Ach ja, die Skatologie Klein-Sams nervt.
Wenn Klein-Sam ein paar Jahre jünger wäre, würde es passen, aber er ist für die "alles Kacka-irgendwas"-Phase doch etwas alt.
wozu dann noch die "Auflösung" gegen Ende des Buches
Habe ich mich auch gefragt.
Ach ja, die Skatologie Klein-Sams nervt.
wozu dann noch die "Auflösung" gegen Ende des Buches
Mein Einstieg war gleichzeitig auch der offiziell erste Scheibenwelt Roman (Farben der Magie?). Das liegt daran, dass ich da irgendwie etwas eigen bin, wenn mir jemand eine Buchreihe empfiehlt, dann will ich sie in korrekter Reihenfolge lesen. Und genau das war der Fall, Freunde haben mir die Scheibenwelt Romane empfohlen und so habe ich dann nahezu alle am Stück gelesen, mit kleinen Pausen, in denen ich dann andere Romane gelesen habe. Meine liebste Reihe innerhalb der Scheibenwelt sind die Hexen, inklusive Tiffany, dicht gefolgt von der Stadtwache. Die UU kommt dann mehr oder weniger an dritter Stelle, die Szenen die in der UU spielen und der Bibliothekar sind schon sehr gut.Und um das Thema anderweitig am Leben zu erhalten: was war denn euer Einstieg in die Scheibenwelt? Und abseits der Charaktere: welche der Bücher (bzw. Buchreihen) empfindet ihr als besonders stark und schwach?
Und um das Thema anderweitig am Leben zu erhalten: was war denn euer Einstieg in die Scheibenwelt? Und abseits der Charaktere: welche der Bücher (bzw. Buchreihen) empfindet ihr als besonders stark und schwach?
So wäre es mir mit Sicherheit auch ergangen, wäre dies mein Erstlingswerk gewesen. Glücklicherweise teile ich Eugels Los, mit demselbem Resultat.Farben der Magie. Danach habe ich sehr lange keinen Scheibenweltrman mehr gelesen, weil ich den sehr langweilig fand und mich gewundert habe, was an der Scheibenwelt so toll sein soll.![]()
Magst Du mal den Einschub näher ausführen? Wir schnitten die Sachlage vor zwei Jahren einmal an und Du erwähntest, dass Du die gute Tiffany deswegen magst, weil sie "anders" wirkt und die Bücher neue Eindrücke vermitteln. Aber was genau schätzt Du daran? Gerade in Abhebung zu dem restlichen Potpourri?Meine liebste Reihe innerhalb der Scheibenwelt sind die Hexen, inklusive Tiffany [...]
Das kann ich irgendwie schwer beschreiben. Ich lese im Laufe eines Jahres so viele Bücher, dass es mir zugegeben schwer fällt mich heute noch wirklich im Detail an die Bücher zu erinnern (ich habe die Pratchett Bücher so ca. 2007-2009 gelesen, danach nur noch einzeln die Bücher, die erst später erschienen sind). Aber gefühlsmäßig sind mir die Bücher mit den Hexen am meisten in Erinnerung geblieben, Tiffany hat mich sicher auch deshalb so begeistert, weil ich die "Wee free men" so toll finde. Die Bücher über Tiffany sind wohl, soweit ich das gelesen hatte, auch für ein jüngeres Publikum gedacht, ich denke das kann man so als Leser bestätigen. Das macht sie "anders" und unterscheidet sie von den anderen Scheibenweltromanen. Es geht da halt schon um ein Klischeethema von Jugendbüchern, ums erwachsen werden, dafür gibt es wohl weniger Realwelt Anspielungen, die das junge Publikum wahrscheinlich noch nicht kennen würde. Von Tiffany abgesehen finde ich einfach Nanny Ogg genial, das derbe, die zotigen Sprüche und wie sie mit den Menschen umgehen kann macht einfach Spaß. Als Fazit kann ich eben sagen, dass ich es nicht so recht begründen kann warum mir gerade die Hexen so gut gefallen. Vor allem die Vorfreude weiterzulesen und der Spaß beim Lesen machen es wohl aus, also eher emotionale Gründe, als konkrete Handlungselemente der Geschichten.Magst Du mal den Einschub näher ausführen? Wir schnitten die Sachlage vor zwei Jahren einmal an und Du erwähntest, dass Du die gute Tiffany deswegen magst, weil sie "anders" wirkt und die Bücher neue Eindrücke vermitteln. Aber was genau schätzt Du daran? Gerade in Abhebung zu dem restlichen Potpourri?
Auch wenn es viele eingefleischte Freunde der deutschen Übersetzungen erschrecken muss, denke ich ähnlich. Es lässt sich nicht leugnen, dass Brandhorst im Zweifelsfall lieber sprachlichen und inhaltlichen Zweifel in der Übersetzung bereinigt, anstatt die Leser der Zumutung einer raffinierten Allusion oder eines ungewöhnlichen Fremdwortes auszusetzen. Dagegen habe ich aus den beiden Jung'schen Übersetzungen durchaus den Eindruck gewonnen, dass dieser seinem Publikum mehr abverlangt, auch wenn die eigentliche Übersetzung nicht immer ganz den Standard einhält, den sie verspricht (s. dazu die letzten Beiträge); das ist indes zum Teil bestimmt auch den Vorlagen zuzuschreiben (Zusatz: hier diskutierte Jung [Benutzername: Dr.Wednesday] sogar mit den Forumsmitgliedern von ankh-morpork.de über mögliche deutsche Titel für "Snuff").Worauf legen Sie bei der Neuübersetzung den größten Wert?
