Technik 3D Druck - SLA und FDM Druck - Erfahrungsaustausch, Troubleshooting, Q&A

Moin,
eine allgemeine Frage zum Drucken. Ich habe null Ahnung außer diverse Videos und Webseiten, überlege mir schon länger einen Drucker zu zulegen bzw hätte richtig Lust dazu, aber:
Ich wohne zu Miete, 3-Zimmer Wohnung mit Frau und Hund, da sehe ich kein Platz, aber es gibt einen Keller, auch mit normaler Türe (also kein Verschlag wie es ja schonmal gibt), aber nur kleines Oberlicht, dazu recht kalt und auch eher feucht - wohne in Norddeutschland, hier liegt ja alles unter Meeres-bzw. Grundwasserspiegel wenn es überhaupt einen Keller gibt.
Lohnt bei solcher Voraussetzung ein Resindrucker ? Wie sehr stinkt der Druck ? Zieht sowas unter der Tür ins Treppenhaus ? Wäre FDM eine Alternative udn kann sowas in der Wohnung stehen ? Oder geht der im Keller ?
Ich seh mich eher im Fantasy-Figuren Bereich, eher zum Malen, spiele kaum noch, Interesse an Herr der Ringe/ Mittelerde.. falls es wichtig ist was ich drucken möchte

Danke
 
Resindrucker ohne Entlüftung des Raums, in dem der steht würde ich nicht machen. Natürlich bringt dich das nich in den nächsten 1-2 Tagen (oder Jahren) um, ist aber nich gut für die Gesundheit. Und ja, der Geruch zieht auch in die benachbarten Räume. Ein Lüfter mit HEPA FIlter hlft hier, zumindest aus meiner Erfahrung.

Ein FDM Drucker ist inzwischen qualitativ durchaus eine Alternative (auch wenn Resindrucker da mMn immer noch die Nase vorn haben), der macht eher kleine Plastikschnipsel und Lärm als daß er Dämpfe in die Luft entlässt. Wobei ich nicht weiß, was da vom Filament in die Luft entlassen wird, während die Düse es aufheizt.
Durch die andere Arbeitsweise dauert es natürlich länger, mit einem FDM Drucker zu drucken als mit einem Resindrucker. Bzw druckst du ja immer ein Modell nach dem anderen während bei einem Resindrucker immer die komplette Platte belichtet wird (werden könnte).
Mit aktuellen Settings kannst du auch die kleinen Minis mit nem FDM Drucker erstellen. Ob die dann deinem Anspruch entsprechend, musst du entscheiden 🙂
 
dazu recht kalt und auch eher feucht
Das wird kein 3D-Drucker so richtig mögen.
Wie @sejason schon sagte am ehesten noch FDM, aber sicher ein Model mit Gehäuse und je nachdem wie kalt es ist vielleicht sogar in einer extra Vitrine /Schrank aufgestellt. Das Drucken braucht eine stabile Umgebungstemperatur so um 22-23 Grad.
Was das feucht angeht, da hab ich keine Ahnung wie unschön ein 3D-Drucker (beim Druck und als Gerät selbst) auf sowas reagiert.
EDIT
Zur Frage ob und wie ungesund wird folgender Link nachgereicht:
 
Zuletzt bearbeitet:
danke für die Antwort, wie sieht es denn mit der Gesundheitsgefährdung von FDM Druckern aus ? Kann man die problemlos ins Arbeitszimmer stellen und drucken ? Alternativ, wie kommen die im eher kühlen, feuchten Keller klar ?

Hab mir gestern Videos zu aktuellen Modellen FDM Drucker angeschaut und das sieht ja mittlerweile wirklich gut aus, was die leisten. Aber für mich zum Verständnis... die nutzen die gleichen Slicer Porgamme, werden auch als STL Files abgespeichert ? Also wäre es egal wenn man sich z.B. STL Dateien für Figuren herunter lädt und dann auf Resin oder FDM druckt ?
 
danke für die Antwort, wie sieht es denn mit der Gesundheitsgefährdung von FDM Druckern aus ? Kann man die problemlos ins Arbeitszimmer stellen und drucken ? Alternativ, wie kommen die im eher kühlen, feuchten Keller klar ?

