40k Die Fahrten der Audacia (beendet 06.03.16)

Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Hauptquartiers der Thuleaner
Servitorenmanufaktur
Zeit: 2 264 785.M41

Wir kommen zu spät, um Zathor Rak noch an einem Stück zu finden. Sein Körper ist in seine Einzelteile zerlegt worden und er schwimmt in einem Tank. Damit meine ich sein Gehirn. Fidilius gelingt es, die Kommunikation mit ihm herzustellen. Er begrüßt mich und beglückwünscht mich zu meinem Erfolg. Aber noch ist nicht alles gewonnen, das Konzil muss entweder seinen Irrweg einsehen oder ausgelöscht werden. Es gibt einen Geheimgang über die Wohnbereiche, die an der Servitorfabrik angrenzen, der zu der Rückzugskammer des Konzils führt. Zathor Rak will obendrein noch in meine Dienste treten und seinen Sachverstand in der "Audacia" zur Verfügung stellen. Das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert. Zum einen hat er uns hier das Leben gerettet und bewiesen, dass man sich auf ihn verlassen kann. Auf der anderen Seite ist er immer noch ein Thuleaner, Angehöriger einer mehr als nur obskuren Splittersekte des Mechanicum.

"Wenn Ihr mich als oberste Autorität anerkennt, bin einverstanden!", meine ich dazu. Er ist dazu bereit und damit ist es wohl besiegelt. Ich hoffe mal, dass er keine finsteren Hintergedanken hegt.

Nun gut, ich sammle ein paar Leute und wir gehen in die Wohnquartiere. Dort sind einige halb fertige Servitoren zu sehen, die offensichtlich ihrem Schicksal überlassen worden und nun gänzlich tot sind. Auch finden wir einen Käfig voller Gefangene, die herzzerreißend um Gnade flehen. Ich sorge dafür, dass sie erst mal wieder mit Nährbrei versorgt werden. In einem zweiten Käfig ist nur ein Gefangener, ein Psioniker, wie er mir erklärt. Um ihn herum sind verstümmelte und zerrissene Leichen zu abstrakten Symbolen ausgelegt. Der Kerl nennt sich Karien und will in meine Dienste treten. Bruder Obskurus ist Feuer und Flamme und will den dubiosen, unsanktionierten Psioniker umgehend in den Chor eingliedern. Klar, kaum haben wir alle Chaoselemente beseitigt, kommt der nächste. Es gibt eine hitzige Diskussion innerhalb meines Gefolges. Althea ist wie immer die Stimme der Vernunft. Andere würden vielleicht auch sagen, die Stimme der Verzagtheit. Wie auch immer, ich vertage eine Entscheidung auf später. Aber ich bin nicht von dem Gedanken begeistert, einen weiteren Störfaktor in den Chor hineinzulassen. Genau genommen habe ich mich schon entschieden. Dieser Typ kommt nicht auf mein Schiff!

Wir finden dank Zathor Raks Hilfe den gut getarnten Eingang zum Geheimgang. Ohne seine Hilfe hätten wir den hier nie vermutet, geschweige denn gefunden. Nur mein Gefolge und ich dringen in den Gang ein. Die Wände bestehen aus glattem Ferrobeton ohne irgendwelche Verzierungen oder Markierungen. Nach einigen hundert Metern endet der Gang an einem Schacht. Es geht über zwei Leitern etwa fünfzig Meter in die Höhe. Ares und ich übernehmen die Sturmspitze. Eigentlich ist es Blödsinn, die einzigen schwerer Verwundeten nach oben zu schicken, aber es hat schon seinen Grund, warum die anderen so gut wie nichts abbekommen haben. Allerdings gibt es hier keine versteckten Fallen und wir kommen ohne Probleme oben an. Hier führt der Gang nur kurz weiter. Flache Bildschirme einer hochwertigen Baureihe sind an den Wänden aufgereiht und zeigen einen wilden Mix aus alten Aufzeichnungen und aktuellen Bildern. Das Konzil müsste jetzt spätestens wissen, wie es um sie steht.

Dahinter ist ein halbrunder Raum und hinter einer flimmernden Energiebarriere schwimmen zweiundzwanzig Gehirne in einem Becken. Wir werden keifend und fluchend empfangen. Noch immer sind sie der Meinung, wir wären die Aggressoren und hätten die ganzen Dämonen durch unsere Schuld hergebracht. Schließlich waren ihre Experimente gut gesichert und sie sind immer noch der Meinung, zum einen unfehlbar und zum anderen unkorrumpierbar zu sein. Nach etwas hin und her sind die Verhandlungen ganz klar gescheitert. Wir gehen über zu Plan B, welche die Auslöschung des Konzils zum Ziel hat. Auch das Konzil geht zu ihren Plan B über, welche unsere Vernichtung zum Ziel hat.

Vier Klappen öffnen sich an der Decke und Waffensysteme fahren heraus. Wieder einmal spüre ich wie im Tempel von Maleziel, dass dies die finale Auseinandersetzung zwischen zwei Spielfiguren Lady Anagai ist. Ich frage mich, wie oft sie diese Sauerei schon abgezogen hat. Jedenfalls kann ich bald freier atmen und meine Wunden schließen sich, während die Waffensysteme auf uns einschwenken. Meine Infernopistole röhrt auf, der Schuss geht leider fehl. Letztendlich schießen wir einen Teil der Systeme ab, die laufend ersetzt werden und werden aus allen Rohren beschossen, besonders ich. Da die letzte Energieversorgung hier in der Nähe sein muss, zerschieße ich eine der Bodenplatten. Darunter liegt tatsächlich ein Wartungsgang. Fidilius und Althea klettern nach unten, um das Kraftwerk lahm zu legen. Der Rest bleibt oben und bekämpft mit mir die Waffensysteme. Raketenwerfer, Schwere Bolter, Maschinengewehre, Plasmawerfer, Melter, Hochenergielasergewehre und eine Flottenschrotkanone wechseln sich ab. Nachdem meine Infernopistole leer geschossen ist, wechsele ich auf Donnerwetter. Nach mehreren Salven ist auch das Magazin dieser Waffe verschossen und ich zücke Himmelssturm. Bruder Obskurus erreicht mit seinem Flammenwerfer relativ wenig. Ich kann etwas dazu beitragen, dass die Waffensysteme zerschossen werden, aber Magister Militaris Ares ist in seinem Element und seine Garben erzielen die besten Resultate.

"Wenn das Konzil sein Schicksal aufgebraucht hat, wird es hier zu einer physischen Reaktion kommen!", meint der Astropath, der ein Gespür dafür hat. Jedenfalls ab und zu mal. Die beiden Techbegabten lassen sich eine halbe Ewigkeit Zeit, bis sie endlich dem Konzil den Saft abdrehen. Vorher schon bebt die Erde. Gesteinsbrocken in Kinderkopfgröße regnen auf uns herab und decken uns ganz schön ein. Die Waffen des Konzils haben inzwischen ihre Funktion eingebüßt und sind nur noch einen Haufen Altmetall. Schade, die Waffensysteme waren viel wert gewesen. Gegen Ende kommt Bruder Obskurus auf die Idee, einzelne Gehirne mit telekinetischer Presse zu zerstören. Ich wechsele derzeit die Magazine meiner Waffe und endlich, als ich schon glaube, hier raus zu müssen, bevor die Kuppel einstürzt, bricht das Schutzfeld zusammen. Nun vollstrecke ich den Bann des Imperators an Chaospaktierer, denn den Ketzer musst du auslöschen! Wir eröffnen aus unseren Sturmboltern das Feuer und richten die Häretiker hin. Nach wenigen Sekunden ist der Raum mit Nährflüssigkeit geflutet, in dem die zerfetzten Überreste der Gehirne herum schwimmen. Ausgelöscht zu werden, dass ist das Schicksal des Ketzers!

Schließlich tauchen Fidilius und Althea wieder auf.
"Gute Arbeit!", meine ich etwas säuerlich. Althea prallt zurück und schaut mich befremdlich an. "Aber nächstes Mal beeilt Ihr Euch gefälligst."
"Puh! Ich dachte schon, der Lord-Kapitän wäre besessen, weil er uns gelobt hat. Aber er ist ganz der Alte", meint Althea daraufhin freudestrahlend.

