Entwicklung der Bausätze

Ich glaub hat einfach deine These ist nicht glaubwürdig. V.a. veraltet, die 3D Drucker haben auch geschnallt, dass bevor die Leute 50 Euro bei GW lassen und für n 10er Bits kaufen, nimmst ihnen lieber gleich die ganzen 60 ab.
Mag an meiner Erkältung liegen, oder so ganz generell an mir, aber ich kapier die Aussage nicht.
 
zB das neue Deathwatch Team. Das bewerben sie mit 19! Köpfe und 26! Schulterpanzer. Als ob's was positives ist. Aber am Ende sind's dann 35 ungenutzte Bits.
Köpfe kann man immer gebrauchen für die Your Dudes. Und die Ordens-Schulterpanzer der Deathwatch sind etwas für Bitz-Anbieter oder zum Tauschen - oder man baut nebenbei noch an Roten Korsaren (ich hatte vor etlicher Zeit auch mal die Idee, angehende Techmarines als Alliierte fürs Adeptus Mechanicus einzusetzen, also noch als normale Marines in roter Rüstung mit etwas Bionics - dafür wären die auch ideal).
 
Ich find das erfrischend, wieviel Gutgläubigkeit manche noch haben. Ehrlich, positiv erfrischend.

GW ist eine Firma, die tolle Sachen macht. Und eine Firma die an ihrer heiligen Kuh Bruttomarge, Level obszön, festhält und alles tut das zu erreichen. Dazu ist GW bekannt für mannigfaltige Verrenkungen im Hinblick auf IP und Urheberrecht.
Darüberhinaus sind allerlei Shenagians großer Firmen und Konzerne weltweit bekannt, die in solche Richtungen wir hier beschrieben gehen.

Da noch davon auszugehen, dass das Bauteil linker Unterschenkel - Lendenschurz - Kopf, verbunden mit Stiften, oder das Bauprinzip Monopose/Snapfit mit wirklich absurden Einzelteilaufteilungen, KEINE Managment Entscheidung strategischer Natur sei, finde ich erfrischend. Ja erfrischend. Da haben sich manche noch einen Glauben daran bewahrt, dass der Mensch per se gut ist. Ich wünschte ich hätte mir das so bewahren können, meine ich ernst.

Ich kauf trotzdem von denen was mir gefällt, sage halt dennoch für mich, es wird mir als Bastler immer schwerer gemacht und ich selbst bin von der dahinterliegenden Absicht aus strategisch-wirtschaftlicher Überlegung überzeugt.
 
Kein Argument, aber viel Meinung. Ich halte es da einfach ganz frei nach Hanlons Razor,
Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity

Eine Erklärung, warum komischerweise nur die Starterboxbausätze oder Snap-Fit-Modelle aus Brettspiel(äquivalenten) so aussehen, während an den regulär verkauften Boxen nicht einmal Stifte dran sind, kam bisher nicht. Das die Starterboxmodelle bereits mindestens seit der 5. Edition reduziert sind, und das bewusst so ist, steht auf einem anderen Blatt. Das die Modelle teurer werden ist auch ein offenes Geheimnis, von daher teile ich auch deine Kapitalismuskritik 😉

Zu glauben, dass da der BWLer sagt, mach mal den Stift länger und verbinde den mit dem Kopf widerspricht dann aber schon meiner Vorstellungskraft 😀
Wenn man es so durchziehen wolle, könnten ja in der Theorie einfach alle Modelle so designed werden, wie die Starterboxmodelle. Wir reden hier aber auch über eine Firma, die Gussrahmen so designed, dass sie sich selber regelmäßig damit für ihre Spielsystem ansche*ßt. Die Gussrahmen aus Starterboxen und Brettspielen sind meistens so designed, dass du verschiedene Modelle auf einem Rahmen hast, was zu so Blüten wie "Mortarions Auserwählten" geführt hat. Spätestens seit der 8. Edition mit den Snap-Fit Posen hast du in diesen Boxen Gussrahmen, die nur schwer sinnvoll als Folgeprodukt zu vermarkten sind. Du kaufst zum Beispiel Poxwalker zusammen mit Bestandteilen von Seuchenmarines. Gleichzeitig schafft sich GW stets ein Konkurrenzprodukt selber, indem sie neben einigen Bausätzen der Starterbox noch die "reguläre Variante" bringen.
 
ich selbst bin von der dahinterliegenden Absicht aus strategisch-wirtschaftlicher Überlegung überzeugt.
Allein, es fehlt der Beweis, somit hast du eine Mutmaßung, deren technischer Aufwand im Verhältnis diese eher fragwürdig erscheinen lässt, denn ob das mit Werkzeugen und Maschinen immer so kompatibel sein wird, vmtl. eher nicht...
 
@Haakon Jap, is was dran.
Das Problem ist doch schon, dass ich annehmen müsste, dass der BWLer, dem sonst unterstellt wird, keine Ahnung zu haben, wodurch das Produkt schlechter wird, zu unterstellen, dass er doch Ahnung hat und das Produkt bewusst verschlechtert. Denn wo eine Anordnung ist, muss diese eben auch kontrolliert werden.

