40k Shadowsword Scratchbuild oder so

Brumbaer

Bastler
08. Oktober 2018
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Ich designe gerne 3D Modelle. Früher habe ich mit Plasticcard scratch gebuilded, heute elektronisch mit CAD und 3D Drucker.
Ich entwerfe und drucke nur für den Eigenbedarf und verteile für gewöhnlich auch keine Dateien. Ausnahme sind ein paar einfache STLs für Geländeteile, die ich auf Thingiverse verfügbar gemacht habe.
Für gewöhnlich mache ich kleine Modelle für Epic, aber für Kill Team habe ich ein paar 28mm Minis (ein Team aus imperialen Kämpferinnen) und sogar komplette Kill Zones gemacht.
Und als mich jemand fragte ob ich Lust zu einem Apoc Spiel hätte bot sich die Ausrede einen Thunderbolt zu entwerfen und zu drucken.
Ich fand es recht spannend so ein großes Modell (obwohl immer noch kleiner als die Kill Zones) zu entwerfen und zu drucken und habe nun beschlossen noch ein Shadowsword zu bauen.


Thunderbolt5.jpg



Für das Thunderbolt brauchte ich drei Versionen bis ich zufrieden war.
Dies ist die erste Version des Shadowsword. Die starken Wash und Drybrushs dienen dazu Fehler aufzuzeigen und das Muster, das der Drucker hinterlässt, beurteilen zu können.
https://brumbaer.de/images/foren/Shadow - 1.jpeg
https://brumbaer.de/images/foren/Shadow - 3.jpeg


Im Moment sind es 21 Teile und das Drucken dauert drei Tage.


Überraschenderweise empfinde ich das Muster nicht als störend, es geht eher in Richtung produktionsbedingte Oberflächenqualität. Ein Panzer aus der Nähe betrachtet ist halt nicht so glatt wie ein Plastikmodell.
Es gibt ein paar deutliche Schwachstellen, die es in der nächsten Version zu beseitigen gilt. Der Spalt in der Mitte der Ketten. Der Spalt in der Mitte der Seite des Panzers, der Twin Heavy Bolter die Auspuffrohre und noch ein paar Dinge. Alles in allem bin ich zufrieden mit dem ersten Versuch.
Einige lassen sich durch Designänderungen beheben und andere dadurch, dass ich die Teile mit einem Resin statt dem FDM Drucker drucke.


Vielleicht schaffe ich es, dass der zweite auch der letzte ist 🙂
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sehr cool!
Über die "Riffelung" kann man natürlich streiten. Mich hat sie immer abgeschreckt, aber nachdem ich letztens ein Video über einen 280€ teuren SLA Drucker gesehen habe...wow! Die Versuchung ist groß.

Viele Dinge zur Verbesserung hast du ja selbst schon angesprochen. Glätten mit Aceton liest man auch immer wieder mal, wäre vielleicht was für die großen Flächen beim Panzer?

Ansonsten zeig auch gerne mal deine anderen Arbeiten! 🙂
 
Das sind die Teile der Version 2, "nur" noch Kleben und Bemalen.


SW1.jpg



Es sind deutlich mehr Teile als vorher. Hauptsächlich mit dem Ziel störende Nähte zu vermeiden, aber auch für 2 Seitentürme.
Die grünen Teile sind mit einem Resin Drucker gemacht, weil die Auflösung des FDM Drucker für einige Teile nicht ausreicht.
Ich überlege auch die Kanone als Resin-Teil zu machen, nicht wegen der Details, sondern des Musters.
 
Hachja...solche Bilder reizen mich immer wieder dazu mir vielleicht doch mal einen 3D-Drucker zuzulegen.... Sehr schick.

ABER:

Überraschenderweise empfinde ich das Muster nicht als störend, es geht eher in Richtung produktionsbedingte Oberflächenqualität. Ein Panzer aus der Nähe betrachtet ist halt nicht so glatt wie ein Plastikmodell.

Richtig, ein realer Panzer ist im Gegensatz zum typischen Plastikmodell nicht glatt, allerdings wäre er auch nicht so regelmässig geriffelt wie dein Modell. Ich weiss, es ist Geschmacksache aber mich pers. würde diese Riffelung extrem stören. Egal wie gut man es so bemalt, solange sie zu sehen ist sieht es halt aus wie aus einem 3D Drucker...
 
Die hatten damals auch schon 3D Drucker
Zimmerit_Tiger_II_2_Bovington.jpg

🙂

Die V2 hat ein anderes Farbschema, da fällt das Muster nicht so auf. Auf Armlänge ist es nicht zu sehen. Beim Spielen schon gar nicht. Leute die keine Ahnung von 40k und dessen Modelle haben, denken das muss so sein.
Aber es gibt bestimmt noch mehr Leute, die es stört - das ist ok, solange es mich nicht stört 🙂

Hier die V2:

Beide Versionen nebeneinander
7.jpeg


Mann ist der dick, Mann.
8.jpeg



Das Foto spiegelt den Unterschied in der Qualität der Bolter leider nicht so richtig wieder. In Echtigkeit ist er deutlich. Man kann den Unterschied am geflügelten Totenkopf erahnen.
8.jpg


Das neue Heck mit den Auspuffen aus Resin.
9.jpeg


Die Damen beim Fachsimpeln.
13.jpeg


Alles in Allem ist die V2 deutlich besser als die V1. Es gibt immer noch ein paar Dinge, die ich verbessern könnte, aber eigentlich ist das Teil gut genug. Und bisher war es ganz spannend das Teil zu designen, aber jetzt wird es langsam langweilig. Wenn ich die Bolter, Auspuffe und vielleicht noch die Ketten beim V1 Modell ersetze, kann ich es behalten und brauche dann auch kein weiteres Modell mehr.

Das Ganze hat mich etwa 150€ gekostet. Wenn ich jetzt eine weitere V2 drucken würde käme ich mit etwa 50€ pro Modell hin, da ich mir reichlich Test bzw. Korrekturdrucke sparen kann. Aber das Ziel des Projektes war nicht Geldersparnis sondern "Krieg ich das hin".
 
Beide sind ziemlich alt (für 3D Drucker), weil ich mache das schon ein paar Jahre.
Der FDM ist ein auf 2+ aufgerüsteter Ultimaker 2.
Der Resin (DLP) ist ein B9Creator.


Von den Daten her (habe keine persönliche Erfahrung mit dem Drucker) sollte der Anycubic ausreichen. Aber für die großen Teile taugt er nicht, es sei denn du zerlegst diese in eine Menge kleiner Teile 🙂