Wie bekommt ihr das Tabeltop-Hobby in den Alltag integriert?

Stoßweise und in Panik, wie damals in der Schule.
Meine Freunde malen praktisch ständig und sind teilweise schon bei der 3. Armee (alle in der 9. Edition wieder angefangen).
Ich bin ziemlich faul, bis ich merke, dass in drei Wochen mal wieder ein Spiel ansteht und ich ein paar neue Dinge möchte.
Dann mache ich mich an unserem Esstisch zum Ärger meiner Frau breit.
Aber immerhin sitze ich dann abends in ihrer Nähe und male dann abends bis nachts täglich, bis ich die Sachen zusammen habe, die ich brauche.

Dann wieder Wochen und Monate gar nichts.

Aber dadurch, dass ich nur BT spiele und meine 3k bemalt habe, ist das nicht mehr so notwendig.

Stattdessen ist es dann mal ein Riesenbatzen Ruinen, den ich für unser Apo-Spiel fertig mache, und dann wieder über 1–2 Wochen täglich bastle und bemale. Oder das Fronteris Gelände.

Dann wieder für Wochen und Monate nichts...

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Tatsächlich is die Armee sogar ein wenig größer. Ein Redemptor den ich mit als erstes gemalt habe, und mir nicht mehr gefällt steht nicht bei und 10 weitere Crusader sowie ein hammerfall Bunker..

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Vergraben unter dem Malzeug der Esstisch. Gut das an dem 8 Sitzen können und wir nur zu viert sind. Sonnst würden die Kinder beim Abendessen meine Sachen noch durcheinander bringen..
 
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DAS hatte ich auch ne Zeit lang. Das war total ätzend und ich musste mich da erst mal umerziehen, damit ich mal wieder einfach nur rumhängen kann. Das war ne enorme Verbesserung meiner Lebensqualität auch wenn der Output dadurch weniger geworden ist, mir geht's besser so.
Ich glaube das ist ein wichtiger Punkt. Manchmal hab ich die Zeit, aber nicht die Muse und dann muss abhängen auch mal sein. Dafür kommt der Drive zum Malen oder Bastlen dann wieder stärker zurück.
 
Geteiltes Leid ist halbes Leid ...

Tatsächlich ist es tröstlich zu lesen, dass es den meisten anderen Spielern hier ähnlich geht.
Ich schaffe vielleicht 8 Spieltermine im Jahr ... und an diesen vielleicht 1-2 Spiele. Vom Malen habe ich mich quasi komplett verabschiedet und Zusammenbauen ... na ja, der Pile of Shame wächst.

Meine wenige freie Zeit zwischen Arbeit, Frau und Kinder teile ich zwischen Rollenspiel (4-5 mal pro Jahr) und Tabletop. Lesen geht schon seit langem nicht mehr ... aber wenigstens geht manchmal Hörbuch während der Arbeit.
Irgendwie frage ich mich immer, wo meine Zeit eigentlich bleibt. Ich glaube hier treiben sich irgendwo die grauen Herren herum ...
 
Das ist sehr unterschiedlich und schwer zu pauschaliseren. Es gibt eigentlich nicht so die Hobbyzeit.
Oft schaufel ich mir abends 1-2 Stunden frei, oftmals sehr zum Leid meines Schlafes, siehe dazu den Begriff revenge bedtime procrastination. 😀
Die Frage ist dann aber oftmals, ob man dann Zeit und Lust hat, oder vielleicht nicht doch zu müde ist. Manchmal zockt man lieber was, oder sitzt dann doch auf dem Sofa. Und eigentlich ist es doch schon viel zu spät um noch etwas anzufangen,...

Für mich das Wichtigste ist, dass ich jeder Zeit könnte. Also ich brauche einen festen Platz auf dem direkt mehrere Projekte, ob Basteln und Malen, bereit liegen, dass wenn es dann mal passt ich mich einfach hinsetzen kann, umgucken kann worauf ich kann und dann wird los gelegt.
Wenn ich dann dazu komme und dabei bin, ist es mein absolutes Abschalten. Meditatives Malen und Basteln. Einfach Hörbuch an und für eine Weile abtauchen.
Und je nachdem was eben so los ist, passiert das häufiger oder seltener. Gerade eher selten, dass meine Hobbyzeit darin besteht hier diesen Beitrag zu verfassen. Den die kleine Auszeit und das Abtauchen ins Hobby für einen kurzen Moment sind dann der Blick in die Foren.