Und insofern hatte @derRayko komplett Recht, wenn er von einer Glaubensfrage spricht. Das ist im Kern die Erzählung um die Spielstärke neuer Modelle. Mal sind neue Modelle immer besser, aber nicht alle, weil "so offensichtlich soll es ja nicht sein". Andere würden dir sagen, dass das den normalen Schwankungen unterliegt (Hammerfail Bunker 😛 ) und paar "andere/ältere" Einheiten durchaus verdächtig gut waren (Ironstrider Ballistarii in der 9. Edition).
 
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Das Problem ist doch schon, dass ich annehmen müsste, dass der BWLer, dem sonst unterstellt wird, keine Ahnung zu haben, wodurch das Produkt schlechter wird, zu unterstellen, dass er doch Ahnung hat und das Produkt bewusst verschlechtert. Denn wo eine Anordnung ist, muss diese eben auch kontrolliert werden.
Naja, es gibt auch bei denen "Daywalker" die sich mit dem Produkt tatsächlich auskennen.
Und soweit ich weiß, versucht GW sich die eigenen Führungskräfte im unternehmen hochzuziehen.
Einer unser besten Verkäufer is ein Waschechter Im Fach Studierter System Engineer für Netzwerktechnik.
Manch mal gibt es diese Überschneidungen.
 
Ihr dürft gerne glauben, dass Menschen und die Firmen die sie leiten niemals Dinge tun würden, die moralisch diskutierbar sind, um ihren Umsatz zu maximieren. Ich bin eben anderer Meinung, habe diese kund getan.

@Haakon erstmal einen raushauen: "Kein Argument, aber viel Meinung.", danach zugeben das solcherlei Vorgehen jenseits deiner Vorstellungskraft läge............merkste selber oder? 😉

Ich bin dann mal raus aus dem Thread, das wird sonst eh wieder das übliche Gaslighting.
 
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Ich bin auch überzeugt, dass die Regeln von GW als Teil des Marketing angesehen werden. Ebenso wie die Bestückung und Zusammensetzung der Gußrahmen.
Im ersten Fall muss das aber nicht für jedes neue Modell gelten. Und bei der unterschiedlichen Kompetenz der Autoren muß das auch nicht immer erfolgreich sein.
Im 2. Fall sehe ich tatsächlich eine Einschränkung durch die technischen Möglichkeiten bzw. Kosten. Snapfit und EtB Modelle haben aber imho nichts damit zu tun, dass das kitbashen erschwert oder ed Druck erschwert werden soll. Imho einfach nur für Einsteiger einfach zu bauen (was ich persönlich auch begrüße).
 
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Nicht umsonst habe ich drei relativ unterschiedliche Meinungen geliked.
Ich denke, es kann alles zu Teilen wahr sein.
GW wird sich keinen Zacken aus der Krone brechen, um es seinen Kunden angenehmer zu machen – etwa durch Kosteneinsparungen mit zusätzlichen Bits. Aber ich glaube auch nicht, dass sie ernsthaft Energie hineinstecken, nur um uns absichtlich zu ärgern.

Ich denke, es hat etwas damit zu tun, dass man eine gewisse Konsistenz in den Produkten braucht.
Wenn die Designer mit viel Herzblut einen fantastischen Gussrahmen erschaffen, wird man in Zukunft einfach alles andere daran messen.
 
Mir scheint es gibt hier etwas auseinandergehende Vorstellungen von Basteln/Umbauen und Austauschen von modularen Teilen/Kitbashing. Ersteres braucht etwas mehr (bzw. überhaupt) Arbeit, ist aber auch mit den komplexeren Bausätzen locker möglich - ich meine früher hatten wir Metall und nicht nur Polystyrol. Und wenn irgendwas zum Austauschen aus mehreren Teilen besteht dann baut man das Modell halt erst zusammen und entfernt dann den entsprechenden Part. Die beliebtesten Umbauten der Inquisimunda/Blanchitsu-Community waren das Gespenst und der Nurgle-Lord.

Modulare Bausätze sehen (je nach Grad) üblicherweise auch so aus, während einige der komplexen PS-Bausätze Resin Konkurenz machen können. Und etliche möglichst spektakuläre Plastikminiaturen herzustellen ist GWs Geschäftsmodell. Und es gibt durchaus noch etliche Kits mit Möglichkeiten zum gepflegten Kitbash.
 
Und es gibt durchaus noch etliche Kits mit Möglichkeiten zum gepflegten Kitbash.

kitbash heisst doch gerade so, weil man unterschiedliche Kits zusammen-basht um etwas neues zu erstellen.
Ob das Jetzt ein Space Marine mit Stormcasthelm ist, oder eine Nurgle-Monstrosität aus 20 Bausätzen ist da egal...

Wenn ich unterschiedliche Teile aus einem Kit nehm ist es doch kein kitbash

Stock = Nur aus dem gebaut, was in der Box ist.