Gespielt am 28.12.2013
Spielleiter: Stefan
SC:
Flavion Conari Freihändler Rang 6
Altea Puppila Meisterin der Leere Rang 6
Bruder Obskurus Rang 5
Magister Militaris Ares Rang 5
Techpriester Fidilius Rang 4
EP: 525
Besiegte Feinde:
7 Harpyien
1 Konsolendämon
1 Graknor der Verderber
4 Rosa und 8 Blaue Horrors
Magos Logas
Das Thuleanische Konzil
Unbekannte Anzahl an Kampfservitoren und Techpriester
Beute:
Illisk

Gedanke des Tages
Wow! Was für eine Achterbahnfahrt! Action, Blut und Schweiß. Da haben die Würfel geglüht. Selten eine so spannende und harte Sitzung erlebt. Eine Zeitlang war ich überzeugt, Flavion stirbt im Kampf gegen Graknar der Verderber. Ohne das Talent "Hart im Nehmen" wäre der arme Flavion auch in Stücke gehauen worden. Dieses Talent halbiert kritischen Schaden, sonst wäre ich in tödliche Regionen gekommen. Es wäre ein guter Tod gewesen. Es ist keine Schande darin, gegen einen starken Feind zu fallen, wenn man im ehrlichen Nahkampf kämpft. Rückzug oder Aufgabe war keine wirkliche Option. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, Flavion sich einfach umfallen und tot stellen zu lassen. Aber das wäre doch zu unwürdig für ihn gewesen. Aufrecht sterben, das war einfach stilvoller und ging ja gerade noch mal gut. Die Würfel haben verrückt gespielt. Zeitlang ging alles schief, dann hat wiederum alles geklappt. Wahnsinn! Eine der kampfintensivsten Sitzungen aller Zeiten. Und die zweite der drei Begegnungen ist nun vollbracht. Mal sehen, was es mit dem Halbling auf sich hat. Und Flavion Conari hat einen weiteren Titel errungen. Lord-Kapitän Flavion Conari, Befreier von Maleziel, Verteidiger von Damaris, Träger des Blauen Sterns, Vollstrecker der Kirche und Vernichter der Techhäresie von Ilisk.
 
Geilomatikus! Das gönn ich doch dem gulten alten Flavion.
Mir fehlt mitlerweile eine kleine Beschreibung des äußeren Erscheinungsbildes der Charaktere. Die Charaktere sind momentan noch rel. gesichtslos...

Wie sieht z.B. Aris aus? Ist er groß, stämmig, muskelbepackt, oder doch eher schlacksig?

Ehrlich gesagt habe ich auch nur eine äußerst vage Beschreibung der Charaktere erhalten. Ares ist eher stämmig und Muskelbepackt.

Wirklich toll geschrieben und gespielt :-D Der Witz am Ende von Althea ist auch super xD

Und das Beste darin ist, der Spieler hat das wirklich so gesagt. :lol:


Kapitel 47
Die Reinigung der Servitus Imperalis!


Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Hauptquartiers der Thuleaner
Geheimversteck
Zeit: 2 264 785.M41

Ich habe gewonnen! Wieder einmal und dies war im Gegensatz zu dem Kampf mit Graknor dem Verderber schon beinahe ein Kinderspiel. Jedenfalls für mich. Ich fühle mich so lebendig wie schon lange nicht mehr. Die Anlage liegt nun vollständig im Dunkeln und wir beginnen mit dem Rückweg. Es ist schon beinahe surreal, in vollständiger Finsternis, nur durchbrochen vom Lumen meines Servoschädel, den Schacht hinunterzuklettern. Schließlich erreichen wir unbehelligt den Wohnbereich und die meisten werden erst mal medizinisch versorgt. Durch ein dunkles Wunder bin ich wieder vollständig geheilt. Diese Schicksalskonflikte haben es in sich.

General Dante und Leutnant Nimdock bringen mich auf den neusten Stand. Alles ist unter Kontrolle in den befriedeten Bereichen. Keine Sichtung mehr von Dämonen. Sehr gut! Zathor Rak wird extern mit einem Notstromaggregat versorgt und er will die Daten aus den Speicherbänken soweit wie möglich retten. Das wird etwa eine Woche dauern, schätzt er grob über den Daumen gepeilt. Nun gut, die Daten sind ein Vermögen wert, die Woche bekommt er. Insgesamt sind nun sechsunddreißig Thuleaner interniert, davon sind acht auf eine Art mutiert, die nicht mehr toleriert werden kann. Sie sind schon getrennt untergebracht. Was sich noch unserer Kontrolle entzieht, ist das Chymielager (ja, das schreibt man in der Zeit so), die Minenschächte und das Warplabor. Das Chymielager ist ja bekanntermaßen von der Nährflüssigkeit geflutet, die muss erst mal weg, dann kommen wir auch zu den Minen und dem Labor. Besonders im Labor erhoffe ich mir noch weitere lohnenswerte Beute. Die ganze Aktion war teuer und ich brauche eine Kompensation für die Zeit, um die ich mich nicht um lukrativere Geschäfte kümmern konnte. Und die mich von dem abhält, was zu tun ist. Ich wurde dank des Handelshauses Krynn über meinen Bruder Quinn zu etwas gedrängt, das ich niemals so schnell wollte. Einen offenen Konflikt mit Aspyce Chorda und ihren Handlangern. Das Verzwickte daran ist, lege ich mich mit dieser Wahnsinnigen offen an, störe ich das Gleichgewicht. Die Kasballica Mission hat gerade erst auf die harte Tour lernen müssen, dass es nicht gut ist, sich in diesen Konflikt zwischen der Chorda und Winterscale einzumischen. Das Handelshaus Krynn und viele andere brauchen einen köchelnden Konflikt zwischen den beiden, um so den größten Profit abschöpfen zu können und das ganz ohne Risiko. Bank sollte man sein.

Wie auch immer, ich lasse das Ablassen der Nährflüssigkeit vorbereiten. Um an die Daten der Speicherbänke zu kommen, muss erst ein Generator in Stellung gebracht werden, um die Bänke mit Strom zu versorgen. Das wird dauern. In der Zwischenzeit kehre ich zur "Audacia" zurück. Mein XO Kyrr bringt mich auf den neusten Stand. Inzwischen sind die Schadensmeldungen detailliert ausgearbeitet. Es steht teilweise nicht gut um mein Schiff. Die Reparaturen werden was kosten und jemand wird dafür bezahlen. Und zwar die Thuleaner, die mir diesen ganzen Mist erst eingebrockt haben. Ich bin momentan am längeren Hebel und das tut gut. Meine Mädchen erwarten mich schon sehnsüchtig und wie üblich bin ich nach einem solch harten Kampf ziemlich erregt. Meine Konkubinen werden von mir gefordert wie schon lange nicht mehr und ich schaffe es, sie zu ermatten.

Erschöpft und äußerst befriedigt falle ich in einen tiefen Schlaf. Albträume plagen mich, die Dämonen haben unschöne Spuren in meinem Kopf und Gedanken hinterlassen. Meine Seele hat Schaden von ihrer Anwesenheit genommen. Wie ich diese Geschöpfe jenseits des Schleiers hasse. Ich hasse sie wie ich kaum etwas anderes hasse. Denn diesen Hass verdienen diese abscheulichen widerwärtigen Kreaturen des Warps. Als ich aufwache, fühle ich mich gar nicht wohl. Ich liege allein im Bett, meine Konkubinen sind schon aufgestanden. Müde tappe ich ins Bad und erledige meine Morgentoilette. Meine Mädchen sind immer noch nicht aufgetaucht. Seltsam. Als der Posten vor meiner Tür fehlt, weiß ich, dass etwas nicht stimmt.

"Du verdammte Warpnudel, zeig dich!", murre ich verärgert.
"Scharfsinnig wie immer, mein lieber Conari", meint eine weibliche Stimme hinter mir.

"Lord-Kapitän, soviel Zeit sollte sein, meine liebe Lady Anagai! Ich wusste, dass Ihr wieder auftauchen würdet!", erwidere ich und mustere die weibliche Figur in ihrem aufwendigen blauen Seidenkleid, das sie vollständig verhüllt. Ein Schleier bedeckt ihr Gesicht und ich muss es ihr lassen, das auf geheimnisvoll machen versteht sie prima. Wahrscheinlich hat sie mehr als ein Jahrtausend Übung darin, falls ich nicht vollständig falsch liege.

"Meine Glückwünsche, Lord-Kapitän Conari. Ihr wart wieder der stärkere. Mal sehen, wie ihr Euch gegen Halbling schlagen werdet", meint die Warphexe oder was auch immer sie sein mag.

"Dieser Halbling, das ist nicht zufällig dieser impertinente Covalek?", erwidere ich in der Hoffnung, mehr zu erfahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja, das Konzil der Blinden. 🙂 Da wird man beim Lesen ja fast schon wieder nostalgisch, obwohl es erst ein paar Monate her ist.
Das war dann der zweite große Gegner der Kampagne, nach dem Sturmrufer auf Maleziel. Rückblickend war dieser Teil zu zäh. Das Konzil sollte eine hochintelligente Verschwörung sein, die keine dummen Fehler macht, aber letztenendes über ihre eigene Hybris stolpert. Im Ergebnis hat das dazu geführt, dass es ewig gedauert hat, die SCs nach Illisk (zum Versteck des Konzils) zu schaffen. Hätte da etwas mehr Railroading betreiben sollen.

Grognar der Verderber war ein Dämonenprinz, auch wenn ich ihm ein paar individuelle Kräfte auf den Wanst geschneidert habe.
 