Hab mir gestern Videos zu aktuellen Modellen FDM Drucker angeschaut und das sieht ja mittlerweile wirklich gut aus, was die leisten. Aber für mich zum Verständnis... die nutzen die gleichen Slicer Porgamme, werden auch als STL Files abgespeichert ? Also wäre es egal wenn man sich z.B. STL Dateien für Figuren herunter lädt und dann auf Resin oder FDM druckt ?
Der FDM Drucker erhitzt den Kunstoff, dabei werden Partikel freigesetzt, von einer Gesundheitsgefährdung würde ich nicht sprechen, aber es ist eine andere Hausnummer als bei Resin. Ich habe den FDM Drucker in der Wohnung, sorge dann aber auch dafür dass mal gelüftet wird. Zu den Partikeln die freigesetzt werden hatte ich mal ein Video gesehen, die lassen sich wohl aber auch aus der Luft filtern.
 
Alternativ, wie kommen die im eher kühlen, feuchten Keller klar ?
Kühl und feucht würde ich eher als Gift beim FDM Drucker, zumindest mit offenem Druckraum, sehen. Der schmilzt ein Filament und lässt es auf der Druckplatte auskühlen. Die Geschwindigkeit, Extrusionsmenge etc. sind alles berechnet auf Basis von "normalen" Raumwerten, also Temperatur und Luftfeuchte. Bewegen sich diese Parameter in die jeweiligen Extreme kann das durchaus zu unerwünschtem Verhalten des Filaments führen. Beispielsweise schmilzt feuchtes Filament schlechter, was dann zu Verstopfungen im Extruder führt. Kühle Temperaturen (schlimmstenfalls mit hoher Luftfeuchte was zu erhöhter Verdunstung am Filament und somit Temperaturabfall führt) sorgen dafür, dass das Filament zu früh auskühlt und sich nicht richtig mit einer vorherigen Schicht verbindet und dann zu stringing führen kann etc. Also die Umweltparameter Temperatur und Luft-/Filamentfeuchte haben beim FDM einen weitaus höheren Einfluss als beim SLA Drucker. Wenn man allerdings ein Trockner fürs Filament und einen geschlossenen Druckraum für den FDM Drucker hat, kann man die Umweltparameter eindeutig besser steuern. Kostet natürlich alles mehr

die nutzen die gleichen Slicer Porgamme, werden auch als STL Files abgespeichert ? Also wäre es egal wenn man sich z.B. STL Dateien für Figuren herunter lädt und dann auf Resin oder FDM druckt ?
STL -> Slicer -> dem Drucker individuelle Druckdatei

Welche Slicer du benutzt ist relativ freigestellt, da die mittlerweile meist so offen sind dass die die Drucker von verschiedenen Herstellern unterstützen können. Da muss man im Slicer den entsprechenden Drucker einrichten und dann speichert der das im passenden Format für den jeweiligen Drucker.
Die STL ist im Grunde das Input-Format und kann generell für beide Druckerarten genutzt werden. ABER manchmal sind die STL so modelliert dass sie für eine Druckart optimiert sind, bzw eine andere Druckart ohne Vorbereitung nicht ohne weiteres möglich ist
 
So, mal ein kleines Erfahrungsupdate zum Wochenende. Mein A1mini macht echt einen extrem guten Job. Der druckt im Prinzip alles, was ich ihm vors Hotend schmeiße ohne mit der Wimper zu zucken. Mittlerweile verstehe ich auch, warum der so häufig im Einsatz ist. Komplett unkompliziteres Gerät, läuft leise, fehlerfrei und ruhig, liefert eine gute Quali und ist mit um die 150 € echt günstig. Direkter Vergleich mit meinem K1C: Um Einiges lauter, schneller als der A1mini, ebenfalls sehr gute Quali, größerer Druckraum, aber teurer (duh!), erhebliche Probleme mit dem Filamenteinzug (Filament bleibt oft hängen oder rollt nicht richtig ab).
Momentan drucke ich an einem Nicht-Thunderhawk, was mittlerweile schon mehrere Tage in Anspruch nimmt.
 
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