Kriegerbau 11 (Ende)
<--- einen Entwicklungsschritt zurück
Obduktionsreport:
Magos Biologis Angström
- gesegnet ist erst recht der Verstand, der zu klein ist, um Furcht zu empfinden -
Vorwort:
Mein vor kurzem
verfasster Obduktionsbericht über den Kriegergenotypus muss hiermit wiederrufen werden. Ich war bereits in anderen Fällen Zeuge der Anpassungsfähigkeit einiger Tyranidenflotten, aber in noch nie habe ich eine so schnelle Änderung selbst grundlegenster Charakteristika erlebt.
Bericht:
Wie bei allen bisher beobachteten Exemplaren der von der Skylla im Feld eingesetzten Kreaturen, verfügen auch die Krieger über den charakteristischen dreiteiligen Körperbau. Anders als die bisher untersuchten Termaganten und die Reste der Exocrine, der ich habhaft werden konnte, verfügt diese Spezies über Augen in Form von Facettenaugen. Ähnlich wie bei Insekten setzt auch hier das Gehirn die Signale Tausender Einzelaugen zu einem Gesamtbild zusammen. Tests am lebenden Subjekt zeigen allerdings, dass dies nicht die einzige Art der Verarbeitung ist, zu der das optische Zentrum im Gehirn in der Lage ist. Offenbar werden auch oft mehrere teils überlappende Bilder generiert. In dem Fall ist gleichzeitig der Teil des Gehirns aktiv, der im Verdacht steht, die Verbindung zum Schwarmbewustsein zu ermöglichen. Meine Theorie ist, dass die Krieger für die anderen Kreaturen im Schwarm sehen. Die Augen sind mit einer durchsichtigen und harten Schicht aus einem organischen Polymer geschützt (etwa 61 HRC).
Außerdem sind enden die Mandiblen bei dieser Spezies in mehreren zahnartigen Auswüchsen, die über eine erstaunlich hohe Härte verfügen (68 HRC). Das lässt den Schluss zu, dass diese Mandiblen als eine wichtige Nahkampfoption gezüchtet wurden.
Öffnet man die schwer zu durchdringende Panzerung, so offenbart sich eine überragende Konstruktion. Enorm leistungsfähige Muskeln liegen zwischen Endo- und Exoskelett. Im stark abgegrenzten Hinterleib, der wie auch bei den bisher untersuchten Kreaturen die lebenserhaltenden Organe enhält, finden sich mir bisher unbekannte Strukturen, deren Funktion nicht bestimmt werden konnte, da sie zu stark beschädigt waren. Das wichtigste Organ scheint eine Art mit Muskeln ausgeleidete Höhle (die nächste Analogie bei uns bekannten Spezies zu diesem Organ wäre eine Gebährmutter) zu sein, in der bei dem untersuchten Exemplar eine semi-embryotische Kreatur steckte, deren einziger lebensfähiger Teil eine Art Brutnest für eine Spezies war, die große Ähnlichkeit mit den Hirnwürmern anderer Schwarmflotten hat. Ich vermute daher, dass die Krieger der Skylla mit verschiedenen Waffenkreaturen schwanger sein können.
Kommentar:
Wer die Kriegerbau-Reihe verfolgt hat, weiß, was für eine schwere Geburt diese Krieger waren. So bescheuert muss man erstmal sein, um 100 Punkte zu basteln und zu bemalen und das Ganze dann zu wiederholen. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich bei allen bedanken, die im Lauf der Entwicklungen Motivation und gute Ideen für Verbesserungen geliefert haben. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.
Als nächstes werde ich wieder ein paar Ganten und Gargoyles basteln und dabei die Idee ausprobieren, die Plastikpflanzen auch noch zu bemalen. Das war mir bei den Kriegern noch zu risikoreich.