Conversion = Im Wesentlichen, was in der Box ist + Aftermarket-Teile/selbstgebaute Teile, um eine andere Marke/Version zu erstellen.

Kitbash = Ein oder mehrere Bausätze + Aftermarket-Teile/selbstgebaute Teile, um eine wesentlich andere Version oder ein völlig anderes Objekt zu erstellen.

Scratchbuilt = Wesentlicher Teil des Bausatzes aus selbstgefertigten Teilen, mit oder ohne Aftermarket- oder Spender-Kit-Teile zur Detaillierung.

(Grenzen sind fließend)
 
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Das mit dem Snapfit in den Starterboxen ist zum größten Teil sicher eine Einstiegserleichterung. Als Neuling soll man ja schnell gute Ergebnisse erzielen, ohne groß Technik oder Talent zu benötigen. Es ist schlicht so idiotensicher gestaltet, dass es möglichst keinen Überfordert. Man kann nicht die falschen Waffen ans Modell kleben, wenn es keine Option darauf gibt. Man bekommt zwangsläufig eine coole Pose und kann nicht versehendlich einen komischen Haltungsschaden zusammenkleben, weil man nicht ordentlich genug gearbeitet hat. In der guten alten Zeit hat das sicher viele zur frühen Hobbyaufgabe getrieben. Auf dem Gebrauchtmarkt war das auch immer ganz gut zu erkennen, wo dann die Motivation weg war.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass GW da nicht auch die Fälschungssicherheit im Auge hat. Bei dem, was man mit einem 3D Drucker anstellen kann, müssen sie das zwangsläufig mit auf dem Schirm haben. Wenn man nun alle GW Teile miteinander kombinieren kann und da dann noch überall gedruckte Einzelteile dazwischen sein können, ist es echt anspruchsvoll die Echtheit einer Mini einzustufen. Wenn man möglichst genormte Modelle hat, wird das deutlich leichter. Zumindestens kann man sich bei einer reinen Klontruppe halbwegs sicher sein, dass sich das keiner freiwillig drucken würde.

Was das Kitbashing angeht, ist das klar schlechter geworden. Man muss öfters schneiden und die Schnitte sind schwieriger. Besonders ärgerlich ist es, wenn man ein Teil nicht zerstörungsfrei weg bekommt, weil der Winkel so ungünstig ist. In der "guten, alten Zeit" war man da wesentlich freier, weil fast alles nach dem gleichen System unterteilt war. Einfach so lange Körperteile aus der Bitzbox mit Knete zusammenpappen, bis man seine Wunschmini hatte.
 
Ich denke nicht dass Snapfit einen Schutz vor Raubkopierern darstellt.
Ich mein, wenn man die TSons Flame Icons, den ganzen Sorcerer Bausatz und die fisseligen Stäbe gescannt kriegt, dann gibt es nichts an Space Marines was einen Scanner aufhalten könnte ^^

Optisch sieht man da, sobald Farbe drauf ist, sowieso keinen Unterschied mehr.
Man merkt es aber auf jeden Fall sobald man die Mini in die Hand nimmt, gedrucktes Resin ist meist deutlich schwerer, und in der Regel auch haptisch anders, härter, weniger flexibel.
Der geschulte und interessierte GW Mitarbeiter bemerkt das sofort, egal wie GW die Minis designt.
Andere Entscheidungen, ja, die machen einen Druck schwieriger, aber Snapfit sicher nicht.
Wenn die Figuren sowieso Monopose sind scan ich die im Zweifel halt zusammengebaut und lass die an Stück drucken 🤷
Und ganz zur Not wird halt direkt am Computer designt und gar nicht gescannt, alles kein Thema mehr.

Ich habe auch schon Minis für Turnierspieler gedruckt, die haben sich gezielt eine "vorteilhafte" Pose gesucht die ich dann 20 mal ausgedruckt hab 🤷

Snapfit ist für mich auch nicht das Problem, das beschränkt sich hptsl auf Starterboxen.
Stilblüten die mich RICHTIG nerven gibt's natürlich trotzdem, die Necrons haben da ne Menge Nervkram, oder der DG Seuchenschlepper zb.

Das Problem sind für mich wirklich die forcierten Monoposen in regulären Bausätzen.
Besonders bei Großmodellen, Dämonenprimarchen, der Silent King, Void Dragon, Vortex Beast, da nervts mich RICHTIG
 
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@Gigagnouf das mit dem Scannen ist natürlich richtig, aber dann hat man eben wieder genau die Monopose, die man ja gar nicht will. Außer man ist ein möglicherweise anstrengender Turnierspieler.
Aber die fixen Posen machen es schon leichter nur mit hinschauen zu beurteilen, ob man eine Armee näher untersucht. Ich glaube nicht dass die bei GW jede mini antatschen, wenn nicht schon ein Anfangsverdacht besteht. 20mal die gleiche Pose sollte jedenfalls ein eindeutiger Hinweis sein. 😀