Ui, da bin ich mal gespannt, was der Halbling an Überraschungen aufzubieten hat :guns:

Einiges!

Ach ja, das Konzil der Blinden. 🙂 Da wird man beim Lesen ja fast schon wieder nostalgisch, obwohl es erst ein paar Monate her ist.

Über ein halbes Jahr inzwischen. Zeit vergeht unglaublich schnell.

Das war dann der zweite große Gegner der Kampagne, nach dem Sturmrufer auf Maleziel. Rückblickend war dieser Teil zu zäh. Das Konzil sollte eine hochintelligente Verschwörung sein, die keine dummen Fehler macht, aber letztenendes über ihre eigene Hybris stolpert. Im Ergebnis hat das dazu geführt, dass es ewig gedauert hat, die SCs nach Illisk (zum Versteck des Konzils) zu schaffen. Hätte da etwas mehr Railroading betreiben sollen.

Hättest ja einfach mal durchläuten lassen können, dass das Konzil mit Flavion reden möchte. Wir wollten ja sowieso mit ihnen reden, um Details über die Audacia und den Astropathencohr zu erfahren.

Grognar der Verderber war ein Dämonenprinz, auch wenn ich ihm ein paar individuelle Kräfte auf den Wanst geschneidert habe.

Holla! Hätte ich jetzt nicht gedacht.

Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Orbit über Illisk
"Audacia"
Privaträume des Lord-Kapitän
Zeit: 2 266 785.M41


"Nein, Halbling ist keine Metapher, sondern Euer nächster Gegenspieler ist wirklich ein Abhumaner. Aber unterschätzt ihn nicht wegen seiner Körpergröße", meinte Lady Anagai leichthin.


"Und ich dachte immer, die Größe macht es", erwidere ich Doppeldeutig. Da lacht sie mal wieder.


"Der Halbling wird Euer stärkster Feind werden, nehmt ihn nicht auf die leichte Schulter", erwidert sie ernst.


"Man wächst mit den Herausforderungen", erwidere ich weiterhin doppelzüngig. Momentan tauschen wir nur Finten aus, leider kann ich sie nicht aus der Reserve locken. Kenne deinen Feind und du wirst jede Schlacht gewinnen. Dieses Wesen muss ich vernichten und ich muss dazu endlich wissen, womit ich es zu tun habe. Ist sie eine Dämonenprinzessin oder ein Dämon? Das sie sich einfach so in der Realität formen kann, lässt auf ersteres schließen. Aber sie kann durchaus ein unglaublich mächtiger Dämon sein, für den die Regeln seiner Art nicht mehr gelten. Ein wirklich beängstigender Gedanke. Thronverdammt.


"Der Halbling ist bereits in der Weite angekommen. Ich freue mich schon auf den Kampf. Mal sehen, wer gewinnen wird. Das wird äußerst unterhaltsam werden", meint Lady Anagai und weg ist sie. Schade, ich hätte ihr gerne noch so viele Fragen gestellt, auf die ich wahrscheinlich entweder kryptische Antworten oder glatte Lügen zu hören bekommen hätte. So ein weiblicher Dämon ist gar nicht so weit von seinem menschlichen Pedanten entfernt. Frauen reden schließlich auch selten so, dass ein Mann sie verstehen würde. Mit diesem Gedanken wache ich auf. Toll, jetzt darf ich nochmal die Morgentoilette machen. Meine kleinen süßen Konkubinen haben sich an mich gekuschelt und ich genieße ihre warmen weichen Körper. Leider ruft die Pflicht, aber für einen Quickie sind meine Mädels immer zu haben, auch um diese Zeit.


Zurück auf der Oberfläche ist alles bereit dafür, das Schott zum Chymielager zu sprengen. Also lasse ich sprengen und ein Schwall Nährflüssigkeit schießt dem Kanal aus Sandsäcken entlang und fließt blubbernd in den Verteidigungsgraben des Manufaktorums. Alles relativ unspektakulär und nur ein paar Bilkas werden erschossen, bevor sie sich in den Abgrund zu Tode stürzen würden. Es wird einige Zeit dauern, bis die Flüssigkeit abgeflossen ist. Also begleite ich meine Truppen ins Allerheiligste und beschütze sie vor den Gefahren aus der Dunkelheit. Sprich, ich steh herum, gebe ab und zu Befehle und tu so, als ob ich eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hätte. Weit über uns sind noch Bewegungen auszumachen, aber ich habe keine Lust, in dieser Finsternis Fang den Techpriester zu spielen. Bald sind die Bänke wieder unter Strom. Aber viele Daten sind von einem Schreddercode zerstört worden, den das Konzil noch kurz vor der Abschaltung freigesetzt hat. Allerdings hat dieser Code nicht alle Bänke infiziert und so langsam gelingt es, Daten zu kopieren und zu sammeln. Aber das wird noch einige Tage, wahrscheinlich gar Wochen dauern, bis alle noch vorhandenen Daten gerettet worden sind. Hier ist meine Anwesenheit nicht länger erforderlich.


Auf meinem Befehl ist ein weiterer Sentinel hergeschafft worden und mit einem Geländer und Sicherungsgestellen ausgestattet worden. Meisterin Puppila setzt sich ans Steuer und wir laufen mit dem Läufer in das Lager. Die Flüssigkeit ist zum größten Teil abgeflossen. Einige tieferliegende Bereiche sind noch davon überspült und Pfützen sind zurückgeblieben. Hier und da sind noch einige Bilkas, die wir wie adlige Jäger von unserem laufenden Hochstand aus erledigen. Keine große Sache.


Schließlich erreichen wir den Zugang zum Minenbereich. Fidilius erweckt die Maschinengeister aus dem Koma. Das gewaltige Schott fährt auf und dahinter ist ein schräger, in die Tiefe führender Schacht. Oben ist eine Transportplattform, die über ein Zahnradgestänge in die Tiefe fahren könnte. Ja genau könnte, wenn der Schacht nicht eingestürzt wäre. Das Ganze sieht nach einer absichtlichen Sprengung aus. Thronverdammt!


Eine schnell eingeleitete Machbarkeitsstudie prognostiziert einen Durchbruch in den Minenbereich innerhalb von drei Wochen. Im Warplabor hinter dem Minenbereich vermuten wir wertvolle Haloartefakte und andere Schätze, die mir ein Vermögen an Thronen einbringen könnte. Oder noch mehr Ärger als mir lieb ist. Drei Wochen sind eine lange Zeit, aber es gibt noch Alternativen. Als erstes probieren wir den Teleporter aus. Es gibt eine Station im Warplabor. Es ist halt die Frage, ob wir von dort wieder zurück können. Also setze ich den Vorschlag um, erst mal einen Reparaturservitor und zwei Kampfservitoren dorthin zu schicken, um nach dem Rechten schauen. Es dauert eine Weile, bis ein entsprechend konditioniertes Exemplar vorhanden ist. Das schicke ich dann mit dem Teleporter in das Warplabor. Falls eine Reparatur notwendig sein sollte, wird der Servitor sie entweder in drei Stunden oder gar nicht bewältigen können. Also warten wir und wenig überraschend passiert auch nach drei Stunden nichts. Und was nun?
 
Liest sich wie die Situation bei Rollenspielen wo man all die sicheren einfachen Möglichkeiten ausgeschöpft hat und die letzte Möglichkeit weiterzukommen ist nun die Arschbacken zusammenkneifen und seinen Hals in die gefühlte Schlinge zu legen.

Also was nun ?

Wie ich den guten Conari kenne schnappt er sich Schwert, Pistole👎 und seine Jungs und sieht sich die Sache mal selber an.

Also ich drück immer noch und wieder die Daumen.

Grüße
 
sagte ich schon, dass ich Cliffhanger hasse?

Yup! :lol:

Liest sich wie die Situation bei Rollenspielen wo man all die sicheren einfachen Möglichkeiten ausgeschöpft hat und die letzte Möglichkeit weiterzukommen ist nun die Arschbacken zusammenkneifen und seinen Hals in die gefühlte Schlinge zu legen.

Oder auch nicht.

Also was nun ?

Wie ich den guten Conari kenne schnappt er sich Schwert, Pistole👎 und seine Jungs und sieht sich die Sache mal selber an.

Also ich drück immer noch und wieder die Daumen.

In diesem Fall hat sich Flavion einfach eine andere Beute ausgesucht.

Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Dockbereich
Teleporterraum
Zeit: 2 267 785.M41

Nach etwas hin und her gebe ich grünes Licht für das Bohrprojekt, da wir nicht durch den Warpraum teleportieren möchten, wenn es womöglich keine Möglichkeit zur Rückkehr gibt. Auch hat keiner Lust, sich durch die Warpportale in das Warplabor zu begeben. Die Erfahrung auf Aufbruch hat den meisten gereicht, wo sie mich durch einen dieser Gänge aus den Klauen des Dämons befreit haben. Deswegen ist jeder froh, als ich als nächstes beschließe, der "Servitor Imperalis" auf den Zahn zu fühlen, da einige Daten auf interessante Beute schließen lassen.