Spielen hab ich weitgehend aufgegeben nachdem die Entwicklung so schnell gewesen ist, dass sich jedes Spiel wie ein erstes Spiel in einer neuen Edition angefühlt hat und entsprechend Zeit gekostet hat. Vielleicht so 3-4x im Jahr. Wird hoffentlich im neuen Hobbyzimmer wieder besser und mehr. 🙂
 
Außerdem, Tolle geniale Armeeaufbauten, zauberhafte Malereien oder schöne Gelände Bauten habe ich eh nicht. Daher war ich auch gar nicht angesprochen.
Sicher? 😉 Dein Nostalgie Projekt ist echt cool und hat flair, deswegen habe ich mich entschlossen ein paar alte Minis doch nicht zu verkaufen.
 
Wie Du siehst, bist Du nicht allein mit dem Zeitproblem.
Das hatte ich mir schon gedacht, deswegen wollte ich wissen, wie ihr das so löst, vielleicht kommt man da auf Ideen.

Als Teenie/blutjunger Kerl hatte ich viel Zeit für Tabletop, da hab ich teilweise 3-5x die Woche gespielt. Jetzt halt 2-4x im Quartal. Dazu 1-2x die Woche was basteln/malen. Für mein soziales Umfeld ist es völlig normal, Termine mit bis zu 6 Wochen Vorlauf zu vereinbaren. Die Termindisziplin ist aber sehr hoch bei uns.
Wir haben früher auch schnellere Spiele am WE gehabt, Abends dann feiern und am nächsten Tag weiter zocken. Ich habe sogar morgens um 5 Uhr nach dem Feiern noch eine Mini anmalen können... 🫣 geht natürlich gar nicht mehr!

Aber ja, es gibt hier einige Kandidaten, die in kurzer Zeit einen so brutalen Output haben, bei gleichzeitig super Qualität.
Das stimmt und das finde ich sehr beeindruckend, was da abgeliefert wird.

Apropos Kinderbetreuung: Dazu gehört auch HeroQuest spielen und seltener gemeinsam malen und basteln.
Aber das ist doch richtig cool wenn schon gemeinsam HQ gespielt wird, das macht vieles wett!

Ist halt ne Frage der Prioritäten. Aktuell gibt es halt vieles was ich machen will, da muss ich meine Zeit einfach anders verteilen.
Jupp, das mit den Prios ist halt der Knackpunkt... irgendwas fällt immer hinter runter 🙃

Biste n hobby Schmetterling kriegste halt nix geschissen in dem Hobby.
🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣
 
So meine Damen und Herren,

vielen Dank für eure Ehrlichkeit und Einsicht, ich hoffe kann der eine oder andere hieraus was nutzen, ich bestimmt, die Idee mit der tragbaren Bastel- und Malstation ist schon mal gut, besonders da ich auch keinen festen Platz habe, da dass Büro geteilt werden muss. So was hatte ich mir auch schon überlegt und falls da jemand einen Tipp hat, ob es da nen Anbieter mit einer günstigen Lösung gibt, immer her damit.
 
Ich kann leider gar nicht viel neues beitragen. Ich reihe mich ein in die zeitlosen, von Unruhe geplagten Familienväter, die abends lieber erschöpft auf die Couch fallen, als noch den Pinsel in völliger Kreativität zu schwingen. 😀 Aber ganz so schlimm sieht es bei mir dann mittlerweile doch nicht mehr aus. Die Kinder haben einen ganz guten Schlaf, und dann kann ich mir theoretisch jeden Abend 1-2 Stunden Freizeit gönnen, die mit Malen, Zocken, oder mit der Frau Serien gucken verbracht werden. Das ist schon in Ordnung, weil es schon "schlechtere" Zeiten mit weniger Raum fürs Hobby gab.
Allerdings bin ich nach einem normalen Tag doch immer recht kaputt und der Griff zum Controller und Abtauchen in Kingdom Come 2 ist aktuell verlockender als sich aufs Malen zu konzentrieren.
Gespielt wird alle paar Wochen mal im Freundeskreis (aktuell Stargrave) oder in der Blood Bowl-Liga, in der ich mich aufgrund der zeitlich festgelegten Spieltage auch mal ranhalten muss.

