Und mich stört das ewige Gezetere über GW und seine Marketing Strategie. Ich bin seit der dritten dabei (vor 17 Jahren!), seit der Vierten online in Foren unterwegs und immer wieder dieses Gemurre über das Hobby. Ich gebe dir Recht, 40k ist kein Spiel von absoluter Ausgeglichenheit, da sind wir absolut einer Meinung und das war auch nie der Anspruch von GW als Primärziel. Sowas wie der ausgeglichene Spielmodus ist ja auch nur ein Versuch GW-seitens, dem ständigen Gejammere, das Spiel muss doch aber vernünftig auf Turnieren gespielt werden können, irgendwie Rechnung zu tragen. Funktioniert dies? NEIN! Natürlich nicht! Wieviele Einheiten, Waffenoptionen, Klanregeln, Stategems, Warlordtraits und Relikte haben wir allein im Orkcodex? Und wir sind zur Zeit bei über 25 Fraktionen! Bitte erkläre mir im Detail, wie es bei dieser schieren Anzahl an Einheiten und Möglichkeiten überhaupt möglich sein soll irgendeine Art von Balancing hinzubekommen, wo nicht hier und da einzelne Optionen weniger stark sind als andere. Und selbst wenn man diese Herkules/Sissiphus aufgabe hinbekommt, würde es bedeuten, dass sie absolut nichts mehr hinzufügen drüften, denn sonst bricht das ganze mühsam gebaute Konstrukt wieder zusammen. Und komm mir nicht mit, dann sollen sie Regeln reduzieren.Ich weiß ja, dass ich als Pessimist oder Schwarzmaler gelte aber das endlose GW-Schöngerede nervt aber auch.
Hatten sie! Anfang der 8.! und was war? Die SpielerInnen beschwerten sich darüber, dass der Charakter ihrer speziellen Marines/Imps oder sonst wie nicht richtig dargestellt werden würde.
Logische Konsequenz: Veränderung ist inhärenter Teil des Hobbys, den wir entweder verachten können und damit das Hobby uns selbst kaputt machen, dass wir eigentlich so mögen, oder wir akzeptieren ihn und gehen damit sportlich um.
In jedem Sport und Spiel gibt es im lauf der Zeit Veränderung. Ich kann darüber motzen oder ich nehme es hin und schaue, was an dem Hobby Aspekte sind, die mir gefallen.
Und ich muss sagen, mir gefällt es, dass neue Sachen zu unserem Hobby kommen. Ich bin natürlich nicht mit allen Designentscheidungen zufrieden, dafür finde ich andere super und wieder andere habe ich mit der Zeit sogar erst schätzen gelernt. Knights z.B. habe ich am Anfang massiv abgelehnt, finde ich jedoch inzwischen wunderbar als Ergänzung, da wir so auf der Infanterie<->Fahrzeuge Skala nen wunderbaren Contrapunkt zu Massenarmeen haben, die einfach die Platte voll stellen. GSC ist flufftechnisch so ein Gewinn, weil Tyraspieler nun auf einmal auch mit "Helden" vernünftig an einer Kampagne partizipieren können. Und das Mechanicus einzuführen? Wuppi!^^
Und wenn man nicht ständig nur darauf schaut, wie man möglichst gut try-hard aufstellt und mit dem Gegenüber gemeinsam spielt, statt nur, um sich fertig zu machen, dann merkt man recht schnell, dass die Optionen doch viel mehr sind, als man es zuerst gedacht hat. Oder mit einer Geschichte, gehört von Eckard von Hirschhausen:
Ein Huhn stand vor einem Zaun und schnatterte Zeter und Mordeo, weil es nicht auf die andere Seite des Zauns kam, übel verbiss es sich in dem Zaun, kam aber nicht durch und von seinen Ärger wurde es nur noch wilder und verbissener, bis es schließlich vor dem Zaun im Zorn verendete. Doch alles was das Huhn hätte tun müssen, wäre ein paar schritte zurück zu treten und seine Lage in der Gesamtheit zu betrachten. Denn der Zaun war nur drei Meter breit.
mit freundlichen Grüßen
Zerzano
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