Tisch, die atmosphärisch und von der Lore her stimmig sind.
Dabei haben oft gerade die Figuren oder Einheiten ihren besonderen Reiz, die spielerisch vielleicht nicht die stärksten sind, dafür aber perfekt zur Geschichte oder zum Charakter der Armee passen.

Zusammen mit einem guten Freund, der in meiner Stammbar arbeitet, sind wir momentan daran, eine kleine Kill-Team-Spielgruppe aufzubauen. Die Idee dahinter ist, einen Ort zu schaffen, an dem man sich ungezwungen auf ein Feierabendbier treffen und nebenbei ein paar entspannte Spiele machen kann. Wir sind zwar noch nicht ganz dort, wo wir langfristig hinmöchten, aber die ersten Schritte sind gemacht. Inzwischen haben wir es geschafft, zwei einfache Kill Teams zusammenzustellen und ein Geländeset direkt vor Ort bereitzustellen. Erste Rekruten wurden bereits in das Verderben des Hobbys verführt und nun versuchen wir langsam, an ausgewählten Spieltagen auch andere Barbesucher für das Hobby zu begeistern und ein wenig „anzufixen“. Mal schauen, wohin sich das Ganze noch entwickelt.😁
 
Bzgl. der Mobilität des Bemalzubehörs habe ich auch noch einen kleinen Tipp:
Vor einiger Zeit habe ich mir ein kleines Wägelchen angeschafft und das war eine der besten Ideen, die ich in letzter Zeit hatte!🥳

Anhang anzeigen 350036Anhang anzeigen 350037

... inzwischen ist das Wägelchen auch schon voller beladen ... 😂
FELLOW ROLLWAGEN-UMBAUER!!
Ich habe das Modell von Ikea, an das ich links und rechts noch Lochplatten angebracht habe. An die Platten kamen Farbregale für Dropper und GW-Pötte sowie Ablagen für Kleinkram und Pinsel...kanns jedem empfehlen, der Bock drauf hat.

So, nun zum Thema:
Ich hatte bis irgendwann letztes Jahr noch eine aktive 40k-Gruppe, die sogar eine Crusade-Kampagne durchgezogen hat. Das hat allen Spaß gemacht, aber keiner wollte eine zweite Kampagne betreuen. So verlief sich die Motivation im Sande - zumal irgendwie alle zu Killteam gewechselt sind. Ist absolut nicht mein System, ich komme damit nicht klar. Also bin ich so gut wie raus aus der Gruppe.
40k habe ich also seit gut einem Jahr nicht mehr gespielt.
Malen und Basteln mache ich trotzdem noch. Es war ohnehin immer der Teil des Hobbies, den ich zelebriert habe. Dann stören die Preise von GW auch weniger, wenn man sich nur alle paar Monate DIE eine Mini gönnt, die man einfach nur schön machen will. Ich habe wie so viele hier nach der Arbeit kaum noch die Energie für lange Malsessions; es konzentriert sich bei mir mehr aufs Wochenende. Dann einfach ein paar Stunden in Ruhe was bemalen, was halt irgendwann auch fertig wird. Unter der Woche ist der übliche Alltagsbums dran: einkaufen, Haushalt, sporteln. Abends wenig bis garkein TV, ich lese lieber. Meine Frau auch, also ists daheim ruhig und entspannt.