@GreyPhantom Wegen der Malstation guck mal ob die von Hobbyzone dir zusagen könnte: https://www.fantasywelt.de/Hobbyzone-Grosse-Paintstation-Durchmesser-36-mm
Die gibt's auch in anderen Ausführungen, und mit Sicherheit auch von anderen Herstellern in ähnlicher Form.
 
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Eines der besten Bücher bezüglich so einiger ArbeitsverhältnisArbeitsverhältnise...

Eine merkwürdige Dopplung...

Meine Kollgen täuschen weite Teile des Tages vor produktiv zu sein und sind damit beschäftigt und dadurch hochgradig gestresst. - Dadurch sind sie aber in vielerlei Hinsicht mit sich selbst und den wenigen Aufgaben auf der überfordert.
Umgekehrt löse ich die gewichtigen Probleme auf der Arbeit und arbeite hochgradig konzentriert und produktiv, bin dadurch quasi schwer entbehrlich, somit kann ich Ruhe auf der Arbeit an manchen Tagen studieren, grundieren, basteln, lesen...

Ebenso habe ich nich bewusst für meinen unproduktiven Idiotenjob immer wieder entschieden. So konnte ich in den vergangenen 20 Jahren drei Studiengänge, zwei Promotionen, eine Habilitation abschließen und hunderte von Figuren bemalen.

Ausflüge in "angesehene" Arbeitsverhältnise endeten eigentlich immer mit einem Prozess vor einem Arbeitsgericht und einer Abfindung mit der damit verbundenen (Hobby)Freizeit.

Vielleicht bin ich auch einfach nur wenig empfänglich für die Formel, dass man doch bitte ständig für fremde Interessen hochmotiviert arbeiten soll... Meine Partnerin ist Ärztin und hat nie Zeit, da sie oftmals sich um die (idiotische) Lebensführung anderer kümmern muss (z.B. Notaufnahme), bzw. Patientenverwaltung...).

So bin ich ganz glücklich mit meinem Idiotenjob, gleich arbeite ich zwei drei Stunden, dann lese ich noch ein wenig Hegel und anschließend versuche ich mit Stoffresten und Mullbinden Figuren zu verschönern....

Leider suche ich immer wieder ein zwei Hobbykameraden die ähnlich arbeiten und sich nicht in Arbeit erstersticken lassen... Leider leider ist das recht selten in dieser Gesellschaft die sich stark über geldwerte Arbeit definiert...

Hier liegt quasi mein Hobbyproblem, der eine Teil meines Bekanntenkreise hat spzioökonomisch potente Arbeit (Fotschung, Entwicklung, Medizin, Jura...) und diese haben kaum Zeit für das Hobby und eine getaktete Freizeit, im Sinne; Also in ca 3 Monaten hätte ich am Samstag zwei Stinden Zeit... Der andere Teil des Bekanntenkreis hat sich in einer Mischung aus Arbeit , Geldsorgen (prekäre Arbeitsverhältnisse laufende Kosten...) und Übermoralisierung derart ververrannt, dass Hobbyaktivitäten schwierig geworden sind, dazu kommen diese überverwöhnten Kinder...

So sitze ich halt auf die nervigen Hobbykameraden , dir recht krumme Lebenswege gehen und dann und dann bei mir zu Gast sind.

Daher wer mal arbeitslos ist (habillitierter Philosoph oder Keltologe), keine Partnerin hat (Diabetis Mellitus seid 20 Jahren) völlig unterfordert auf seiner Arbeit ist (z.B. Finanzamt oder IT) oder ausgebrannt Vorzeigearbeiter (ausgebrannt Arzt).... Der ist ein willkommener Gast in meinem Hobbyparadies zu Necromunda Kampagne , zur Heresy Megaschlacht oder Trench Crusade... Aber leider sind solche Orginale recht selten...