Die "Servitor Imperalis" war einst ein stolzes Schiff der Flotte der Freihändlerdynastie der Abados. Während des Angevin Kreuzzuges kam die Familie zu großem Reichtum. Aber im Laufe der Jahrhunderte zerrann dieser Reichtum zwischen den Fingern der Erben und letztendlich floh der letzte Spross der Dynastie mit diesem Zerstörer all seiner Privilegien beraubt vor seinen Schuldnern in die Weite. Seine Nachfahren waren zu einem Leben als Piraten verdammt. Der letzte Spross dieser einst mächtigen Dynastie ist Alandra Abados gewesen. Sie hat für die Thuleaner im Schlund ein Kirchenschiff geentert und von dort ein Artefakt der Kirche geraubt. Das Kirchenschiff wurde vernichtet. Auf dem Rückweg passierte etwas mit der Besatzung der "Servitor Imperalis". Jedenfalls traf sie nicht zum vereinbarten Zeitpunkt ein. Daraufhin wurde ein anderer Freihändler beauftragt, die "Servitor Imperalis" zu suchen und das Artefakt zu bergen. Dem Freihändler gelang es, den Zerstörer zu finden und aufzubringen. Allerdings gelang es nicht, ihn zu übernehmen. Jeder Enterversuch wurde blutig zurückgeschlagen. Der Zerstörer wurde dann einfach hierher geschleppt. Die Thuleaner unternahmen nun im angedockten Zustand zwei sehr verlustreiche Versuche, das Schiff zu entern. Beide wurden vollständig zurück geschlagen. Das Artefakt befindet sich immer noch an Bord des Schiffes. Da Zeit für Thuleaner keine Rolle gespielt hat, haben sie einfach darauf gewartet, dass die Verteidiger an Bord ihres Schiffes verhungern. Auch eine Strategie, die durch unser Erscheinen aber nicht aufgegangen ist.

Jeremiah Blitz hat mir auf seiner verfluchten "Ripper" einen Kirchenschatz gezeigt. Womöglich handelt es sich um diesen. Althea hatte damals den Verdacht geäußert, da drin würde sich eines dieser Yu´vath Warpkristalldinger befinden. Da mir noch ein dritter Kristall fehlt, ist das ein verlockender Preis, dem ich nicht widerstehen kann. Voll aufgerüstet begebe ich mich mit meinem Gefolge zu dem angedockten Zerstörer. Falls das Schiff noch reparaturfähig ist, könnte das mein zweiter Zerstörer werden. Schließlich ist die Liste meiner Feinde in letzter Zeit um ein paar illustre Einträge länger geworden. Und die "Ripper" hat sich einen sehr hohen Rang auf die Liste der zu zerstörenden oder noch besser, zu erbeutenden Schiffe gesetzt. Mit einem schweren Kreuzer an meiner Seite brauche ich auch vor der gesamten Flotte der Saynays keine Angst mehr zu haben. Die Weite muss vom Chaosabschaum gereinigt werden. Die Saynays und "Ignes et Amnestia" werden nur ein Schritt in die richtige Richtung sein. Aber erst mal gilt es die unmittelbare Bedrohung zu beseitigen, die von der blinden Besatzung der "Servitor Imperalis" ausgeht.

Der Dockbereich um das Schott ist von Kampfspuren gezeichnet. Hier muss es hoch hergegangen sein. Die Gefallenen hat man inzwischen schon längst geborgen. Wir rücken vor und erreichen das Eingangsschott des Zerstörers. Hier liegen noch Leichen von gefallenen Servitoren herum. Und Bilkas, Fleischmännchen und sogar ein leibhaftiger Stryxis. Auch die Xenos haben sich wohl an dem Angriff beteiligt. Normalerweise sind Stryxis diejenigen, die ganz hinten stehen. Es lässt tief blicken, dass ein Stryxis dieses Gefecht von vorne geführt hat. Oder seine Truppen sind überrannt worden und er kam nicht schnell genug weg. Wie auch immer, wir gehen an den mit Einschusslöchern übersäten Wänden vorbei und sind nun im Innern des Schiffes. An einer Wand hat jemand mit schwarzer Farbe folgenden Satz geschrieben: Ich kann Euch sehen! Viele der Toten sind regelrecht eingetrocknet und mumifiziert. Wahrscheinlich irgendein obskures psionisches Phänomen. Thronverdammt!

Wir kommen an einen Servitor vorbei, dem der Arm ausgerissen worden ist. Dazu ist ziemlich viel Kraft notwendig. Nach ein paar Metern kommen wir zu einem Aufenthaltsraum, der zu einem Schlachtfeld geworden ist. Barrikaden sind aufgeschichtet und dazwischen wurde eine Todeszone aus mehrere überlappenden Feuerpositionen geschaffen. Jeden Moment erwarte ich einen hinterlistigen Angriff. In einer Ecke steht eine Art imperialer Schrein. Und dieser Schrein wurde mit großer Wut und Inbrunst zertrümmert. Mit schwarzer Farbe hat jemand geschrieben, "Tod den Abados". Sieht so aus, als hätte es eine Meuterei gegen Alandra Abados gegeben. Auf einmal wird es deutlich dunkler und der Lumen meines Servoschädels kommt kaum noch gegen die Dunkelheit an. Ein ähnlicher Vorgang wie auf Maleziel damals. Aber inzwischen trage ich Himmelssturm gegen die Verdammnis und die kleinen Engelchen auf dem Gehäuse wollen Ketzer auseinander fliegen sehen, wenn ihre ausgespienen massenreaktiven Geschosse ihr heiliges Werk vollbringen.
 
Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Dockbereich
"Servitor Imperalis"
Aufenthaltsraum
Zeit: 2 267 785.M41

"Flieht Ihr Narren, solange ihr noch könnt!", ruft eine Stimme aus der Dunkelheit. Gut, wer reden kann, der kann auch Fragen beantworten.

"Mit wem habe ich das Vergnügen?", frage ich deswegen.

"Mit einem Kind der Dunkelheit!", bekomme ich zu hören, dabei ist die Stimme tief männlich.
"Was ist passiert?"

"Die Dunkelheit herrscht hier nun!"

"Wieso? Was ist mit dem Schatz der Kirche passiert?"

"Die Navigatorin spielte mit Kräften herum, die jenseits des Schleiers sind. Die Kräfte zeigten ihr die Schönheit der Dunkelheit." Ich werfe einen prüfenden wie auch warnenden Blick in Richtung meiner Navigatorin Yuri.

"Und was machte Lordkapitän Abados dagegen?"

"Die Lordkapitänin wollte nicht einsehen, dass es kein Licht in der Finsternis gibt und musste die Konsequenzen ihres Starrsinns tragen." Perfekt! Die letzte Erbin der Dynastie ist damit aus dem Spiel. Wer dieses Schiff besetzt, dem wird es gehören.

"Zeig dich, damit wir uns besser unterhalten können!", rufe ich in die Dunkelheit.

"Geht oder sterbt!", ruft die Stimme und es wird wieder heller. Nun gut, eine Navigatorin findet man in ihrem Turm. Es gibt eine kurze Diskussion darüber, dass wir uns den Weg nach oben ja sparen könnten, wenn wir mit dem Guncutter uns mittels einer Sprengladung Zugang verschaffen. Klar, könnten wir, aber ich will mir auch einen Überblick über den Zustand des Schiffes verschaffen. Also rücken wir weiter konventionell auf unseren eigenen Beinen vor.

Schließlich wird es wieder dunkler um uns herum und die Bodenplatten werden durch schwarze Tentakel durchbrochen. Im ersten Moment fühle ich mich im falschen System. (In D&D gibt es einen äußerst nervigen Zauber namens Evards schwarze Tentakel, der aufgrund seines überaus komplizierten Mechanismus von unserem SL nachträglich gestrichen wurde.) Die eklig glitschigen Dinger versuchen unter anderem nach mir zu grapschen. Ich ziehe Blitzgewitter und gebe ihnen ehrlichen menschlichen Stahl zu schmecken. Und das mundet ihnen gar nicht! Die Tentakel zucken vor mir zurück. Leider hat Lady Helmchen nicht so viel guten Stahl zwischen sich und diesem Ding. Die Navigatorin wird von den Beinen gerissen und in Richtung eines Loches im Boden gezogen, aus dem gerade ein fetter Tentakel mit einem riesigen Maul an der Spitze auftaucht. Alle ballern drauf, schreckt das Monster aber nicht wirklich. Ich versuche mit Himmelssturm zu läutern, aber ich treffe das Gewusel einfach nicht richtig. Thronverdammt!