GJ: Das habe ich teilweise oben schon angesprochen: Ich bin einfach näher am Original dran, und im Original steckt oftmals mehr, als es die früheren Übersetzungen vermuten lassen – sowohl sprachlich als auch was die vielen Anspielungen etc. angeht. Dabei ist es den brandhorstschen Übersetzungen vielleicht zu verdanken, dass Pratchett in deutscher Sprache so viel Erfolg beschieden wurde, aber sie sind doch teilweise sehr vereinfachend und auf die (vermeintlichen?) Bedürfnisse der (Achtung, Ironie! auch sprachlich weniger anspruchsvollen?) Fantasy-Leser zugeschnitten. Darauf nehme ich jetzt gar keine Rücksicht mehr und übersetze einen Pratchett mit der gleichen Ehrfurcht und der gleichen Akribie und dem gleichen Herzblut wie jedes andere Werk auch.
Ich bin ehrlich, ich habe den Unterschied bisher nicht bewusst wahrgenommen. Teilweise auch deshalb weil ich, wie weiter oben schon geschrieben, einfach zu viel pro Jahr lese, als dass ich mich im Detail an das vorvorletze Pratchett Buch noch genug erinnern könnte. Ich müsste mich eigentlich immer in den Tagen dazu äußern, in denen ich ein Buch gerade lese, Monate später braucht man mich da nicht mehr fragen. Ich weiß nur, dass ich mich vorgestern wieder aufgeregt habe, ich habe nun auch Steife Prise begonnen und fand die Übersetzung "Wurzelbier" für Root Beer doof, es gibt Eigennamen die darf man dem deutschen Leser mittlerweile zutrauen, die muss man nicht übersetzen.Wie seht ihr das? Ist die Scheibenwelt wohlgelittener mit den eingängigen (geradezu an der Sprezzatura geschulten), wenngleich vereinfachenden Übersetzungen Brandhorsts? Oder sollte der literarische Anspruch durchaus textgetreu widergespiegelt werden?
Aus der leidgeprüften Erfahrung insb. der letzten Jahre heraus kann ich den Einwand nachvollziehen. Im Grunde meines Herzens sehe ich das im vorliegenden Fall aber anders.Ich weiß nur, dass ich mich vorgestern wieder aufgeregt habe, ich habe nun auch Steife Prise begonnen und fand die Übersetzung "Wurzelbier" für Root Beer doof, es gibt Eigennamen die darf man dem deutschen Leser mittlerweile zutrauen, die muss man nicht übersetzen.
Ich habe den Eindruck, dass der Manhattanverlag das ohnehin wieder geradebügeln wird. Gerald Jung und Regina Rawlinson (Übersetzerin des letzten Tiffany-Weh-Romans) übersetzen offenbar wenn nicht alle, so doch sehr viele Werke der Scheibenwelt neu, könnten also auf einer ex-post-facto-Basis den Gesamtstil (zu) ändern (versuchen). Manche Gewohnheiten gehören wohl auf den Prüfstand: es fühlt sich zwar richtig an, dass sich nahezu jede Person mit einer anderen duzt, aber ist das wirklich so wahrscheinlich? Wertete es nicht auch die deutsche Verortung der Scheibenwelt auf, wenn Sachverhalte nicht unterkomplex, geradezu vernakular behandelt werden? Ich stimme Dir aus ganzem Herzen zu, dass Jung derzeit noch als Fremdkörper wirkt, aber wenn er einen Pinselstrich für das Gesamtwerk findet, mag er Brandhorst übertreffen.Denn dies ist doch auch bei den Scheibenweltromanen geschehen, die deutsche Scheibenwelt war in gewisser Weise anders als das englische original. Dies wird aber nun durch den neuen Übersetzer gestört, die alten gewohnten Dinge werden verfälscht.
Ist trotzdem doof, weil ich garantiert die neu übersetzten (alten) Bücher nicht erneut in der Neuübersetzung lesen werde 😉.@NightGoblinFanatic:
Ich habe den Eindruck, dass der Manhattanverlag das ohnehin wieder geradebügeln wird. Gerald Jung und Regina Rawlinson (Übersetzerin des letzten Tiffany-Weh-Romans) übersetzen offenbar wenn nicht alle, so doch sehr viele Werke der Scheibenwelt neu, könnten also auf einer ex-post-facto-Basis den Gesamtstil (zu) ändern (versuchen)
Der Stil erinnert mich in seiner oftmals satirischen Überspitzung an die "hässliche Bizarristik" Josh Kirbys,
Es ist schon gut möglich, dass man über einem der alten Kirby-Bilder grübelt, welche Figur was repräsentiert, immerhin haben sie nur in seltenen Fällen etwas mit der eigentlichen Vorlage gemein. 😉Ich hab mir immer einen Spaß draus gemacht, die Charaktere da rauszusuchen, oder verwechsele ich da was?