Fragen zu Mars Platte

Siegfried Adler

Codexleser
Salve!

Hab mir die Tage das crashed Thunderhawk von Forgeworld gegönnt.
Eigentlich wollte ich erstmal mit einer Matte und ein paar einfachen Geländestücken anfangen, aber naja.
Und nachdem wir ja hier einige Profis haben, und das mein erster 'echter' Tabletop ist, wollte ich Mal fragen ob meine Idee vom Material her aufgeht?

Idee ist folgende:
Module im 60x60cm Raster zu bauen, also 60x60, 120x60 oder 120x120.
Als Material hatte ich folgendes im Auge:
Mdf als Basis, darauf mit Holzleim dann eine Lage aus Styrodur kleben. Auf das Styrodur dann die letztliche Oberfläche bauen, modellieren, streuen. Das Styrodur deshalb, um Krater, Schützengräben oder ähnliches anständig machen zu können.
Ist die Materialwahl so in Ordnung, oder kann man da besser geeignete Sachen kaufen?

MfG Sigi
 

Cpt. Com. Daemus

Eingeweihter
Wenn Dir die Kombinierbarkeit für die gesamte Platte auf Dauer hinreicht und Du dafür wiederum einen ausrechend stabilen Unterbau hast (bei 60x60cm²-Elementen reichen eben nicht 2 Balken oder ähnliche Auflager; da solltest Du schon wiederum eine entsprechend breite Unterplatte haben, damit es nicht kippt, wenn mal was Schweres über den Spielfeldrand auftritt) , ist das ein guter Plan. Styrodur bzw. Schaumplatten gibt es ja in mehreren Dicken. 2cm ist vielleicht zu knapp, wenn auch ideal, um aus dem Stand Grabensysteme für 28mm-32mm Maßstab zu gestalten. 4cm Dicke (oder mehr) wäre vielleicht angebrachter für mehr Möglichkeiten in die Tiefe. Durch Stapeln von 2cm-Platten kannst Du Dir auch die einfache Möglichkeit einer Grabenstellung für Infanterie (wenn das überhaupt (D)ein Ziel ist) bewahren. Je dicker, desto größer die Möglichkeit, dass über "Kanäle" auch größere Fahrzeuge das Standard-Niveau, den 0-Level, unterqueren können. 4cm sollten aber reichen, um auch tiefere Krater oder Fahrzeugstellungen zu generieren. Blöd ist halt: kommst Du auf das MDF-Niveau, ist Schluss mit Gestaltung. Da kann auch Strukturfarbe wenig dran machen, dass es total eben ist. Zeichnungen und ein paar Tests auf einer Schreibtischplatte helfen.
 

Siegfried Adler

Codexleser
Salve!

OK, deiner Argumentation nach sind Minimum 4 cm das was ich brauche. In erster Linie soll es eine Art Mars Landschaft ohne Vegetation sein, mit Kratern und Hügeln und Ähnlichem. Ich will aber auch flexibel bleiben, um eben Mal ein 120x120 Modul mit der Mauer der Märtyrer machen zu können, zum Beispiel. Es sollen ja auch mehr Platten entstehen, als für einen 120 x 180 Tabletop nötig ist. Ebenso wie einzelne Geländestücke, die man dann noch draufstellen kann. Davon verspreche ich mir die Variabilität, die ich hoffe zu erreichen.

Ich entnehme deiner Antwort auch, das MDF als Grundplatte in Ordnung ist. Hätte da so an 15 bis 20 mm gedacht, das auch alles gerade bleibt.

Danke!

MfG Sigi
 

Shub Niggurath

Eingeweihter
Beim Verleimen solltest du darauf achten, dass du die Platten beschwerst. Das MDF kann sich sonst durch die Feuchtigkeit im Leim wölben. Im Baumarkt bekommt man auch härtere Platten aus Plastikkarton. Da ist die Feuchtigkeit egal. Zum Basteln kann man davon immer mal was im Haus haben, aber MDF sollte für die Platte eigentlich ausreichend sein.