Ein Tentakel zuckt nach mir und ich hacke ihn ab. Das gefällt dem Vieh gar nicht und gebe ihn weiter guten Stahl zu schmecken. Das ist zu viel für es und das Ding zieht sich zurück. Lady Helmchen gelingt es vorher noch, sich mit ihrer Infernopistole selbst zu befreien. Momentan ist es ruhig und die Navigatorin blickt neugierig in den Schacht. Im letzten Moment zuckt ihr Kopf zurück und das Maul umschließt nur harmlos den Punkt, wo sie gerade noch war. Das war jetzt aber knapp. Sofort zuckt der mit einem Maul bewehrte Tentakel zurück ins Loch. Lady Helmchen wirft wütend noch eine Handgranate in den Schacht, die ins Bodenlose zu fallen scheint. Die Explosion hört sich unglaublich weit entfernt an. Wir schauen in den Schacht rein und sehen, dass er unendlich zu sein scheint, was physikalisch gar nicht möglich sein dürfte, da wir uns nur vielleicht zwanzig Meter über dem Rumpfboden befinden dürften. Seltsam!

Ohne weitere Belästigungen kommen wir zu einem Saal, welcher der Brücke vorgelagert ist. Hier liegen überall mumifiziert wirkende Leichen herum. Barrikaden sind aufgebaut und es ging wohl hoch her. Und eine kleine Gruppe Überlebender stellt sich uns in dem Weg. Zu erkennen daran, dass es wieder dunkler wird. Sinnigerweise steht auf einer der Wände mit Blut geschrieben: Die Dunkelheit ruft! Nun, wer sich immer uns in den Weg stellt, er ist nicht kugelfest. Wir werden beschossen, gehen so gut wie es geht in Deckung und feuern zurück. Unspektakulär kämpfen wir den Gegner nieder und erzwingen den Durchbruch zur Brücke. Und was wir da zu sehen bekommen, habe ich in der Form noch nie gesehen.
 
... Und was wir da zu sehen bekommen, habe ich in der Form noch nie gesehen.

Wie soll ich denn jetzt die Zeit bis morgen rumbekommen? Mann, machst du es spannend!
Ich bin immer wieder begeistert von der Geschichte, aber ja die Charakterbeschreibungen kommen mir manchmal auch etwas zu kurz, aber das hier ist ja eher eine Art Tagebuch,
daher ist das verzeihbar. 😉 Ich meine Flavion wird wohl kaum seine Crew in seinem Tagebuch beschreiben, es sei denn es nützt der Informationsweitergabe.
 
Boah. Du machst das cliffhangen noch zur Kunst. Das ist doch gemein.

Hehe, irgendwie muss ich doch die Spannung aufrecht erhalten.

Wie soll ich denn jetzt die Zeit bis morgen rumbekommen? Mann, machst du es spannend!
Ich bin immer wieder begeistert von der Geschichte, aber ja die Charakterbeschreibungen kommen mir manchmal auch etwas zu kurz, aber das hier ist ja eher eine Art Tagebuch,
daher ist das verzeihbar. Ich meine Flavion wird wohl kaum seine Crew in seinem Tagebuch beschreiben, es sei denn es nützt der Informationsweitergabe.

Yup, dass stimmt natürlich.

Schnell Schnell! Wo bleibt der nächste Teil?
Wie immer hammer geil und leider etwas zu spannend am ende für mich. 😀
Mach weiter so

Und hier ist er ja auch schon. Danke für das Lob!

Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Dockbereich
"Servitor Imperalis"
Aufenthaltsraum
Zeit: 2 267 785.M41

Der Boden fühlt sich an, als würden wir auf einer riesigen Zunge laufen und das Ganze macht den Eindruck, als würde das hier aus organischen Material und nicht aus gutem Plaststahl bestehen. Er ist oval und wir werden schon von einer seltsamen Entität erwartet, einer verhüllten Person in einer Art Kutte. Sie scheint eine Dienerin von Lady Anagai zu sein und wollte mich mal unbedingt persönlich kennenlernen. Jedenfalls erzählt sie mir das so. Toll! Groupies aus dem Warp! Das ist genau das, was mir bis jetzt noch gefehlt hat. Welcher Mensch will keinen Fanclub in der Hölle haben? Thronverdammt!

Hinter der Person, Wesen, Ding, Kreatur, Dämon, Minion oder was auch immer, geht es weiter und sie stellt ein altbekanntes Rätsel. Zwei Wächter, einer lügt, der andere sagt immer die Wahrheit. Wie frage ich nach dem rechten Weg. Bruder Obskurus will sich vordrängeln, aber ich bin klug genug, das auch so zu lösen.

Also bekomme ich den falschen Weg gewiesen, nachdem ich einen der Wächter einfach gefragt habe, welchen Weg mir dir andere weisen würde. Also nehme ich den anderen und hoffe, dass dies keine dämliche Falle ist. Wir laufen einen organischen Weg hoch zum Navigatorenturm, wo uns Wanti, so heißt die Navigatorin, schon erwartet. Wir sind nicht die ersten, die es bis hierher geschafft haben. Dutzender toter Bilkas und ein Stryxis liegen hier herum. In einer Ecke steht der schon uns bekannte Statsisbehälter, den uns Blitz auf der Ripper gezeigt hat. Auf einem Tisch liegen mehrere Haloartefakte herum, darunter ein reich verzierter Splitter eines Kristalls in einer Fassung aus einem mir gänzlich unbekannten Material. Wahrscheinlich das Ding, was für diesen Wahnsinn hier verantwortlich ist. Auch Navigatorin Wanti hat keine Augen mehr.

"Ihr habt zwei Möglichkeiten, sich mir anschließen oder sterben!", für eine Frau kommt sie unverblümt schnell auf den Punkt. Gefällt mir. Kein stundenlanges Herumgequatsche und ich antworte, indem ich auf sie schieße. Ich bevorzuge nämlich Wahl drei, die verdorbene Navigatorin stirbt! Sie feuert zurück und die Dunkelheit umhüllt uns. Sie greift damit an und tut zumindest mir und Magister Militaris Ares weh. Ich bin für einen kurzen Moment betäubt und komme erst zu mir, als sie brennend zu Boden gegangen ist. Bruder Obskurus hat sich ausnahmsweise mal richtig nützlich gemacht und die Warphexe geläutert. Gut gemacht!

Leider heilt er mal wieder meine Wunden nur oberflächlich. So macht er den guten Eindruck gleich wieder gekonnt zunichte, den ich von ihm bekommen habe. Aber wir haben das Zeug und meine Laune hebt sich augenblicklich. Wir ziehen den Stasisbehälter bis zum Tisch und öffnen ihn. Darin befinden sich gleich zwei Kristalle! Das ist gut, damit habe ich jetzt sogar einen über. Falls die Kirche fragen sollte, wo die Kristalle abgeblieben sind? Tja, irgendwelche Ketzer werden sie wohl mitgenommen haben. Aber darin ist noch was anderes äußerst Interessantes, was mir den Atem raubt. Althea erkennt in dem Torso einen der verräterischen Astartes der Alpha Legion von Maleziel, den sie in einer Vision während des Rituals gesehen hat, das sie die Augen gekostet hat. Jemand hat ihm Arme und Beine abgetrennt und in den Sarg gestopft. So wie ich das sehe, lebt der Verräter noch. Natürlich ist er in Stasis und ich lasse die Finger von ihm. Ich habe keine Lust mit Säure bespuckt zu werden. Vorsichtig bugsieren wir die Haloartefakte zurück in die entsprechenden Schubfächer, bevor Lady Helmchen noch mit dem Splitter herumspielen kann. Wir plündern noch die Leichen, die kaum was Brauchbares dabei haben und gehen dann mit dem schweren Stasisbehälter zwischen uns nach unten. Wir kommen in einen Raum, der fünf Ausgänge hat. Hä? Hatte der vorher nicht nur drei? Thronverdammt!

"Lord-Kapitän, ich glaub, wir sind hier in diesem Labyrinth", mutmaßt Althea und Yuri nickt bestätigend.

"Nächstes Mal sagt vorher Bescheid!", meine ich etwas angesäuert. "Und wo geht es hier wieder raus? Hier sind wir doch nicht durchgekommen?" Meine Crew spitzt ihre Ohren und lauscht. Irgendwo hören sie ein irres Lachen heraus, wahrscheinlich dieser Söldnerhauptmann Büchner, von Büchners Blechbüchsen, der in den Gängen noch irre lachend herumspuken soll. Zu dem wollen wir nicht, also gehen wir in eine andere Richtung. Mir ist nicht wohl dabei, ohne jede Orientierung einfach mal auf gut Glück durch dieses Labyrinth zu laufen.

Aber zum Glück treffen wir bald auf Gesellschaft. Nämlich auf eine Karawane der Stryxis bestehend aus mehreren großen Bollerwagen von Bilkas gezogen. Acht Fleischmännchen mit reich verzierten Stangenwaffen mit violetten Klingen an jedem Ende sind der Begleitschutz. Eine ordentliche Opposition.
 