Vielleicht ein Beispiel, ein guter Freund programmiert unentgeltlich im Quellcode von Linux, betreibt mal dem Bahnhofskiosk oder die Bahnhofsmission. Dann und wann spielen wir drei Tage jeden Tag 16 Stunden Classic Battletech als Kampagne...

Eigentlich ist das mein Hauptgrund für das Hobby gewesen, man hat da früher diese Orginale getroffen, mit denen so viel möglich ist, aber heute treffe ich fast nur noch Herr Jedermann, der im Alltag gefangen sind und hat nicht wirklich den Raum für ein kreatives und umfangreiches Hobby....

Der ewige Zyklus irgendwann kommerzialisiert sich eine Szene und die Alltagsmenschen kaufen sich ein um das Gefühl zu haben etwas besonderes zu sein... Nur leider lässt ihre Alltäglichkeit dann kaum Raum für das tolle Hobby...

Aber auch da hätte ich wieder für den Interessierten ein gutes Buch
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@Abbertoth Ich hoffe du bist sehr Stolz auf deine Armee, kannst du nähmlich sein.
Das ist nicht nur Masse sondern auch extrem hohe Qualität an Handwerkskunst.
Fühl mich glat noch mal ne ecke Fauler. 😁

Tatsächlich sind die auch irgendwie ein Ausdruck von Stress 😅 je weniger Zeit ich habe, je mehr habe ich gemalt.
Und ich glaube ich "feiere" den Erfolg nicht ausreichend, ich bin immer schon gedanklich beim nächsten Projekt. Muss bald mal meinen Malchannel wieder updaten!
Insofern vielen Dank für das Lob! 🙂
 
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Eines der besten Bücher bezüglich so einiger ArbeitsverhältnisArbeitsverhältnise...

Eine merkwürdige Dopplung...

Meine Kollgen täuschen weite Teile des Tages vor produktiv zu sein und sind damit beschäftigt und dadurch hochgradig gestresst. - Dadurch sind sie aber in vielerlei Hinsicht mit sich selbst und den wenigen Aufgaben auf der überfordert.
Umgekehrt löse ich die gewichtigen Probleme auf der Arbeit und arbeite hochgradig konzentriert und produktiv, bin dadurch quasi schwer entbehrlich, somit kann ich Ruhe auf der Arbeit an manchen Tagen studieren, grundieren, basteln, lesen...

Ebenso habe ich nich bewusst für meinen unproduktiven Idiotenjob immer wieder entschieden. So konnte ich in den vergangenen 20 Jahren drei Studiengänge, zwei Promotionen, eine Habilitation abschließen und hunderte von Figuren bemalen.

Ausflüge in "angesehene" Arbeitsverhältnise endeten eigentlich immer mit einem Prozess vor einem Arbeitsgericht und einer Abfindung mit der damit verbundenen (Hobby)Freizeit.

Vielleicht bin ich auch einfach nur wenig empfänglich für die Formel, dass man doch bitte ständig für fremde Interessen hochmotiviert arbeiten soll... Meine Partnerin ist Ärztin und hat nie Zeit, da sie oftmals sich um die (idiotische) Lebensführung anderer kümmern muss (z.B. Notaufnahme), bzw. Patientenverwaltung...).

So bin ich ganz glücklich mit meinem Idiotenjob, gleich arbeite ich zwei drei Stunden, dann lese ich noch ein wenig Hegel und anschließend versuche ich mit Stoffresten und Mullbinden Figuren zu verschönern....

Leider suche ich immer wieder ein zwei Hobbykameraden die ähnlich arbeiten und sich nicht in Arbeit erstersticken lassen... Leider leider ist das recht selten in dieser Gesellschaft die sich stark über geldwerte Arbeit definiert...

Hier liegt quasi mein Hobbyproblem, der eine Teil meines Bekanntenkreise hat spzioökonomisch potente Arbeit (Fotschung, Entwicklung, Medizin, Jura...) und diese haben kaum Zeit für das Hobby und eine getaktete Freizeit, im Sinne; Also in ca 3 Monaten hätte ich am Samstag zwei Stinden Zeit... Der andere Teil des Bekanntenkreis hat sich in einer Mischung aus Arbeit , Geldsorgen (prekäre Arbeitsverhältnisse laufende Kosten...) und Übermoralisierung derart ververrannt, dass Hobbyaktivitäten schwierig geworden sind, dazu kommen diese überverwöhnten Kinder...