Ich würde bei der Größe der Segmente noch bedenken, dass du sie auch lagern musst. 120x120 ist nichts, was man einfach mal ins Regal stellen kann, bzw. nimmt es auch im geräumigen Hobbykeller einiges an Platz ein, den man vllt besser nutzen könnte. Den Wall der Märtyrer würde ich zum Beispiel einfach so auf die Platte stellen. Dann kann man ihn einfach in ner Kiste lagern und auch flexibler aufbauen. Das würde ich mit möglichst viel Gelände so machen, damit die Platten selbst noch halbwegs stapelbar bleiben. Es beugt auch Beschädigungen vor, wenn keine abbrechbaren Teile aus so großen und schlechter zu handhabenden Platten herausstehen.

Wie ist denn deine Spielunterlage? Hast du da eine durchgehende Platte drunter? Wie Daemus schon angemerkt hatte, sollten die Dinger nicht kippeln können. Menschen gehen unterbewusst immer davon aus, dass "Tische" belastbar sind. Es wäre auch wichtig, dass die Platten nicht drauf herumrutschen. Wenn doch, müsste man sich was Überlegen, um die Platten zu fixieren.

Wenn du groß ins Basteln mit Styrodur einsteigen willst, solltest du auch über einen Proxxon Heißdrahtschneider nachdenken. Gerade für einen Schützengraben ist es schön, wenn du präziese Winkel schneiden kannst. Schau dir am Besten mal die Tutorials vom TWS dazu an.

Lass dich auch nicht davon abhalten, dein Projekt hier weiter zu dokumentieren. Wenn man deinen konkreten Plan sieht, kann man anhand dessen auch die passenden Tips geben.
 

RED SCORPION

Miniaturenrücker
Ich würde zum verkleben des Styrodurs keinen Holzleim nehmen, sondern Styrodurkleber. Dieser ist eher eine Spachtelmasse und zieht sich beim Trocknen nicht zusammen und erzeugt so keine Spannungen.
Gruß Red
 

RED SCORPION

Miniaturenrücker
Das Thunderhawk auszuschneiden und so auf die Platte zu legen, ist allerdings genial!
Das ganze dürfte sich ja recht leicht bewerkstelligen lassen.

Gruß Red
 

Siegfried Adler

Codexleser
Salve!

Ein Plan bezüglich des Thunderhawks ist folgender: Die Platte in etwa mittig auf eine 120x60 bauen, um die Absturzspur zu verlängern, und noch ein oder zwei Krater darauf unterzubringen.

MfG Sigi
 

Don Wolleone

Testspieler
Ich fand die Idee auch klasse mit dem Ausschneiden. Geht dann wahrscheinlich bloß wenn man es irgendwie heiß schneidet.

Aber das wird schon ein ziemlich großes Plattenstück mit 120x60cm. Und vorallem empfindlich wenn es weggeräumt wird.
 

Shub Niggurath

Eingeweihter
Ich glaube Resin ist eher ungeeignet zum heißschneiden. Die Glatte Unterseite der Resinplatte würde aber den Einsatz einer Stichsäge erlauben. Wem der Maschinengeist von den Dingern zu wild ist, würde ich eine Laubsäge empfehlen. Dauert zwar, aber man kann sie ganz gut kontroillieren.
 

Don Wolleone

Testspieler
Die Unterseiten von den Platten sind leider nicht glatt. Zumindest meine nicht.
Aber gut, Siegfried macht das schon...
 

Siegfried Adler

Codexleser
Salve!

Ich hab ein 4x4 Meter großes "Home Office" zur Verfügung. Da passt einiges rein. Bin auch Handwerklich nicht ohne Vorgeschichte, da kann man sich locker ein Aufbewahrungsdings für Tabletopteile bauen. Insofern sind 120x60 kein Problem, 120x120 schon eher. Aber man wird sehen wie es am Ende wird. Erstmal sind die grundlegenden Überlegungen wichtig, das ich nicht vor dem Projekt stehe und mich am Kopf kratze, weil ich nicht mehr weiter weiß....

IMG_20200402_150857~2.jpg

Hab da noch viel Platz, nur ein Klavier blockiert etwas Platz...

MfG Sigi
 

Don Wolleone

Testspieler
Wenn der typische Modellbauer mit einem Projekt nicht mehr weiter kommt gibt's nur eine Möglichkeit. Ab in die Ecke damit und was Neues anfangen. Irgendwann gibt's auch eine Lösung für das alte Projekt.
 
Oben