Wäre ja irgendwie auch zu einfach gewesen. 😀 Einfach mit dem "Schatz" da rausmarschieren.

Klar, wäre ja auch sonst zu einfach gewesen. :lol:

Position:
Warp
Labyrinth
Keine nähere Angabe möglich
Zeit: 8 267 785.M41


"Lord-Kapitän Conari nehme ich an?", fragt einer der Stryxis und kommt händeringend näher.


"In der Tat, ihr könntet mir einen großen Gefallen machen, wenn ihr mir einer Eurer Wagen überlassen könntet!", meine ich, da ich in dieser Lage lieber verhandeln möchte, da ich keine Ahnung habe, wo ich überhaupt bin.


"Natürlich! Gar kein Problem!", erwidert der Stryxis und mir wird klar, dass ich viel mehr hätte fordern können. Aber egal, ich habe keine Lust, dieses Ding weiter über den Boden zu schleifen. Ich hoffe mal, dass ich mit dem Abliefern des Stasistankes mir eine fette Belohnung verdiene. Und das ich damit das Bündnis mit der Kirche weiter festigen kann. Zurzeit habe ich wenige Freunde in der Weite und die Kirche an der Seite zu haben ist nie verkehrt, wenn man gegen die Dunkelheit kämpft. Die Bilkas laden derweil alles um und ich bekomme meinen Wagen. Geht doch. Bruder Obskurus mault zwar verhalten, da er die Xenos lieber geläutert hätte. Aber ich habe das bekommen, was ich wollte und ich bin kein hinterlistiger Bastard, der hinterrücks dann doch noch einen Angriff führt.


Wir nehmen eine andere Abzweigung als die Stryxis und uns kommen auf einmal irgendwelche Fledermäuse entgegen. Allerdings haben die keinen richtigen Körper, sondern der Torso ist ein riesiges Glubschauge mit Flügeln dran. Die Dinger sind harmlos und rauschen an uns vorbei. Was war das jetzt? Was auch immer, wir laufen weiter und dann sehen wir, vor was sie geflohen sind, nämlich vier große Harpyien. Gut, ich fing gerade an, mich in den ewig gleichen Gängen zu langweilen. Wie üblich kommen sich frontal auf uns zugeflogen und vergehen im Kugelhagel. Keine große Sache. Allerdings wird mir klar, dass es hier mit der Zeit ziemlich ungemütlich werden könnte. Bruder Obskurus und Lady Helmchen versuchen die Gänge nach ihren Wünschen zu formen, was aber nicht klappt. Hätte mich auch ehrlich gesagt wirklich gewundert. Aber dann werde ich doch noch äußerst positiv überrascht, als Yuri ihr Können unter Beweis stellt und einen Ausgang öffnet, der uns aber nur in einen weiteren Gang bringt. Dieser ist aber mit Leichen gepflastert. Blinde Besatzungsmitglieder, Bilkas und Söldner von Büchners Blechbüchsen. Wir sind auf dem richtigen Weg zum Ausgang in der dritten Bastion. Und wir hören ein irres Lachen. Klar, Büchner ist auch hier und er freut sich, uns zu sehen. Der Kerl hat zwei Boltpistolen und ein Kettenschwert, das er beidhändig schwingt. Das Interessante ist, er hat auch die beiden Boltpistolen in den Händen. Wie das geht? Nun, des Rätsels Lösung ist, der Söldnerhauptmann hat vier Arme! Sein irres Lachen greift meinen Geist an und ich kriege den Großteil des Kampfes nicht mit. Als ich aus meiner Stasis erwache, sind alle anderen in Stasis gefallen. Das vierarmige Ding, das einst ein angesehener Söldnerführer gewesen war, steht fast direkt vor mir. Ich hebe Himmelssturm und spreche das Urteil des Imperators über ihn. Tod! Er zerplatzt regelrecht, als die Garbe massereaktiver Geschosse ihn von innen heraus zerfetzt. Hat er nun davon!


Um zwei hervorragende und reich verzierte Boltpistolen reicher ziehen wir weiter. Auch das große Kettenschwert wandert in meinen Fundus guter Waffen. Kettenschwerter sind meist elegantere Waffen, als man meinen würde. Dazu noch ein Konverterfeld, damit lässt sich was anfangen. Als nächstes kommen wir in einen Raum, wo vier blinde Besatzungsmitglieder und drei Bilkas gefesselt herumliegen. Wahrscheinlich Beute des irren Hauptmanns. Ich töte die drei Bilkas mit Kopfschüssen und befreie die Besatzungsmitglieder, nachdem sie mir versprochen haben, uns hier herauszubringen. Der Anführer der kleinen Gruppe hießt Warran und seine Ziehtochter Anna. Die beiden öffnen verdeckte Gänge und bringen uns tatsächlich hier heraus, allerdings landen wir wieder im Zerstörer. In dem Labyrinth können sie sehen, in der realen Welt dagegen sind sie blind. Ich lasse sie internieren und sorge dafür, dass sie gut behandelt werden, nachdem wir den Zerstörer verlassen haben. Nach meinem Chrono waren wir zwei Stunden weg, aber hier in der Realität sind mehr als sechs Stunden vergangen.


Nun gut, und nun? Da wir schon mal hier sind, inspizieren wir den Rest des Zerstörers mit einer Gruppe Thuleaner und lasse mir einen Kostenvoranschlag machen. Einiges ist schon im Gefecht zwischen den Freihändler und der blinden Besatzung zu Bruch gegangen. Die Meuterei hat ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Die Landung auf diesem Planeten auch. Es wird was kosten, es zu reparieren. Das Schiff ist auf schnelle Überfallmissionen ausgelegt. Anschleichen, zuschlagen, entern, plündern und dann abhauen. So etwas kann noch keines meiner Schiffe. Die Zielmatrix ist Archäotech und kann auf die "Audacia" gebracht werden. Gut, kann man sich überlegen. Die Reparatur wird mich etwa zweihundert Millionen Throne kosten. Holla! Nicht gerade billig, aber wirklich zu überlegen. Wobei dies natürlich ein Sonderpreis ist, da dies nur die reinen Materialkosten sind für Komponenten, die hier nicht vor Ort fertig herumliegen. Aber ich brauche jedes Schiff, das ein Geschütz tragen kann. Der Krieg dämmert am Horizont heran und meine Feinde sind ungezählt. Zeit sie endlich zu dezimieren. Dieses Schiff wird meiner Flotte eingefügt werden. Also veranlasse ich die Reinigung von der bisherigen Besatzung und das Schließen der Portale, was Lady Helmchen fertig bekommt.
 
Und so geht die Episode mit den Thulies wohl zu Ende.

Noch nicht ganz, da kommt noch was.

Reiche Beute wie mir scheint.

Akzeptabel, da Flavion die Thuleaner noch braucht.

Was machen eigentlich die anderen Schiffe von Conari so in der Zeit?

Der Zerstörer liegt iirc zu dem Zeitpunkt noch bei der Schrottwerft und die Besatzung trainiert noch. Seine Vasallenschiffe führen ihre Geschäfte und Missionen durch.


Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Hauptquartier der Thuleaner
Zeit: 2 270 785.M41

Die Reinigung der "Servitor Imperalis" ist abgeschlossen. Fünfzig Sehende und hundertfünfzig Blinde waren noch an Bord des Schiffes. Vierzig sind deutlich vom Warp gezeichnet und werden sofort aussortiert. Das heißt, sie werden der direkten Gnade unseres Gottimperators überstellt. Der Rest wird in meinem Dienst übernommen.

"Lord-Kapitän, es würde gut aussehen, wenn ihr den Blinden neue Augen geben würdet!", meint Althea schon beinahe flehentlich. Was für eine gute Seele sie doch ist. Allerdings kostet das einiges für die hundertzehn verbliebenen Menschen.

"Ihr meint, ich kann damit meinen Ruf als imperiumstreuer Wohltäter festigen, in dem ich verkappte Chaosanhänger von ihrem offensichtlichen Makel befreie?", erwidere ich sanft.

"Oh, daran habe ich gar nicht gedacht", meint die Pilotin geknickt. Also bin ich mal nicht so und veranlasse, dass sie neue Augen bekommen.

Ich will nicht länger warten, da die Stryxis offensichtlich das Warplabor evakuieren. Warren und Anna führen uns also durch das Labyrinth. Mit Führern, die sich hier orientieren können, geht das recht fix.