So sitze ich halt auf die nervigen Hobbykameraden , dir recht krumme Lebenswege gehen und dann und dann bei mir zu Gast sind.

Daher wer mal arbeitslos ist (habillitierter Philosoph oder Keltologe), keine Partnerin hat (Diabetis Mellitus seid 20 Jahren) völlig unterfordert auf seiner Arbeit ist (z.B. Finanzamt oder IT) oder ausgebrannt Vorzeigearbeiter (ausgebrannt Arzt).... Der ist ein willkommener Gast in meinem Hobbyparadies zu Necromunda Kampagne , zur Heresy Megaschlacht oder Trench Crusade... Aber leider sind solche Orginale recht selten...

Vielleicht ein Beispiel, ein guter Freund programmiert unentgeltlich im Quellcode von Linux, betreibt mal dem Bahnhofskiosk oder die Bahnhofsmission. Dann und wann spielen wir drei Tage jeden Tag 16 Stunden Classic Battletech als Kampagne...

Eigentlich ist das mein Hauptgrund für das Hobby gewesen, man hat da früher diese Orginale getroffen, mit denen so viel möglich ist, aber heute treffe ich fast nur noch Herr Jedermann, der im Alltag gefangen sind und hat nicht wirklich den Raum für ein kreatives und umfangreiches Hobby....

Der ewige Zyklus irgendwann kommerzialisiert sich eine Szene und die Alltagsmenschen kaufen sich ein um das Gefühl zu haben etwas besonderes zu sein... Nur leider lässt ihre Alltäglichkeit dann kaum Raum für das tolle Hobby...

Aber auch da hätte ich wieder für den Interessierten ein gutes Buch
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Interessante Zustandsbeschreibung. Was sind deine Idiotenjobs denn genau? Falls du das öffentlich machen möchtest. Falls du es nicht eh schon gelesen hast, liefert Graber in seinem Schuldenbuch bereits weitere spannende Hinweise darauf, wie sich unsere Arbeitsgesellschaft entwickelt hat.

Und um es nicht zu sehr OT werden zu lassen.

Ich reihe mich wohl in diese tendenziell gestressten, (selbst bzw. gerade in Arbeitslosigkeit) von Arbeit erstickten Menschen ein. Hobbyzeit ist häufig, wenn alles andere ausfällt und gleichzeitig der innere Schweinehund einen nicht von allem Sinnvollen vor dem Monitor fesselt. Und Hobbyzeit teilt sich auf verschiedenstes auf, Wandern mit Partnerin und Freunden, familiäre Verantwortungen. Ich denke ich schließe mich effektiv Vielen hier an. Aber diese transportable Malbox sieht schon nett aus. Gerade wenn man im Sommer auch mal raus möchte. Die Lahnwiesen vor der Tür böten ja schon ne nette Malkulisse. 🙂
 
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Eines der besten Bücher bezüglich so einiger ArbeitsverhältnisArbeitsverhältnise...

Eine merkwürdige Dopplung...

Meine Kollgen täuschen weite Teile des Tages vor produktiv zu sein und sind damit beschäftigt und dadurch hochgradig gestresst. - Dadurch sind sie aber in vielerlei Hinsicht mit sich selbst und den wenigen Aufgaben auf der überfordert.
Umgekehrt löse ich die gewichtigen Probleme auf der Arbeit und arbeite hochgradig konzentriert und produktiv, bin dadurch quasi schwer entbehrlich, somit kann ich Ruhe auf der Arbeit an manchen Tagen studieren, grundieren, basteln, lesen...

Ebenso habe ich nich bewusst für meinen unproduktiven Idiotenjob immer wieder entschieden. So konnte ich in den vergangenen 20 Jahren drei Studiengänge, zwei Promotionen, eine Habilitation abschließen und hunderte von Figuren bemalen.

Ausflüge in "angesehene" Arbeitsverhältnise endeten eigentlich immer mit einem Prozess vor einem Arbeitsgericht und einer Abfindung mit der damit verbundenen (Hobby)Freizeit.