"Da kommt was auf uns zu!", quietscht das Mädchen erschreckt und versteckt sich hinter mir. Keine Sekunde zu früh, denn ein riesiger Hund mit glühenden Augen bricht in den Gang ein. Das Ding trägt Helm und Rüstung aus Bronze. Es hat ein reich verziertes Halsband aus Bronze mit rot glühenden Symbolen darauf. Die Rüstung ist mit den Schädelrunen des Körnchen verziert. Wütend knurrt die Bestie uns hasserfüllt an und greift augenblicklich an. Ich stelle mich der Bestie in den Weg, pariere seine Attacken und gebe ihm Blitzgewitter zu schmecken. Magister Militaris Ares eilt dienstbeflissen an meine Seite, nachdem Lady Helmchen vergeblich versucht, das Ding zu bannen. Hier kann man nichts bannen, da wir praktisch schon im Warp sind und nur durch die dünnen Gänge des Labyrinths von der Sphäre des Wahnsinns entfernt sind. Die von Energieblitzen umhüllte Faust kracht gegen den Schädel des Höllenhundes und zertrümmert diesen. Da hilft auch der Helm aus Bronze nichts mehr.

"Gut gemacht, Ares! Das nenne ich mal eine harte Rechte!" Der Magister Militaris erhebt triumphierend seine Energiefaust, an der noch dämonische Hirnmasse herunterläuft. Schade, dass ich das Ding nicht als Trophäe mit zur "Audacia" nehmen kann. Ausgestopft würde sie bestimmt einige her machen. Also lassen wir es liegen und gehen weiter. Schließlich erreichen wir nach einer halben Stunde einen kleinen Vorraum, in dem sich zwei Stryxis und vier Fleischmännchen mit reich verzierten Energieklingen aufhalten. Wir kämpfen sie in Rekordzeit nieder, da wir sie komplett überraschen. Vor uns ist ein Durchgang, durch den wir gehen. Es ist tatsächlich das Warplabor, was wir hier betreten. Die Stryxis haben sich wohl hier schon wohnlich eingerichtet gehabt. In der Mitte steht ein riesiger Tank mit Nährflüssigkeit, der aber jetzt ausgelaufen ist. Darin befand sich ein riesiges Ding, das wie eine überdimensionierte Raupe von den Ausmaßen eines Vierachsers aussieht. Gleich sechzehn Fleischmännchen schleifen es über den Boden, weil es sich aus eigener Kraft wohl nicht bewegen kann. Was in aller Welt mag das nur sein?

Vier Stryxis überwachen die Station. Drei tragen die übliche verlumpte Kleidung, die so typisch für ihre Erscheinung ist. Der vierte dagegen trägt ein weißes Gewand und eine reich verzierte zeremonielle Rüstung. Das ist äußerst interessant, wahrscheinlich einer ihrer obersten Anführer. Noch ist alles friedlich, obwohl sie wissen müssen, dass wir gerade ihre Wächter umgenietet haben. Der Anführer kommt beschwichtigend auf uns zu.

"Lord-Kapitän Conari nehme ich an?", meint der Würdenträger mit der besten Aussprache, die ich je bei diesen Xenos gesehen habe. Bruder Obskurus fummelt an seinem Flammenwerfer wie ein Scholar an seiner Freundin herum der meint, etwas beweisen zu müssen. Irgendwie peinlich, dieses pubertär anmutende Gehabe von Bruder Obskurus. Ich lasse mir nichts anmerken und trete vor.

"In der Tat, mit wem habe ich das Vergnügen?"

"Mein Name ist Xalax", erwidert der Stryxis. Schade, ich hätte mir einen Titel erhofft, um ihn besser einschätzen zu können.

"Was in aller Welt ist das?", frage ich auf das Ding zeigend.

"Das ist ein lebendes Gedächtnis meines Volkes. Das ist sozusagen eine Art Speicherstein." Interessant, wäre bestimmt hilfreich, was darin steht. Leider habe ich keine Möglichkeit, die Daten auszulesen, die Stryxis angeblich auch nicht, da nur die Yu´vath die Gabe hatten, darauf zugreifen zu können. Kann man nun glauben oder nicht. Ich mach diesem Xalax klar, dass Ilisk nun mir gehört und alles, was sich darauf befindet. Sieht er etwas anders, aber ich lasse durchblicken, dass sie das hier kaufen können. Nach etwas hin und her bietet er mir zuerst Sklaven an, was ich dankend ablehne. Letztendlich einigen wir uns auf zweihundertzwanzig Millionen Throne als Kompensation und die Koordinaten von drei noch freien Welten mit reichen Rohstoffvorkommen. Die Throne sind auf einem Konto des Handelshauses Krynn hinterlegt. Interessant, die machen sogar Geschäfte mit Xenos! Wenn das die Inquisition wüsste! Nicht dass ich damit gleich petzen gehen würde, aber zum ersten Mal habe ich etwas gegen das Handelshaus in der Hand. Der Kontakt mit Xenos ist bei Todesstrafe verboten. Das Führen eines Kontos für diese Art ist auch kein Verbrechen, das milder bestraft werden würde. Ich bin sicher, da wäre jemand Feuer und Flamme, wenn ich diese brisante Information weiter geben würde. Was ich natürlich nicht ohne große Not vorhabe. Aber dieses Handelshaus wird mir immer suspekter. Und es ist natürlich die Frage, ob diese Informationen überhaupt stimmen. Sofort veranlasse ich eine astropathische Anfrage über die Kontonummer.

Gespielt am 04.01.2014
Spielleiter: Stefan
SC:
Flavion Conari Freihändler Rang 6
Altea Puppila Meisterin der Leere Rang 6
Bruder Obskurus Rang 5
Techpriester Fidilius Rang 4
EP: 350
Besiegte Feinde:
1 Höllenhund des Khorne
3 Harpien
2 Stryxis
4 Fleischmännchen
Beute:
220 Verkäufe hinterlegt bei Handelshaus Krynn
Position von 3 Systemen mit Rohstoffvorkommen
Zerstörer der Hazoth Klasse "Servitor Imperialis"

Gedanke des Tages
Immer noch auf Illisk. Mal sehen, was sich daraus noch alles entwickeln wird. Durch die Winterferien hatten wir jetzt drei Sitzungen in Folge. Auch mal schön, wenn man vorankommt.
 
Personae Dramatis
Personae Dramatis

Personen der Weite

Caligos Winterscale - amtierender Herrscher über Winterscales Reich, hatte eine Fehde mit Ravion Conari. Und einen heißen Krieg auf Lucins Odem mit Aspyce Chorda.
Aspyce Chorda - grausame Freihändlerin, die ihre Geschwister in Kryotanks eingesperrt hat. Hat einen ruinösen Krieg mit Caligos Winterscale um die Nephiumfelder auf Lucins Odem am laufen.
Anastasia Chorda aka Anna Corridas - Aspyce jüngere Schwester, ehemalige Flottenoffiziern und zur Zeit unter falschem Namen auf der "Audacia"
Erzmagos Paracelsus Thule - Gründer der Jünger von Thule, einer radikalen Fraktion des Mechanicum, welche gezielt Artefakte des dunklen Zeitalter der Technologie suchen und erforschen.
Lady Anagai - Wahrsagerin in der Klause
Herr Bilka - Emissär der Stryxis, ein Kunstmensch. Es gibt viele Klone von ihm in den Diensten der Stryxis.

Quintus und sein Gefolge

Quintus Conari - ältester Bruder von Flavion, Kronprinz und designierter Erbe des Hauses Conari

Personen von Karmesin Trost

Xanador Ral´Adun - Der Meister der Spiele von Karmesin Prime. Hat vor siebzig Jahren die Führung übernommen.

Crew der "Audacia"

SC:
Kapitän Flavion Conari Freihändler - Lordkapitän der "Audacia"
Solun Ares Magister Militaris - Ehemaliger Soldat der Imperialen Armee und nun amtierender Waffenmeister der "Audacia"
Althea Puppila Meisterin der Leere - Junge dunkelhaarige Frau mit Pferdeschwanz, zweiter Steuermann.
Bruder Obskurus Astropath - Laien Prediger und Erleuchteter Astropath
Yuri aka Lady Helmchen Navigator - junge Frau mit zu vielen Gelenken in den Gliedern

Schiffe

"Audacia" - Flaggschiff der Adelsfamilie Conari, Leichter Kreuzer der Monitorklasse im Drehbankschema.
Perfekte Flamme - Flaggschiff von Aspyce Chorda
Hohes Risiko - Fregatte der hochverschuldeten und Drogensüchtigen Machenko
Knochenschinder - Fregatte unter Kommando des berüchtigten Kapitän Hellgrett Borgar
Offene Hand - Zum Forschungsschiff umgebauter Transporter unter dem Kommando von Liev Falkund
Ripper - Kreuzer unter Kommando von LK Jeremiah Blitz
Fentons Rache - Fregatte