Vielleicht bin ich auch einfach nur wenig empfänglich für die Formel, dass man doch bitte ständig für fremde Interessen hochmotiviert arbeiten soll... Meine Partnerin ist Ärztin und hat nie Zeit, da sie oftmals sich um die (idiotische) Lebensführung anderer kümmern muss (z.B. Notaufnahme), bzw. Patientenverwaltung...).

So bin ich ganz glücklich mit meinem Idiotenjob, gleich arbeite ich zwei drei Stunden, dann lese ich noch ein wenig Hegel und anschließend versuche ich mit Stoffresten und Mullbinden Figuren zu verschönern....

Leider suche ich immer wieder ein zwei Hobbykameraden die ähnlich arbeiten und sich nicht in Arbeit erstersticken lassen... Leider leider ist das recht selten in dieser Gesellschaft die sich stark über geldwerte Arbeit definiert...

Hier liegt quasi mein Hobbyproblem, der eine Teil meines Bekanntenkreise hat spzioökonomisch potente Arbeit (Fotschung, Entwicklung, Medizin, Jura...) und diese haben kaum Zeit für das Hobby und eine getaktete Freizeit, im Sinne; Also in ca 3 Monaten hätte ich am Samstag zwei Stinden Zeit... Der andere Teil des Bekanntenkreis hat sich in einer Mischung aus Arbeit , Geldsorgen (prekäre Arbeitsverhältnisse laufende Kosten...) und Übermoralisierung derart ververrannt, dass Hobbyaktivitäten schwierig geworden sind, dazu kommen diese überverwöhnten Kinder...

So sitze ich halt auf die nervigen Hobbykameraden , dir recht krumme Lebenswege gehen und dann und dann bei mir zu Gast sind.

Daher wer mal arbeitslos ist (habillitierter Philosoph oder Keltologe), keine Partnerin hat (Diabetis Mellitus seid 20 Jahren) völlig unterfordert auf seiner Arbeit ist (z.B. Finanzamt oder IT) oder ausgebrannt Vorzeigearbeiter (ausgebrannt Arzt).... Der ist ein willkommener Gast in meinem Hobbyparadies zu Necromunda Kampagne , zur Heresy Megaschlacht oder Trench Crusade... Aber leider sind solche Orginale recht selten...

Vielleicht ein Beispiel, ein guter Freund programmiert unentgeltlich im Quellcode von Linux, betreibt mal dem Bahnhofskiosk oder die Bahnhofsmission. Dann und wann spielen wir drei Tage jeden Tag 16 Stunden Classic Battletech als Kampagne...

Eigentlich ist das mein Hauptgrund für das Hobby gewesen, man hat da früher diese Orginale getroffen, mit denen so viel möglich ist, aber heute treffe ich fast nur noch Herr Jedermann, der im Alltag gefangen sind und hat nicht wirklich den Raum für ein kreatives und umfangreiches Hobby....

Der ewige Zyklus irgendwann kommerzialisiert sich eine Szene und die Alltagsmenschen kaufen sich ein um das Gefühl zu haben etwas besonderes zu sein... Nur leider lässt ihre Alltäglichkeit dann kaum Raum für das tolle Hobby...

Aber auch da hätte ich wieder für den Interessierten ein gutes Buch
Anhang anzeigen 349922
Das ist schon sehr hedonistisch. 😅
Aber Respekt für deinen akademischen Weg.
 
Das ist schon sehr hedonistisch. 😅
Da würde ich kurz protestieren und den vermuteten Hedonismus durch Eudaimonia ersetzen wollen. So bin ich durchaus mit meinem Möglichkeiten für die mich umgebende Gesellschaft und Gemeinschaft recht aktiv ...


Aber Respekt für deinen akademischen Weg.

Danke, das war nur dadurch möglich, dass ich dem ein oder anderen Fallstrick der Alltäglichkeit sehr bewusst aus dem Weg gegangen bin und eher agonal (im Sinne des gr. Agons, dem Wettstreit unter freien Männern) den ein oder anderen Lebensmoment gestalte.

Die Möglichkeit zum Spielen und zu diversen Hobbys wollte ich mir da nie nehmen lassen, gerade als Ausdruck dessen, das das Leben aus mehr als Arbeit und minimal zugestandener Freizeit besteht.