Orte

Der Schlund - Die einzig bekannte stabile Route durch die Warpstürme, welche den Calixissektor von der Koronusweite trennen.
Anmut - Hinter einem Warpsturm versteckt, in Besitz von Flavion Conari
Aufbruch - Station, welche die Sonne Furibundus umkreist, markiert den Ausgang des Schlundes, das Tor zur Koronusweite.
Blauer Schweif - Gasplanet mit Gasförderstation, in Besitz von Flavion Conari
Koronusweite - Halosterne nördlich des Calixissektors und des Segmentum Obscurus
Schellak System - Grüner Neutronenstern, welcher von drei Asteroidengürteln umkreist wird. Standort einer Mine und liegt im Schlund
Damaris - Bevölkerungsreichste Planet in der Weite. Großer Tempel des Drusus.
Karmesin-Trost - Vergnügungswelt
Karo Ass - Todeswelt mit Forschungsstation, in Besitz von Flavion Conari
Maleziel - Gefängniswelt
Lucins Odem - bekannt für seine Nephiumquellen und als von Caligos Winterscale Aspyce Chorda umkämpftes Kriegsgebiet
Die Schrottwerft - Unabhängige Werft in einem Warprissbereich, wo Weltraumwracks ausgespien werden.
Illisk – geheime Welt der Thuleaner und Sitz deren Konzils

Xenosrassen

Orks - Haben mit den Hunert Hunert Zsänen ein eigenes kleines Sternenreich in der Weite
Stryxis - Händlerrasse, fliegt mit "Karawanenschiffen", erbeutete Schiffe anderer Rassen die mit gigantischen Ketten miteinander verbunden sind und von einem Hauptschiff geschleppt werden. Dienerrase der Yu´vath.
Raggol - Berüchtigte Xenos in der Weite, haben Schiffe mit nicht richtig abgeschirmten Atomreaktoren, Acht Gliedmaßen und nicht zu Verhandlungen fähig. Töten oder getötet werden.
Yu´vath - Ausgelöschte, vom Chaos korrumpierte Xenosrasse, Grund des Angevin Kreuzzuges
Eldar - zwei Fraktionen gibt es in der Weite, die Zwielichtschwerter unter Prinz Caeluthin Baharrudor der "Sturmjäger" und die Piratenbande "Kinder der Dornen"

Fraktionen

Die Saynays - Berüchtigter Klan dekadenter und blutrünstiger Adliger, die zum Erzfeind übergelaufen sind und mit einer Flotte aus Zerstörern hauptsächlich die Findlingswelten und den Kessel terrorisieren.
Kasballica Mission - großes Syndikat, welches in der Weite und im Calixissektor agiert
Handelshaus Krynn - Bankiers mit großem Einfluss, Ravion hat viele Schulden bei ihnen angehäuft
Thuleaner - Ominöse Splittersekte des Mechanicum, Erbauer der "Audacia". Kaufen Halosternartefakt auf.

Kapitel 48
Neue Feinde, neues Glück


Position:
Hecaton Risse
Illisk System
Illisk
Hauptquartier der Thuleaner
Zeit: 2 273 785.M41

Nach einem Tag, den ich damit verbrachte, verschiedene Projekte anzustoßen und die Reparaturen zu forcieren, beschließe ich, endlich diese uralten Xenos Ruinen auf diesem Planeten näher zu untersuchen. Es gibt mehrere Punkte, die von den Thuleanern untersucht worden sind. Bei drei finden sich noch Energiesignaturen von unterirdischen Anlagen. Das macht mich neugierig und ich trommle meine Führungscrew zusammen. Fidilius bleibt zurück, um die Arbeiten auf der „Audacia“ zu koordinieren.

Nach kurzem Flug erreichen wir ein Ruinenfeld. Am Rand des Feldes ragt ein gewaltiger runder Turm in die Höhe. In acht Stufen schraubt er sich in die Höhe und bildet so eine Art gigantisches rundes Zikkurat. Eine beeindruckende Struktur. Aber zuerst wollen wir die Ruinen am Boden untersuchen. Ein Platz ist freigeräumt worden. Noch im Landeanflug werden wir angefunkt. Die Nachricht ist verstümmelt und ich versuche zu antworten. Erst kurz vor der Landung schaffe ich es den Maschinengeist soweit zu motivieren, dass die Stimme verständlich aus dem Äther kommt.

„Unbekanntes Flugobjekt, bitte identifizieren sie sich oder wir schießen sie ab!“ Das hört sich nicht nett an.
„Hier spricht Lord-Kapitän Conari von der „Audacia“, mit wem habe ich das Vergnügen?“, frage ich freundlich. So wie es aussieht ist dort unten tatsächlich ein Stützpunkt der Thuleaner. Nach etwas Hin und Her werden wir mit Lenkraketen beschossen. Wirklich nicht nett! Meisterin Puppila leitet Gegenmaßnahmen ein und bringt uns aus der Gefahrenzone. Ich lasse zwei Furys starten, ebenso ein Landungsboot mit Truppen klar machen. Die beiden Furys brauchen mehrere Anflüge, um die drei Raketenstellungen zu vernichten. Das dauert seine Zeit und endlich können wir auf einer von Strukturen befreiten Landefläche nieder gehen. Die Ruinen um uns herum sind zum größten Teil kollabiert. Wir bekommen noch einmal einen Funkspruch hinein, wo man mich der Techhäresie beschuldigt, weil ich das Konzil ausgelöscht habe. Ich versuche zu erklären, was da passiert ist, aber ich treffe nur auf taube Ohren.

Die Ruinen bedecken hier eine Fläche von knapp hundert Quadratkilometern. Das Baumaterial ist eher primitiv. Behandelter Naturstein. Aber die Außenflächen sind mit Ornamenten verziert gewesen. Schließlich erreichen wir eine Rampe nach unten bar jeder Verzierung. Wahrscheinlich eine Ausgrabungsstätte der Thuleaner. Schließlich erreichen wir in ziemlicher Tiefe ein großes Panzerschott, das von einem an der Decke angebrachten Geschützturm verteidigt wird. Bruder Obskurus erklärt sich bereit, mal anzuklopfen. Das tut er auch und beginnt ein Gespräch mit dem Maschinenpriester, der hier wohl das sagen hat. Jedenfalls baut sich ein Hologramm von einem Priester hier auf. Wie üblich kommt nur Nonsens aus dem Mund von Bruder Obskurus und ich begebe mich aus der sicheren Deckung und berede das mit dem Techpriester selbst. Ich erkläre ihm die Situation und wie die Stryxis das Konzil mit Hilfe von dämonischer Warphexerei getäuscht haben, indem sie die Überwachungssysteme manipuliert haben. Ich lasse über Breitband eine Liveschaltung zu Zathor Rak legen, der die Sache dann klärt. So werden wir eingelassen.

Diese Anlage ist keine Ausgrabungsstätte, sondern das Lager für 517 Psioniker, die tiefgefroren auf den Einsatz auf der Audacia warten. Holla! In zwei anderen Lagern stehen Komponenten bereit, um in meinem Schiff eingebaut zu werden. Das Ganze soll dazu dienen, den letzten Yu´vath einzukerkern. Die Thuleaner nehmen an, dass der letzte der Yu´vath die wahrscheinlich finale Existenzstufe dieser Spezies erreicht hat, die sogenannte Geistgestalt. Diese Xenos scheinen in der Lage zu sein, am Ende ihr körperliches Sein aufzugeben und sich vergeistigen. Oder zu einem Dämon zu werden, wie ich befürchte. Thronverdammt!

Jedenfalls ist eine Modernisierung der Chorkammer nötig, ebenso braucht man nach den Forschungen der Thuleaner etwa 400 Psioniker für den Chor. Prima! Kaum habe ich meine Thuleaner unter Kontrolle, da es kein nerviges Konzil mehr gibt, soll ich 400 unsanktionierte Psioniker an Bord meines Schiffes lassen. Das erscheint mir keine besonders gute Idee zu sein. Besonders da ich den Yu´vath nicht unbedingt gefangen nehmen, sondern ihn vernichten will. Bruder Obskurus ist natürlich Feuer und Flamme und will immer mehr Details wissen. Mir ist nicht wohl dabei, eine solche Macht einem Wesen wie Bruder Obskurus zu überlassen. Immerhin ist er kein Mensch mehr, sondern hat auch so etwas wie eine Geistgestalt. Natürlich geht damit große Macht und ein großes Risiko einher. Mit dem Chor kann man mehr als nur den Yu´vath einfangen. Allerdings ist das Risiko nicht zu vernachlässigen. Nach intensiven Beratungen stimme ich mit einem flauen Bauchgefühl der Modernisierung der Chorkammer zu. Und einer stufenweisen Aufstockung des Chores. Zuerst zwanzig, dann sehen wir weiter.

Der Techpriester gibt uns noch den Tipp, dass sogenannte Genatoren unserem Bruder Obskurus seinen Körper zurückgeben könnten. Allerdings scheint unser Astropath nicht wirklich an einer Änderung seines Zustandes interessiert zu sein. Momentan ist er praktisch unsterblich, so lange die „Audacia“ und die Chorkammer noch existieren. Aber wird dieser Zustand noch Spaß machen, falls er sein „Gefängnis“ mit einem bösartigen Yu´vath teilen muss?