Und ich kann nur sagen, derjenige solche Gedanken teilt, der kann nich gerne in Bacharach besuchen.

Das Figurenhobby stellt mir schon eher eine Möglichkeit da gemeinssam zu spielen und als Gemeinschaft ein wenig Glück zu erfahren, warum das so elementar ist, findet sich tatsächlich eher im antiken Denken, als in dem ideologischen Schnellschüssene der vergangenen 200 Jahre...


Oder dann doch noch ein Erklährungsansatz aus den letzten Jahrzehnten.

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Daher mein Apell für Räume zum Spoelen (und eigenständig) kreativ sein.
 
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Ich kann euch nur ratet: Werdet zügig älter, dann wird das alles besser! (Und da ihr das nicht beschleunigen könnt, bleibt euch immerhin die Hoffnung.)
Ich kann mich kaum noch Zeiten erinnern, in denen ich nicht genug Zeit für meine Hobbys hatte.
Das könnte bestenfalls mal von 2000 gewesen sein, da war das Kind noch unter 10.
Ansonsten war ich schon immer ein konsequenter Vertreter von "me time", auch als Ausgleich für den Job.
Da ich nun schon vor Jahren mit Mitte 50 dem Hamsterrad willentlich, glücklich und ohne nachfolgende Nöte entsprungen bin, ist das Zeitmangelthema nun völlig erledigt.
Außer dass die Zeit, nach vorn gesehen, wohl doch weniger wird. Aber darum gehts ja nicht.
 
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Was sind denn das bitte für mobile Lösungen / "Koffer", von denen ich hier schon gelesen habe? Das würde mich schon interessieren 🙂
Ich habe seit Jahren ein Paint Case von Frontier Wargaming (musste das erstmal nachschauen, unter "Malkoffer" findet man ja vieles, aber DAS nich ^^) und bin damit sehr zufrieden. Nur die Lampe hab ich nach ein paar Jahren mal ersetzen müssen. Verschleißteil halt.
Der Koffer von GSW sieht aber auch gut aus und kostet irgendwie nur die Hälfte.
 
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Ich habe seit Jahren ein Paint Case von Frontier Wargaming (musste das erstmal nachschauen, unter "Malkoffer" findet man ja vieles, aber DAS nich ^^) und bin damit sehr zufrieden. Nur die Lampe hab ich nach ein paar Jahren mal ersetzen müssen. Verschleißteil halt.
Der Koffer von GSW sieht aber auch gut aus und kostet irgendwie nur die Hälfte.
Das Case von Frontiers fand ich immer klasse, war mir aber für dass, wo ich das wirlich gebrauchen könnte einfach zu teuer. Bei dem von GSW könnte ich schwach werden. 😉
 
Es ist alles eine Frage der Motivation.

Ich habe 2 Kinder (8 und 5 Jahre alt), gehe 2x pro Woche Abends zum Sport und widme mich fast jeden freien Abend dem Hobby - das kann ich aber auch nur machen, weil meine Frau gerne PS 5 zockt.
Als die Kinder noch kleiner waren und die Nächte für uns kürzer, hatte ich Abends meistens keine Energie fürs Hobby.

Ich habe ziemlich lange an einem Friedhofsspielplatten Projekt gearbeitet aber meistens keine durchgehende Motivation gehabt. Der Grund: Ich habe keine Spiele gemacht.
Letztes Jahr hat sich das geändert. Neueinstieg in 40k und Start des Armeeaufbaus Schatten über Ferrion Secundus zusammen mit @7thCadian und des darauf folgenden YouTube-Kanals mit Narrativen Battle Reports.

Allein der Armeeaufbau mit 7thCadian motiviert mich total, da das ganze als fortlaufende Kampagne mit eigener Geschichte geplant ist und ich selber wissen will wie die Geschichte weitergeht.

Ich kann jedem nur empfehlen so ein Projekt mit einem Freund zu starten, da man dann automatisch Zeit für Hobby Aktivitäten findet.

Einen Narrativen Spielberichts-YouTube Kanal zu betreiben ist natürlich auch ein Zeitfresser, aber mir macht das total Spaß und ist eine schöne Ergänzung zum Hobby.